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Diabetikerschulung

  • Jana

    Rang: Gast
    am 17.03.2009 16:03:03
    @EH:
    ja, das is völlig richtig.
    was MICH im nachhinein ärgert:
    die erhöhten werte wurden mir ja durch zufall letzten april bekannt. ich musste akut wegen was anderem ins KH und routinemässig wurde blut abgenommen.
    ich hatte da einen nüchternzucker von 114.
    auf welchen mit der dortige arzt hinwies, dass ichs mal im auge behalten soll.
    ich war etwas geschockt und rief als ich zurück war meinen internisten an und DANN war ich sauer. denn ich lasse 2 mal im jahr routinemässig blut abnehmen. und bekomme als antwort: ja der zuckerwert ist schon die letzten 2 jahre immer ein bisschen erhöht..
    und mir wird bei jedem ergebnis gesagt "alles ok" und ich verlasse mich drauf.
    klar, die werte waren nie ein manifester diabetes, aber sie waren so, dass man mich hätte drauf hinweisen MÜSSEN. ich hätte viel eher reagieren können. und das machte mich so furchtbar wütend. wozu geh ich denn zum arzt. hmpf von Jana
  • Anke

    Rang: Gast
    am 17.03.2009 19:15:31
    Wer sich in die eigene Tasche lügt und sich ständig was vormacht hinsichtlich Ernährungsgewohnheiten....hat nicht anders verdient und wird nie sein Normalgewicht erreichen!
    Diabetikerschulung hin oder her ( das Leben zu Hause spielt hier eine größere Rolle)-je mehr Insulin im Körper um so größer der Hunger(Insulin ist ein Masthormon) - ein Teufelskreis aus dem ein entrinnen nur mit großer Selbstdiziplin und viel Bewegung möglich ist !

    von Anke
  • Jana

    Rang: Gast
    am 17.03.2009 19:51:39
    ich glaube NICHT dass ich mir was in die tasche lüge. meine disziplin darf ich sehr wohl loben. ich habe über 30 kg abgenommen und eine absolut gute ernährungsumstellung vollzogen.
    sonst würde ich wohl kaum so agieren würde ich mich belügen.
    ich bin lediglich sauer, dass ich nicht früh genug über meine blutwerte informiert wurde, was pflicht gewesen wäre!!! von Jana
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 17.03.2009 20:18:37
    Moin Jana,

    das ist das Schöne an solchen Foren, dass man sich einfach manchmal Ärger und Antwort schenken kann ;-)

    Dass ich als Patient mit Recht erwarten dürfte, z.B. nach ner Blutuntersuchung zu erfahren, wie hoch mein BZ war, hab ich auch mal gedacht. Aber tatsächlich gilt der unter der Grenze, ab der der Dok behandelt, in der alltäglichen Medizinpraxis als in Ordnung. Und behandelt wird nun mal erst ab Überschreiten der Diagnose-Schwellen. Und das in-Ordnung-Spiel setzt sich bei Typ2 z.B. in der Form fort, dass mit dem Einsetzen der Behandlung der BZ dann mit Tabletten wieder bis zum Überschreiten von HBA1c 8 in Ordnung ist. Bei der Größenordnung erfolgt mit der Hinzunahme von bzw. Umstellung auf Insulin häufig die nächste große Behandlungsveränderung.

    Und danach kann Dir passieren, dass ein fortschrittlicher Dok Dir rät, 2 Stunden nach jedem Essen unter 140 mg/dl raus zu kommen. Und Du kannst dich fragen, ob das denn nicht besser und einfacher für Dich gewesen wäre, wenn der Dok Dir das Drunterbleiben nahegelgt hätte, als das Überschreiten die ersten Male passiert ist. - Aber da war das Überschreiten ja noch gesund, denn da warst Du noch keine Diabetikerin, und Gesunde haben nach der Diagnoseordnung oft auch für Stunden BZs über 140.

    Ok, hat ein weilchen gedauert, bis ich auf die Idee gekommen war, immer nach den konkreten Werten zu fragen :-)

    Bisdann, Jürgen


    Un-/und ärztlich behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr folgekrank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
    Wer dagegen seinen Blutzucker selbst so gesund steuert, dass eine zufällige Blutuntersuchung meistens nicht einmal einen Diabetesverdacht begründen würde, braucht kaum weitere Folgekrankheiten zu fürchten.
  • gt

    Rang: Gast
    am 17.03.2009 21:10:50
    Und jetzt lebt er nur noch für seine tollen Werte - darauf kann man schon stolz sein. Oder?
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 18.03.2009 10:39:26
    @Anonym

    Jürgen und viele andere Diabetiker leben MIT tollen Werten nicht FÜR sie.

    FÜR macht Stress - MIT erzeugt Erfolg und Zufriedenheit und die Möglichkeit, trotz Diabetes lange gesund zu leben - entscheiden muss das jeder selbst. Ich habe mich für Erfolg und Gesundheit entschieden und komme mit meiner Situation bestens zurecht. Probiers doch auch einfach mal.

    Rainer
  • Why?

    Rang: Gast
    am 19.03.2009 17:57:47
    Warum sollte ich? Weil es dir gut geht? Komischer Ratschlag! Jeder Diabetiker ist anders und du kein entscheidender Massstab.
    >> für die Enthusiasten einer Zielsetzung auf normnahe HbA1c-Werte (d.h. < 6.1%) hält diese DCCT-Publikation auch noch einen Dämpfer parat: Nur ein kleiner Bruchteil des gesamten Retinopathie-Risikos war in der DCCT-Studie auf den HbA1c-Wert zurückzuführen, wie die logistische Regressionsanalyse nun zeigte. Nur 11% der Varianz des Auftretens einer Retinopathie wurden durch den auf Dauer erreichten HbA1c-Wert bestimmt und 89 % durch andere, nicht näher bezeichnete Risikofaktoren unabhängig vom HbA1c-Wert. Vermutet werden Risikofaktoren, die in der DCCT-Studie NICHT berücksichtigt worden waren, wie z.B. genetische oder soziale Faktoren, Lebensstil, Bluthochdruck, oder auch der Einfluss einer abrupten HbA1c-Absenkung. (In einer anderen Studie hat der durchschnittliche HbA1c-Wert über 20 Jahre etwa 30% der Varianz des Auftretens diabetischer Spätschäden erklärt . Parallelen zu den kürzlich veröffentlichten Schlussfolgerungen aus der ACCORD- und ADVANCE- Studie bei Typ-2 Diabetes mellitus sind augenfällig: auch
    hier waren andere Faktoren als eine &#8222;STRAFFE Blutzuckereinstellung&#8220; (140/120/100) ausschlaggebend für die Krankheitsfolgerisiken<< (aus http://online-zfa.de/index.php/artikel/beitrag/37/sf_highlight/diabetes) von Why?
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 10:30:53
    Ich will dir deinen Glauben nicht nehmen, allerdings will ich ihn auch nicht mit dir teilen. Wenn ich mich irre, dann habe ich ein bischen zu viel Aufwand betrieben - ein Irrtum von dir kann unter Umständen recht negative Folgen für dich haben.

    Über die Fehler bei Design und Auswertung der ACCORD-Studie haben sich schon genügend Fachleute ausgelassen. Gleiches wird, davon bin ich überzeugt, bezüglich der DCCT-Studie passieren. Ansatzpunkte gibt es genug.

    Wenn du gerne Studien sammelst, die dir ein gutes Gewissen für schlechte A1c- bzw. pp-Werte vermitteln, dann kann ich dir aktuell HEART2D (http://care.diabetesjournals.org/cgi/content/abstract/32/3/381) empfehlen. Die Studie beweist angeblich, dass es ausreicht, den NBZ zu behandeln und das die zusätzliche Behandlung der pp-Werte keinen Unterschied im Ergebnis bringt. Den Fehler beim Design der Studie kannst du ganz leicht selber herausfinden. Für Gegner einer normnahen BZ-Einstellung wird sie ein gefundenes Fressen sein. Die Kostensparer werden sich bestimmt auch gerne darauf stürzen.
    von Rainer
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 11:27:04
    @Why,

    keine Studie hat bisher gesunde Verläufe im Rahmen von max 140-120-100 mg/dl verglichen, denn solche Verläufe waren bisher in keiner Studie das Ziel. Ziel war bisher ausschließlich ein vergleichsweise toller HBA1c-Wert, und ein 5er lässt sich locker auch mit z.B. 400-180-60 erreichen, und genau so ist in allen diesen Studien verfahren worden. Denn in den ersten Stunden eines BZ-Hochs sind die Verzuckerungen an den Blutkörperchen, die für diesen Wert gemessen werden, noch reversibel. Aber jeder Augen- und jeder Nierenspezialist weiß heute, dass große BZ-Schwankungen empfindliche Zellsysteme höher belasten, als höhere BZ-Verläufe mit Schwankungen im gesünderen Rahmen.

    Wer sich dagegen an 140-120-100 orientiert, nutzt beides, eine gesund geringe Schwankungsbreite und einen gesund niedrigen BZ-Verlauf :-)
    von Jürgen
  • Why not!

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 13:36:12
    @Rainer: Verstehst du eigentlich, was du liest? Wer hat sich denn wo als "Gegner der normnahen BZ-Einstellung" geoutet? Es ging NUR darum, das dieses (sicher wichtige) Kriterium nicht das einzig "selig" machende ist (11% / 89%). Du sollst gerne dein 140/120/100 durchziehen, aber dich nicht wundern, wenn du dann doch irgend einen Spätschaden bekommst. Aber das hast du offensichtlich nicht verstanden. Erzähl ruhig weiter, was andere "Spezies" dir suggerieren.

    @Jürgen: "ein 5er lässt sich locker auch mit z.B. 400-180-60 erreichen, und genau so ist in allen diesen Studien verfahren worden." Träum weiter!
    Warst du Bestandteil der Studien? Woher sonst wüsstest du deine Behauptung? Aber es zeigt deutlich, wie du über andere, nicht nach deiner ständig propagierten Art lebenden, Diabetiker denkst. Schönen Dank auch! von Why not!