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  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 15.08.2014
    am 15.08.2014 16:17:59
    Hallo zusammen,

    ich habe gerade euer Forum gefunden und hoffe, dass ich hier vielleicht ein paar Tipps und Infos bekomme... :)

    Zunächst einmal zu mir:
    Ich bin die Anika, 26, weiß vom Diabetes seit März 2013.
    Ich bin schon immer relativ stark Übergewichtig. Mein HbA1c ist seit mindestens 10 Jahren erhöht, bis vor ca. 1,5 Jahren lag er noch immer zwischen 6,5 und 6,9.
    Mein damaliger Hausarzt sagte allerdings immer, dass eine Behandlung nicht nötig sei.
    Im Jahr 2010 habe ich dann 45Kg abgenommen - ich bin allerdings immernoch stark Übergewichtig, allerdings aktuell mit meinem Gewicht zufrieden.

    Da mein Mann und ich einen Kinderwunsch haben und diesbezüglich in Behandlung sind, wurde mein Langzeit-Blutzucker auch dort immer wieder kontrolliert und war bei der letzten Blutabnahme im Juli 2012 bei 6,9.

    Die nächste Messung erfolgte dann bei meiner aktuellen Hausärztin im März 2013 und lag bei 8,3.

    Meine Hausärztin verschrieb mir sofort Metformin und empfahl mir einen Besuch beim Diabetologen. Ich muss gestehen, dass ich das nicht ernst nahm und mich bis heute nicht darum gekümmert habe.

    Metformin hatte ich zuvor für die Kinderwunschbehandlung bereits etwas über 1 Jahr lang eingenommen und mein Blutzuckerwert hatte sich dadurch überhaupt nicht verändert. Daher empfinde ich es als "sinnlos" es wieder einzunehmen, da es mir ja offenbar nicht hilft.

    Nachdem wir nun 1 Jahr Abstand vom Kinderwunsch genommen haben und unsere Ernährung an den Diabetes angepasst haben, ließ ich im April nochmal den HbA1c kontrollieren, diesmal lag er bei 9,3...

    Da mir meine Gesundheit offenbar "egal" ist, habe ich es auch diesmal nicht wirklich ernst genommen - mein großes Problem ist einfach, dass es mir überhaupt nicht schlecht geht und ich daher auch kein Bedürfnis habe, etwas "zu tun".
    Ich habe aber nun von unserer Kinderwunschklinik die Anweisung bekommen, dass erst der HbA1c im gesunden Bereich sein muss, bevor wir mir der weiteren Behandlung starten können...

    Dies war nun mein "Augen-Öffner" und ich habe mir für nächsten Donnerstag einen Termin beim Diabetologen vereinbart.

    Da ich nicht vollkommen Ahnungslos dort hingehen wollte, habe ich heute sehr viel über das Thema Diabetes gelesen und bin dabei auf LADA Diabetes gestoßen...

    Könnte es nicht theoretisch sein, dass das bei mir zutrifft?
    Ich meine, klar, mein Übergewicht spricht absolut für Typ 2 Diabetes, aber das war es dann auch schon...

    Ich meine.. wenn man sich die Fakten ansieht..... seit mindestens 10 Jahren erhöhter HbA1c, seit ca. 1,5 Jahren nun "plötzliche" weitere Erhöhung des Wertes, gesunde Ernährung, Sport und vor allem Metformin brachten keine Besserung des Wertes...

    Ich las auch etwas von Autoimmunkrankheiten - ich habe Hashimoto, weiß aber nicht, ob dies dafür irgendwie interessant ist?

    Ach ja - in der Familie gab es bislang noch keine Fälle von Diabetes, weder Typ 1, noch Typ 2, trotz sehr vielen stark Übergewichtigen Familien-Mitgliedern..

    Ich würde mich wirklich sehr über ein paar Antworten und eure Meinung dazu freuen.
    Gerne auch ein paar Tipps dazu, was mich beim Diabetologen erwarten wird.

    Liebe Grüße
    Anika

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5071
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 15.08.2014 17:09:40
    Hallo Anika,

    LADA ist zwar nicht ausgeschlossen, aber es spricht auch nichts direkt dafür außer vielleicht ein ganz kleines bisschen der Hashi. Wenn dein BZ mit Metformin genauso wie vorher ohne Metformin ausgefallen ist, dann kann das auch einfach eine Verschärfung des Diabetes gewesen sein, die durch das Metformin ausgeglichen wurde.

    Der rapide Anstieg ist normal, wenn du den Diabetes einfach so schleifen lässt. Durch den hohen BZ werden immer mehr Betazellen gekillt, was dann in der Folge den BZ höher verlaufen lässt.

    Du kannst ja mit dem Diabetologen deine LADA-Vermutung besprechen. Wenn er es für denkbar hält, dann wird er dich auf Antikörper testen.

    Beste Grüße, Rainer

    Bearbeitet von User am 15.08.2014 17:15:05. Grund: ..
  • Gast

    Rang: Gast
    am 15.08.2014 18:04:27
    Hallo Anika,

    dass du jetzt einen Termin beim Diabetologen vereinbart hast und die Geschichte jetzt auch in Angriff nehmen willst, ist doch schonmal ein guter Entschluss!
    (Mich wunderte auch gerade schon, dass die KiWu Praxis das nicht schon eher eingefordert hat)

    Ich gehe davon aus, dass du beim Diabetologen einen Anamnesebogen ausfüllen musst, welche Erkrankungen noch vorliegen etc.
    Wenn der Arzt von deinem Hashimoto hört, wird er vermutlich eine Antikörpertestung veranlassen, daran kann man meist schon sehen,ob ein Typ1/Lada vorliegt.
    Deine BZ- Werte liegen ja nach dem HbA1c zu urteilen durchschnittlich bei über 200mg/dl und das trotz 45(!) kg Gewichtsverlust.
    Da wäre es vermutlich unabhängig vom Typ sinnvoll, über eine Insulintherapie nachzudenken.
    Aber das wird der Arzt dann sicher mit dir besprechen.

  • Gast

    Rang: Gast
    am 15.08.2014 19:31:06
    hoffentlich wird der arzt was mit dir besprechen, meist aber nichts.
    du hast metformin gegen pco genommen, ok. nur deinschluß daß es nicht gewirkt hat gild nr für das nichtschwangerwerden, ansonsten senkt metformin den bz überhaupt nicht, lies mal den bpz.
    es hindert die leber glykogen auszugeben, weiter nichts.
    denn was mir absolut nicht klar ist, ihr habt einen kinderwunsch seit jahren,
    du hast einen diabetes seit jahren, das sind nunmal konträre fakten,
    "und du " hast die ganze zeit so getan als wenn nichts wäre. solche patienten werden von den meisten ärzten mit gleichgültigkeit behandelt,
    nach der devise die will ja garnicht.
    für mich an deiner stelle gäbe es jetzt nur eines gasgeben bis zum anschlag,
    damit der doc merkt du willst ! und nicht dir ist sowiso alles egal.