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Phase 1 & 2 für Nichtelektriker

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 12:29:36
    mal ne ganz normale frage, ist bekannt?
    ein dr. ist ein akademischer grad, weiter nichts, hat nichts mit ärzten zu tun. noch nicht mal mit naturwissenschaft. der "berühmte dr. könlechner" war jurist.
    einige der excellentesten ärzte haben diesen titel nicht.
    also braucht ein arzt nicht dr. zu sein.
    genauso irrig ist die anrede mit dr. sie gehört nicht zum namen, sondern wird nur auf "antrag" in den ausweis eingetragen.(weiter nichts)
    da der arzt den patieten ja auch nur mit herr müller anspricht sagt man zum arzt auch nur herr mustermann.
    mfg. klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 12:40:57
    @ Andrea,
    Wenn ein gesunder Mensch Glukose isst und die in seinem Darm ankommt, lösen die Hormone dort eine Insulinausgabe aus, mit der die entsprechende Menge Insulin erstaunlich passend zusammen mit der Glukose im Blutkreislauf ankommt. Das wird als Phase1 bezeichnet. Und in dem Maße, in dem der BZ dann noch über normal ansteigt, löst er eine weitere Insulinausgabe aus, die als Phase2 bezeichnet wird.

    Die BZ-gesteuerte Ausgabe ist ebenso für die basale Versorgung zuständig. D.h. immer wenn der BZ über seine individuelle Grundhöhe zwischen um 60 bis um 80 mg/dl ansteigt, hören die Alphazellen mit ihrer vermehrten Glukagon(Hormon zur Stimulierung der Leber zur Glykogenausgabe)ausgabe auf, und die Betazellen beginnen mit der vermehrten Insulinausgabe.

    @ Anonym,
    Dass der Inkretin-Effekt nur für 30% der Insulinantwort auf's Essen zuständig sein soll, hab ich auch gelesen. Und ich halte das schon für einen Fortschritt, denn noch vor 10 Jahren gab es auch diese 30% noch nicht veröffentlicht, und auch Ärzte haben daher damals behauptet, dass die Insulinausgabe einzig vom BZ gesteuert wird und dass die offenbar verlangsamte Reaktion allein der Insulinresistenz geschuldet sei.

    Dass schon mit dem Anblick einer leckeren Mahlzeit mehr Insulin ausgegeben würde, wird immer wieder gerne genommen. Aber dann müsste sich damit eine BZ-Absenkung messen lassen - is nur nirgendwo in der öffentlich zugänglichen Literatur dokumentiert. Und so eine frühzeitige Ausgabe wäre ja auch widersinnig, weil das Insulin ja längst ohne Glukose ein Hypo gemacht hätte und dann unwirksam wäre, wenn die Glukose aus der leckeren Mahlzeit schließlich im Blut ankäme. von Jürgen
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 13:34:46
    Hoi Jürgen

    Zitat von dich

    Wenn ein gesunder Mensch Glukose isst und die in seinem Darm ankommt, lösen die Hormone dort eine Insulinausgabe aus, mit der die entsprechende Menge Insulin erstaunlich passend zusammen mit der Glukose im Blutkreislauf ankommt. Das wird als Phase1 bezeichnet.

    Hierzu habe ich eine Frage und brauche eine Erklärung

    In der Literatur steht das Phase1 3 bis 10 Minute nach Essens Aufnahme startet (oder ich lese falsch)

    Durchlaufzeit von Essen im Magen ist minimal 30 bis 45 Minuten oder noch länger(je nach KH, Fetten oder Proteinen).

    Wieso dan Phase1 nach 3 bis 10 Minuten.
    Die KH werden auch nicht in 3 bis 10 Minuten den Magen verlassen haben.

    Mein Humalog fangt bei mir auch nach 10 bis 15 Minuten an zu wirken und hat seine maximale Wirkung beim 45 bis 60 Minuten, dies stimmt überein mit den Begin des Magenentlerung in de Darm. Die Insulin die vorher in Meine Körper kommt gleicht Phase1 und, Essen ist noch im Magen und habe kein BZ Abfall.

    Theoretisch müssen dan die Zuckers via Mund, Slokdarm oder Schleimhaüte im Blut kommen, anders sollte der BZ abfallen. Eine andere Möglichkeit wäre dass durch Essensaufnahme in der Mund, Zükerausschuttung durch den Leber anfängt.

    Gerne deine Antworten, es felhlt mir an Logik.

    LG

    Hajo Janse

  • Gr

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 13:36:51
    wenn mir mal jetzt noch einer erklärt wozu das alles wichtig ist (bei der diabetis-führung) wäre ich auch zufrieden.
  • Libero

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 13:48:15
    Klugscheißer können auch nicht besser ! von Libero
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 14:10:12
    hallo hajo,
    die frage ist eigentlich, wen ich jetzt eine leichte uz bis hypo habe. zb 40, und 2 be tz esse, steigt nach ca 25 min. der bz an. wieso ? wenn der magendurchlauf länger dauert ?
    oder sind das alles nur theoretische betrachtungen von "experten" die selbst das garnicht wissen sondern nur von anderen abgeschrieben haben?
    so ähnlich wie ein nichtdiabetiker(sawicki) über sea gefaselt hat.
    mfg. klaus von klausdn
  • Andrea

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 14:54:54
    Hallo Jürgen, ich habe mal gehört das schon eine Insulinantwort kommt wenn die Nahrung noch im Mund gekaut wird. Ich bin ganz verwirrt, kannst du mir da mal auf die Sprünge helfen.

    PS, Ich finde es nicht richtig das Jürgen hier so angegangen wird, er ist mit Abstand der erfahrenste Diabetiker in diesem Forum. Sein Fachwissen in seinen Ausführungen sind eine unbezahlbare Hilfe für alle nicht so bewanderten Diabetikern hier.

    Danke Jürgen! von Andrea
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 15:08:22
    Moin Hajo,

    ich denke, dass es im Geschäftsleben an der Tagesordnung ist, mit Fakten bombardiert zu werden, deren Qualität man nie on their face value bewerten kann, sondern erst, nachdem man sie wenigstens auf ihre Plausibilität hin geprüft hat.

    Schau mal http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php
    In dieser Grafik hast Du den gesunden postprandialen BZ-Verlauf und den zugehörigen gesunden postprandialen Insulinverlauf. Missverständnisse mit den Verdauungs"technikern" gibt es meistens deshalb, weil die den trägrn Durchgang des gesamten Nahrungsbreis betrachten, während die Glukose daraus z.T. schon mit dem Speichel und für den Rest sofort mit den Magensäften gelöst und längst wit vor dem großen Rest wie Zuckerwasser aufgenommen wird.

    Dein Humalog und mein Apidra gelangen nicht wie das natürliche Insulin via Pfortader direkt in den Blutkreislauf, sondern auf dem viel längeren Weg durch das Zwischenzellwasser im Unterhautfettgewebe in viele Meter winziger kleiner Äderchen, die es zu den größeren leiten, aus denen es dann in alle Organe und den großen Rest der kleinen Äderchen usw. insgesamt verteilt wird. Zur Halbwertzeit von Fremdinsulin, nicht zu verwechseln mit der Wirkkurve einer Injektion, kann vielleicht Klaus noch was schreiben.

    Tatsächlich ist es ein Merkmal des Typ2, dass die Glukagonausgabe der Alphazellen nicht wie bei Gesunden mit der neuen Glukose aufhört, sondern häufig sogar verstärkt fortgesetzt wird, so dass die Leber damit stimuliert zur gerade neu gegessenen auch noch vermehrt gespeicherte und per Glukoneogenese neu gemachte liefern muss. Auf Medizinsprech heißt die so fehlgesteuerte zusätzliche Zuckerausgabe aus der Leber übrigens hepatische Insulinresistenz. Für diese Bezeichnung fehlt es mir in der Tat an Logik.

    Bisdann, Jürgen
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 15:08:52
    @Klaus

    Ich vermute folgendes:

    In unsere Mage gibt es eine Rinne welcher die Flüssigkeiten schneller durchlässt, manchmal in 5 Minute. Ich denke Teile von KH sind schnell löschlich in Flüssigkeit und kommen somit schnell in 12-Fingerdarm an.

    Nehme an dass die Teil aufgelöschte KH dort schon im Blut übergehen.

    Denke an Durchlaufzeiten in Mage, dieses erklärt auch das Pizza Effekt. Teile schnell öslich und der Rest dauert länger.

    BR

    Hajo Janse
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 01.03.2009 16:04:50
    hallo,
    zur andrea frage, vermutlich beruht sowas auf schlußfolgerungen(pawlow effekt-der damit aber ncihts zu tun hat) daher ist es am besten sowas mit seinem gesunden partner zu testen. beisp meine frau wacht auf mit 60, sitzt mit 60 am frühstückstisch,
    wenn sie dann ein brötchen "kauen" anschließend auspuckt, müßte der bz unter 60 gehen da ja insulin ausgeschüttet wird. - definitiv bei uns "nicht" .
    kann aber jeder für sich probieren.
    ich habe inzwischen total ohne etwas zu essen einen anstieg von 30-50mg/dl,
    zu hajo, ja glucose wird schneller als vieles andere adsorbiert(trotzdem ist der glyk. index von glucose der gleiche wie von toastbrot =100(literaturmäßig)
    trotzdem für hyponeulinge noch viel zu langsam.
    ob die gerne geschulte "fett/eiweiß" bremse des mit wurst/käse belegten brötchens "wirklich" vorhanden ist,
    sollte jeder für sich feststellen.
    zu halbwertzeit von insulin im blut(egal ob eigenes, oder gespritztes, liegt bei 4,3 minuten dann ist es von insulinase um 50% abgebaut und weg. 4,3 minuten später ist nur noch 1/4tel da. daher ist die feuerwehr ja oft da und der patient ist weg.(nicht tot sondern verschwunden wegen der kosten)
    daher wer mal wirklich eine ader trifft, und nicht "sofort" be-trinkt, fällt vom stuhl, wacht aber nach kurzer zeit wieder von selbst auf, lange bevor (jedenfalls auf dem land ein notarztwagen da ist)
    wie solche fälle mit basalinsulin sind müssen andere berichten, mir ists mal mit normal passiert.
    mfg. klaus von klausdn