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Neu hier & Frage nach Ernährung & Gewicht
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am 23.12.2014 14:29:48
Hallo,
bei mir wurde vor knapp 1 Monat Diabetes festgestellt. Im Zuge meiner Schwangerschaft wurde ich auch gleich mit Insulin eingestellt. Mir geht es jetzt um so vieles besser. Gerade wenn man sich die Sympthome immer gut wegerklären konnte kann man sich garnicht mehr vorstellen das sie wirklich verschwinden können. Man lebt halt einfach damit.
Wo ich gerade etwas scheitere ist die Ernährung. Mal isst man Vollkost und wenig und die Werte schießen einfach nur. Am nächsten Tag schlemmt man auf dem Weihnachtsmarkt und die Werte könnten nicht besser sein. Mir wurde gesagt, dass die Maßnahmen wie Ernährungsumstellung überwiegend helfen (gerade Typ 2 der durch Übergewicht ausgelöst wurde), aber keine Garantie für gute Werte sind. Oft wisse man nicht warum Werte "untypisch" reagieren. Kann man das allgemein wirklich so sagen oder kommen die besseren stabilen Werte mit der Gewöhnung (hab davor schon gesund und ausgewogen gelebt, daher kommt es mir noch spanischer vor)
Und dann sehe ich nicht mit den biologischen Reaktionen durch.
Es wird gesagt, dass bei unbehandelten Diabetes 2 das Körpergewicht zunimmt, da der Bluzucker nicht von den Rezeptoren aufgenommen werden kann (keine Verarbeitung) und sich somit einfach im Körper anlagert . Aber wenn man Insulin bekommt hindert dieses doch die Fettzellen daran sich zu öffnen und ihre Energie freizugeben bzw. fördert es die Einlagerung von Energie in Form von Fettzellen. Heißt das jetzt, egal ob Diabetes behandelt oder nicht, das mein Stoffwechsel und die damit verbundene Fettverbrennung nicht optimal funktioniert?
Liebe Grüße und schöne Weihnachtszeit :-) -
am 23.12.2014 14:55:25
Willkommen im Club ;)
Du bist schwanger, und Du spritzt passend zu Deinem Essen Insulin? -
am 23.12.2014 15:43:24
Hallo Poks,
du hast dir wirklich Gedanken über deinen Diabetes gemacht und wenn wir alle Probleme, die du angesprochen hast, lösen könnten, dann wären wir ein gutes Stück weiter.
Jürgen wird dir sagen, daß du deine BZ nur in gesundem Rahmen steuern mußt, dann ist alles ok, ich seh das anders und hab gerade in einem anderen Thread einen Beitrag dazu geschrieben.
Ich kann dir nur sagen, wie ich die Dinge sehe, wissen tu ich so wenig wie alle anderen, einschließlich der gesamten Diabetesforschung. Die Krankheit ist viel komplexer als man sich je hätte träumen lassen.
Bei mir ist es auch so, daß ich nie genau voraussagen kann, wie sich die Werte entwickeln werden. Angenommen, ich habe einen Nüchternwert von 110. Ich spritze dann 30 IE und gehe einkaufen. Dann kann es mir passieren, daß ich beim Einkaufen in einen Unterzucker komme, oder aber beim Heimkommen einen Wert von 180 messe. Warum weiß ich nicht. Im Laufe der Zeit entwickelt man ein gewisses Gefühl dafür, aber sicher kann ich mir nie sein. Immerhin merke ich es, wenn UZ droht und hab immer etwas dabei.
Das mit den biologischen Reaktionen ist mir auch ein Rätsel. Eigentlich müßte man mit Insulin zunehmen, jedenfalls wird es immer behauptet. Bei mir war das nicht so, Erstaunlich fand ich allerdings, daß ich anfing abzunehmen als ich in Rente ging und endlich zur Ruhe kam. Als ich noch fast den ganzen Tag auf den Beinen war mit einem 8-Stunden Arbeitstag und anschließender Hausarbeit, hab ich nicht abgenommen.
Ich gehe davon aus, daß ich einen genetisch bedingten Diabetes habe, der sich einfach nicht ein simples Schema drängen läßt. Ich beobachte mich, notiere meine Werte und versuche meinen HbA1c unter 7 zu halten. Da ich mit meinen Diabetes mittlerweile 70 Jahre alt geworden bin und keine Folgeschäden habe, ist mir das wohl gelungen.
Ich kann dir nur zur Selbstbeobachtung raten und vor allem nicht alles zu glauben, was so in den Foren verbreitet wird. Jeder Diabetes ist anders. -
am 23.12.2014 16:47:53
EH schrieb:
Angenommen, ich habe einen Nüchternwert von 110. Ich spritze dann 30 IE und gehe einkaufen. Dann kann es mir passieren, daß ich beim Einkaufen in einen Unterzucker komme, oder aber beim Heimkommen einen Wert von 180 messe. Warum weiß ich nicht.
Wieso sollte ein klar denkender Mensch in der geschilderten Situation überhaupt auf die Idee kommen, Insulin zu spritzen? -
am 23.12.2014 17:03:34
hjt_Jürgen schrieb:
EH schrieb:
Angenommen, ich habe einen Nüchternwert von 110. Ich spritze dann 30 IE und gehe einkaufen. Dann kann es mir passieren, daß ich beim Einkaufen in einen Unterzucker komme, oder aber beim Heimkommen einen Wert von 180 messe. Warum weiß ich nicht.
Wieso sollte ein klar denkender Mensch in der geschilderten Situation überhaupt auf die Idee kommen, Insulin zu spritzen?
Weil ich sonst mit Sicherheit bei einem Wert von über 250 vor dem Mittagessen lande. Verstanden? Wohl eher nicht. Schließlich hat das ja wie bei einer Maschine zu funktionieren.
Und dieser hohe Wert bleibt mir für den Rest des Tages erhalten, egal wie viel Insulin ich spritze, aber es ist ja soooo leicht seinen BZ gesund zu führen. -
am 23.12.2014 17:27:39
"Du bist schwanger, und Du spritzt passend zu Deinem Essen Insulin? "
genau, ich spritze jetzt vor dem Essen. Aber da ich noch nicht so lang dabei ist und sich die nächsten Monate noch vieles ändert ist natürlich noch nichts fest bei mir :-)
Bearbeitet von User am 23.12.2014 17:28:45. Grund: Verständnis -
am 23.12.2014 17:30:41
EH schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
EH schrieb:
Angenommen, ich habe einen Nüchternwert von 110. Ich spritze dann 30 IE und gehe einkaufen. Dann kann es mir passieren, daß ich beim Einkaufen in einen Unterzucker komme, oder aber beim Heimkommen einen Wert von 180 messe. Warum weiß ich nicht.
Wieso sollte ein klar denkender Mensch in der geschilderten Situation überhaupt auf die Idee kommen, Insulin zu spritzen?
Weil ich sonst mit Sicherheit bei einem Wert von über 250 vor dem Mittagessen lande. Verstanden? Wohl eher nicht. Schließlich hat das ja wie bei einer Maschine zu funktionieren.
Und dieser hohe Wert bleibt mir für den Rest des Tages erhalten, egal wie viel Insulin ich spritze, aber es ist ja soooo leicht seinen BZ gesund zu führen.
Wollte jetzt nicht böses Blut wecken... Also verstehe die Frage bei dem Wert, aber krass zu hören wie sich bei manchen die Diabetes äußert. Ein Glück scheint bei mir alles gut mit Insulin zu laufen. Hoffe das bleibt auch so :-) -
am 23.12.2014 18:06:49
Poks schrieb:
Ein Glück scheint bei mir alles gut mit Insulin zu laufen. Hoffe das bleibt auch so :-)
Klappt also mit dem Einhalten von den Grenzwerten vom Dok? Dann mal weiter Daumendrück :) -
am 23.12.2014 18:06:55
[quote=Poks;73368.
Wollte jetzt nicht böses Blut wecken... Also verstehe die Frage bei dem Wert, aber krass zu hören wie sich bei manchen die Diabetes äußert. Ein Glück scheint bei mir alles gut mit Insulin zu laufen. Hoffe das bleibt auch so :-)[/quote]
Mach dir keine Gedanken, mit Jürgen streite ich mich schon seit Jahren herum, er kann nicht begreifen, daß es nicht bei jedem Diabetiker gleich abläuft.
Du mußt bedenken, daß ich schon seit den siebziger Jahren Diabetes habe. Damals bekam man als Typ2 kein Insulin, nur Tabletten, die die Bauchspeicheldrüse total ausgepowert haben. Meine ist mittlerweile total platt und produziert kein Insulin mehr (oder manchmal vielleicht doch?) Deswegen denke ich, daß ich jetzt diese Probleme habe.
Ich habe lange Zeit mit Diät leben können, allerdings konnte man damals seinen BZ noch nicht selbst messen. So krass wie es jetzt ist, ist es erst in den letzten Jahren so nach und nach geworden.
Bearbeitet von User am 23.12.2014 18:36:26. Grund: . -
am 02.01.2015 12:27:58
hjt_Jürgen schrieb:
Klappt also mit dem Einhalten von den Grenzwerten vom Dok? Dann mal weiter Daumendrück :)
Naja, es klappt so mehr oder weniger. Weil gerade bei manchem Mahlzeiten verstehe ich die Werte nicht. z.B. hatte ich jetzt frühs mal nur nen Cappucchino und meine Werte sind geschossen, wo ich sonst nen Cappu zum normalen Essen zutrinke und niedrigere Werte habe. Und mit Hinsicht auf die Insulinproduktion im Laufe der Schwangerschaft macht es mir schon Kopfschmerzen. Esse ich zum Beispiel einfach mal worauf ich Lust habe (auch viele Süßigkeiten) und bis ich satt bin sind die Werte auch meist super. Und dann esse ich komplett Vollkost und die Werte klettern bis fast zur 9,0. Und gerade am Anfang und unter den Umständen denkt man: "Was mache ich nur falsch."
EH schrieb:
Damals bekam man als Typ2 kein Insulin, nur Tabletten, die die Bauchspeicheldrüse total ausgepowert haben.
Bei mir wird "mit Glück" nach der Schwangerschaft auch auf Tabletten umgestellt. Waren das damals andere, oder sollte man allgemein mit den Tabletten vorsichtig sein? Wollte jetzt auch schon mal recherchieren da es wohl einige Kräuter geben solll die die Bauchspeicheldrüse positiv anregen, aber hab da noch etwas bedenken ob es den gewünschten Erfolg bringt...
P.s.: Vielen Dank für eure Antworten und so im Nachhinein noch ein schönes neues Jahr :-) -
am 02.01.2015 13:37:29
Poks schrieb:
Naja, es klappt so mehr oder weniger. Weil gerade bei manchem Mahlzeiten verstehe ich die Werte nicht. z.B. hatte ich jetzt frühs mal nur nen Cappucchino und meine Werte sind geschossen, wo ich sonst nen Cappu zum normalen Essen zutrinke und niedrigere Werte habe. Und mit Hinsicht auf die Insulinproduktion im Laufe der Schwangerschaft macht es mir schon Kopfschmerzen. Esse ich zum Beispiel einfach mal worauf ich Lust habe (auch viele Süßigkeiten) und bis ich satt bin sind die Werte auch meist super. Und dann esse ich komplett Vollkost und die Werte klettern bis fast zur 9,0. Und gerade am Anfang und unter den Umständen denkt man: "Was mache ich nur falsch."
EH schrieb:
Damals bekam man als Typ2 kein Insulin, nur Tabletten, die die Bauchspeicheldrüse total ausgepowert haben.
Bei mir wird "mit Glück" nach der Schwangerschaft auch auf Tabletten umgestellt. Waren das damals andere, oder sollte man allgemein mit den Tabletten vorsichtig sein? Wollte jetzt auch schon mal recherchieren da es wohl einige Kräuter geben solll die die Bauchspeicheldrüse positiv anregen, aber hab da noch etwas bedenken ob es den gewünschten Erfolg bringt...
P.s.: Vielen Dank für eure Antworten und so im Nachhinein noch ein schönes neues Jahr :-)
Du machst nichts falsch. Dieses Auf- und Ab beim BZ kenne ich auch, mit Logik kann man da nichts ausrichten. Ich würde essen, was mit schmeckt, aber die BZ Werte gut im Auge behalten. Denn darum geht es doch letztlich - um gute Werte.
Ich habe seinerzeit Euglucon bekommen, das ist aus der Reihe der Sufonylharnstoffe. Ich glaube, das bekamen damals alle Typ2 Diabetiker. Dieses Medikament bringt die Bauchspeicheldrüse dazu immer mehr Insulin zu produzieren. Das ist der falsche Weg, wie man heute weiß. Trotzdem wird es - so glaube ich - immer noch verschrieben. Andererseits gibt es inzwischen eine Reihe von Medikamenten für Typ2. Leider kenne ich mich da nicht aus, ich war schon beim Insulin, als die auf den Markt kamen.
Von Kräuter etc. halte ich nichts. Obwohl man sehr gut damit leben kann, ist Diabetes eine Krankheit und keine Befindlichkeitsstörung.
Ich selbst bin ja dafür, bald mit Insulin anzufangen. Es ist das Hormon, das dem Körper fehlt, es schont die Bauchspeicheldrüse und erleichtert das Leben.
Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.
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