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Test: Zucker oder Fett
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am 01.03.2015 15:04:44
Was ist besser "Zucker oder Fett" was schadet mehr? siehe Beitrag auf Arte.de - Media +7 Thek -
Was haltet ihr davon, der Beitrag ist sehr interessant.
Viele Grüße Wolle -
am 01.03.2015 16:39:50
Hallo Wolle,
das ist wiirklich ein sehr interessantes Thema, das allerdings in der Arte-Sendung nach meinem Empfinden nicht mit ausreichender Sorgfalt behandelt wurde. Der eine Kommentar hier zu dem Beitrag ist zwar hart formuliert. Er trifft aber ziemlich genau das, was ich mir beim Ansehen gedacht habe:
haha2003 schrieb:
Mein Gott, was für ein Schrottbeitrag ist das denn? Wer sind die beiden grinsenden Trottel und welche Relevanz haben ihre läppischen Challenges? Sie spekulieren probehalber an der Börse. Der eine erzockt ein paar Hundert virtuelle Dollar mehr. Also ist bewiesen, dass Zucker schneller ins Gehirn geht? Mit solchem Unfug wird man dem wichtigen Thema nicht gerecht.
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am 01.03.2015 16:46:49
Meine Antwort ist meine Erfahrung. Ich mach mir seit vielen Jahren als INSULINER meinen gleich gesunden BZ im Prinzip völlig unabhängig vom Essen.
Die meisten Jahre mit LowCarb und LowFat. Wenig KH/Zucker in der Größenordnung von gesamt 6-10BEs am Tag und Fett nach DGE/DDG. Blutzucker war immer top, Insulin-Bedarf so um die 80 Einheiten gesamt pro Tag, manchen auch an die 100. Cholesterin an der ärztlichen Obergrenze in vertretbarem Verhältnis und Triglyzeride ebenfalls im oberen Normbereich, dazu Blutdruck an der Grenze zur Medikation.
Seit einem guten Jahr nun LCHF (so um 20-40g KH/Tag), Insulin-Bedarf nur noch um 30 Einheiten am Tag gesamt, manchmal auch nur 20, Cholesterin weiterhin an der Obergrenze in gutem Verhältnis, kaum Triglyceride und dazu der Blutdruck unter jeder Medi-Grenze. Bin begeistert :)
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Bearbeitet von User am 01.03.2015 16:49:13. Grund: Ergänzung -
ferrato
Rang: Gastam 01.03.2015 16:54:07
Wolle schrieb:
Was ist besser "Zucker oder Fett" was schadet mehr? siehe Beitrag auf Arte.de - Media +7 Thek -
Was haltet ihr davon, der Beitrag ist sehr interessant.
Viele Grüße Wolle
Hallo Wolle,
was hast Du erwartet?
War doch klar, dass die Fraktion LCHF oder LOGO hier wehement widerspricht. Rüttelt der Beitrag doch an den Grundfesten Ihrer Diätphilosophie.
Ich wage mal die Vorhersage, dass bald ein Beitrag eingestellt wird, der dem ganzen den Anschein von "Gesteuert von der Zuckerlobby" oder ähnliches gibt.
Bearbeitet von User am 01.03.2015 16:55:16. Grund: Schreibfehler -
am 01.03.2015 17:21:14
Hallo Wolle,
das ist in der Tat ein sehr interessanter Beitrag, der allerdings im Wesentlichen genau das vermittelt, was man in der Diabetiker-Schulung lernt: Fett vermeiden!
Was für mich neu, oder zumindest nicht sooo bewusst war, ist das was am Schluss kam, die 50:50 Lebensmittel...die haben ja einen regelrechten Sucht-Effekt. Ab sofort werde ich versuchen, diese noch mehr vermeiden...
Stimmt @ferrato, genau diese Antworten waren von genau diesen Usern zu erwarten.
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am 01.03.2015 21:41:17
ferrato schrieb:
[Hallo Wolle,
was hast Du erwartet?
War doch klar, dass die Fraktion LCHF oder LOGO hier wehement widerspricht. Rüttelt der Beitrag doch an den Grundfesten Ihrer Diätphilosophie.
Ich wage mal die Vorhersage, dass bald ein Beitrag eingestellt wird, der dem ganzen den Anschein von "Gesteuert von der Zuckerlobby" oder ähnliches gibt.
Hallo Wolle,
was hast du erwartet? War doch klar, dass Ferrato und Zuckerle in diesem Spielvergleich den unumstößlichen Beweis dafür sehen, dass das Gehirn mit Glukose sehr viel besser zurecht kommt. Wäre interessant gewesen, die Erklärungen anzuhören, wenn das Spiel zufällig andersrum ausgegangen wäre. Wahrscheinlich hätten sie gar keine komplizierten Erklärungen gesucht, sondern das Spiel einfach so lange wiederholt, bis endlich das "richtige" Ergebnis rausgekommen ist.
Tatsächlich gibt es aber keinen theoretischen Anhaltspunkt dafür, dass Ketonkörper ein schlechterer Energielieferant als Glukose sein könnte. Wenn das Gehirn die Fähigkeit zur Verwertung von Ketonkörpern wiedererlangt hat, dann arbeitet es mit dieser Energieform genauso gut und schnell, wie mit Glukose.
Das stimmt übrigens bestens mit meinen praktischen Erfahrungen überein. Ich konnte bei mir kein Nachlassen der mentalen Leistungen erkennen, seit dem ich mich KH-reduziert, überwiegend ketogen ernähre und konnte so etwas auch bei anderen nicht beobachten.
LG Rainer -
am 01.03.2015 22:28:08
Das Spiel ist aber nicht andersrum ausgegangen.
Wie willst du selbst feststellen, ob deine mentalen Leistungn nachgelassen haben?
Bearbeitet von User am 01.03.2015 22:28:49. Grund: Fehler behoben -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 00:50:50
Rainer schrieb:
War doch klar, dass Ferrato und Zuckerle in diesem Spielvergleich den unumstößlichen Beweis dafür sehen, dass das Gehirn mit Glukose sehr viel besser zurecht kommt. Wäre interessant gewesen, die Erklärungen anzuhören, wenn das Spiel zufällig andersrum ausgegangen wäre. Wahrscheinlich hätten sie gar keine komplizierten Erklärungen gesucht, sondern das Spiel einfach so lange wiederholt, bis endlich das "richtige" Ergebnis rausgekommen ist.
Ist das ein Spiel für Dich?
Ich sehe auch nicht den unumstößlichen Beweis, sondern "nur" die Bestätigung der gängigen Ernährungsempfehlungen der DGE, die ich allerdings, wie der weitaus größte Teil der Ernährungsfachleute für richtig halte. Nicht umsonst wird beispielsweise die LOGI Diät für kritisch angesehen und deshalb von der Stiftung Warentest nur mit "Ausreichend" bewertet.
Es ist Dir ja freigestellt, Dich so zu Ernähren und ich bin der letzte, der Da was dagegen hat. Ich halte es aber für Bedenklich, eine allgemein als Kritisch angesehene Ernährungsform hier ständig ratsuchenden Neulingen zu empfehlen. Denn der einzig tichtige Ratschlag wäre der einer fachlich kompetenten Ernährungsberatung im Rahmen einer Diabetesschulung, der sie in die Lage versetzt, selbst zu Entscheiden, wie sie sich ernähren wollen.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 00:53:49. Grund: Korrektur und Ergänzung -
am 02.03.2015 10:57:03
Ganz schön verkehrte Welt: Jetzt knickt die DDG sogar schon vor LC & Co ein. Neinnein, um Himmels Willen. Sie empfiehlt zum Glück noch nicht LC statt KH-lastig DGE, aber zur Ernährung von Typ2 steht da doch tatsächlich in den aktuellen Leitlinien auf Seite 38 5-10:
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen.
Was kann das nur bedeuten, wenn eine Fachorga, die bislang immer felsenfest zur DGE gestanden hat, die gute alte McGovern-Diät nicht mehr als ausreichend begründet sieht?
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 11:17:47
hjt_Jürgen schrieb:
Ganz schön verkehrte Welt: Jetzt knickt die DDG sogar schon vor LC & Co ein. Neinnein, um Himmels Willen. Sie empfiehlt zum Glück noch nicht LC statt KH-lastig DGE, aber zur Ernährung von Typ2 steht da doch tatsächlich in den aktuellen Leitlinien auf Seite 38 5-10:
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen.
Was kann das nur bedeuten, wenn eine Fachorga, die bislang immer felsenfest zur DGE gestanden hat, die gute alte McGovern-Diät nicht mehr als ausreichend begründet sieht?
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Im Prinzip genau richtig, errinnert man sich an das Glucose zentristische Weltbild der 80er und 90er mit den "für Diabetiker geeignete Lebensmittel" (weniger Kohlehydrate dafür mehr Fett und Kalorien) muss man ja sagen das, dass ganze ein Dilemma war. Kurzzeitig gute BZ werte aber langfristig Adipositas und Verschlechterung des Diabetes und somit wieder schlechtere Werte. Bei LC gibt es auch mehrere Langzeitzucker die darauf hindeuten dass LC am Anfang größere Erfolge erzielt als andere Diäten. In Erhalt ca 1 Jahres aber dreht sich dass um oder gleicht sich an. Von daher muss man doch entscheiden welche Diät zu welchen Menschen passt und nicht dogmatisch alle über einen Kamm Schären.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 11:21:21. Grund: tz