Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Test: Zucker oder Fett
-
am 01.03.2015 15:04:44
Was ist besser "Zucker oder Fett" was schadet mehr? siehe Beitrag auf Arte.de - Media +7 Thek -
Was haltet ihr davon, der Beitrag ist sehr interessant.
Viele Grüße Wolle -
am 01.03.2015 16:39:50
Hallo Wolle,
das ist wiirklich ein sehr interessantes Thema, das allerdings in der Arte-Sendung nach meinem Empfinden nicht mit ausreichender Sorgfalt behandelt wurde. Der eine Kommentar hier zu dem Beitrag ist zwar hart formuliert. Er trifft aber ziemlich genau das, was ich mir beim Ansehen gedacht habe:
haha2003 schrieb:
Mein Gott, was für ein Schrottbeitrag ist das denn? Wer sind die beiden grinsenden Trottel und welche Relevanz haben ihre läppischen Challenges? Sie spekulieren probehalber an der Börse. Der eine erzockt ein paar Hundert virtuelle Dollar mehr. Also ist bewiesen, dass Zucker schneller ins Gehirn geht? Mit solchem Unfug wird man dem wichtigen Thema nicht gerecht.
-
am 01.03.2015 16:46:49
Meine Antwort ist meine Erfahrung. Ich mach mir seit vielen Jahren als INSULINER meinen gleich gesunden BZ im Prinzip völlig unabhängig vom Essen.
Die meisten Jahre mit LowCarb und LowFat. Wenig KH/Zucker in der Größenordnung von gesamt 6-10BEs am Tag und Fett nach DGE/DDG. Blutzucker war immer top, Insulin-Bedarf so um die 80 Einheiten gesamt pro Tag, manchen auch an die 100. Cholesterin an der ärztlichen Obergrenze in vertretbarem Verhältnis und Triglyzeride ebenfalls im oberen Normbereich, dazu Blutdruck an der Grenze zur Medikation.
Seit einem guten Jahr nun LCHF (so um 20-40g KH/Tag), Insulin-Bedarf nur noch um 30 Einheiten am Tag gesamt, manchmal auch nur 20, Cholesterin weiterhin an der Obergrenze in gutem Verhältnis, kaum Triglyceride und dazu der Blutdruck unter jeder Medi-Grenze. Bin begeistert :)
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Bearbeitet von User am 01.03.2015 16:49:13. Grund: Ergänzung -
ferrato
Rang: Gastam 01.03.2015 16:54:07
Wolle schrieb:
Was ist besser "Zucker oder Fett" was schadet mehr? siehe Beitrag auf Arte.de - Media +7 Thek -
Was haltet ihr davon, der Beitrag ist sehr interessant.
Viele Grüße Wolle
Hallo Wolle,
was hast Du erwartet?
War doch klar, dass die Fraktion LCHF oder LOGO hier wehement widerspricht. Rüttelt der Beitrag doch an den Grundfesten Ihrer Diätphilosophie.
Ich wage mal die Vorhersage, dass bald ein Beitrag eingestellt wird, der dem ganzen den Anschein von "Gesteuert von der Zuckerlobby" oder ähnliches gibt.
Bearbeitet von User am 01.03.2015 16:55:16. Grund: Schreibfehler -
am 01.03.2015 17:21:14
Hallo Wolle,
das ist in der Tat ein sehr interessanter Beitrag, der allerdings im Wesentlichen genau das vermittelt, was man in der Diabetiker-Schulung lernt: Fett vermeiden!
Was für mich neu, oder zumindest nicht sooo bewusst war, ist das was am Schluss kam, die 50:50 Lebensmittel...die haben ja einen regelrechten Sucht-Effekt. Ab sofort werde ich versuchen, diese noch mehr vermeiden...
Stimmt @ferrato, genau diese Antworten waren von genau diesen Usern zu erwarten.
-
am 01.03.2015 21:41:17
ferrato schrieb:
[Hallo Wolle,
was hast Du erwartet?
War doch klar, dass die Fraktion LCHF oder LOGO hier wehement widerspricht. Rüttelt der Beitrag doch an den Grundfesten Ihrer Diätphilosophie.
Ich wage mal die Vorhersage, dass bald ein Beitrag eingestellt wird, der dem ganzen den Anschein von "Gesteuert von der Zuckerlobby" oder ähnliches gibt.
Hallo Wolle,
was hast du erwartet? War doch klar, dass Ferrato und Zuckerle in diesem Spielvergleich den unumstößlichen Beweis dafür sehen, dass das Gehirn mit Glukose sehr viel besser zurecht kommt. Wäre interessant gewesen, die Erklärungen anzuhören, wenn das Spiel zufällig andersrum ausgegangen wäre. Wahrscheinlich hätten sie gar keine komplizierten Erklärungen gesucht, sondern das Spiel einfach so lange wiederholt, bis endlich das "richtige" Ergebnis rausgekommen ist.
Tatsächlich gibt es aber keinen theoretischen Anhaltspunkt dafür, dass Ketonkörper ein schlechterer Energielieferant als Glukose sein könnte. Wenn das Gehirn die Fähigkeit zur Verwertung von Ketonkörpern wiedererlangt hat, dann arbeitet es mit dieser Energieform genauso gut und schnell, wie mit Glukose.
Das stimmt übrigens bestens mit meinen praktischen Erfahrungen überein. Ich konnte bei mir kein Nachlassen der mentalen Leistungen erkennen, seit dem ich mich KH-reduziert, überwiegend ketogen ernähre und konnte so etwas auch bei anderen nicht beobachten.
LG Rainer -
am 01.03.2015 22:28:08
Das Spiel ist aber nicht andersrum ausgegangen.
Wie willst du selbst feststellen, ob deine mentalen Leistungn nachgelassen haben?
Bearbeitet von User am 01.03.2015 22:28:49. Grund: Fehler behoben -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 00:50:50
Rainer schrieb:
War doch klar, dass Ferrato und Zuckerle in diesem Spielvergleich den unumstößlichen Beweis dafür sehen, dass das Gehirn mit Glukose sehr viel besser zurecht kommt. Wäre interessant gewesen, die Erklärungen anzuhören, wenn das Spiel zufällig andersrum ausgegangen wäre. Wahrscheinlich hätten sie gar keine komplizierten Erklärungen gesucht, sondern das Spiel einfach so lange wiederholt, bis endlich das "richtige" Ergebnis rausgekommen ist.
Ist das ein Spiel für Dich?
Ich sehe auch nicht den unumstößlichen Beweis, sondern "nur" die Bestätigung der gängigen Ernährungsempfehlungen der DGE, die ich allerdings, wie der weitaus größte Teil der Ernährungsfachleute für richtig halte. Nicht umsonst wird beispielsweise die LOGI Diät für kritisch angesehen und deshalb von der Stiftung Warentest nur mit "Ausreichend" bewertet.
Es ist Dir ja freigestellt, Dich so zu Ernähren und ich bin der letzte, der Da was dagegen hat. Ich halte es aber für Bedenklich, eine allgemein als Kritisch angesehene Ernährungsform hier ständig ratsuchenden Neulingen zu empfehlen. Denn der einzig tichtige Ratschlag wäre der einer fachlich kompetenten Ernährungsberatung im Rahmen einer Diabetesschulung, der sie in die Lage versetzt, selbst zu Entscheiden, wie sie sich ernähren wollen.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 00:53:49. Grund: Korrektur und Ergänzung -
am 02.03.2015 10:57:03
Ganz schön verkehrte Welt: Jetzt knickt die DDG sogar schon vor LC & Co ein. Neinnein, um Himmels Willen. Sie empfiehlt zum Glück noch nicht LC statt KH-lastig DGE, aber zur Ernährung von Typ2 steht da doch tatsächlich in den aktuellen Leitlinien auf Seite 38 5-10:
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen.
Was kann das nur bedeuten, wenn eine Fachorga, die bislang immer felsenfest zur DGE gestanden hat, die gute alte McGovern-Diät nicht mehr als ausreichend begründet sieht?
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 11:17:47
hjt_Jürgen schrieb:
Ganz schön verkehrte Welt: Jetzt knickt die DDG sogar schon vor LC & Co ein. Neinnein, um Himmels Willen. Sie empfiehlt zum Glück noch nicht LC statt KH-lastig DGE, aber zur Ernährung von Typ2 steht da doch tatsächlich in den aktuellen Leitlinien auf Seite 38 5-10:
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen.
Was kann das nur bedeuten, wenn eine Fachorga, die bislang immer felsenfest zur DGE gestanden hat, die gute alte McGovern-Diät nicht mehr als ausreichend begründet sieht?
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Im Prinzip genau richtig, errinnert man sich an das Glucose zentristische Weltbild der 80er und 90er mit den "für Diabetiker geeignete Lebensmittel" (weniger Kohlehydrate dafür mehr Fett und Kalorien) muss man ja sagen das, dass ganze ein Dilemma war. Kurzzeitig gute BZ werte aber langfristig Adipositas und Verschlechterung des Diabetes und somit wieder schlechtere Werte. Bei LC gibt es auch mehrere Langzeitzucker die darauf hindeuten dass LC am Anfang größere Erfolge erzielt als andere Diäten. In Erhalt ca 1 Jahres aber dreht sich dass um oder gleicht sich an. Von daher muss man doch entscheiden welche Diät zu welchen Menschen passt und nicht dogmatisch alle über einen Kamm Schären.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 11:21:21. Grund: tz -
am 02.03.2015 11:36:03
Ok, wenn ich erst ab- und dann wieder zunehme, kann ich das schlecht meiner Futterzusammensetzung anlasten. Dann hab ich einfach für das wenigere Gewicht weniger gegessen, für das zwischenzeitlich erreichte wenigere Gewicht dann anschließend aber auch wieder zu viel, wovon auch immer. Gilt mit jeder Ernährung.
Wenn ich heute die gleichen Portionen wie vor meinem Abschmelzen essen würde, hätte ich in wenigen Wochen den alten Jürgen wieder. Weil ich den nicht zurück haben will, kann ich nur dauerhaft so viel erheblich weniger essen, dass die Waage (nicht irgend eine Berechnung) stagniert.
Das gelingt mir am besten, wenn mein BZ nur wenig schwankt und größere Mengen KHs wenig verlocken, bei mir eben mit LCHF :)
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 11:37:39. Grund: Ergänzung -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 12:39:11
Bitte nicht mit dem Jo jo -Effekt verwechseln. Es scheint er so zu sein das die Abnehmgeschwingigkeit variiert. Lowcarb scheint ein Schnellstarter zu sein bei dem sich rasch Erfolge einstellen. Über einige Monate hinweg aber holen die anderen Diäten auf und egalisiert das Ergebnis. Dafür haben die einen auf Lebensmittel verziehen die, z.B. wichtige Vitamine, Balasstoffe liefern oder einfach gut schmecken. Die anderen haben sich ausgewogener ernährt.
Die gute Blutzuckereinstellung spielt natürlich zu jeder Zeit eine wichtige Rolle, die lässt sich jedoch nicht nur durch lowcarb erreichen. Genauso ist ein Gewichtsverlust und damit eine eventuele verbesserung des Diabetes ( Gerringere resistenz bzw. Geringerer Insulinbedarf) durch verschieden Diäten ermöglich. Abschießend: jede erfolgreiche Diät wird darauf setzen mehr Energie zu verbrauchen als die Energie die aufgenommen wird.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 12:44:28. Grund: Blödes T9 -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 12:40:14
hjt_Jürgen schrieb:
aber zur Ernährung von Typ2 steht da doch tatsächlich in den aktuellen Leitlinien auf Seite 38 5-10:
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen.
Was kann das nur bedeuten, wenn eine Fachorga, die bislang immer felsenfest zur DGE gestanden hat, die gute alte McGovern-Diät nicht mehr als ausreichend begründet sieht?
Falsch!
In der gleichen Publikation wird dieser Satz nämlich ausdrücklich Präzisiert:
Zitat-Anfang
Eine Einschränkung des Kohlenhydratverzehrs kann positive und negative Wirkungen haben:
• Senkung der Triglyzeridspiegel – bei Patienten mit erhöhten Werten erwünscht;
• Senkung der Insulinspiegel – bei Insulinresistenz erwünscht;
• Senkung der Plasmaglukosespiegel, insbesondere nach der Mahlzeit – bei hohen postprandialen Plasmaglukosespiegeln erwünscht;
• Erhöhung des Serumcholesterins und des LDL-Cholesterins – nicht erwünscht;
• Behinderung einer wünschenswerten Ballaststoffaufnahme – nicht erwünscht.
Eine generelle Empfehlung zu einer kohlenhydratarmen Kost bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist wissenschaftlich nicht begründet. Neben der Kohlenhydratmenge spielt die Kohlenhydratauswahl eine wesentliche Rolle in der Ernährung bei Diabetes mellitus. Je nach Therapieproblem gilt es, die Kohlenhydratmenge und die Art der Kohlenhydrate anzupassen.
Welche Kostform für jeden Einzelnen mit Typ-2-Diabetes gewählt wird, soll immer individuell und anhand der zusätzlichen vaskulären Risikofaktoren und der Verträglichkeit der Zusammensetzung der Nahrung des Patienten entschieden werden.
Zitat-Ende
Die Aussage bezieht sich also ausdrücklich auf Personen mit zusätzlichen Risikofaktoren.
-
am 02.03.2015 15:44:54
Weniger Stärke-KHs, und um die geht es z.B. bei dem von Dir so geschätzten LOGI, bedeutet doch in keiner Weise so zwangsläufig, wie hier suggeriert wird, die Aufnahme von weniger Ballaststoffen.
Nach Deiner Art der Bewertung ist Dein Einwand also praktisch genauso FALSCH.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 16:53:32
Kritisch hinterfragt werden sollte bei extremen Lowcarb das auf eine Ketose abzielt ob Ketone, die über längere Zeiträume im Körper verbleiben, die Zerstörung von Insulinproduzierenden Beta -Zellen nach sich zieht. Ähnliche Beobachtungen wurden bei Magersüchtigen gemacht, die jegliche Mahlzeit verweigerten. -
am 02.03.2015 17:12:52
Wobei wir schon berücksichtigen müssen, dass extrem Magersüchtige halt verhungern und ihr Organismus sich in diesem Verlauf selbst nach und nach bis zur Erschöpfung aufzehrt.
Ketone sind spezielle Energieträger, die von der Leber zur Versorgung der Verbraucher produziert werden, die sich nicht direkt aus Fett versorgen können, aber auch nicht unbedingt auf Glukose angewiesen sind.
Für Typ1 war das Erhalten der Betas bislang nur ein seeehr nachrangiges Thema. Für Typ2 mit den Jahren auch, wobei die state of the art Anfangs-Behandlung mit Insulinausgabe-Pushern mit Sicherheit mehr Betas killt, als jede noch so fies fantasierbare Ketose.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 17:42:06
Das ist ja die Fragestellung die nicht geklärt ist: sind es die Ketone oder sind es din fehlenden Nährstoff? -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 17:58:04
hjt_Jürgen schrieb:
Weniger Stärke-KHs, und um die geht es z.B. bei dem von Dir so geschätzten LOGI, bedeutet doch in keiner Weise so zwangsläufig, wie hier suggeriert wird, die Aufnahme von weniger Ballaststoffen.
Nach Deiner Art der Bewertung ist Dein Einwand also praktisch genauso FALSCH.
Hallo???
LOGI wird von mir überhaupt nicht geschätzt, was soll das?
Und ich gebe auch keinerlei Bewertung ab. Du selbst hast einen Satz aus diesem Report zitiert, der völlig aus dem Zusammenhang gerissen war. Ich habe dies lediglich richtiggestellt.
Und deshalb nochmal:
Jeder kann und darf sich natürlich so ernähren wie er mag. Wenn jemand LOGI machen will, bitte schön. Wenn Du LCHF machst, auch in Ordnung. Selbst wenn sich jemand nach Atkins KF-Frei ernähren will, oder im Dschungelcamp eine Madendiät beginnt, jedem seine Sache. Ich bitte lediglich darum, Neulinge, die hier Rat suchen, doch bitteschön den einzig richtigen Rat zu geben, nämlich eine unter Fachlicher Anleitung durchgeführte Ernährungsberatung. Damit werden sie dann wohl in die Lage versetzt, sich selbst ein Urteil zu bilden. Natürlich könnt Ihr auch erzählen, wie Ihr Euch ernährt. Aber Sätze wie:
"Geht mal auf die LOGI Seite, mit dieser Ernährungsform könnt Ihr Euren Diabetes leicht im Griff halten"
(kein wörtliches, aber sinngemäßes Zitat)
entbehren, wie u.a. auch der von Dir zitierte Bericht zeigt, jeder Wissenschaftlichen Grundlage.
-
am 02.03.2015 19:03:15
ferrato schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
...
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen...
Falsch!
In der gleichen Publikation wird dieser Satz nämlich ausdrücklich Präzisiert:
Zitat-Anfang
Eine Einschränkung des Kohlenhydratverzehrs kann positive und negative Wirkungen haben:
• Senkung der Triglyzeridspiegel – bei Patienten mit erhöhten Werten erwünscht;
• Senkung der Insulinspiegel – bei Insulinresistenz erwünscht;
• Senkung der Plasmaglukosespiegel, insbesondere nach der Mahlzeit – bei hohen postprandialen Plasmaglukosespiegeln erwünscht;
• Erhöhung des Serumcholesterins und des LDL-Cholesterins – nicht erwünscht;
• Behinderung einer wünschenswerten Ballaststoffaufnahme – nicht erwünscht...
Die ersten 3 Punkte bezeichnen in allen Ernährungslagern völlig unbestrittene positive Folgen von weniger KHs.
Punkt 5 unterstellt entgegen jedem besseren Wissen, dass ohne KHs auch weniger Ballaststoffe aufgenommen werden.
Zu dem von Dir [ironie]so geschätzten LOGI[/ironie] gehört das Ersetzen der Stärke-KHs durch Gemüse, und damit werden mit gleich vielen Kalorien wenigstens gleich viele Ballaststoffe aufgenommen.
Der Punkt ist mithin rein logisch megatief falsch.
Punkt 4 ist genau der, zu dem keine ausreichenden Studiendaten vorliegen. Denn einige Studien zeigen so eine nicht erwünscht Erhöhung, während andere keinen negativen und weitere sogar einen positiven Effekt zeigen.
Also nichts wenigstens überwiegend einheitliches, so dass damit keine generelle Aussage begründet werden kann. Nur, dass man noch mehr Studien braucht.
Wenn wir hier einen Strich drunter machen, hätte zusammenfassend darüber statt meinem Zitat eigentlich stehen müssen, dass 4 von den wichtigen 5 Bewertungspunkten eindeutig für Low Carb sprechen, einer von 5 allerdings trotz vieler schon gelaufener und ausgewerteter Studien noch immer kein ausreichend eindeutiges Ergebnis ausweist, das eine Empfehlung begründen könnte.
Du hast Recht: Wegen dieses einen ungeklärten Punktes die Empfehlung vollkommen offenlassen schein in der Tat völlig falsch.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 20:58:45
Also irgendwie scheint Dir ein Grundlegendes Detailwissen zu fehlen.
Zitat Wikipedia (Auch von Dir gerne ziziert...):
Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide, also Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.
Punkt 5 ist daher eindeutig richtig, denn wie sollte man auf Kohlenhydrate verzichten, aber Ballaststoffe (die ja Kohlenhydrate sind) zu sich nehmen. Entweder Oder.
Du kannst hier Wortklauberei betreiben wie immer Du willst. Diese Diätformen werden als Kritisch betrachtet, haben keinerlei Wissenschaftliche Grundlage und sind daher nicht empfehlenswert.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 21:01:42. Grund: Schreibfehler -
am 02.03.2015 21:26:58
ferrato schrieb:
Also irgendwie scheint Dir ein Grundlegendes Detailwissen zu fehlen.
Zitat Wikipedia (Auch von Dir gerne ziziert...):
Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide, also Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.
Punkt 5 ist daher eindeutig richtig, denn wie sollte man auf Kohlenhydrate verzichten, aber Ballaststoffe (die ja Kohlenhydrate sind) zu sich nehmen. Entweder Oder.
Du kannst hier Wortklauberei betreiben wie immer Du willst. Diese Diätformen werden als Kritisch betrachtet, haben keinerlei Wissenschaftliche Grundlage und sind daher nicht empfehlenswert.
Aus meiner Sicht klaubst Du. Denn bei KH-reduzierter Ernährung einschließlich LCHF geht es ausschließlich um mehr oder weniger Stärke-KHs. Also nur um solche KHs, die den BZ antreiben, und das tun Ballast-KHs nicht.
Und wissenschaftliche Grundlagen für Ernährungsformen sind nun mal Mangelware, auch für Deine McGovern-Diät ;)
schrieb:
In 1977, the select committee on nutrition and human needs of the US Senate recommended increasing carbohydrates intake to 55–60 % of the total caloric intake, while reducing fat consumption from approximately 40–30 % of the total daily calories. The aims of these recommendations were to reduce health care costs and to maximize the quality of life of Americans as stated by George McGovern, the chairman of that committee. The proposed cost saving was related to the possible reduction in the in incidence of heart disease, cancer, and stroke, among other killer diseases. Despite being controversial recommendations, which were based on weak scientific evidence, the United States Department of Agriculture (USDA) created a food pyramid and placed carbohydrates at its base.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 22:14:16
Aber Hallo!!!
Du hast wörtlich geschrieben:
Punkt 5 unterstellt entgegen jedem besseren Wissen, dass ohne KHs auch weniger Ballaststoffe aufgenommen werden.
Zu dem von Dir [ironie]so geschätzten LOGI[/ironie] gehört das Ersetzen der Stärke-KHs durch Gemüse, und damit werden mit gleich vielen Kalorien wenigstens gleich viele Ballaststoffe aufgenommen.
Der Punkt ist mithin rein logisch megatief falsch.
Wenn ich, wie Du schreibst, entgegen besseren Wissens unterstelle, dass ohne KHs auch weniger Ballaststoffe aufgenommen werden, dann würde das konsequenterweise bedeuten, dass man trotz Verzichts auf KH doch Ballaststoffe zu sich nehmen kann. Das ist gemäß der Sinnhaftigkeit der deutschen Sprache die einzige logische Konsequenz aus Deinem Satz.
Und dies ist schlichtweg unmöglich, denn Ballaststoffe sind Kohlenhydrate. Natürlich nicht BZ erhöhend, das habe ich auch mit keinem Wort geschrieben. Aber es sind Kohlenhydrate, wodurch Deine Aussage Ad Absurdum geführt wird.
Und wenn Du mit der Beurteilung von LowCarb nicht einverstanden bist, warum gehst Du dann mich an, anstatt Dich an die Personen/Institutionen zu wenden, welche diese Beurteilung getroffen und ausgesprochen haben? Stiftung Warentest, DGE, u.s.w?
Da kannst Du dann Deinen Kreuzzug ausfechten.....
Bearbeitet von User am 02.03.2015 22:15:31. Grund: Korrektur -
am 02.03.2015 22:19:17
Im deutschen Sprachgebrauch, auch im fachmedizinischen, bezeichnet der Begriff KH immer Stärke-KHs. Davon werden Ballaststoffe immer unterschieden.
Im englischen Sprachgebrauch, auch im fachmedizinischen, bezeichen carbs immer starches. Davon werden fibres immer unterschieden.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 23:31:36
hjt_Jürgen schrieb:
Im deutschen Sprachgebrauch, auch im fachmedizinischen, bezeichnet der Begriff KH immer Stärke-KHs. Davon werden Ballaststoffe immer unterschieden.
Im englischen Sprachgebrauch, auch im fachmedizinischen, bezeichen carbs immer starches. Davon werden fibres immer unterschieden.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Ich denke die gesamte Balasstoffdskussion bei LOGI beruht darauf, daß bei der LOGI Pyramide Nahrungsmittel wie volkornbrot oder aber auch Volkornnudeln auf der zweiten Stufe stehen. Also Nicht verboten sind aber selten verwendet werden sollen.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 23:32:52. Grund: weil es spass macht -
am 03.03.2015 08:27:24
DM1Diabetes schrieb:
Ich denke die gesamte Balasstoffdskussion bei LOGI beruht darauf, daß bei der LOGI Pyramide Nahrungsmittel wie volkornbrot oder aber auch Volkornnudeln auf der zweiten Stufe stehen. Also Nicht verboten sind aber selten verwendet werden sollen.
Danke für die Brücke, aber die LOGI-Pyramide ist zumindest bei der DDG voll eindeutig bekannt.
Und ALLE Diabetologen und Ernährungsfachleute rechnen BE und KE und KH nur als Stärke-KH und wissen, dass man mit Gemüse im Nährwert nur einer BE ein erhebliches Vielfaches der Menge an Ballaststoffen aufnimmt, die in ner halben Scheibe Brot enthalten ist.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
ferrato
Rang: Gastam 03.03.2015 09:19:55
hjt_Jürgen schrieb:
DM1Diabetes schrieb:
Und ALLE Diabetologen und Ernährungsfachleute rechnen BE und KE und KH nur als Stärke-KH und wissen, dass man mit Gemüse im Nährwert nur einer BE ein erhebliches Vielfaches der Menge an Ballaststoffen aufnimmt, die in ner halben Scheibe Brot enthalten ist.
...und die meisten dieser Diabetologen und Ernährungsfachleute lehnen LOGI ab, da es für eine Reduzierung der KH keinerlei wissenschaftliche Grundlage gibt. Ich weiß zwar nicht, wie oft ich das hier noch schreiben muss, bis auch Du das endlich akzeptierst, zumal Du Dich ja unabhängig von solchen Bewertungen ernähren kannst, wie Du willst. Das bleibt Dir unbenommen.
Ich frage mich aber auch, wer hier irgendwo behauptet hat, Ballaststoffe müssten in irgendeiner Form angerechnet werden? Du lenkst einfach nur vom Thema ab, übrigens ein alter Rhetoriktrick, der aber durchaus bekannt ist.
-
am 03.03.2015 10:19:09
Ihr metzelt hier ganz lustig herum, gefällt mir. Aber keiner redet davon, dass Euch das Fressifressi ein Leben lang schmecken soll und man manchmal messen kann. Mit der sinnlichen und der technischen Messschraube steure ich mein Leben seit 15 Jahren. Auf keinen Fall vergessen sollte man die Mobilität, für mich eigentlich das Wichtigste, jeden Zweiten Tag fünf Kilometer.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 11:59:13
ferrato schrieb:
...und die meisten dieser Diabetologen und Ernährungsfachleute lehnen LOGI ab, da es für eine Reduzierung der KH keinerlei wissenschaftliche Grundlage gibt.
DDG hat bis vor wenigen Jahren die McGovern-Diät empfohlen und stellt die Ernährungsempfehlung aber nun frei.
ferrato schrieb:
Ich frage mich aber auch, wer hier irgendwo behauptet hat, Ballaststoffe müssten in irgendeiner Form angerechnet werden?
Ganz praktisch Du. Denn Du bist der einzige, der hier behauptet hat, dass Ballaststoffe ohne anrechnungspflichtige KHs nicht gingen. Ganz einfach, weil Du sprachlehrerisch verlangst, dass KH-arm auch Gemüse und die darin enthaltenen Ballaststoffe ausschließe, weil das ja auch KHs sind.
Nur empfehlen nun mal ALLE KH-armen Diäten ein Mehrfaches von dem an Gemüse, was Deine bevorzugte McGovern-Diät empfiehlt.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
ferrato
Rang: Gastam 03.03.2015 12:44:24
Er hat es immer noch nicht verstanden, also nochmal zum Auswendiglernen:
In dem von Dir zitierten Programm für nationale Versorgungsleitlinien heißt es im Klartext:
"Eine generelle Empfehlung zu einer kohlenhydratarmen Kost bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist wissenschaftlich nicht begründet"
Die DDG hat diese Leitlinien aufgegriffen und veröffentlicht diese in gleichem Wortlaut:
"....Motivation zu gesunden, ausgewogenen Kostformen unter Berücksichtigung
der bisherigen Ernährungsroutine des Patienten"
Ich merke, Dir gehen die Argumente aus und deshalb verlierst Du so langsam die Contenance und verfällst immer mehr zu Verdrehungen und zu Verächtlichmachung. Du kannst die gültigen Ernährungsleitlinien ruhig verächtlich als McGovern Diät bezeichnen, auch das ändert nichts daran, dass diese Ernährungsform von den meisten Ernährungsfachleuten als richtig bezeichnet wird, ganz im Gegensatt zu LCHF oder LOGO, die wie schon mehrfach erwähnt, sogar von der Stiftung Warentest als kritisch gesehen wird und daher nur mit "ausreichend" bewertet wurde.
Und sollte das jetzt immer noch nicht reichen, wiederhole ich es halt nach Deiner nächsten Antwort nochmal.