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Test: Zucker oder Fett
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am 02.03.2015 11:36:03
Ok, wenn ich erst ab- und dann wieder zunehme, kann ich das schlecht meiner Futterzusammensetzung anlasten. Dann hab ich einfach für das wenigere Gewicht weniger gegessen, für das zwischenzeitlich erreichte wenigere Gewicht dann anschließend aber auch wieder zu viel, wovon auch immer. Gilt mit jeder Ernährung.
Wenn ich heute die gleichen Portionen wie vor meinem Abschmelzen essen würde, hätte ich in wenigen Wochen den alten Jürgen wieder. Weil ich den nicht zurück haben will, kann ich nur dauerhaft so viel erheblich weniger essen, dass die Waage (nicht irgend eine Berechnung) stagniert.
Das gelingt mir am besten, wenn mein BZ nur wenig schwankt und größere Mengen KHs wenig verlocken, bei mir eben mit LCHF :)
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 11:37:39. Grund: Ergänzung -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 12:39:11
Bitte nicht mit dem Jo jo -Effekt verwechseln. Es scheint er so zu sein das die Abnehmgeschwingigkeit variiert. Lowcarb scheint ein Schnellstarter zu sein bei dem sich rasch Erfolge einstellen. Über einige Monate hinweg aber holen die anderen Diäten auf und egalisiert das Ergebnis. Dafür haben die einen auf Lebensmittel verziehen die, z.B. wichtige Vitamine, Balasstoffe liefern oder einfach gut schmecken. Die anderen haben sich ausgewogener ernährt.
Die gute Blutzuckereinstellung spielt natürlich zu jeder Zeit eine wichtige Rolle, die lässt sich jedoch nicht nur durch lowcarb erreichen. Genauso ist ein Gewichtsverlust und damit eine eventuele verbesserung des Diabetes ( Gerringere resistenz bzw. Geringerer Insulinbedarf) durch verschieden Diäten ermöglich. Abschießend: jede erfolgreiche Diät wird darauf setzen mehr Energie zu verbrauchen als die Energie die aufgenommen wird.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 12:44:28. Grund: Blödes T9 -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 12:40:14
hjt_Jürgen schrieb:
aber zur Ernährung von Typ2 steht da doch tatsächlich in den aktuellen Leitlinien auf Seite 38 5-10:
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen.
Was kann das nur bedeuten, wenn eine Fachorga, die bislang immer felsenfest zur DGE gestanden hat, die gute alte McGovern-Diät nicht mehr als ausreichend begründet sieht?
Falsch!
In der gleichen Publikation wird dieser Satz nämlich ausdrücklich Präzisiert:
Zitat-Anfang
Eine Einschränkung des Kohlenhydratverzehrs kann positive und negative Wirkungen haben:
• Senkung der Triglyzeridspiegel – bei Patienten mit erhöhten Werten erwünscht;
• Senkung der Insulinspiegel – bei Insulinresistenz erwünscht;
• Senkung der Plasmaglukosespiegel, insbesondere nach der Mahlzeit – bei hohen postprandialen Plasmaglukosespiegeln erwünscht;
• Erhöhung des Serumcholesterins und des LDL-Cholesterins – nicht erwünscht;
• Behinderung einer wünschenswerten Ballaststoffaufnahme – nicht erwünscht.
Eine generelle Empfehlung zu einer kohlenhydratarmen Kost bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist wissenschaftlich nicht begründet. Neben der Kohlenhydratmenge spielt die Kohlenhydratauswahl eine wesentliche Rolle in der Ernährung bei Diabetes mellitus. Je nach Therapieproblem gilt es, die Kohlenhydratmenge und die Art der Kohlenhydrate anzupassen.
Welche Kostform für jeden Einzelnen mit Typ-2-Diabetes gewählt wird, soll immer individuell und anhand der zusätzlichen vaskulären Risikofaktoren und der Verträglichkeit der Zusammensetzung der Nahrung des Patienten entschieden werden.
Zitat-Ende
Die Aussage bezieht sich also ausdrücklich auf Personen mit zusätzlichen Risikofaktoren.
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am 02.03.2015 15:44:54
Weniger Stärke-KHs, und um die geht es z.B. bei dem von Dir so geschätzten LOGI, bedeutet doch in keiner Weise so zwangsläufig, wie hier suggeriert wird, die Aufnahme von weniger Ballaststoffen.
Nach Deiner Art der Bewertung ist Dein Einwand also praktisch genauso FALSCH.
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 16:53:32
Kritisch hinterfragt werden sollte bei extremen Lowcarb das auf eine Ketose abzielt ob Ketone, die über längere Zeiträume im Körper verbleiben, die Zerstörung von Insulinproduzierenden Beta -Zellen nach sich zieht. Ähnliche Beobachtungen wurden bei Magersüchtigen gemacht, die jegliche Mahlzeit verweigerten. -
am 02.03.2015 17:12:52
Wobei wir schon berücksichtigen müssen, dass extrem Magersüchtige halt verhungern und ihr Organismus sich in diesem Verlauf selbst nach und nach bis zur Erschöpfung aufzehrt.
Ketone sind spezielle Energieträger, die von der Leber zur Versorgung der Verbraucher produziert werden, die sich nicht direkt aus Fett versorgen können, aber auch nicht unbedingt auf Glukose angewiesen sind.
Für Typ1 war das Erhalten der Betas bislang nur ein seeehr nachrangiges Thema. Für Typ2 mit den Jahren auch, wobei die state of the art Anfangs-Behandlung mit Insulinausgabe-Pushern mit Sicherheit mehr Betas killt, als jede noch so fies fantasierbare Ketose.
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.03.2015 17:42:06
Das ist ja die Fragestellung die nicht geklärt ist: sind es die Ketone oder sind es din fehlenden Nährstoff? -
ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 17:58:04
hjt_Jürgen schrieb:
Weniger Stärke-KHs, und um die geht es z.B. bei dem von Dir so geschätzten LOGI, bedeutet doch in keiner Weise so zwangsläufig, wie hier suggeriert wird, die Aufnahme von weniger Ballaststoffen.
Nach Deiner Art der Bewertung ist Dein Einwand also praktisch genauso FALSCH.
Hallo???
LOGI wird von mir überhaupt nicht geschätzt, was soll das?
Und ich gebe auch keinerlei Bewertung ab. Du selbst hast einen Satz aus diesem Report zitiert, der völlig aus dem Zusammenhang gerissen war. Ich habe dies lediglich richtiggestellt.
Und deshalb nochmal:
Jeder kann und darf sich natürlich so ernähren wie er mag. Wenn jemand LOGI machen will, bitte schön. Wenn Du LCHF machst, auch in Ordnung. Selbst wenn sich jemand nach Atkins KF-Frei ernähren will, oder im Dschungelcamp eine Madendiät beginnt, jedem seine Sache. Ich bitte lediglich darum, Neulinge, die hier Rat suchen, doch bitteschön den einzig richtigen Rat zu geben, nämlich eine unter Fachlicher Anleitung durchgeführte Ernährungsberatung. Damit werden sie dann wohl in die Lage versetzt, sich selbst ein Urteil zu bilden. Natürlich könnt Ihr auch erzählen, wie Ihr Euch ernährt. Aber Sätze wie:
"Geht mal auf die LOGI Seite, mit dieser Ernährungsform könnt Ihr Euren Diabetes leicht im Griff halten"
(kein wörtliches, aber sinngemäßes Zitat)
entbehren, wie u.a. auch der von Dir zitierte Bericht zeigt, jeder Wissenschaftlichen Grundlage.
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am 02.03.2015 19:03:15
ferrato schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
...
Die Entscheidung über sie Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen...
Falsch!
In der gleichen Publikation wird dieser Satz nämlich ausdrücklich Präzisiert:
Zitat-Anfang
Eine Einschränkung des Kohlenhydratverzehrs kann positive und negative Wirkungen haben:
• Senkung der Triglyzeridspiegel – bei Patienten mit erhöhten Werten erwünscht;
• Senkung der Insulinspiegel – bei Insulinresistenz erwünscht;
• Senkung der Plasmaglukosespiegel, insbesondere nach der Mahlzeit – bei hohen postprandialen Plasmaglukosespiegeln erwünscht;
• Erhöhung des Serumcholesterins und des LDL-Cholesterins – nicht erwünscht;
• Behinderung einer wünschenswerten Ballaststoffaufnahme – nicht erwünscht...
Die ersten 3 Punkte bezeichnen in allen Ernährungslagern völlig unbestrittene positive Folgen von weniger KHs.
Punkt 5 unterstellt entgegen jedem besseren Wissen, dass ohne KHs auch weniger Ballaststoffe aufgenommen werden.
Zu dem von Dir [ironie]so geschätzten LOGI[/ironie] gehört das Ersetzen der Stärke-KHs durch Gemüse, und damit werden mit gleich vielen Kalorien wenigstens gleich viele Ballaststoffe aufgenommen.
Der Punkt ist mithin rein logisch megatief falsch.
Punkt 4 ist genau der, zu dem keine ausreichenden Studiendaten vorliegen. Denn einige Studien zeigen so eine nicht erwünscht Erhöhung, während andere keinen negativen und weitere sogar einen positiven Effekt zeigen.
Also nichts wenigstens überwiegend einheitliches, so dass damit keine generelle Aussage begründet werden kann. Nur, dass man noch mehr Studien braucht.
Wenn wir hier einen Strich drunter machen, hätte zusammenfassend darüber statt meinem Zitat eigentlich stehen müssen, dass 4 von den wichtigen 5 Bewertungspunkten eindeutig für Low Carb sprechen, einer von 5 allerdings trotz vieler schon gelaufener und ausgewerteter Studien noch immer kein ausreichend eindeutiges Ergebnis ausweist, das eine Empfehlung begründen könnte.
Du hast Recht: Wegen dieses einen ungeklärten Punktes die Empfehlung vollkommen offenlassen schein in der Tat völlig falsch.
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ferrato
Rang: Gastam 02.03.2015 20:58:45
Also irgendwie scheint Dir ein Grundlegendes Detailwissen zu fehlen.
Zitat Wikipedia (Auch von Dir gerne ziziert...):
Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide, also Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.
Punkt 5 ist daher eindeutig richtig, denn wie sollte man auf Kohlenhydrate verzichten, aber Ballaststoffe (die ja Kohlenhydrate sind) zu sich nehmen. Entweder Oder.
Du kannst hier Wortklauberei betreiben wie immer Du willst. Diese Diätformen werden als Kritisch betrachtet, haben keinerlei Wissenschaftliche Grundlage und sind daher nicht empfehlenswert.
Bearbeitet von User am 02.03.2015 21:01:42. Grund: Schreibfehler