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Prädiabetes
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am 10.03.2015 12:30:30
Karl-Friedrich schrieb:
Für Prädiabetiker wie mich und viele in diesem Forum, scheint es noch verzwickter zu sein, wenn man dabei noch normalgewichtig ist und viel Sport treibt.
Fantastisch.
Was sagt denn der Arzt dazu? -
am 10.03.2015 12:59:39
TypEinser schrieb:
Karl-Friedrich schrieb:
Für Prädiabetiker wie mich und viele in diesem Forum, scheint es noch verzwickter zu sein, wenn man dabei noch normalgewichtig ist und viel Sport treibt.
Fantastisch.
Was sagt denn der Arzt dazu?
Nun ja, die Zusammenfassung vom Diabetologen war, daß ich einen pathologischen Blutzuckerverlauf habe, in schädigenden Bereichen, C-Peptid war auch schon über normal, bei einem normalen Hba1c-Wert und ich bei Gewichtszunahme einen Diabetes entwickeln würde, mit der Konsequenz und eindeutigen Empfehlungen zur Nahrungsumstellung.
Die Aussage vom HA "Ihr Blutzucker ist gut" hätte mich in trügerischer Sicherheit verweilen lassen, eine singuläre ergänzende Bestimmung des Hba1c-Wertes ebenso. Das meine ich mit "verzwickt", ich wäre durch das gängige Screening gefallen.
Bearbeitet von User am 10.03.2015 13:03:11. Grund: Ergänzungen -
am 10.03.2015 13:43:11
Karl-Friedrich schrieb:
TypEinser schrieb:
Karl-Friedrich schrieb:
Für Prädiabetiker wie mich und viele in diesem Forum, scheint es noch verzwickter zu sein, wenn man dabei noch normalgewichtig ist und viel Sport treibt.
Fantastisch.
Was sagt denn der Arzt dazu?
Nun ja, die Zusammenfassung vom Diabetologen war, daß ich einen pathologischen Blutzuckerverlauf habe, in schädigenden Bereichen, C-Peptid war auch schon über normal, bei einem normalen Hba1c-Wert und ich bei Gewichtszunahme einen Diabetes entwickeln würde, mit der Konsequenz und eindeutigen Empfehlungen zur Nahrungsumstellung.
Die Aussage vom HA "Ihr Blutzucker ist gut" hätte mich in trügerischer Sicherheit verweilen lassen, eine singuläre ergänzende Bestimmung des Hba1c-Wertes ebenso. Das meine ich mit "verzwickt", ich wäre durch das gängige Screening gefallen.
doesen intellektuell hochansprechenden Beitrag muesste mir jetzt purea mit Ihrem Proleten Deutsch übersetzen. Da treffen aber mal wirklich zwei linguistische Meisterschüler aufeinander. Der eine mit ganz gehobenen Deutsch und die ander mit Ihrem Vorstadtslang :) -
am 10.03.2015 13:59:44
Karl-Friedrich schrieb:
Nun ja, die Zusammenfassung vom Diabetologen war, daß ich einen pathologischen Blutzuckerverlauf habe, in schädigenden Bereichen, C-Peptid war auch schon über normal, bei einem normalen Hba1c-Wert und ich bei Gewichtszunahme einen Diabetes entwickeln würde, mit der Konsequenz und eindeutigen Empfehlungen zur Nahrungsumstellung.
Die Aussage vom HA "Ihr Blutzucker ist gut" hätte mich in trügerischer Sicherheit verweilen lassen, eine singuläre ergänzende Bestimmung des Hba1c-Wertes ebenso. Das meine ich mit "verzwickt", ich wäre durch das gängige Screening gefallen.
Wie sieht denn die Therapie aus?
Wenn der Facharzt sowas loslässt, hat er sicherlich einen Kunden mehr in der Kartei. Oder etwa nicht?
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am 10.03.2015 14:14:43
TypEinser schrieb:
Wie sieht denn die Therapie aus?
Wenn der Facharzt sowas loslässt, hat er sicherlich einen Kunden mehr in der Kartei. Oder etwa nicht?
Wir sprachen kurz über eine mögliche Therapie, Insulin sei in meinem Fall eher nicht geeignet, auf Grund der Gefahr einer Hypo. Das Thema Medis in Form von Tabletten sprach er nicht an, als das Ergebnis zum Hba1c-Wert feststand, ich fragte allerdings nicht explizit danach.
In der Tat, einen Kunden hat er jetzt mehr in der Kartei, allerdings konnte er mich so weit beruhigen, daß eine erneute Kontrolle erst in einem Jahr geplant wäre. Ich hatte dabei nicht den Eindruck, auch wenn er sehr engagiert war, daß er mich jetzt und sofort "behandeln" wollte, eine Dringlichkeit schien z.Z. nicht gegeben zu sein. Die Nahrungsumstellung, bzw. das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken scheint die Prioriät zu haben.
Er hatte mir auch dargelegt, daß ich jetzt nicht als Diabetiker geführt werde (krankenkassenbezogen?), auch wenn meine Werte im Graubereich (NBZ, oGTT) liegen.
Bearbeitet von User am 10.03.2015 14:18:56. Grund: Ergänzung -
am 10.03.2015 14:23:27
Karl-Friedrich schrieb:
Wir sprachen kurz über eine mögliche Therapie, Insulin sei in meinem Fall eher nicht geeignet, auf Grund der Gefahr einer Hypo. Das Thema Medis in Form von Tabletten sprach er nicht an, als das Ergebnis zum Hba1c-Wert feststand, ich fragte allerdings nicht explizit danach.
Oberstes Ziel in der Therapie ist die Vemeidung von Folgeschäden.
Da Du ja über die schädlichen Spitzen aufgeklärt wurdest ist natürlich der nächste Schritt die Vermeidung dieser Spitzen.
Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.
In der Anwendung einfacher wäre ein neues Medikament: Forxiga.
Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert... -
ferrato
Rang: Gastam 10.03.2015 14:49:32
Karl-Friedrich schrieb:
TypEinser schrieb:
Wir sprachen kurz über eine mögliche Therapie, Insulin sei in meinem Fall eher nicht geeignet, auf Grund der Gefahr einer Hypo. Das Thema Medis in Form von Tabletten sprach er nicht an, als das Ergebnis zum Hba1c-Wert feststand, ich fragte allerdings nicht explizit danach.
In der Tat, einen Kunden hat er jetzt mehr in der Kartei, allerdings konnte er mich so weit beruhigen, daß eine erneute Kontrolle erst in einem Jahr geplant wäre. Ich hatte dabei nicht den Eindruck, auch wenn er sehr engagiert war, daß er mich jetzt und sofort "behandeln" wollte, eine Dringlichkeit schien z.Z. nicht gegeben zu sein. Die Nahrungsumstellung, bzw. das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken scheint die Prioriät zu haben.
Er hatte mir auch dargelegt, daß ich jetzt nicht als Diabetiker geführt werde (krankenkassenbezogen?), auch wenn meine Werte im Graubereich (NBZ, oGTT) liegen.
Das glaub ich jetzt nicht wirklich.
1. Du wirst nicht als Diabetiker geführt, weil Du (noch) keiner bist. Ein Prädiabetes ist eine Vorstufe, bei der nur geringe Auffälligkeiten vorliegen, die aber noch nicht mal zwingend zu einem Diabetes führen müssen!
2. Deine Werte sind bis auf gelegentliche Spitzen gut. Wie sollen sich diese Werte auf einen HBA1C auswirken, der den durchschnittlichen BZ Verlauf der letzten 8-12 Wochen darstellt. Gelegentliche Spitzen wirken sich da gar nicht aus.
3. Dein HA bestätigt Dir die guten Werte und Du denkst über Insulin nach, mit dem Du einen nicht vorhandenen Diabetes "bekämpfen" willst? Ja geht's noch???
Zum Glück wird es keinen Arzt geben, der Dir Insulin verschreibt.
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am 10.03.2015 14:53:59
Viel spricht aus meiner Sicht dafür, dass der gesunde BZ-Verlauf seinen Deckel in der Spitze nach dem Einfüllen von viiiiiiiiiiielen KHs bei 140mg/dl hat, ganz bestimmt unterhalb der Nierenschwelle bei 160-180. Und dass die gesunden alltäglichen BZ-Schwankungen eher 40 als 60mg/dl weit reichen.
Um Prävention und Zurückdrehen geht es zumindest gefühlt in wenigstens 8 von 10 Artikeln zum Prädiabetes und Typ2 in den medizinischen Portalen und Fachportalen. Immer mit den Hebeln mehr Bewegung, Abnehmen, Stärke-KH-ärmer essen in verschiedener anteilsmäßiger Ausprägung.
Als Ziel wird dabei praktisch immer der nahe bis völlig gesunde BZ-Verlauf gesetzt und bei dessen Erreichen häufig messerscharfst geschlossen, dass eben entsprechend oder/und zu wenig Bewegung oder/und zu viel Gewicht oder/und zu viele Stärke-KHs den Prädiabetes oder Typ2 verursacht haben.
Apropos Forxiga. Senkt die Nierenschwelle. Sorgt also dafür, dass ein Teil der zuvielen Glukose durch die Toilette entsorgt wird. Allerdings in BZ-mäßig messbarer Größenordnung erst so ab HBA1c 8 :(
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 10.03.2015 14:57:14
TypEinser schrieb:
Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.
In der Anwendung einfacher wäre ein neues Medikament: Forxiga.
Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert...
Danke Dir für diese neuen, zu diskutierenden Aspekte.
Allerdings verstehe ich gerade nicht Deine Wortwahl bezüglich "Rest"-Leistung Deiner BSD. Wenn nach einem oGTT der C-Peptid normal, bzw. etwas höher als notwendig ist, heißt das nicht eher, daß noch ausreichendes Insulin produziert wird und in meinem Fall eher von einer Insulinresistenz zu sprechen wäre?
Wäre hier dann Insulin überhaupt das Mittel der Wahl?
So wie es bei mir scheint, kratze ich mit meinen NBZ seit vielen Jahren an der Grenze zum 100-Wert, vor 10 Jahren war der bei 92, im Serum. Der plasmareferenzierte Wert dürfte wohl etwas höher gewesen sein.
In dem diagnostischen Loch zwischen den Ergebnissen zum NBZ/oGTT und der Blutuntersuchung zum C-Peptid, Antikörper und Hba1c kaufte ich mir aus Interesse preisgünstig den Accu-Chek Aviva und eine 50er-Dose Teststreifen. Bei meinen Messungen mit weniger glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken in den letzten Wochen ergab sich, mit einer einzigen Ausnahme, daß die Spitzenwerte nie über 140 lagen, weder beim 1h-Wert, noch beim 2h-Wert, sie lagen jeweils unter 130. Allerdings zeigte sich, daß der Peak bei diesen Speisen jeweils oft im 2h-Bereich lag. Liegt also hier die schon typische Rechtsverschiebung vor?
Die NBZ-Messungen laen in meinem Fall bei diesem Gerät im Bereich von 94 bis 99, einmal bei 101 (Stress/Erkältung).
Ich werde im Sommer, nach einigen Monaten Nahrungsumstellung und mehr Sport, wieder so eine 50-er Dose mit Teststreifen kaufen und "Vergleichsmessungen" durchführen, verrückt durch mich möchte ich mich bis dahin nicht machen lassen. Ggf. werde ich den Diabetologen dann vorzeitig aufsuchen, wenn sich eine Verschlechterung einstellen sollte und das bzgl. Medis ansprechen.
Bearbeitet von User am 10.03.2015 15:08:37. Grund: Wortwahl -
am 10.03.2015 15:04:01
ferrato schrieb:
Das glaub ich jetzt nicht wirklich.
1. Du wirst nicht als Diabetiker geführt, weil Du (noch) keiner bist. Ein Prädiabetes ist eine Vorstufe, bei der nur geringe Auffälligkeiten vorliegen, die aber noch nicht mal zwingend zu einem Diabetes führen müssen!
2. Deine Werte sind bis auf gelegentliche Spitzen gut. Wie sollen sich diese Werte auf einen HBA1C auswirken, der den durchschnittlichen BZ Verlauf der letzten 8-12 Wochen darstellt. Gelegentliche Spitzen wirken sich da gar nicht aus.
3. Dein HA bestätigt Dir die guten Werte und Du denkst über Insulin nach, mit dem Du einen nicht vorhandenen Diabetes "bekämpfen" willst? Ja geht's noch???
Zum Glück wird es keinen Arzt geben, der Dir Insulin verschreibt.
Einen Moment bitte, die Zitate laufen vielleicht ein wenig durcheinander. Ich dachte bisher nie an Insulin, Der Diabetologe verwarf die Idee auch sofort, selbst noch zu einem Zeitpunkt, als die Bestimmung der Antikörper noch nicht vorlag. Vor dieser Bestimmung war allerdings noch nicht klar, ob es in Richtung T1, T2 oder eine andere Sonderform gehen könnte. Nach dieser Bestimmung waren von Medis (egal ob Tabletten oder Insulin) nicht die Rede. Lediglich die Ernährungsumstellung wurde erklärt.
Ich denke persönlich gar nicht an Insulin ;-)
Ergänzende Frage: Ab welcher Dauer wirken sich eigentlich schädigende Spitzen (größer/gleich 140) auf den Körper wie Gefässe (Augen), Nerven aus? Ab erst nach 2 Stunden, oder schon kürzer?
Und bei "geringeren" Werte im Bereich von 120 bis 130? Wie bei mir, welche dann auch schon länger als 2 Stunden dauerten. Das mit dem fehlenden Einfluss der Spitzen auf den HBA1C konnte ich bis jetzt auch schon nachlesen, danke für den Hinweis!
Bearbeitet von User am 10.03.2015 15:13:44. Grund: Ergänzende Frage