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Prädiabetes
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am 10.03.2015 15:12:51
Rest-Leistung ist bei Diabetikern das, was die Beta-Zellen noch so an funktionierendem Insulin rausrücken.
Deshalb bei Dir auch in " " ;-)
Insulin ist zuverlässig und berechenbar in der Wirkung.
Was die "Resistenz" angeht: Hier sehr gut beschrieben und funktioniert im Prinzip während der Entstehung von Typ 2 genauso:
http://www.chrostek.de/neues-aus-althausen/up-und-down-teil-1.html
Althausen ist sowas wie das Mekka der Insulinpflichtigen...
Der BZ-Peak und der 1-Stunden-Wert – ich kenne keinen, der den genau da hat.
Nach 2 Stunden haben die meisten den Peak, danach kommt ein schneller Abfall.
Interessanterweise schreiben hier viele, den schnellen BZ-Abfall würden man bemerken... Ich kenne niemanden, der sowas bemerkt. Es sei denn, die Hypo naht... da reden wir dann aber von Werten unter 80 mg/dl, bei einem Ø von 120 – 130 mg. -
am 10.03.2015 16:48:22
Karl-Friedrich schrieb:
Ergänzende Frage: Ab welcher Dauer wirken sich eigentlich schädigende Spitzen (größer/gleich 140) auf den Körper wie Gefässe (Augen), Nerven aus? Ab erst nach 2 Stunden, oder schon kürzer?
Und bei "geringeren" Werte im Bereich von 120 bis 130? Wie bei mir, welche dann auch schon länger als 2 Stunden dauerten. Das mit dem fehlenden Einfluss der Spitzen auf den HBA1C konnte ich bis jetzt auch schon nachlesen, danke für den Hinweis!
Wichtig ist vor allem Dingen ein gesunder Blutdruck. Und in den Gefäßen lagert sich ja so einiges ab – da ist die Verzuckerung nur ein Teil von.
Schaut man sich jetzt mal langjährige Typ1er mit mehr als 40 Jahren Diabetes und dazu noch katastrophalen Werten an und schaut, was da so an Folgeschäden passiert, dann ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass Du, vorausgesetzt die Werte bleiben so, in den nächsten 40 Jahren blind im Rollstuhl zur Dialyse gefahren wirst.
Was niemand wissen kann, ist, ob Du genetisch bedingt anfällig für Nierenprobleme bist, ob Deine Netzhaut neue Gefäße baut (das geht nämlich auch ohne Diabetes), und ob Deine Adern/Venen verstopfen hängt dann auch noch von verschiedenen Faktoren ab.
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am 10.03.2015 17:06:44
TypEinser schrieb:
Oberstes Ziel in der Therapie ist die Vemeidung von Folgeschäden.
Diese Aussage ist zu pauschal. Du musst die verschiedenen diabetischen Gruppen differenzieren.
In der Gruppe der Prädiabetiker geht es darum, die Manifestation zu verhindern.
TypEinser schrieb:
Da Du ja über die schädlichen Spitzen aufgeklärt wurdest ist natürlich der nächste Schritt die Vermeidung dieser Spitzen.
...und zwar im Falle der Gruppe der Prädiabetiker (zur Zeit) ausschließlich durch Lifestyleänderung.
TypEinser schrieb:
Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.
Siehe oben. Insulingaben wäre bei vielen Prädiabetiker ein Spiel mit dem Feuer und völlig ungeeignet. An meinen Verläufen hast du gesehen, dass Spitzen teilweise nur ein paar Minuten anhalten. Hier noch mal ein Verlauf von Vorgestern, um es zu illustrieren:
20min/146
30min/157
40min/145
Da kann zwischen BZ-Messung und anschließender Einstellung und Ansetzen des Pens schon zu viel Zeit vergangen sein und man ballert sich in die Hypo. Wäre nur ein Frage der Zeit.
TypEinser schrieb:
Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert...
Im Moment der einzige Weg (neben der impliziten Lifestyleänerung)
Bearbeitet von User am 10.03.2015 17:08:19. Grund: . -
am 10.03.2015 17:33:19
purea schrieb:
TypEinser schrieb:
Oberstes Ziel in der Therapie ist die Vemeidung von Folgeschäden.
Diese Aussage ist zu pauschal. Du musst die verschiedenen diabetischen Gruppen differenzieren.
In der Gruppe der Prädiabetiker geht es darum, die Manifestation zu verhindern.
Das geht vielleicht bei Typ 2b – da fällst Du schonmal raus....
TypEinser schrieb:
Da Du ja über die schädlichen Spitzen aufgeklärt wurdest ist natürlich der nächste Schritt die Vermeidung dieser Spitzen.
...und zwar im Falle der Gruppe der Prädiabetiker (zur Zeit) ausschließlich durch Lifestyleänderung.
TypEinser schrieb:
Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.
Siehe oben. Insulingaben wäre bei vielen Prädiabetiker ein Spiel mit dem Feuer und völlig ungeeignet. An meinen Verläufen hast du gesehen, dass Spitzen teilweise nur ein paar Minuten anhalten. Hier noch mal ein Verlauf von Vorgestern, um es zu illustrieren:
20min/146
30min/157
40min/145
Da kann zwischen BZ-Messung und anschließender Einstellung und Ansetzen des Pens schon zu viel Zeit vergangen sein und man ballert sich in die Hypo. Wäre nur ein Frage der Zeit.
Insulin spritzt man VOR dem Essen. Mit passendem SEA bügelt man so manche BZ-Spitze platt.
Hypos sind außerdem kein muss – sicheres BE-Schätzen, weiterer Tagesablauf geplant und einfache Mathematik vorrausgesetzt.
TypEinser schrieb:
Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert...
Im Moment der einzige Weg (neben der impliziten Lifestyleänerung)
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du mit Deinem Lifestyle auch nur 10 % der potentiellen Kandiaten begeistern kannst. -
am 10.03.2015 17:49:52
TypEinser schrieb:
...ob Deine Netzhaut neue Gefäße baut (das geht nämlich auch ohne Diabetes),...
Aber meines Wissens nicht im völlig gesunden BZ-Rahmen mit völlig gesunden Schwankungen zwischen Minimum und Spitze nach dem Essen von 40-50 mg/dl, oder?
Meines Wissens sind die Diagnose-Grenzwerte damals nach der Statistik so eingerichtet worden, dass darunter nur noch wenige überwucherte Netzhäute vorkamen. Aber sie kommen halt vor, und nicht weil sie ne andere organische Ursache hätten ohne Diabetes, sondern schlicht wegen der höher angesetzten Diabetes-Definition.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 10.03.2015 18:05:51
TypEinser schrieb:
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du mit Deinem Lifestyle auch nur 10 % der potentiellen Kandiaten begeistern kannst.
Von welcher Grundgesamtheit gehst du aus? Alle Prädiabetiker in Deutschland? Oder alle Prädiabetiker, die sich hier anmelden und/oder mitlesen?
Für letztere Gruppe: Ich bin allerdings davon überzeugt, dass mitlesende Prädiabetiker sehr aufmerksam verfolgen, was ich hier an prädiabetischem Lifestyle mitteile. -
am 10.03.2015 19:44:12
"Lichtgestalt der Forenszene" fast wäre ich vor Lachen vom Stuhl gefallen **gg** -
am 10.03.2015 19:51:30
Ja, eine geradezu angenehm zutreffende Hyperbel, was?
Aber gut, du wolltest dich ja hier konsequent raushalten. Diesen kleinen Ausrutscher verzeihen wir dir natürlich. Bist ja auch nur Mensch, gell? -
am 10.03.2015 19:52:33
TypEinser schrieb:
Wichtig ist vor allem Dingen ein gesunder Blutdruck. Und in den Gefäßen lagert sich ja so einiges ab – da ist die Verzuckerung nur ein Teil von.
Danke Dir für Deine Antworten. Der RR ist ganz gut, mit Durchschnittswerten zuletzt von 111/77. Hier kann ich kaum mehr drehen, das kann auch als Ergebnis durch die Ernährungsumstellung gesehen werden. Erstaunlich, diese Werte habe ich eher im Sommer, infolge (Ausddauer-)Sport.
Bezüglich Sport werde ich noch sehen, da mein BMI jetzt auf 18,5 runter ist, mehr darf nicht sein. Davor hatte mich Der Diabetologe auch gewarnt. Ich muß wohl verstärkt darauf achten, daß ich genügend Kohlenhydrate zuführe. Bei Touren in der Ebene verbrenne ich häufig so um die 1500 bis 2500 kcal, zum Größtenteil bei aerober Energiegewinnung. Im Gebirge mit dem MTB am Hang wird es schnell bei mir anerob, bei hohen, knieschonenden Kadenzen und einer damit verbunden hohen HF, da werden es oft 2500 bis 4000 (und mehr) kcal am Ende einer Tour. D.h. vor solchen Touren muß ich mir die Kohlenhydrate reinballern, z.B. mit Nudeln und zwischendrin ggf. eine Zwischenmahlzeit.
Kennt sich jemand von Euch aus, bzw. hat Erfahrungen mit dem Verlauf des Blutzuckerspiegels während einer Ausdauersportart wie z.B. Radsport, Joggen, Schwimmen, etc.?
Steigt der BZ etwas, infolge dem Glucagon zur Bereitstellung von weiterer Energie? Oder sollte er bei Gesunden im zweistelligen mg/dl-Bereich bleiben?
Bearbeitet von User am 10.03.2015 19:56:11. Grund: erg -
ferrato
Rang: Gastam 10.03.2015 21:32:06
purea schrieb:
Hier noch mal ein Verlauf von Vorgestern, um es zu illustrieren:
20min/146
30min/157
40min/145
Alle heute in Deutschald auf dem Markt befindlichen Messgeräte dürfen gemäß ISO Norm 15197 bei Werten über 100 mg/dL eine maximale Abweichung von +-15% haben.
Vom Diagnosegrenzwert 140 mg/dL ausgehend liegen also alle Werte zwischen 119 und 161 innerhalb dieser Messunsicherheit. Alle Deine oben genannten Werte fallen hier darunter.
Nur mal so zur Info.