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Prädiabetes
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am 05.03.2015 12:03:51
purea schrieb:
Und wir erklären dir gerne, dass der typ1 nur eine weitere diabetische Störung ist, die vom HbA1c unter Umständen, wie bei Michael, nicht zuverlässig erkannt wird. Wie der frühe Prädiabetes z.B. Die Studiengänge dazu und Beiträge von Fachleuten wurde in anderen Threads mehrfach gepostet. Es ist ziemlich trotzig, dass du nun so tust, als hättest du das nicht mitbekommen ;-)
Auch für dich muss an der Stelle gelte: lediglich einen Wert als absolut sicher für die Diagnose zu betrachten bei einer so komplexen Angelegenheit wie Diabetes, ist vor allem dann naiv, wenn du mit Michael einen für dich glaubwürdigen Fall hast, wo es eben anders war.
Du hast echt keinen Plan!
Typ 1 ist eine diabetische Störung. Da Du offensichtlich völlig Ahnunglos bist, wie sich Typ 1 manifestiert und was der Kandidat in dieser Zeit so erlebt, solltest Du (wie zu den ganzen anderen Themen hier) auf die Profis hören.
Mittels Hba1c, oGTT oder Nüchtern-BZ nem Typ 1 auf die Schliche zu kommen ist wie Lottospielen...
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am 05.03.2015 12:05:39
TypEinser schrieb:
warum es Fachleute gibt und warum Du als Kopier-Profi sinnlos Speicherplatz im www blockierst.
Aber genau diese Fachleute haben wir doch hier mehrfach zitiert und verlinkt? Ist dir eigentlich klar, was für ein schwaches Bild du hier argumentativ abgibst? Gerne noch einmal für dich, und keinesfalls erschöpflich, ein paar Fachmeinungen:
Epidemiological studies have recently suggested that using HbA1c
is not an optimal screening strategy for the diagnosis of diabetes.
From a clinical chemistry standpoint, many factors can lead to individual variability in HbA1c,
making it a less than optimal test to assess glycemia. For example, ethnic variability in HbA1c levels has been documented in persons with prediabetes.
A recent study in a general Dutch population suggested that HbA1c values correlated poorly with fasting and 2-hour glucose levels in patients with mild hyperglycemia.
Although decreasing the lower boundary of the range increased the number of persons with prediabetes who would have been identified, about one third of the patients would still have been missed. Moreover, the lower limit of the broader range (ie, 5.7%) overlaps with the upper limit of our normal HbA1c assay range; advocating this as a cutoff to select candidates for diabetes prevention
likely would cause confusion among practitioners.
(http://ajcp.ascpjournals.org/content/135/5/674.full.pdf)
Oder:
Hohe Blutzuckerspitzen, die weniger als vier Stunden andauern, beeinflussen den HbA1c-Wert nicht. Der angelagerte Zucker verschwindet wieder von der Oberfläche des Hämoglobins, ohne dauerhafte Spuren zu hinterlassen. So können Nerven und Blutbahnen Schaden genommen haben, obwohl der HbA1c-Wert gut ist. Auch bestimmte Erkrankungen wie Nierenschäden können den HbA1c-Wert senken und somit verfälschen.
(http://www.netdoktor.de/Diagnostik+Behandlungen/Laborwerte/HbA1c-Wert-10799.html)
Oder:
Darüber hinaus sind genetische, hämatologische und mit Erkrankungen einhergehende Faktoren bekannt, die das HbA1c beeinflussen. Zu den verbreitesten dieser Faktoren zählen
Hämoglobinopathien, Anämien und Erkrankungen bei denen ein beschleunigter Umsatz der roten
Blutkörperchen auftritt. Folglich ist beim Vorliegen solcher Faktoren die Verwendung des HbA1c-
Wertes für Diabetes-bezogene Diagnosen kritisch. Aufgrund einer veränderten Umsatzrate der
roten Blutkörperchen und der Blutverdünnung währendder Schwangerschaft ist die Verwendung des HbA1c-Wertes zur Diagnose von Gestationsdiabetes ungeeignet.
(http://www.diabetesde.org/fileadmin/users/Patientenseite/PDFs_und_TEXTE/Stellungnahmen_Positionspapiere/2010/diabetesDE_DDG_Stellungnahme_HbA1c_Biomarker_10.2010.pdf)
Oder:
the preprandial glucose levels had a larger effect on A1C than postprandial glucose levels, presumably because they resemble the 24-h glucose levels (and thus the long-term exposure to glucose) more closely.
(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2889756/)
Der stille Mitleser wird wieder seine Freude haben ;-)
Bearbeitet von User am 05.03.2015 12:26:47. Grund: . -
am 05.03.2015 12:09:22
Purea, Du bist echt Klasse!
Deine Bewerbung als Chef bitte direkt an:
Deutsche Diabetes Gesellschaft
Reinhardtstr. 31
10117 Berlin
Damit da endlich mal was passiert... -
am 05.03.2015 12:11:14
Michaelheuer schrieb:
aber warum äüsserst du dich dann immer so schwammig, so dass man bei deinen antworten immer 1000 möglichkeiten hat was zu interpretieren, auf der einen seite erklärst du dass bei einem hba1c 5,5 und niedriger im normalfall (bei der ddg legen sie es auf 5,7 fest) keine weiteren glukoseuntersuchungen sinnvoll sind da werte über gesund (über 90 nuechtern über 140 nach 1h) nicht gemessen würden, auf der anderen seite aber hört man bei dir dann wieder raus dass der hba1c natürlich keine sichere sache sei. Kaqnnst du da nicht mal sagen was du denkst anstelle diese rumgeeieres Jürgen
Prädiabetes/Diabetes heißt der höher als gesunde Blutzucker zur unvoreingenommenen Erstdiagnose erst ab Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte. Dabei liegen die jeweiligen Prüfwerte so dicht beieinander, daß himmelweite Abweichungen wie z.B. ein OGTT 2-Stunden-Wert über 200 und gleichzeitig ein Nüchternwert unter 90 selten vorkommen. Ebenso selten kommt ein HBA1c bis 5,5 mit gleichzeitigem Nüchternwert über 90 vor.
ABER diese völlig gesunden Werte werden auch bei jedem Menschen auf dem Weg zum Typ1 gemessen, dem schon über die Hälfte der normalen Beta-Zell-Masse fehlen!
Und diese völlig gesunden Werte werden auch bei jedem Menschen mit einer entsprechend großen Defektmenge (ok, im einzelnen andere als bei Typ1) auf dem Weg zum Typ2 gemessen.
Das bedeutet, wenn der BZ schließlich anfängt, über gesund sichtbar zu werden, über HBA1c 5,5 oder und über nüchtern 90mg/dl oder beim OGTT in der Stundenspitze über 140mg/dl anzusteigen, dann sind die Prozesse schon Monate bis Jahre zugange, die diesen Anstieg machen.
Und es ist tatsächlich Theater, wenn da jemand Himmel und Hölle in Bewegung setzt und an wieder hergestellte Gesundheit glaubt, wenn er die vorlugenden Symptomspitzen wieder in den gesunden Rahmen stopft.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 05.03.2015 12:12:06
Vielen Dank, aber für ein weiteres Studium bleibt mir echt keine Zeit. Und die Weiterentwicklung von Diabetes Leitlinien überlasse ich lieber Fachleuten. -
am 05.03.2015 12:13:46
Hallo Purea,
Danke für diese Informationen. Es ist sicher günstig, früh von einer Störung der Bauchspeicheldrüse zu erfahren, um das Entstehen von Langzeitschäden reduzieren zu können. Sie hatten sich einmal erkundigt, wie bei unserer Studie (siehe Studie 13-040 unter www.nuvisan.de) die Prädiabetiker und Diabetiker definiert werden, ob es bei den Ein- und Ausschlußkriterien Grenzen bei den HbA1c Werten gibt. Hier nun die Informationen aus dem aktuellen Prüfplan: Bei den Prädiabetikern gibt es keinen Mindestwert beim HbA1c der unbedingt erfüllt sein muß. Voraussetzung zur Teilnahme ist, daß der Glukosebelastungstest bei uns darauf hindeutet, daß die Bauchspeicheldrüse nicht normal funktioniert (Glukose Werte, Werte beim Proinsulin oder C-Peptid abnormal). D.h. auch Prädiabetiker, die durch ihren Lebensstil die HbA1c Werte niedrig halten, können teilnehmen. Die HbA1c Werte bei den Prädiabetikern können also auch unter 5.7 % liegen, dürfen aber 6.4 % nicht überschreiten. Diabetiker können allerdings nur eingeschlossen werden, wenn bei der Voruntersuchung HbA1c zwischen 6.5 und 9.5 % liegt. Weitere Einschränkungen: Nur Nichtraucher können teilnehmen. An Medikamenten sind nur Blutdruckmedikamente aller Art sowie, bei den Diabetikern, Metformin erlaubt. Die Teilnahme an dieser Studie stellt eine Möglichkeit dar, mehr über den eigenen Gesundheitszustand zu erfahren. Ich möchte nochmal daran erinnern, daß bei dieser Studie kein Prüfmedikament verabreicht wird, sondern Blutproben abgenommen werden, um Biomarker für Diabetes zu finden, d.h. Eigenschaften anhand derer Diabetes frühzeitig erkannt oder das Ansprechen auf eine Therapie überwacht werden können. Hier nochmal der Link: www.nuvisan.de.
Viele Grüße aus Neu-Ulm -
am 05.03.2015 12:19:38
Hallo beateklaus,
Vielen Dank für die Rückmeldung. Als Laie mit besonderen Erfahrungen halte ich Ihre Entscheidung für sehr richtig :-)
Viel Erfolg! -
am 05.03.2015 12:22:56
beateklausmd schrieb:
Voraussetzung zur Teilnahme ist, daß der Glukosebelastungstest bei uns darauf hindeutet, daß die Bauchspeicheldrüse nicht normal funktioniert (Glukose Werte, Werte beim Proinsulin oder C-Peptid abnormal).
Das finde ich jetzt interessant - ist auch bei Typ 2 (die Nummer mit der Insulinresistenz) schon am Anfang der Typ2-Karriere ein Schaden an der BSD? -
am 05.03.2015 12:31:00
Es startet mit einem relativen Insulinmangel und geht bei Business as usual in einen absoluten Mangel, also Betazellverlust, über. -
am 05.03.2015 12:34:15
Dass bei normal funktionierender BSD Mehrbelastungen durch IR und z.B. Schwangerschaft völlig normal ausgeglichen werden, hatte ich schon mehrfach geschrieben und belegt.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.