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Prädiabetes
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am 05.03.2015 17:45:34
@Michael
Alle morgentlichen Nüchternblut-Opfer, die der Dok aus welchen Anlässen auch immer einfordert, werden seit 1995 automatisch mit BZ ausgegeben.
Aber wer dem Arzt keine Gelegenheit zur Untersuchung/Diagnose gibt, hat auch keinen Anspruch drauf.
@DM1Diabetes
Genau: Alle waren mal Prä. Und die meisten haben sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über Jahre von ihrem Dok versichern lassen, dass das eben erst Prä und aber noch kein richtiger Diabetes sei. Und mit der Diagnose lassen auch wieder die meisten den Dok sich den Mund für nen einigermaßen gesunden BZ fusselig reden, weil man doch bitteschön noch leben und sich nicht nach seinem dummen Diabetes richten will.
Doch, viele könnten ihren völlig gesunden BZ völlig ohne Medis schaffen, wenn sie früh damit anfingen. Selbstverständlich besonders leicht, wenn sie schon bald nach dem ersten Überschreiten des gesunden BZ damit anfangen würden. Aber wo das nicht einmal ein nennenswerter Anteil derer macht, die bei der heutigen Untersuchungs- und Diagnose-Praxis auf ihren anfänglich höheren BZ aufmerksam werden, macht wenig Sinn, mit flächendeckend aufwendigen Diagnose-Verfahren noch mehr so Unwillige zu rekrutieren.
Und NEIN! Niemand versäumt die Chance zur Heilung, wenn er nicht zeitnah auf seinen höher als gesunden BZ aufmerksam wird.
Bisher ist keiner der eifrigsten Prädiabetes-Aktivisten geheilt worden, auch wenn es reichlich Nachrichten dazu im Netz gibt. Aber bisher hat keiner eine so erfolgreiche Remission geschafft, dass damit dann wieder ganz ganz normale McGovern-Diät mit gesundem BZ möglich geworden wäre, geschweige denn ein unauffälliger OGTT.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 05.03.2015 19:27:14
DM1Diabetes schrieb:
Die "echten Diabetiker", wie du sie nennt, waren alle mal Prä
Diabetiker. Einiege wußten es auch. Die wenigsten aber habe gegen jede Wand gesprayt, dass sie den Stein des Weisen gefunden haben und nur ihre Methode der Erkennung oder der Lebensführung zum Heil führt. Selbst die von dir zittierten Studien zeigen, dass es eben nicht immer funktioniert.
Die abartige Selektion von guten und schlechten, von richtigen und falschen Diabetikern wurde nicht von mir eingeführt. Ich habe sie lediglich pointiert wiedergegeben. Daher auch die Karikierung über Hühner und Misthaufen. ....war möglicherweise nur ein Sprachproblem für dich? Vielleicht teilst du aber auch diese abartige Unterscheidung mindestens unterbewusst. Es würde zu deinem unverschämten Unterton gut passen :-) -
am 05.03.2015 19:31:59
EH schrieb:
Das ist so eine Sache, nachdem (außer Purea) niemand wirklich weiß wie und warum sich ein Typ2 entwickelt, verstehe ich den Sinn dieser Studie nicht so recht.
Kannst du die Stelle noch mal kurz zitieren, an der ich erklärt habe, wie sich ein Typ zwei entwickelt? Keine Sorge, wir warten :-)))) -
Michaelheuer
Rang: Gastam 05.03.2015 19:41:38
purea schrieb:
EH schrieb:
Das ist so eine Sache, nachdem (außer Purea) niemand wirklich weiß wie und warum sich ein Typ2 entwickelt, verstehe ich den Sinn dieser Studie nicht so recht.
Kannst du die Stelle noch mal kurz zitieren, an der ich erklärt habe, wie sich ein Typ zwei entwickelt? Keine Sorge, wir warten :-))))
sie schreibt wirklich immer als wir :) zu suess -
am 05.03.2015 19:51:52
hjt_Jürgen schrieb:
Doch, viele könnten ihren völlig gesunden BZ völlig ohne Medis schaffen, wenn sie früh damit anfingen. Selbstverständlich besonders leicht, wenn sie schon bald nach dem ersten Überschreiten des gesunden BZ damit anfangen würden. Aber wo das nicht einmal ein nennenswerter Anteil derer macht, die bei der heutigen Untersuchungs- und Diagnose-Praxis auf ihren anfänglich höheren BZ aufmerksam werden, macht wenig Sinn, mit flächendeckend aufwendigen Diagnose-Verfahren noch mehr so Unwillige zu rekrutieren.
Das überlässt mal besser denen, die davon betroffen wären ;-)
Ein sehr fragwürdiger Weg, Patienten deshalb nicht aufklären und/oder untersuchen zu wollen, weil sie nach deiner Meinung pauschal sowieso nicht handeln würden. Und natürlich möchte ich dir nochmal folgendes mit auf den Weg geben:purea schrieb:
Und hier noch einmal die Risikogruppen, bei denen genaueres Hinschauen lohnt. Bevor Jürgen noch 80.000.000 Einwohner unseres Landes zum oGtt schickt:
• Schwangerschaft/Gestationsdiabetes
• Adipositas
• Metabolisches Syndrom
• Manifeste Gefäßkrankheit
• Familiäre Belastung (erstgradig Verwandte)
• Gestörte Nüchternglukose
• Alkoholabsus
Die Aufgabe der Ärzte war und ist es nicht, in diesen Risikogruppen deshalb keine "flächendeckenden" Untersuchungen durchzuführen, weil es ja z.B. dem Alkoholiker deiner Meinung nach sowie nicht gelingen würde, sich zu ändern. Das ist ein völlig absurder Gedanke, den du hier implizit vertrittst. Ich würde es mal als vorauseilende Bewertung und falsch verstandene Ökonomisierung umschreiben. -
am 05.03.2015 20:08:27
Vielleicht schaust Du mal bei Professor Schwarz rein?
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Michaelheuer
Rang: Gastam 05.03.2015 20:13:58
So leid es mir tut, aber dann bin ich halt der einzige der den hba1c als geeignetes werkzeug sieht erhöhte bluzuckerspiegel auszuschliessen; hatte gedacht dass ihr es auch so seht.
Gruß -
am 05.03.2015 20:23:46
Aber Michael, das haben wir doch schon längst durch. Hier geht es um Prädiabetes, also um das Ding, wenn HBA1c und BZ höher als gesund sind.
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am 05.03.2015 20:31:15
Wobei einschränkend hervorzuheben ist, dass die Spezifität des A1c nicht "suffizient" ist bei moderaten und/oder kurzen Überzuckern, was die Detektion früher Stadien deshalb erschweren kann bei HbA1c only.
Prof. Schwarz leistet gute Arbeit, wie ich finde.
Bearbeitet von User am 05.03.2015 20:32:18. Grund: . -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 05.03.2015 21:18:59
hjt_Jürgen schrieb:
@DM1Diabetes
Genau: Alle waren mal Prä. Und die meisten haben sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über Jahre von ihrem Dok versichern lassen, dass das eben erst Prä und aber noch kein richtiger Diabetes sei. Und mit der Diagnose lassen auch wieder die meisten den Dok sich den Mund für nen einigermaßen gesunden BZ fusselig reden, weil man doch bitteschön noch leben und sich nicht nach seinem dummen Diabetes richten will.
Doch, viele könnten ihren völlig gesunden BZ völlig ohne Medis schaffen, wenn sie früh damit anfingen. Selbstverständlich besonders leicht, wenn sie schon bald nach dem ersten Überschreiten des gesunden BZ damit anfangen würden. Aber wo das nicht einmal ein nennenswerter Anteil derer macht, die bei der heutigen Untersuchungs- und Diagnose-Praxis auf ihren anfänglich höheren BZ aufmerksam werden, macht wenig Sinn, mit flächendeckend aufwendigen Diagnose-Verfahren noch mehr so Unwillige zu rekrutieren.
Aus Mangel an persönlicher Erfahrung diesbezüglich kann ich nur mein Umfeld ins Spiel bringen. Und da ergibt sich ein gespaltenes Bild. Im wie weit dieses Bild einer Epidemiologischen-Studie ähneln würde, kann ich nicht beantworten.
Persönlich betrachtet (aus der Sicht eines Typ 1 Diabetikers), scheint diese Sicht aber beim "Nichtdiabetiker-Stammtisch" vorherrschend zu sein. Mit der Folge, dass Typ-1-Diabetiker Vorhaltungen zu hören bekommen die jeglicher Grundlage entbehren und an Scharlatanerie und Aberglaube grenzen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass ähnliche Vorhaltungen auch Typ-2-Diabetiker zu hören bekommen.
Nun hat sich ja die Politik vorgenommen die "Diabetes-Welle zu stoppen". Ich bin gespannt, in wie weit sich das Klima für Diabetiker ändert, wenn Medien sich verstärkt dem Thema annehmen und von unwilligen Patienten schreiben.