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Diagnose Zucker
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am 04.04.2015 22:07:16
Hallo Forum,
meine Tochter (11) liegt seit heute im KH mit dieser Diagnose.
Sie hatte bei der Einlieferung einen Wert von 25 und liegt jetzt an vielerlei Maschinen. Ich bin im Moment völlig durch den Wind und verzweifelt.
Könnt ihr mir hier vielleicht helfen?
Was kommt auf mich zu und was wird jetzt mit meinem kleinen Schatz?
Ich hab solche Angst -
am 04.04.2015 22:18:58
Oh Olaf, das tut mir sehr leid für dich und die ganze Familie...ich wünsch euch viel Kraft und Ausdauer!
Aber sag, was genau meinst du denn mit dem Wert von 25? Das sagt mir gar nichts. Und an welchen Maschinen hängt denn das Kind? Ich habe ehrlich gesagt keinerlei Vorstellung an welche Maschinen man wegen Diabetes gehängt werden könnte...
Wenn es aber tatsächlich "nur" Diabetes ist, dann sieht das Leben in einigen Wochen und nach intensiven Schulungen wieder viel leuchtender aus...
Kopf hoch...das Kind braucht jetzt starke Eltern!! -
am 04.04.2015 22:27:24
Sie war einem Kollaps nahe, sie versuchen sie zu stabilisieren.
Den Wert hab ich vom Arzt. Sie versuchen jetzt den Wert auf um die zehn runter zu kriegen. -
am 04.04.2015 22:29:05
Was das für ein Wert ist, kann ich gar nicht sagen.
Bin halt total duch den Wind.
Die Mama ist jetzt bei ihr.
Ich bin halt allein hier zu Hause und weiß garnicht, was ich jetzt tun kann. -
am 04.04.2015 22:34:00
Wahrscheinlich kannst du im Moment gar nichts tun, vermutlich ist das Kind in guten Händen. Und über einen Wert von 25, von dem man gar nicht weiß, was es für ein Wert ist, zu spekulieren, geht auch gar nicht.
Versuche zu schlafen, damit du in ein paar Stunden mit neuer Kraft deine Frau ablösen kannst... -
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 04.04.2015 23:01:54
Hallo Olaf,
ich gehe mal von 25 mmol/l Blutzuckerwert aus, dass entspricht 451 mg/dl. Das wichtigste im Moment ist die Senkung der Blutzuckerwerte und die Verhinderung/ Bekämpfung der Ketonazedose. Das geschieht bei Typ 1 Diabetikern (Die meisten Kinder die, die Diagnose Diabetes erhalten haben den Typ 1 Doabetes) von Anfang an mit hilfe von Insulin. Eine Behandlung mit Tableten oder anderen Methoden ist nicht möglich. Sie wird ihr Lebenslang Insulin benötigen. Von daher ist der Typ 1 Diabetes nicht mit den Typ 2 Diabetes zu vergleichen. Der Typ 1 Diabetes ist eine AutoimunErkrankung, die nichts mit der Ernährung zu tun hat. Deine Tochter wird alles essen können was sie will und muss keine Diät halten.
Die Insulintherapie ist die einzige Therapieform bei Typ 1 Diabetiker, genauso wie vor 120 Jahren. Jedoch hat sich die Therapie und die Insuline in den vergangenen Jahren gewalt geänderten und verbessern das Leben eines Typ 1 Diabetikers gewaltig. Deine Tochter wird sehr viel machen können was andere Kinder auch können.Freunde, Schule, Ausbildung oder Studieren, Arbeiten, Sport usw..
Wenn die Phase ( der Gefahr) Ketonazedose vorbei ist wird die richtige Menge Insulin ermittelt gleichzeitig müsst ihr und eventuel auch das Kind einiges neue erlernen. Dazu gibt es speziele Schulungen und auch Bücher.
Ich drücke euch die Daumen und wünsche gute Genesung. Bei mir ist es schon 19 Jahre her dass ich ähnliches erlebte wie deine Tochter. Schule, Sport, Freunde, Partnerschaft, Studium funktionierte auch als Typ 1er wie bei jeden anderen.
Bearbeitet von User am 04.04.2015 23:07:05. Grund: ist -
am 04.04.2015 23:17:30
Danke für dein Mut machen.
Ist schön, das sich hier gleich welche melden, wenn man mutlos und verzweifelt ist.
Ich danke euch allen!! -
am 05.04.2015 10:26:05
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Bearbeitet von User am 03.02.2016 01:56:48. Grund: . -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 05.04.2015 20:59:11
Hallo Olaf,
ich hoffe Deiner Tochter und euch geht es schon ein wenig besser!!!
Noch mal kurz einen Tipp- Vielleicht ist www.Diabetiker-Kids.de eine Seite die euch auch interessieren könnte.
Liebe Grüße
DM1Diabetes -
am 06.04.2015 14:33:01
Ich danke euch für eure Ratschläge.
Ja, meiner Tochter geht es inzwischen viel besser.
Sie darf jetzt wieder was essen, wir werden gerade im Umgang mit Spritzen geschult.
Meine Kleine steckt das gut weg und kann auch wieder lachen.
Ich weiß, es wird sicher nicht einfach, aber wir packen das jetzt an.
Ich danke euch nochmal für eure Nachrichten, die haben mich nach dem ersten Schock gut abgefangen.
Ihr seid super!! -
am 06.04.2015 14:59:33
Hallo Olaf!
Nach der Nachricht "lebenslänglich" scheint der Berg ziemlich groß, steil und ohne bequemen Weg.
Lasst euch davon nicht beeindrucken!
Und ihr werdet oft blöde Fragen, dumme Tipps und irre Therapieempfehlungen erhalten...
Hier im Forum sind einige langjährige Typ 1er unterwegs, du wirst vernünftige Beiträge schnell erkennen... :)
Mit eurer Hilfe wird Deine Tochter ein völlig normales Leben führen können und ziemlich schnell lernen, selbst den Diabetes zu handeln. Aller Anfang ist schwer, aber Du wirst sehen, das "Zuckerkrank" heutzutage gut in den Alltag eingebaut werden kann.
Wichtig ist: Zusammen und ohne große Verbote und Einschränkungen... Typ 1 bleibt, auch in der Pubertät.
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am 06.04.2015 21:53:37
Ja, der Berg scheint unüberwindlich.
Aber durch euch und die behandelnde Ärztin wird uns so nach und nach die Angst genommen.
Meine Kleine steckt das auch gut weg und lernt sehr begierig.
Morgen haben wir einen Termin mit der Psychologin.
Überhaupt, die Ärzte und das Pflegepersonal ist spitze.
Ich glaube, mein tiefer Fall nach der Diagnose ist etwas abgebremst.
Wenn ich Fragen habe, und die werden kommen, werde ich bestimmt hier wieder schreiben