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Diabetes 1a oder 1b

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 19.04.2015
    am 19.04.2015 12:50:39
    Guten Tag,

    vor etwa 14 Jahren wurde ein Typ1 Diabetes bei mir manifestiert.
    Ich weiß allerdings nicht, ob es wirklich eine Autoimmunreaktion gewesen war.
    Wie lässt sich das rausfinden?

    Danke!

    Grüße
    Lena
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    am 19.04.2015 13:10:18
    Hallo Lena,

    was erhoffst du dir von dem Wissen? Deine Betazellen bekommst du nicht mehr zurück, egal wodurch sie gekillt wurden.

    Von Typ 1a spricht man, wenn bei der Diagnose entsprechende Antikörper nachgewiesen werden können. In seltenen Fällen (hauptsächlich bei Asiaten und Afrikanern - siehe hier) werden keine Antikörper gefunden. Das wird dann als die idiopatische Form bzw. als Typ 1b bezeichnet. Für das Ergebnis (zerstörte Betazellen) und die Therapie (Insulin) hat das keine Bedeutung - es sei denn, du denkst über Inselzellentransplantation nach.

    Bete Grüße, Rainer
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    Mitglied seit: 19.04.2015
    am 19.04.2015 13:35:39
    Danke.
    Wird bzw. wurde eine Untersuchung auf Antikörper standardmäßig durchgeführt?
    Dann könnte man das ja schon mal in Erfahrung bringen.

    Meines Wissen kann der Diabetes 1b aber nicht nur bei Asiaten und Afrikanern eintreten.

    Was mich interessiert ist, in wie fern psychosomatische Störungen einen Diabetes Typ1 auslösen können (gestörtes ungesundes Essverhalten, Konfliktverhalten, Armut, Übergewicht, Gesellschaftsinaktzeptanz, Zigarettenkonsum) ?


  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 19.04.2015 14:14:44
    ätiopathogenetische schrieb:
    Meines Wissen kann der Diabetes 1b aber nicht nur bei Asiaten und Afrikanern eintreten.

    Das habe weder ich behauptet, noch steht es so in dem Artikel. Das heißt lediglich, dass der Typ 1b bei uns Europäern noch seltener auftritt.

    Dass Typ1-Diabetes durch solche Sachen wie gestörtes ungesundes Essverhalten, Konfliktverhalten, Armut, Übergewicht, Gesellschaftsinaktzeptanz, Zigarettenkonsum oder ähnliches ausgelöst werden kann, habe ich noch nicht einmal ansatzweise irgendwo gehört. Ich persönlich halte das auch für äußerst unwahrscheinlich.

    Ich stelle noch einmal die Frage, was würde so ein Wissen konkret für dich ändern?

    Bearbeitet von User am 19.04.2015 14:18:20. Grund: .
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 19.04.2015 14:59:48
    Der Antikörpertest wid entweder im Vorfeld als Risiko Untersuchung durchgeführt oder nach oder gleichzeitig mit einem C-Peptidtest mit dem Ergebniss dass viel zu wenig C-Peptid vorhanden ist. Das
    war auch vor 14 Jahren so. Alerdingst sind heute mehr Antikörper bekannt, die im Vorfeld der Erkrankung auftauchen, als noch vor 14 Jahren. Und, ja der Typ 1b bei Europäern wäre sehr, sehr selten.

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    Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)
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    Mitglied seit: 19.04.2015
    am 19.04.2015 15:03:57
    Was ich eigentlich meinte ist, dass der Diabetes Typ 1b nicht nur von der Herkunft abhängt, sondern auch von anderen Faktoren in zum Beispiel psychosomatischen Problem fußen kann.

    Das bringt mir Gewissheit!
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 19.04.2015 15:18:04
    Ach, je........Und ein Beinbruch deutet auf ein gestörte Eltern-Kind Beziehung hin?
    Es gibt unter dem Typ 3 einen Diabetes der auf Mangel- oder Fehlernährung beruht ICD 10 Code E12. Das kann dein gesuchter Diabetes sein. Das hat aber nichts mit dem Typ 1 Diabetes zu tun. Es gibt noch eine Weitergehende Untersuchungsmöglichkeit beim Typ 1 Diabetes, die aber nur für die Forschung interessant ist, die HLA Genetik. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3253030/

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    Bearbeitet von User am 19.04.2015 15:19:16. Grund: .
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 19.04.2015
    am 19.04.2015 15:41:32
    ok Leute, danke.
    Eure Antworten und leichte Diffusität hat geholfen, um mein Bild etwas gerade zu rücken.
    Das mit der Genetik habe ich auch schon gelesen.
    Denke, dass es dann wohl sehr wahrscheinlich die Kernursache sein wird.
    Bearbeitet von User am 19.04.2015 15:42:27. Grund: .
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 19.04.2015 17:20:15
    Ganz so einfach macht es uns die Natur auch nicht. Alle Typ 1er tragen diese Gene mit sich aber nicht jeder der diese Gene mit sich trägt erkrankt an Dabetes Typ 1. Das bedeutet, dass neben den Genen auch andere Faktoren eine Rolle Spielen. Deswegen ist eine HAL Bestimmung auch ungeeignet um ein Risiko vorherzusagen. Es würde zu viele Menschen als anfällig für Diabetes Typ 1erklären. Die Anwesenheit von verschiedenen Antikörper ist selektiver.
    Die Ursachen, neben der Genetik, sind weitgehend unbekannt. vielversprechend wirkt im Moment die Forschung im Berreich der Vireninfektionen z.B Enterovieren.
    Beispiele:
    Taiwan
    http://m.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-1/Diabetes-Typ-1-Spielen-Enteroviren-eine-Rolle-411937.html
    Deckt sich mit Beobachtungen aus Finnland
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1808709/
    Oder z.B. aus Grosbritanien
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19266182

    Diese Beobachtungen, da sie überall in der Welt gemacht werden, schließen Ernährungsgewohnheiten oder z.B. Wetter und Klima aus. Es wäre auch Typisch für eine Autoimunerkrankung, zu der der Diabetes Typ 1 zählt.
    G
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    Bearbeitet von User am 19.04.2015 17:24:32. Grund: Rechtschreibung
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    Mitglied seit: 12.04.2015
    am 19.04.2015 23:55:43
    Auch bei meiner Diagnose wurde von einer Virusinfektion gesprochen, weswegen ich mich gewundert habe, weswegen solange niemand dieses Problem angesprochen hat. Wobei es eher weniger ein Problem, sondern vielmehr Pech ist.
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    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 20.04.2015 07:44:48
    Virusinfektion – auch bei mir war das wohl der Trigger.

    Wobei der Doc sagte, das da einige Dinge zusammenkommen müssen. Sowas wie 3 Jackpots auf einmal. Direkt auf'm Geburtstag.
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 20.04.2015 07:49:50
    Warscheinlich wird es so sein, dass neben den Genen sehr viele Dinge zusammenkommen mussen um einen Typ 1 zu entwickeln.

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    am 20.04.2015 08:35:47
    Wenn weit über 50% der Betas zerstört sind, kann der BZ beim werdenden Typ1 erst auffällig werden. Dann am ehesten mit einem deutlichen Mehrbedarf an Insulin, den der dann noch verbliebene kleine Restbestand auch bei voller Leistung nicht mehr ausgleichen kann. So einen Mehrbedarf fordert JEDE Infektion. Und sie ist dann zeitlich Wochen bis Monate vom Beginn des Abfressens entfernt.

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    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    Bearbeitet von User am 20.04.2015 08:38:48. Grund: Korrektur
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 20.04.2015 21:33:52
    Du hast natürlich recht. Eine frische Infektion ist ungeeignet um einen Typ 1 Diabetes auszulösen, da die Antikörper eine Zeit benötigen um die Betas zu zerstören.
    Die Hypothese ist auch eine Andere:
    Ein InfektIon veranlaßt das Autoimunsystem, genau wie bei einen Gesunden, den Krankheitserreger zu Bekämpfen, Nach erfolgreicher Bekämpfung beruhigt sich das Imunsystem, bei Menschen die keinen Typ 1 Diabetes in sich Tragen. Beim Typ 1 Diabetikern passiert etwas anderes. Das Imunsystem erkennt auf einmal die Betas als Feinde und bekämpft diese (Stark vereinfacht). Die auslösende Infektion kann Jahre vorher erfolgt sein. Da die Antikörper auch Jahre vorher nachweisbar sind. Zum teil sogar Jahrzehnte vorher.
    Aber vermutlich wird diese Hypothese allein (auch mit der Genetik) nicht ausreichen um, den Beginn eines Typ 1 Diabetes zu erklären.

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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.04.2015 22:17:18
    Was ich immer schon mal fragen wollte:
    Sind die Antikörper die, die sich direkt aktiv gegen Insulin oder Betas oder deren Funktion richten, also selbst aktiv etwas gegen die gesunde Funktion tun?
    Oder sind damit solche Antikörper gemeint, die etwa nach einer Infektion "übrig bleiben" und mit ihrer Existenz eine weitere gleiche Infektion verhindern und belegen, dass so eine Infektion stattgefunden hat?

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  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 20.04.2015 22:25:02
    Es sind andere Antikörper, die mit der Infektion nichts mehr zu tun haben.Das Imunsystem läuft regelrecht Amok gegen vieles was mit Insulin und der Insulinproduktion zu tun hat. Sie richten sich z.B gegen den Zinktransporter, gegen die Insulproduzierende Zellen, gegen GABA, gegen Insulin an sich und vieles mehr.

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