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Au Pair in den USA, Krankenversicherung und medizinische Versorgung
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am 04.05.2015 14:04:43
Hallo,
ich bin seit 9 Jahren Diabetikerin Typ 1 (mit einer Insulinpumpe) und mein größter Wunsch war es schon immer nach meinem Abitur als Au Pair in die USA zu gehen für 1 Jahr. Als Diabetiker eine etwas komplizierte Angelegenheit, denn ich finde einfach keine Auslandsversicherung, die Vorerkrankungen mitversichert.
Meine Frage, ob es hier zufällig jemanden gibt, der schon Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten hat und wie er das mit der Versicherung und der medizinischen Versorgung gemacht hat ?!
Wäre euch sehr dankbar für jeden Tipp, denn ich will meinen Traum nicht aufgrund meiner Erkrankung an den Nagel hängen.
Dankeschön schon mal im voraus :-) -
am 04.05.2015 16:29:46
Hallo,
meine Tochter,wie ich Typ1, will ab Sommer Work & Travel in Australien machen und hat das gleiche Problem.
Wenn du eine brauchbare Antwort erhältst wäre ich dir dankbar wenn du mich auch informierst.
Ich habe bei meinem Lieferanten für Pumpenzubehör angefragt.
Wenn ich was höre melde ich mich selbstverständlich auch.
Viele Grüße und viel Erfolg.
André -
am 04.05.2015 16:43:00
Hallo,
na klar, sobald ich was höre sage ich dir Bescheid.
Mein Arzt meinte zu mir was die medizinische Versorgung angeht, wenn es keine andere Möglichkeit gibt auf Vorrat die Sachen für die Pumpe und das Insulin holen. Also pro Quartal immer das Maximum holen, was der Arzt verschreiben darf. Mehr weiß ich leider bisher auch nicht. Es gibt zwar Auslandskrankenversicherungen, die Vorerkrankungen mit versichern, aber nur wenn vor der Ausreise klar ist, dass man während des Aufenthalts keine medizinische Betreuung benötigt. Das ist totaler Mist. Habt ihr einen Plan B wenn ihr keine Versicherung findet oder hängt deine Tochter Work & Travel dann an den Nagel? -
am 05.05.2015 07:09:01
larajoline schrieb:
Hallo,
na klar, sobald ich was höre sage ich dir Bescheid.
Mein Arzt meinte zu mir was die medizinische Versorgung angeht, wenn es keine andere Möglichkeit gibt auf Vorrat die Sachen für die Pumpe und das Insulin holen. Also pro Quartal immer das Maximum holen, was der Arzt verschreiben darf. Mehr weiß ich leider bisher auch nicht. Es gibt zwar Auslandskrankenversicherungen, die Vorerkrankungen mit versichern, aber nur wenn vor der Ausreise klar ist, dass man während des Aufenthalts keine medizinische Betreuung benötigt. Das ist totaler Mist. Habt ihr einen Plan B wenn ihr keine Versicherung findet oder hängt deine Tochter Work & Travel dann an den Nagel?
Hallo Lara, hallo André,
habt ihr es schon mal bei eurer Krankenkasse versucht? Vielleicht haben die einen Rat.
Andererseits ist die Diagnose Diabetes ja nicht zwingend mit medizinischer Betreuung verbunden. Medizinische Betreuung, im Sinne der Ausschlusskriterien der Versicherer, definiere ich mit 'eine notwendigen Behandlung die zu Beginn des Auslandsaufenthaltes feststand'. Sofern der Diabetes gut eingestellt wurde kann man nicht davon ausgehen, dass medizinische Betreuung auf Grund des Diabetes notwendig ist. Hier schließe ich Rezepte/Hilfmittel holen, verschreiben lassen ebenfalls aus.
Genaue auskunft kann hier aber wohl nur euer Versicherungsvertreter geben. gerade in Bezug auf die 'medizinische Betreuung durch die chronische Krankheit'.
Beachtet bitte, dass ich Laie bin :o)
__________________________________________________________________
Sir Terry Pratchett (*28. April 1948 - † 12. März 2015) ... R.I.P. -
am 05.05.2015 23:42:48
larajoline schrieb:
mein größter Wunsch war es schon immer nach meinem Abitur als Au Pair in die USA zu gehen für 1 Jahr.
Du könntest alternativ natürlich auch in ein zivilisiertes Land gehen, falls es dir besonders um die Sprache geht. London wäre hier z.B. aus vielerlei Hinsicht eine Topadresse. Außerdem solltest du beachten, dass in weniger zivilisierten Ländern der Umgang mit Beeinträchtigungen nicht so inklusiv betrachtet wird wie bei uns. Du müsstest schon ein Elternpaar finden - nachdem du von einer Au Pair Organisation überhaupt als vermittlungsfähig akzeptiert würdest - dass ebenfalls an DM1 erkrankt ist. Des Weiteren ist da auch noch die Vernehmung bei der Botschaft. Dort wird bei einem Aufenthalt über 3 Monate (visumspflichtig) sicher auch dein Gesundheitszustand adressiert werden.
Aber wenn es dein Lebenstraum ist, gerade in dieses Land zu gehen, wirst du hoffentlich einen Weg finden. Mit Lust auf Risiko könntest du es z.B. verheimlichen und die Präparate dort käuflich erwerben. Du müsstest sowieso für jeden Arztbesuch selber zahlen. Da kann dir der Zahlungsempfänger dann auch ein gewünschtes Rezept ausstellen.
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am 06.05.2015 07:42:42
Guten Morgen!
Den "Beitrag" von Purea überlies besser...
Natürlich kannst Du mit Diabetes Au Pair werden. CC (Cultur Care Au pair) z.B. hat schon etliche T1 vermittelt.
Zur Krankenkasse:
http://www.aupairversicherung.org/content/hausarzt-und-chronikertarif
Ich würde da einfach mal anrufen. Sprich auch mit Deiner Krankenkasse, eventuell haben die was bezahlbares für Dich im Angebot.
Die USA werden Dir garantiert gefallen! Nette Leute, völlig anderer Lebensstil... ;)
Bearbeitet von User am 06.05.2015 08:42:33. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.05.2015 12:34:38
Mit Diabetes eine Gastfamilie zu finden ist kein Problem, auch wenn die Kinder oder Elternteile der Gastfamilie .. Eine Organisation habe ich schon gefunden und die Frage der Versicherung und der medizinischen Versorgung habe ich jetzt auch klären können. Und zum Thema Visum, mein Diabetes ist super eingestellt. Aber danke für die "hilfreiche" Antwort. -
am 06.05.2015 12:39:25
TypEinser schrieb:
Guten Morgen!
Den "Beitrag" von Purea überlies besser...
Natürlich kannst Du mit Diabetes Au Pair werden. CC (Cultur Care Au pair) z.B. hat schon etliche T1 vermittelt.
Zur Krankenkasse:
http://www.aupairversicherung.org/content/hausarzt-und-chronikertarif
Ich würde da einfach mal anrufen. Sprich auch mit Deiner Krankenkasse, eventuell haben die was bezahlbares für Dich im Angebot.
Die USA werden Dir garantiert gefallen! Nette Leute, völlig anderer Lebensstil... ;)
Mit meiner Krankenkasse habe ich schon gesprochen, die können da leider nichts machen. Habe jetzt aber eine Möglichkeit, VDBS versichert Vorerkrankungen und würde auch einen Teil der medizinischen Kosten übernehmen. Wobei es auch kein Problem ist Vorrat an Medikamenten und Zubehör mitzunehmen, so lange es für den Eigenbedarf ist. Zu der Organisation, CC und AIFS vermitteln zum Glück auch Diabetiker erfolgreich.. Ich danke dir trotzdem für deine Hilfe! Werde auf jedenfall mal da anrufen wovon du mir den link geschickt hast..1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
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am 06.05.2015 13:00:34
TypEinser schrieb:
Wo geht's denn genau hin?
Das steht noch nicht fest, da ich erst alle Fragen geklärt haben wollte, was Versicherung und medizinische Versorgung angeht. Californien wäre aber ein Traum, bin auch noch sehr unschlüssig für welche Organisation ich mich entscheiden werde. -
am 06.05.2015 13:28:33
California – sehr empfehlenswert ;-)
Im Prinzip geht's ja darum, ausreichend Insulin, Teststreifen und Pumpen-Zubehör für ein Jahr zu haben...
Eventuell ein Jahresrezept und ein grooooooßes Handgepäck mit Kühlakkus?
Wenn Der Diabetologe eine stabile und gute Einstellung bescheinigt, ist z.B. bei einer schweren Hypo die normale Auslands-Krankenkasse in der Pflicht!
http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=34066
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am 06.05.2015 13:36:07
TypEinser schrieb:
California – sehr empfehlenswert ;-)
Im Prinzip geht's ja darum, ausreichend Insulin, Teststreifen und Pumpen-Zubehör für ein Jahr zu haben...
Eventuell ein Jahresrezept und ein grooooooßes Handgepäck mit Kühlakkus?
Wenn Der Diabetologe eine stabile und gute Einstellung bescheinigt, ist z.B. bei einer schweren Hypo die normale Auslands-Krankenkasse in der Pflicht!
http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=34066
Ich habe schon mit meinem diabetologen gesprochen, ich soll früh genug anfangen auf Vorrat zu holen, heißt also das Maximum an Rezepten pro Quartal ausstellen lasse. Und eine bekannte ist momentan selbst in den USA und die meinte sie hat auf Vorrat mitgenommen, mehr Diabetes Klamotten mitgenommen als Anziehsachen. So werde ich das wahrscheinlich auch machen. Muss das aber erst nochmal mit meinem neuen diabetologen im Herbst besprechen, da ich dann 21 werde ich dann keinen Anspruch mehr auf den diabetologen der kinderstation im Krankenhaus habe. -
am 06.05.2015 13:53:55
Klamotten nehme ich nach CA auch am wenigsten mit...
Bei "Ross Dress for Less" kriegst Du Markenklamotten praktisch hinterhergeworfen... ;) -
am 06.05.2015 13:56:19
TypEinser schrieb:
Klamotten nehme ich nach CA auch am wenigsten mit...
Bei "Ross Dress for Less" kriegst Du Markenklamotten praktisch hinterhergeworfen... ;)
Danke für den Tipp, werde ich mir merken ;) -
am 06.05.2015 16:36:15
TypEinser schrieb:
Die USA werden Dir garantiert gefallen! Nette Leute
Das kannst du wahrscheinlich nicht so gut differenzieren, ist ja nicht schlimm. Ein "how are you" bei Marshall's oder Ross an der Kasse hat nichts mit Nettigkeit zu tun, was ja im Übrigen auch nur der kleine Bruder von "scheiße" ist ;-)
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am 06.05.2015 16:42:43
purea schrieb:
TypEinser schrieb:
Die USA werden Dir garantiert gefallen! Nette Leute
Das kannst du wahrscheinlich nicht so gut differenzieren, ist ja nicht schlimm. Ein "how are you" bei Marshall's oder Ross an der Kasse hat nichts mit Nettigkeit zu tun, was ja im Übrigen auch nur der kleine Bruder von "scheiße" ist ;-)
Ich hab von genug anderen Au Pairs anderes gehört, was die Nettigkeit angeht. Amerikaner sind sehr freundlich und kontaktfreudig und da höre ich dann doch lieber auf Menschen, die in den Staaten über längere Zeit waren. ;-) Und was hat das ganze mit differenzieren zutun?1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.05.2015 17:10:42
larajoline schrieb:
...und da höre ich dann doch lieber auf Menschen, die in den Staaten über längere Zeit waren. ;-)
...deshalb sprichst du ja mit mir ;-) -
am 06.05.2015 17:25:29
larajoline schrieb:
Und was hat das ganze mit differenzieren zutun?
Man muss lernen zu differenzieren zwischen "jemand ist nett, ein nettes Wesen, sympathisch, dir gegenüber ehrlich, akzeptierend und wertschätzend" und "jemand ist nett zu dir aus funktionalen Gründen".
Ein Leitsatz brennt sich schnell ein: "it doesn't mean anything". If she text u all the time? It doesn't mean anything. If he asks u how u are? It doesn't mean anything. If the waiter smiles and asks whether everything is fine? It doesn't mean anything!
Deshalb differenzieren, was wirklich nett ist. Typeinser hat da offenbar Probleme bei der Unterscheidung. Ich empfand es auch nach längerer Zeit extrem unhöflich, so begegnet zu werden. Das ging anderen im Bekanntenkreis genauso und hat sich auch nach vielen Monaten nicht gelegt.
Von den weitreichenden, eklatanten und überall spürbaren Mangelerscheinungen dort will ich gar nicht erst anfangen.
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am 06.05.2015 17:33:33
purea schrieb:
Das kannst du wahrscheinlich nicht so gut differenzieren, ist ja nicht schlimm. Ein "how are you" bei Marshall's oder Ross an der Kasse hat nichts mit Nettigkeit zu tun, was ja im Übrigen auch nur der kleine Bruder von "scheiße" ist ;-)
Wenn Du in den Staaten genauso auftrittst wie hier im Forum wundert es mich nicht, wenn nur Dienstleister nett zu Dir sind... für's Trinkgeld...
Dafür dann sehr überschwenglich um ja jeder Diskussion mit Dir aus dem Weg zu gehen.
Übrigens: Klugscheißer haben's nirgendwo leicht. Wobei es gerade in den Staaten echt kuriose Typen gibt. Aber selbst dort scheinst Du unangenehm aufgefallen zu sein...
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am 06.05.2015 23:08:44
Eher im Gegenteil.
Und dass du mir als Ross-Tourist die sog. Staaten erklären willst, ist echt putzig :-). Falls du nochmal sparen solltest für einen 14-Tage all inclusive Trip, dann probier beim nächsten Plaza mal Marshalls aus. Da kannst du dein Ross Sortiment noch erweitern :-) -
am 06.05.2015 23:49:30
purea schrieb:
Eher im Gegenteil.
Und dass du mir als Ross-Tourist die sog. Staaten erklären willst, ist echt putzig :-). Falls du nochmal sparen solltest für einen 14-Tage all inclusive Trip, dann probier beim nächsten Plaza mal Marshalls aus. Da kannst du dein Ross Sortiment noch erweitern :-)
Ross-Tourist...
Sehr fein.
Die "sog. Staaten" braucht man nicht erklären.
Du hast wohl nur drüber gelesen... das reicht nicht, man sollte vor Ort gewesen sein. Und dann nicht nur die Hotels/Pools/Mall besuchen...
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am 06.05.2015 23:56:00
Hi larajoline!
Leider ist die Sache hier etwas entgleist....
Dein Ziel USA / CA wird Dir gefallen!
Viele interessante Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kulturen...
Man sieht Wohlstand, aber auch Armut - das echte Leben.
Bearbeitet von User am 07.05.2015 00:03:27. Grund: . -
am 07.05.2015 00:56:50
TypEinser schrieb:
Du hast wohl nur drüber gelesen... das reicht nicht, man sollte vor Ort gewesen sein.
Wenn du meinen Beitrag oben mal zwischen den Zeilen gelesen hättest, dann wäre dir vielleicht aufgefallen, dass meine Erfahrungen deine touristischen bei weitem übertreffen müssen ;-)
Oder anders: Es ist ein unterschied, ob man so wie du da ein paar Tage "den tollsten Erlebnisurlaub seines Lebens" erlebt oder in einem Land tatsächlich wohnt und lebt ;-) -
am 07.05.2015 07:15:32
purea schrieb:
Wenn du meinen Beitrag oben mal zwischen den Zeilen gelesen hättest, dann wäre dir vielleicht aufgefallen, dass meine Erfahrungen deine touristischen bei weitem übertreffen müssen ;-)
Oder anders: Es ist ein unterschied, ob man so wie du da ein paar Tage "den tollsten Erlebnisurlaub seines Lebens" erlebt oder in einem Land tatsächlich wohnt und lebt ;-)
Wie gesagt, Besserwissen haben's nirgendwo leicht.
Ich hab keine Ahnung ob, wann und warum Du in den Staaten warst – und Arbeiten in den Staaten kann durchaus Spaß machen. Vor allem mit Pedro & Co. als Kollegen...
Touristisch gesehen muss man es mögen - Intercontinentales Frühstück ist nicht jedermanns Sachen.
Mir dünkt, Du weißt wieder nicht über was Du schreibst. Kennt man ja.