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V.a. Diabetes Typ 1 - Viele Fragen und Sorgen!
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am 01.06.2015 19:37:50
hjt_Jürgen schrieb:
...den ganz persönlichen Geschmack meint und der sich mit der Zeit auch ändern und den körperlichen Rahmenbedingungen anpassen darf...(
ja, das ist ein entscheidender Punkt. Heute esse ich Sachen die ich früher als "Deko" bezeichnet hätte ;-)
--- Salat war für mich sozusagen eine Deko Ration ;-) --- -
am 01.06.2015 19:42:46
purea schrieb:
Ich würde eher sagen: iss das, was du brauchst, das schmeckt dann meistens auch
das hört sich aber traurig an.
Grüße H4
--- ich esse nicht weil man das zum Überleben braucht --- -
am 01.06.2015 19:43:50
Hallo zusammen,
Danke für euer Willkommen-heißen und eure langen Antworten!
Schade aber auch, dass es hier so turbulent zugeht.
Ich war heute beim Arzt und auch sie hält die Diagnose für quasi gesichert. Ich habe noch Einiges an Blut abgenommen bekommen und muss jetzt ca.10 Tage auf die Ergebnisse warten (Antikörper etc.)
Sie hat aber schon Schulungstermine mit mir ausgemacht und wir haben über Insulintherapie, Lebensveränderungen, Familienplanung etc. gesprochen.
Mein Partner kann direkt mit zu den Schulungen, das finde ich super.
Sie war direkt und ehrlich, wirkt sehr kompetent und ich fühle mich gut aufgehoben.
Trotzdem bin ich getroffen und erstmal sehr traurig!
Ich darf jetzt eine Woche zu Hause bleiben um die Schulung zu bekommen und mich in Ruhe an den Gedanken gewöhnen zu können. -
am 01.06.2015 20:07:08
Hallo powerEnte,
dass du eine Weile brauchst, um dich an deinen Diabetes zu gewöhnen, ist vollkommen klar. Das ging uns am Anfang ja allen so.
Eine gute Ärztin ist sehr viel wert. Es sieht so aus, als hättest du mit deiner Ärztin Glück gehabt, das klingt alles gut.
LG Rainer -
am 01.06.2015 20:31:18
Gratuliere zum guten ärztlichen Aufgehobenfühlen und zur zumindest erst einmal formal sehr kompetenten Anfangs-Behandlung. Super-Plus, dass Dein Partner mit zur Schulung eingeladen ist und das die wohl praktisch gleich beginnt.
Mit der Akzeptanz geht’s bei der einen schneller und bei dem anderen langsamer. Ich bin aus meinem Loch damals in den auf die Diagnose folgenden Wochen und Monaten in dem Maße raus gekommen, in dem ich sehen konnte, wie es mir immer besser gelang, meinen BZ selbst zunächst in seinen viel zu hohen Ausflügen immer mehr zu begrenzen und schließlich sogar immer mehr richtiggehend zu steuern.
Klar sieht da beim Verrücktlesen im Internet und zu Anfang der Schulung alles zunächst aus wie rocket-science. Aber all die vielen Neuen, die ich in der Selbsthilfe vor Ort und im Internet kennen lernen durfte, hatten die von der ersten Testeinstellung in den ersten 14 Tagen im Rahmen von längstens einem Quartal alle mit Hilfe ihrer Ärzte ihre gut funktionierenden Alltags-Routinen entwickelt :)
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Wer eine andere Meinung als falsch und womöglich gar gefährlich kritisiert, und seine Kritik nicht in der Sache mit plausiblen Fakten begründet, hat wahrscheinlich keine Ahnung von der Sache und will ganz offensichtlich einfach nur verunsichern und stänkern :( -
Tino
Rang: Gastam 01.06.2015 21:23:37
hjt_Jürgen schrieb:
Klar sieht da beim Verrücktlesen im Internet .... (
Eine Gewohnheit, welche dir offensichtlich geblieben ist und die du nun mit aller Gewalt mit den Lesern dieser Plattform teilen willst. -
am 02.06.2015 00:31:46
havier schrieb:
purea schrieb:
Ich würde eher sagen: iss das, was du brauchst, das schmeckt dann meistens auch
das hört sich aber traurig an.
Moin H4,
das klingt nur etwas unglücklich, soll aber im Kontext verstanden werden mit "iss einfach, worauf du Lust hast". Lust ist ein fragwürdiger Begleiter, täuscht er doch viele über ihre wahren Bedürfnisse, über das, was sie eigentlich _brauchen_. (If you get what you want but not what you need (Coldplay)).
Was ich damit meine, ist, dass die Lust bei vielen zu binging führt. Essen ist _auch_ Lust, und eben _auch_ Funktion. Am besten fährt man vermutlich, wenn man beides als Komplementäre begreift und so handhabt.
Ich esse übrigens für mein Leben gern, das ist hier kein Geheimnis :-). Ein Leben ohne lustvolles Essen wäre für mich um eine großartige Freude reduziert. -
am 02.06.2015 02:17:30
Tino schrieb:
Eine Gewohnheit, welche dir offensichtlich geblieben ist und die du nun mit aller Gewalt mit den Lesern dieser Plattform teilen willst.
Gewaltbereit bist hier vor allem du. Und zwar in höchstem Maße abstoßend. -
am 02.06.2015 09:32:24
havier schrieb:
Purea schrieb:
Wenn etwas groß in Mode ist, dann kann es schon mal nicht esoterisch sein
Wieso nicht ? Das schliesst sich doch nicht gegenseitig aus.
EH schrieb:
Schließlich soll Essen Spaß machen
Ebend. Ich war "vor DM" der absolute Imbiss-Junkie. Null-Obst, wenig Gemüse, Süsses eher selten, viel Fett.
Nach der Diagnose erfuhr ich erstmal dass Kohlehydrate und Zucker für den BZ nicht grad günstig sind. Für mich brach dadurch aber keine Welt zusammen sondern es trat eher das Gegenteil ein. Ich habe in Sachen Essen tatsächlich eine Bereicherung erfahren.
Ich koche ausgesprochen gerne und hatte schnell vollkommen neue Gerichte erfunden und festgestellt das sogar Salat und Gemüse schmecken können ;-).
EH schrieb:
Schließlich weiß der [Körper] am Besten was ihm gut tut. Dafür muß man sich allerdings von allen möglichen und unmöglichen Ratschlägen und Behauptungen lösen und auf ihn hören
Ob er das immer weiss ? Naja ;-)
Mit Ernährungsratschlägen stehe ich aber auch auf "Kriegsfuss". Ich möchte LOGI zB. jetzt überhaupt nicht bewerten, aber hätte ich gleich zu Anfang von LOGI gelesen dann hätte das bei mir eher einen abschreckenden Einfluss ausgelöst. So wie ich auch der Meinung bin dass es keine allgemein gesundmachende Ernährung gibt. Wie du sagst sollte das jeder für sich selbst herausfinden.
Vieles findet im Kopf statt. Anstatt sich vorzujammern "jetzt darf ich dies und jenes nicht mehr" ist es sinnvoller und womöglich auch gesünder sich zu sagen "dann schau ma mal was wir (ich und mein Diab) heute leckeres kochen, was uns beiden schmeckt ;-)
Grüße H4
--- Tausche Torte ohne Senf gegen Würstchen mit Senf ---
Du hast mich verstanden, andere deuten meinen Beitrag natürlich sofort um und legen ihn als Freifahrtschein sich mit allem möglichen vollzustopfen aus.
LOGI kommt für mich nicht in Frage, das hält mein Magen nicht aus. Lange bevor LOGI in Mode kam, hab ich mal so eine Diät ausprobiert - nach zwei Tagen ging es mir sehr schlecht. Das hat mir gereicht.
Mir macht kochen auch Spaß, im Winter z.B. Eintöpfe jeder Art, im Sommer ist ein Tellersulz ein Hochgenuß. Pilzgerichte lieben wir. Es gibt so viele Möglichkeiten. Mein Mann und ich wollen (und können) nur selten außer Haus essen, wir sind so an meine leichte Kost gewöhnt, daß uns das Essen im Restaurant meist Beschwerden bereitet.
Wenn ich aber mal Lust auf Süßes verspüre, dann gönn ich mir eben ein Eis oder ein Stück Kuchen oder Schokolade. Meinem BZ tut das nicht wirklich weh. Kein Mensch kann sich ein Leben lang kasteien.
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am 02.06.2015 09:55:24
purea schrieb:
das klingt nur etwas unglücklich...
gut, dann storniere ich das "traurig" und es reimt sich nur noch ;-)
Thesen wie "Iss auf was du Lust hast, der Körper wird´s schon wissen" stehe ich natürlich auch äusserst skeptisch gegenüber. Man darf nämlich nicht vergessen dass beim Essens-Lustgefühl nicht nur das Verlangen des Körpers nach nötigen "Baustoffen" massgeblich ist sondern u.a. auch unser Gehirn seine Gauklereien mit ins Spiel bringt. (insbes. bei Suchtverhalten).
Hier hilft eigentlich nur die Vernunft als oberste Aufsichtsbehörde.
Womit ich persönlich schon vor dem nächsten Problem stehe. Ich bezweifele dass Vernunft ein Garant für ein langes und gesundes Leben ist. Sonst würde ich hier wohl kaum schreiben ;-)
Dieses komplexe Zusammenspiel von Vernunft, Lust, Unvernunft, Bedarfsdeckung etc. ... wenn nicht grad eines die Oberhand ergreift dann funktioniert es zumindest bei mir (einigermassen) hevorragend.
Dazu fällt mir noch ein .... Kochen hat bei mir auch noch einen meditativen Nebeneffekt. Womöglich wird dadurch das "Gesund-Rankig" einer Speise auch zum Positiven verschoben.
--- gut dass alles nicht so einfach ist ---
P.S.@EH - Kochen
Da stimme ich dir zu