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keine Krankenkasse
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am 18.06.2015 14:48:03
war eine zeitlang im Ausland, hatte nur eine AuslandsKK in dieser Zeit. Nun seit 1.4. wieder hier und versuche in eine KK zu kommen. Laut Jobcenter ist meine Witwenrente zu hoch - liege 30 Euro über dem HarzIV Satz. Also wird die Gesetzliche KK nicht durch Alg II gezahlt. Die Private oder auch eine freiwillige Versicherung kostet rund 700 €. Kann ich mir nicht leisten. Bekam die ganze Zeit mein Insulin von einer Freundin…… ausgereizt, geht auch nicht mehr. Brauche nicht nur Medikamente und Insulin, sondern müsste auch zum Arzt. Vor meinem Auslandsaufenthalt habe ich sämtliche Medikamente und Arztrechnungen selbst bezahlt, aber halt keine KK Beiträge mehr. War selbständig und musste aus kostengründen aufgeben.
Wer hat hier einen ernstgemeinten Rat für mich? Bin 59 und lebe in Berlin. -
am 18.06.2015 15:54:17
Franka schrieb:
war eine zeitlang im Ausland, hatte nur eine AuslandsKK in dieser Zeit. Nun seit 1.4. wieder hier und versuche in eine KK zu kommen. Laut Jobcenter ist meine Witwenrente zu hoch - liege 30 Euro über dem HarzIV Satz. Also wird die Gesetzliche KK nicht durch Alg II gezahlt. Die Private oder auch eine freiwillige Versicherung kostet rund 700 €. Kann ich mir nicht leisten. Bekam die ganze Zeit mein Insulin von einer Freundin…… ausgereizt, geht auch nicht mehr. Brauche nicht nur Medikamente und Insulin, sondern müsste auch zum Arzt. Vor meinem Auslandsaufenthalt habe ich sämtliche Medikamente und Arztrechnungen selbst bezahlt, aber halt keine KK Beiträge mehr. War selbständig und musste aus kostengründen aufgeben.
Wer hat hier einen ernstgemeinten Rat für mich? Bin 59 und lebe in Berlin.
Ich versteh die Frage nicht. Wenn du hier in Deutschland eine Witwenrente beziehst, dann werden dir doch die Krankenversicherungsbeiträge direkt abgezogen, also mußt du auch versichert sein.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.06.2015 22:44:27
So einfach ist das nicht. Man bekommt einen Teil als Zuschuss. Aber man muss zuerst eine KK finden, die einem nimmt. Bei den Gesetzlichen gibt es kaum noch Möglichkeiten über 55 und bei den Privaten ist der Beitragssatz so hoch, dass man ihn nicht zahlen kann.
Meine Frage also…… wer weiß, wie man wieder zu einer bezahlbaren Krankenversicherung kommt - oder - wo kann an Ärzte konsultieren und Medizin bekommen, ohne Geld und ohne Krankenkasse. Ich bin insulinpflichtig und schlage mich seit Monaten so durch. Meine Rücklagen sind aufgebraucht und ich kann Rezepte vom Arzt, der mir diese auf Privatrezept schreibt, nicht zahlen. Eine Freundin hat mir ausgeholfen, aber das kann so nicht bleiben. Deshalb suche ich hier Rat von Betroffenen, Gleichgesinnten etc. Danke im voraus. -
am 18.06.2015 23:08:52
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.06.2015 23:53:33
Ich kenne mich nicht mehr so gut aus. Aber zurück in die GKV ist wahrscheinlich unmöglich, wenn du über 55 bist und die letzten 5 Jahre nicht gesetzlich in Deutschland oder in einem anderen Land versichert warst. Ggf kannst du jedoch über eine Hochzeit über eine Familienversicherung zurück in die GKV kommen, das kommt aber drauf an, wie viel Rente etc du bekommst. Ist dein Einkommen zu hoch, gibt es keine Familienversicherung.
Es besteht eine Vetsicherungspflicht in Deutschland, dh auch zur PKV, wenn GKV nicht möglich ist. Die müssten "Standardtarife" anbieten, wo man nicht wegen Gesundheitsfragen ausgeschlossen wird. Und man bekommt sogar uU Beitragszuschüsse vom Amt.
Such dir dringend Hilfe. Probier einen netten Berater bei der GKV, PKV oder beim Amt zu finden, der sich gut auskennt und versucht, eine Lösung zu finden. Wenn du da niemanden findest, der dir hilft, versuch es mit Anwalt. Insulin ist lebensnotwendig und irgendwie wird man eine Versicherungsmöglichkeit finden müssen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.06.2015 10:20:30
Habe Kontakt zu einer GKV und dort zu einer leitenden Mitarbeiterin. Brauche aber die Kostenzusage vom Jobcenter, bekomme aber Alg II nicht, weil ich mit meiner Rente 30 Euro über dem Satz liege. Habe also keinen Anspruch. Bräuchte also um in meinem Alter nochmal in die GKV zu kommen nun dringend einen Job, ein sog. Midijob würde ausreichen. Aber ich versuche es ja seit Wochen, in meinem Alter geht das nicht so schnell.
Das mit dem Hinweis zu einer Heirat weiß ich bereits, danke. Aber dann widerrum würde ich meine Witwenrente verlieren - und - wovon soll ich dann leben? Scheidet also auch aus.
Ich versuche es jetzt nochmal über das Sozialgericht und werde mich mit dem SoVD in Verbindung setzen und beraten lassen.
Aber nochmal eine Frage hier in die Runde:
Gibt es in Deutschland die Möglichkeit, sich vorübergehend behandeln zu lassen und Medikamente bekommen, ohne KK? Privatrezepte kann ich nicht bezahlen, von meinen 30 Euro Überschuss. Und Insulin ist teuer.
Vielen Dank an alle im voraus für Tips und Hilfen -
am 29.06.2015 15:40:40
Wenn es Dir nicht gelingt in eine versicherungspflichtige Tätigkeit ( Arbeitstelle / Arbeitnehmer - egal was, Hauptsache versicherungspflichtig) zu kommen sehe ich schwarz für Dich. Nur wenn Du unterhalb einer Einkommensgrenze Einkommen hast kannst Du ( normalerweise ) in die gesetzliche KK zurück, ansonsten bist Du schon über die Grenze 55.Lebensjahr.
Wobei jede KK gesetzlich verpflichtet ist, Dich zu einem Basistarif aufzunehmen. Nicht abwimmeln lassen, sofort mit Klage vorm Sozialgericht drohen.
Viel Glück -
am 29.06.2015 15:40:41
Wenn es Dir nicht gelingt in eine versicherungspflichtige Tätigkeit ( Arbeitstelle / Arbeitnehmer - egal was, Hauptsache versicherungspflichtig) zu kommen sehe ich schwarz für Dich. Nur wenn Du unterhalb einer Einkommensgrenze Einkommen hast kannst Du ( normalerweise ) in die gesetzliche KK zurück, ansonsten bist Du schon über die Grenze 55.Lebensjahr.
Wobei jede KK gesetzlich verpflichtet ist, Dich zu einem Basistarif aufzunehmen. Nicht abwimmeln lassen, sofort mit Klage vorm Sozialgericht drohen.
Viel Glück -
am 30.06.2015 22:10:26
Hallo,
ich habe keine Ahnung, aber vielleicht bekommst du beim Gesundheitsamt, im Krankenhaus oder bei einem Diabetoligen Insulin und eine Behandlung und Insulin ohne Geld oder auf Rechnung (bedeutet dann Schulden, aber ist ja nun mal notwendig). Also wie ich meinen Arzt kenne, er würde mir die Behandlung vorübergehend wahrscheinlich aus eigener Tasche bezahlen. Aus Mitleid. Ist zwar unangenehm, aber wenn es ein Notfall ist, was soll man tun.
Genauso würde ich das mit dem Minijob probieren, über irgendwelche Kontakte bei selbständigen Bekannten oder Freunden vorübergehend einstellen lassen, zur Not als Putzfrau in einem Privathaushalt bei Freunden. Kann man bei der Minijobzentrale relativ einfach und online anmelden als Minijob. -
am 02.07.2015 14:10:14
Und wenn du dich bei einer PKV anmeldest und anschließend zu Sozialamt gehst, da du ja dann unter das Existenzminimums fällst? Irgendwie muss das doch zu lösen sein.
Was ich noch raten kann: wende dich an den Bürgerbeauftragten deines Landes. Oder stell dich mit einem Schild um den Hals, das deine Situation beschreibt, vor den Landtag (oder das Rathaus)... dort gibt es immer Kameras und Journalisten, die für Storys dankbar sind... so viel Staub aufwirbeln wie möglich... dann findet sich auch immer einer, der sich als Retter in der Not präsentieren will. Klingt alles bisschen zynisch aber so ist nun mal die Welt... und wenn es dir hilft, deine Situation zu verbessern, kann man auch mal die Spielregeln zu seinen Gunsten auslegen. -
am 11.08.2015 15:07:45
Hallo Franka,
verstehe Dein Problem nicht wirklich. Du bekommst eine Witwenrente. Die Höhe spielt keine Rolle. Die Krankenkasse in der Du versicherst warst muss dich wieder aufnehmen. Mit dieser kannst Du alles die
weiteren Dinge klären.
Ich habe Deinen Beitrag erst heute gelesen.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
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am 11.08.2015 19:47:55
nanunana schrieb:
Die AOK muss dich aufnehmen!
Guten Abend nanunana,
das habe ich nicht gesagt sondern:
die Krankenkasse bei der man zuletzt versichert war.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.