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Verschreibung von Blutzuckerteststreifen
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am 27.10.2015 10:16:22
Heute teilte mir meine Hausarztpraxis mit, künftig werde aufgrund einer Entscheidung der Kassenärtzlichen Vereinigung die Anzahl verschreibungsmöglicher Blutzuckerteststreifen auf 200 Stk. im Quartal beschränkt. Bei 4-maligen messen und spritzen am Tag benötige ich jedoch mind. 360 Stk. im Quartal. Den Rest über 200 Stk. könne ich kaufen oder aber mit einer Überweisung vom Hausarzt in eine diabetologische Schwerpunktpraxis gehen und mir dort den restlichen Teil zum Bedarf verschreiben lassen ( habe noch nicht geprüft ob dieses funktioniert ).
Meine Krankenkasse ( DAK ) windet sich mit allen möglichen diplomatisch wohldurchdachten nichtssagenden Aussagen um eine klare Position herum. Sie ist nicht bereit, mir mitzuteilen dass mein Hausarzt die für mich notwendige Anzahl Teststreifen verschreiben darf. Er solle sich vielmehr gegenüber der Kassenärtzlichen Vereinigung für mich positionieren und seine Verschreibung begründen.
Hat jemand schon mal solch einen Katzenbiss in den eigenen Schwanz erlebt?
Wer hat einen Tipp parat wie man solch bürokratischen Unsinn aushebeln kann?
Wo kann man sich um Unterstützung hinwenden?
Vorab Dank für jeden Rat / Tipp -
am 27.10.2015 10:26:44
Hallo!
Hausärzte scheinen da größere Probleme mit dem Budget zu haben. Teststreifen kriege ich beim Hausarzt nur wenn ich krankheitsbedingt mehr Teststreifen brauche – und dann maximal 50 Stück.
Aber auch beim Diabetologen gibt's nur die "empfohlene Menge" von 400 Stück – wie man das als pendelnder Arbeitnehmer mit 3 x Ausdauersport in der Woche hinkriegen soll, kann mir da auch niemand erklären.
Ich kenne Leute, die in 2 Dia-Praxen Kunde sind und somit beim Thema Teststreifen das aktuelle System ad absurdum führen.
Mir ist bis jetzt der Zeitaufwand dafür zu hoch, aber man sollte einfach aus Prinzip... -
am 27.10.2015 10:45:25
falkreiner1948 schrieb:
Heute teilte mir meine Hausarztpraxis mit, künftig werde aufgrund einer Entscheidung der Kassenärtzlichen Vereinigung die Anzahl verschreibungsmöglicher Blutzuckerteststreifen auf 200 Stk. im Quartal beschränkt. Bei 4-maligen messen und spritzen am Tag benötige ich jedoch mind. 360 Stk. im Quartal. Den Rest über 200 Stk. könne ich kaufen oder aber mit einer Überweisung vom Hausarzt in eine diabetologische Schwerpunktpraxis gehen und mir dort den restlichen Teil zum Bedarf verschreiben lassen ( habe noch nicht geprüft ob dieses funktioniert ).
Meine Krankenkasse ( DAK ) windet sich mit allen möglichen diplomatisch wohldurchdachten nichtssagenden Aussagen um eine klare Position herum. Sie ist nicht bereit, mir mitzuteilen dass mein Hausarzt die für mich notwendige Anzahl Teststreifen verschreiben darf. Er solle sich vielmehr gegenüber der Kassenärtzlichen Vereinigung für mich positionieren und seine Verschreibung begründen.
Hat jemand schon mal solch einen Katzenbiss in den eigenen Schwanz erlebt?
Wer hat einen Tipp parat wie man solch bürokratischen Unsinn aushebeln kann?
Wo kann man sich um Unterstützung hinwenden?
Vorab Dank für jeden Rat / Tipp
Laß dich zum Diabetologen überweisen, das ist sowieso sinnvoller. Hausärzte haben selten die Kompetenz Diabetes wirklich zu behandeln.
Ich kriege die 400 Teststreifen pro Quartal ohne Probleme verschrieben und ich komme damit zurecht, Sollte ich aus irgendwelchen Gründen mal mehr brauchen, dann krieg ich die auch.
Ach ja, ich bin Typ2, wie es bei Typ1 ist, weiß ich nicht.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.10.2015 23:35:16
Moin, Moin Falkreiner,
suche einen Diabetologen auf, da Diabetologen fachlich besser geeignet sind als Hausärzte.
Ich fahre in allen Belangen mehrgleisig und bin sehr gut damit gefahren. Selbst, wenn es so wäre, wie es dein Hausarzt sagt bekommst Du vom Diabetologen das gewünschte Rezept.
Zwei Paar diabetische Schutzschuhe verordnete mir der Hausarzt. Zwei weitere meine Diabetologin.
Meine Erfahrung:
Was der oder die Eine nicht verschreibt, das macht ein anderer Arzt,
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Bearbeitet von User am 27.10.2015 23:38:23. Grund: Fehlerkorrektur -
Diabmonarch
Rang: Gastam 28.10.2015 13:01:52
Zu: Zwei Paar diabetische Schutzschuhe verordnete mir der Hausarzt. Zwei weitere meine Diabetologin.
Frage hierzu: Für und in welchem Zeitraum wurden/werden diese Schuhe verordnet und was sagte die KK dazu wenn diese Verordnung tatsächlich -so habe ich es verstanden- innerhalb eines Jahres erstellt wurde.
Egal wer sie verordnet -bei mir sind das evtl. der Hausarzt oder die diabetol. Praxis (darüber weniger Nachfragen der KK)- , ich kann meine oth. Schuhe erst nach Kostenübernahme der KK anfertigen lassen. Mehr als 1 Paar pro Jahr ist da einfach nicht drin. Dabei spielt es auch keine Rolle ob ich mir Sandalen, Straßen-, Winter,- oder Sportschuhe (mit Sicherheitsschuhen habe ich es noch nicht versucht, würde damit allesrdings als Renter auch scheitern) verordnen lasse. Mehr als 1 Paar pro Jahr ist einfach nicht drin! -
Diabmonarch
Rang: Gastam 28.10.2015 13:05:12
TypEinser schrieb:
Hallo!
Hausärzte scheinen da größere Probleme mit dem Budget zu haben. Teststreifen kriege ich beim Hausarzt nur wenn ich krankheitsbedingt mehr Teststreifen brauche – und dann maximal 50 Stück.
Aber auch beim Diabetologen gibt's nur die "empfohlene Menge" von 400 Stück – wie man das als pendelnder Arbeitnehmer mit 3 x Ausdauersport in der Woche hinkriegen soll, kann mir da auch niemand erklären.
Ich kenne Leute, die in 2 Dia-Praxen Kunde sind und somit beim Thema Teststreifen das aktuelle System ad absurdum führen.
Mir ist bis jetzt der Zeitaufwand dafür zu hoch, aber man sollte einfach aus Prinzip...
Als Typ 1er habe ich keinerlei Schwierigkeiten Teststreifen durch "meine" diabetologische Praxis verordnet zu bekommen! In der Regel sind die mir verordneten 500 Stck. pro Quartal mehr als ausreichend. Sollte ich mehr benötigen, kein Problem!
Bearbeitet von User am 28.10.2015 13:06:34. Grund: Korrektur -
am 28.10.2015 17:36:01
Hi,
danke für die Tipps.
Allerdings empfinde ich es als unsinnig in 2 Arztpraxen Rezepte ausstellen zu lassen.
Ich wurde nach Behandlung in einer diabetologischen Praxis mit fast Super Werten mit dem Vermerk "Behandlung abgeschlossen" zu meinem Hausarzt zurück überwiesen, hier soll die Behandlung fortgeführt werden. Eigentlich ist sie erfolgreich, aber jetzt dieses Trauerspiel mit den Teststreifen.
Kennt jemand eine "Auskunfststelle" / einen Ansprechpartner wo man sich Rat holen kann, vor allem zur Rolle der Kassenärtzlichen Vereinigung ?