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Hilfe, meine Frau hat SS Diabetes und ich kenne mich nicht aus, wie kann ich ihr helfen
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am 28.11.2015 00:21:43 | IP (Hash): 190037607
Hallo,
meine Frau ist momentan in der 26. Woche schwager, ihr Bauch aber bereits ungewöhnlich groß. Bei der Untersuchung wurde eine große Menge Fruchtwasser festgestellt und SS Diabetes diagnostiziert.
Nun muss sie seit gestern Insulin spritzen, weil die Möglichkeit für eine Diät bereits nicht mehr machbar ist, da bei der Kontrolle ein hoher Wert festgestellt wurde.
Sie kommt gar nicht damit klar, zumal sie auch nicht mehr arbeitet und zu Hause ist im Gegensatz zu mir.
Was muss sie denn essen, worauf muss sie aufpassen, in welchen Mengen darf sie was verzehren und muss sie als "Lebkuchen-Liebhaberin" zur Weihnachtszeit komplett auf Süßigkeiten verzichten?
Ich bin 26, sie 27, für uns beide eine neue Erfahrung so eine Schwangerschaft und ich meine wir sind mit dieser neuen Situation total überfordert.
Wenn ihr mir helfen könntet, wäre ich euch sehr dankbar!!
Liebe Grüße,
BG -
am 28.11.2015 09:09:07 | IP (Hash): 138045814
Hallo werdender Vater,
hat deine Frau denn eine Diabetesberaterin, an die sie sich wenden kann? Wenn nicht, dann sucht euch eine diabetologische Praxis, die so etwas hat. Am Anfang so einer Insulintherapie gibt es eine Menge Fragen, da braucht sie einen Fachmann, bei dem sie sich Antworten holen kann.
Spritzt sie denn nur Langzeitinsulin (Basalinsulin) oder muss sie auch vor den Mahlzeiten Kurzzeitinsulin spritzen? Abends muss sie die festgelegte Menge Basalinsulin spritzen und zu den Mahlzeiten muss sie die KH berechnen, die sie essen will und je BE (12g KH) oder KE(10g KH) die Menge Mahlzeitinsulin spritzen, die sie gesagt bekommen hat. Wenn der BZ nüchtern und nach den Mahlzeiten meistens in den festgelgten Rahmen passt, dann ist alles in Ordnung. Wenn nicht, dann muss sie mit dem Arzt oder der Diabetesberaterin besprechen, wie die Insulinmengen angepasst werden müssen.
Im Prinzip könnte sie auch weiter Süßigkeiten essen, wenn sie die passende Insulinmenge spritzt und die BZ-Werte passen. Ohne viel Süßigkeiten bzw. KH überhaupt ist es allerdings ein ganzes Stück einfacher, die BZ-Werte in den für Schwangere vorgegebenen engen Grenzen zu halten. Deshalb macht es schon Sinn, wenn sie dieses Jahr nicht zu viele Lebkuchen isst. Du kannst ihr dabei helfen, wenn du ihr nichts davon vorisst.
Alles Gute für deine Frau und euer Baby, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.11.2015 11:20:10 | IP (Hash): 1142727106
Interessant:
Rainer stellt eine Frage….
Rainer schrieb:
Spritzt sie denn nur Langzeitinsulin (Basalinsulin) oder muss sie auch vor den Mahlzeiten Kurzzeitinsulin spritzen?
… gibt die Antwort im Rahmen seiner bekannten Ferndiagnostik gleich selbst …
Rainer schrieb:
Abends muss sie die festgelegte Menge Basalinsulin spritzen und zu den Mahlzeiten muss sie die KH berechnen, die sie essen will und je BE (12g KH) oder KE(10g KH) die Menge Mahlzeitinsulin spritzen, die sie gesagt bekommen hat.
… und leitet daraus Empfehlungen ab:
Rainer schrieb:
Im Prinzip könnte sie auch weiter Süßigkeiten essen, wenn sie die passende Insulinmenge spritzt und die BZ-Werte passen. Ohne viel Süßigkeiten bzw. KH überhaupt ist es allerdings ein ganzes Stück einfacher, die BZ-Werte in den für Schwangere vorgegebenen engen Grenzen zu halten. Deshalb macht es schon Sinn, wenn sie dieses Jahr nicht zu viele Lebkuchen isst. Du kannst ihr dabei helfen, wenn du ihr nichts davon vorisst.
Der einzige brauchbare Tipp:
Rainer schrieb:
hat deine Frau denn eine Diabetesberaterin, an die sie sich wenden kann? Wenn nicht, dann sucht euch eine diabetologische Praxis, die so etwas hat.
Von Schwangerschaftsdiabetes Betroffene könnten sicher wertvolle Tipps abgeben, ich bezweifle jedoch, dass Rainer Erfahrungen im Bereich Schwangerschaftsdiabetes hat, welche er hier austauschen könnte.
Bearbeitet von User am 28.11.2015 11:24:05. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.