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DDG bezweifelt Genauigkeit des hba1c
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Michael74
Rang: Gastam 11.12.2015 12:11:43 | IP (Hash): 354441542
Hallo liebe User, lest Euch mal die Stellungsnahme der DDG in der Diagnose 2015 durch; die DDG hält den hba1c zur Diagnose auch nicht mehr als sicher.:
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2015/DuS_S2-15_Herr_Jannaschk_S98-S101_Kerner-Br%C3%BCckel_Definition.pdf
Seit 2010 empfiehlt diese Leitlinie die Verwendung des HbA1c zur
Diabetesdiagnose (siehe Stellungnahme auf der Internetseite der
DDG). Dies wurde einerseits möglich durch die internationale Stan-
dardisierung der Messmethode. Andererseits haben epidemiologi-
sche Untersuchungen in den letzten Jahren gezeigt, dass die Spezi-
fität eines HbA1c
).
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Ergebnisse der
HbA1c-Messungen trotz erfolgter Standardisierung methodenab-
hängig erheblich variieren können. Es ist nicht auszuschließen,
dass dadurch die Verwendbarkeit des HbA1c zur Diabetesdiagnose
eingeschränkt wird. Die DDG arbeitet an einer Stellungnahme zu
diesem Thema
Bearbeitet von User am 11.12.2015 12:14:00. Grund: Erweiterung -
Michael74
Rang: Gastam 18.12.2015 07:12:14 | IP (Hash): 1231328712
Was mir persönlich dazu zu bedenken gibt ist, warum hält eine Idee die propagiert wird dann nur knapp 5 Jahre und wird dann wieder aus dem Programm genommen. Ich denke erst 2011 ist der hba1c in die Diagnose aufgenommen worden und 5 Jahre später fliegt er wieder raus? Das ist mir echt zu hoch.
Gruß Michael -
am 18.12.2015 20:23:03 | IP (Hash): 69997691
Michael74 schrieb:
Was mir persönlich dazu zu bedenken gibt ist, warum hält eine Idee die propagiert wird dann nur knapp 5 Jahre und wird dann wieder aus dem Programm genommen. Ich denke erst 2011 ist der hba1c in die Diagnose aufgenommen worden und 5 Jahre später fliegt er wieder raus? Das ist mir echt zu hoch.
Gruß Michael
Du bist etwas vorschnell:
"Es ist nicht auszuschließen, dass dadurch die Verwendbarkeit des HbA1c zur Diabetesdiagnose eingeschränkt wird. "
Man sieht jetzt ein mögliches Problem und guckt, ob es wirklich eins ist.
Und der 1c wird als Diagnose-Wert in keinster Weise medizinisch diskreditiert. Es geht einzig um die Frage, ob aus technischen Gründen der 1c wirklich so genau gemessen wird / werden kann, daß die Ergebnisse verwendbar sind. -
Michael74
Rang: Gastam 19.12.2015 08:23:31 | IP (Hash): 68088782
Was ist denn das für eine, sorry, ´Dumme´ Antwort :
Und der 1c wird als Diagnose-Wert in keinster Weise medizinisch diskreditiert. Es geht einzig um die Frage, ob aus technischen Gründen der 1c wirklich so genau gemessen wird / werden kann, daß die Ergebnisse verwendbar sind.
Natürlich wird er als Diagnose Wert diskreditiert wenn er wirklich nicht so genau ist , dass die Ergebnisse keine Verwendung finden.
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am 20.12.2015 00:31:42 | IP (Hash): 69997691
Du mißdeutest leider zwei völlig verschiedene Paar Schuhe:
Fall 1: der 1c ist - selbst wenn er ganz akkurat gemessen wird - nicht für eine Diagnose geeignet, weil ... (medizinische Gründe). zb "weil der 1c bei verschiedenen Menschen mit/ohne Diabetes medizinisch bedingt doch erheblich voneinander abweicht, es gibt leider welche mit hohem 1c, die aber dennoch keinen Diabetes aka hohe BZ haben oder bei manchen ist er trotz hohem BZ zu niedrig ..." oder "wir haben den Mechanismus grundlegen mißverstanden, der 1c wird regelmäßig von noch anderen Faktoren beeinflußt und ist daher für Diabetes nicht als typischer Wert zu deuten"
Fall 1 liegt hier NICHT vor! BTW, ja das gibt es wohl auch Fälle, wo der 1c "falsch" ist, weil andere Faktoren ihn beeinflussen, zb eine Leberzirrhose. Aber das ist schon lange bekannt.
Fall 2: der 1c ist - wenn der gemessene Wert akkurat den tatsächlichen Wert im Körper wiedergibt - (mit Ausnahmen wie Leberzirrhose) medizinisch immer ein sicherer Indikator. Aber leider scheinen die Meß,ethoden nicht so genau zu sein und geben öfter falsche Werte wieder als gedacht / gehofft. Daher haben wir momentan kein Verfahren, um den an sich sicheren 1c so genau zu bestimmen, daß wir mit ihm Diagnosen betreiben können."
Es geht um DIESEN Fall. Und Du übersiehst zudem geflissentlich, daß bislang lediglich die Vermutung besteht, man müsse dem mal nachgehen. Von einer Gewissheit "Fall 2 ist eingetreten" steht da nichts in Deinen Quellen.
Von daher ist Dein
"Was mir persönlich dazu zu bedenken gibt ist, warum hält eine Idee die propagiert wird dann nur knapp 5 Jahre und wird dann wieder aus dem Programm genommen. Ich denke erst 2011 ist der hba1c in die Diagnose aufgenommen worden und 5 Jahre später fliegt er wieder raus?"
schlicht nonsens. Die Idee als solche wird nicht as acta gelegt (kein Fall 1). Und selbst die konkrete Anwendung (Fall 2) ist noch lange nicht "aus dem Programm genommen".
Bearbeitet von User am 20.12.2015 00:33:08. Grund: . -
Michael74
Rang: Gastam 27.12.2015 12:11:52 | IP (Hash): 86088650
Das ganze wurde doch von allen Seiten als kritisch betrachtet und nun hat die DDG nunmal auch eingesehen dass der hba1c wohl in der Diagnostik keine Berechtigung findet, -
am 27.12.2015 21:48:01 | IP (Hash): 69997691
ganz simpel: NEIN
etwas ausführlicher:
"Es ist nicht auszuschließen (=es könnte sein, sprich wir werden uns JETZT nicht hinstellen und sagen, daß es auf keinen Fall dazu kommen könnte), dass dadurch die Verwendbarkeit des HbA1c zur Diabetesdiagnose eingeschränkt wird (=wenn, dann passiert da was in der ZUKUNFT. JETZT schränken wir GARNICHTS ein!). Die DDG arbeitet an einer Stellungnahme zu diesem Thema (=näheres in Kürze)"