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    am 21.09.2016 07:56:40 | IP (Hash): 2085731408
    Hallo,

    ich bin ja schon länger im Forum. Ich habe mich mal die letzten tagen bisschen länger informiert bezüglich der verschiedenen Diabetes Typen. Bei mir wurde bis jetzt aufgrund meines Übergewichtes(ca 120kg bei 178cm) immer auf dem Diabetes Typ2 diagnostiert. Ich bin mir da eigentlich nicht sicher, ob ich vielleicht nicht ein Typ 1er bin. Ich bekam den Diabetes schon 2008/09 da war ich erst 24-25....das ist doch schon sehr früh für den Diabetes Typ2, oder meint ihr nicht? Da ich ja auch die Autoimmunkrankheit Hashimoto habe, könnte ich auch Antikörper bezüglich Diabetes Typ1 haben. Ich wurde mal Anfang Juli von meiner Hausärztin diesbezüglich untersucht. Es wurde aber damals nur ein Antikörper untersucht, dieser war negativ. Sie war auch der meiner Meinung, das es eigentlich egal ist ob ich typ1 oder typ2 bin. Daher hat sie bezüglich der Kosten auch nur auf ein Antikörper untersuchen lassen. Es gibt ja aber mehrere Antikörper, die auf Diabetes Typ1 sich beziehen können. Oder liege ich hier falsch? Wie soll ich den am besten vorgehen bezüglich der endgültigen Tatsache ob ich 1er oder 2er bin? November habe ich einen Termin bei einem neuen Diabetologen, da könnte ich eventuell das ganze nochmal untersuchen lassen oder? Wie würdet ihr da vorgehen. Ich finde schon das es für einen Unterschied macht, ob man den Typ1 oder Typ2 hat. Könnte ich anhand von Blutzuckerwerten oder Abläufen selber erkennen ob ich Typ1 oder Typ2 bin? Irgendwie wäre ich doch lieber Typ2, da ich meine Insulinresistenz selber noch verbessern kann. Aber es könnte auch sehr wahrscheinlich ein Typ 1er sein.

    Grüße

    Stevv
    Bearbeitet von User am 21.09.2016 07:59:19. Grund: h
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    am 21.09.2016 08:25:46 | IP (Hash): 2108455638
    Hi!

    Das ist typisch: Übergewicht und hoher BZ = Typ 2.

    Hashimoto und Typ 1 sind häufig zusammen anzutreffen.
    Viele haben GAD65 Antikörper... für Typ 1 gibt es auch noch ein paar mehr.

    Ob jetzt Typ 1 oder Typ 2 besser ist und ob man die "Insulinresistenz" dann auf Dauer beeinflussen kann – ich bräuchte beides nicht.

    Dein neuer Diabetologe kann natürlich mal genau nachschauen was bei Dir los ist. Sprich einfach mit ihm darüber!
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    am 21.09.2016 09:10:20 | IP (Hash): 2085731408
    Danke für deinen Beitrag. Natürlich sind beide nicht schön, da hast du vollkommen recht. Aber ich fand es irgendwie angenehmer zu wissen, das ich mein Diabetes durch Sport und Ernährung noch "verbessern" kann. Das wäre bei Typ1 leider nicht der Fall. Ich habe wie schon erwähnt seit 2008/09 diabetes. Bis April habe ich Metformin zu mir genommen. Eine Unterzuckerung oder anderes hatte ich bis jetzt auch nicht. Mein letzter HBA1c von April war noch bei 11,4(August: 6.5). Was ich mich noch erinnern kann ist, dass ich früher manchmal, wenn ich zuviel süßes genascht hatte, so ein ungenehmes Mundgeruch bekam. Kann man daraus irgendwas ableiten wegen Typ1? Es könnte aber auch gut sein, dass meine Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert und irgendwann komplett aufhört oder?
    Bearbeitet von User am 21.09.2016 09:11:32. Grund: fg
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    am 21.09.2016 09:32:04 | IP (Hash): 2108455638
    Zuviel Süßes und dann unangenehmer Duft – das kann mehrere Ursachen haben.

    Typ 1 duften nach längerer Zeit mit hohen BZ nach Aceton (riecht wie faulendes Obst), Ursache sind Ketonkörper. Eher untypisch bei Typ 2.

    Den Diabetes mit Sport und Ernährung "verbessern" geht natürlich auch bei Typ 1.
    Vielleicht ist es sogar einfacher, Typ 1 zu kontrollieren?
    Vorrausetzung ist dabei immer: Therapie verstehen und durchziehen. Da sehe ich bei mir Probleme mit dem regelmäßigen Sport und Wille bei der Ernährung... :)) – was mir als "Zweier" wohl häufig den Tag und die Werte versauen würde.
    Da hab ich (gefühlt) dann doch mehr Freiheiten.

    Wobei dann die kleinen Unwegsamkeiten wie Aufregung, Trauer, bei den Mädels Periode auch wieder Probleme machen können. Ist bei Typ 2 dann aber auch so.


    Bei Typ 1 ist durch die Antikörper über kurz oder lang komplett Schluß mit der eigenen Insulinprouktion.

    Typ 2 ist mittlerweile ja nicht mehr auf "Insulinresistenz" beschränkt, die Forschung bringt einiges mehr zutage.
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    am 21.09.2016 09:40:32 | IP (Hash): 2085731408
    TypEinser schrieb:
    Zuviel Süßes und dann unangenehmer Duft – das kann mehrere Ursachen haben.

    Typ 1 duften nach längerer Zeit mit hohen BZ nach Aceton (riecht wie faulendes Obst), Ursache sind Ketonkörper. Eher untypisch bei Typ 2.

    Den Diabetes mit Sport und Ernährung "verbessern" geht natürlich auch bei Typ 1.
    Vielleicht ist es sogar einfacher, Typ 1 zu kontrollieren?
    Vorrausetzung ist dabei immer: Therapie verstehen und durchziehen. Da sehe ich bei mir Probleme mit dem regelmäßigen Sport und Wille bei der Ernährung... :)) – was mir als "Zweier" wohl häufig den Tag und die Werte versauen würde.
    Da hab ich (gefühlt) dann doch mehr Freiheiten.

    Wobei dann die kleinen Unwegsamkeiten wie Aufregung, Trauer, bei den Mädels Periode auch wieder Probleme machen können. Ist bei Typ 2 dann aber auch so.


    Bei Typ 1 ist durch die Antikörper über kurz oder lang komplett Schluß mit der eigenen Insulinprouktion.

    Typ 2 ist mittlerweile ja nicht mehr auf "Insulinresistenz" beschränkt, die Forschung bringt einiges mehr zutage.



    Bei mir wäre ja auch das Problem Typ1 und Übergewicht :-( Das wäre wieder eine Herausforderung. Das Antikörper auf dauer den Körper angreifen, habe ich gemerkt. Meine Schilddrüsenkrankheit wurde damals ähnlich wie diabetes 2007/08 diagnostiert. Bis April dieses Jahr hieß es ich habe eine Unterfunktion. Erst dieses Jahre wurde bei einer Ultraschalluntersuchungen herausgefunden, das ich Hashimoto habe und meine Schilddrüse sehr klein und kaum sichtbar ist. Die Antikörper haben wohl die Schilddrüse fast komplett zerstört. Deshalb muss ich auch 250 mikrogramm L-thyroxin nehmen, was schon sehr viel ist.
    Bearbeitet von User am 21.09.2016 09:41:57. Grund: lp
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    am 21.09.2016 09:52:23 | IP (Hash): 2085731408
    Was mir noch einfällt. Ich habe mir auch Urinteststreifen wegen Ketonen im Körper gekauft gehabt. Letztens getestet. War negativ, aber zurzeit bin ich ja auch gut eingestellt. Das hat wohl auch nichts zu sagen.
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    am 21.09.2016 10:01:39 | IP (Hash): 828697351
    stevv20 schrieb:
    Was mir noch einfällt. Ich habe mir auch Urinteststreifen wegen Ketonen im Körper gekauft gehabt. Letztens getestet. War negativ, aber zurzeit bin ich ja auch gut eingestellt. Das hat wohl auch nichts zu sagen.



    In Ketose kommst du (zumindest als Typ 2) auch, wenn du ein paar Stunden nichts ist oder wenig Kohlenhydrate gegessen hast. Dein Körper stellt dann um, von Zucker auf Fettstoffwechsel (bei Abnahme). Ketone heißen also erstmal nix schlimmes, wenn man gesund ist. Bei Diabetes dazu den Arzt befragen.
    Bei Abnahme lassen die sich aber nicht messen, wenn du zum Beispiel die gebildeten Ketone beim Sport verbrauchst.
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    am 21.09.2016 10:22:01 | IP (Hash): 2108455638
    Steffi1980 schrieb:

    In Ketose kommst du (zumindest als Typ 2) auch, wenn du ein paar Stunden nichts ist oder wenig Kohlenhydrate gegessen hast. Dein Körper stellt dann um, von Zucker auf Fettstoffwechsel (bei Abnahme).



    Dann hat man ein paar Ketone – das ist kein Vergleich zu den Mengen, wenn der Köper unter Insulinmangel leidet. Das ganze kann übel enden...

    Die Teststreifen zeigen schon gut, mittlerweile kann man auch direkt ähnlich dem BZ-Testgerät Ketone anzeigen lassen. Pieksen und Testen sind gleich....

    https://www.abbott-diabetes-care.de/de-de/produkte/teststreifen/FreeStyle-precision-b-keton-teststreifen/
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    am 21.09.2016 10:41:29 | IP (Hash): 1221626713
    Warum machst Du nicht ne ganz einfache Probe in völlig eigener Regie? Ganz einfach mal 3 Wochen VLCD (Very Low Caloric Diet) mit 600 kcal/Tag plus Salat/kalorienarmes Gemüse. Nach 1 Woche ist zwar praktisch noch keine Gewichtsabnahme messbar, aber die meisten Typ2 können dann schon eine völlige Normalisierung ihres Blutzuckers beobachten. Und nach 3-4 Wochen hat sich der gesunde Stoffwechsel wieder so weit stabilisiert, dass eine Lockerung der strengen Diät ohne sofortigen Rückfall möglich wird.

    Apropos Ketose: Ist bei gesundem Blutzucker ein völlig gesunder Zustand bei der Aufnahme von wenig KHs, wenn der Organismus seine Energie weit überwiegend aus Fett bezieht.
    Was Typ1 meint, ist Ketoazidose, wenn der Organismus bei hohem Blutzucker und keinem Insulin keine Zeit hat, sich auf die Fettverwendung einzustellen und sich zur Glukose im Blut auch noch jede Menge Ketone stauen.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 21.09.2016 11:01:59 | IP (Hash): 828697351
    TypEinser schrieb:
    Steffi1980 schrieb:

    In Ketose kommst du (zumindest als Typ 2) auch, wenn du ein paar Stunden nichts ist oder wenig Kohlenhydrate gegessen hast. Dein Körper stellt dann um, von Zucker auf Fettstoffwechsel (bei Abnahme).



    Dann hat man ein paar Ketone – das ist kein Vergleich zu den Mengen, wenn der Köper unter Insulinmangel leidet. Das ganze kann übel enden...

    Die Teststreifen zeigen schon gut, mittlerweile kann man auch direkt ähnlich dem BZ-Testgerät Ketone anzeigen lassen. Pieksen und Testen sind gleich....

    https://www.abbott-diabetes-care.de/de-de/produkte/teststreifen/FreeStyle-precision-b-keton-teststreifen/



    Ich weiß. Sie sprach aber von Teststreifen. Was ich nicht kenne sind die Messgeräte. Bei den Streifen (also die alten) kann man auch sehr intensive Verfärbung haben und es ist trotzdem nix dramatisches, solange man kein Typ 1 ist.

    @ Rainer
    600 kcal? Ich bin ja schon hart im Nehmen. Aber bei den Gewicht hast du gut und gerne einen Tagesgesamtumsatz von 2500 kcal. Ohne Sport oder besondere körperliche Aktivitäten. Dann bei 600 kcal in Eigenregie durchführen ist ja Folter pur.
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    am 21.09.2016 11:05:29 | IP (Hash): 2085731408
    hjt_Jürgen schrieb:
    Warum machst Du nicht ne ganz einfache Probe in völlig eigener Regie? Ganz einfach mal 3 Wochen VLCD (Very Low Caloric Diet) mit 600 kcal/Tag plus Salat/kalorienarmes Gemüse. Nach 1 Woche ist zwar praktisch noch keine Gewichtsabnahme messbar, aber die meisten Typ2 können dann schon eine völlige Normalisierung ihres Blutzuckers beobachten. Und nach 3-4 Wochen hat sich der gesunde Stoffwechsel wieder so weit stabilisiert, dass eine Lockerung der strengen Diät ohne sofortigen Rückfall möglich wird.

    Apropos Ketose: Ist bei gesundem Blutzucker ein völlig gesunder Zustand bei der Aufnahme von wenig KHs, wenn der Organismus seine Energie weit überwiegend aus Fett bezieht.
    Was Typ1 meint, ist Ketoazidose, wenn der Organismus bei hohem Blutzucker und keinem Insulin keine Zeit hat, sich auf die Fettverwendung einzustellen und sich zur Glukose im Blut auch noch jede Menge Ketone stauen.


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    Zurzeit aufgrund beruflichem Stress nicht möglich eine "Diät" zu machen. Aber mit Sport und Diät will ich versuchen mein Gewicht bald runterzubekommen.
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    am 21.09.2016 15:47:35 | IP (Hash): 1221626713
    Morgens-mittags-abends n Becher Formula und dazu ne Möhre oder 2 geknabbert dauert sicher nicht länger, als was Du heute normal isst :)


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    am 21.09.2016 16:40:38 | IP (Hash): 2129202163
    Um sowas durchzuziehen, muss man mental fit sein und 100% dabei sein, sonst wird das nix.

    Wobei ich gestehen muss.... Formular und Möchte? Da gibt es sicher wesentlich bessere Wege
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    am 21.09.2016 19:05:18 | IP (Hash): 1221626713
    Hab schlicht die einfachste Möglichkeit aufgezeigt. Habs selbst mit für mich ganz normaler Ernährung durchgezogen, nur halt in der Energiemenge entsprechend reduziert http://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/20365-INSULINER-Erfahrungen-z-B-mit-besonders-kleinem-Schmalhans-SchmalLOGI/?pageNo=1


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    am 21.09.2016 21:16:02 | IP (Hash): 1103756615
    stevv20 schrieb:
    Natürlich sind beide nicht schön, da hast du vollkommen recht. Aber ich fand es irgendwie angenehmer zu wissen, das ich mein Diabetes durch Sport und Ernährung noch "verbessern" kann. Das wäre bei Typ1 leider nicht der Fall.

    Hallo Steve,

    um die Sache noch komplizierter zu machen: Es wäre auch ein Doppeldiabetes möglich. Wenn du Typ1 (LADA) hast, dann schützt dich das nicht vor Typ2-Diabetes. Beides kann gemeinsam auftreten.

    Ein deutliches Zeichen für Insulinresistenz - wahrscheinlich sogar deren Ursache - ist eine nichtalkoholische Fettleber (NAFL). Dein Risiko für eine NAFL und für Insulinrsistenz kannst du mit wenigen Laborwerten mit dem FLI-Rechner in der Mitte von diesem Artikel von Hans Lauber ermitteln. Vielleicht kriegst du deinen Doc auch dazu, deine Leber mit Ultradchall zu untersuchen. Gegen IR und NAFL kannst du auf jeden Fall mit geeigneter Ernährung und Sport etwas ausrichten.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 21.09.2016 21:21:12. Grund: .
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    am 22.09.2016 00:20:10 | IP (Hash): 1740279276
    Hallo,


    ich habe mir gerade meine Blutuntersuchung vom Juli angeschaut. Da waren ein paar Werte dabei, die eventuell was bezüglich des Types sagen.

    1. GAD Antikörper kleiner 0,6 Referenzbereich kleiner 0,7
    2. Tyrosinphosphatase (IA-2) kleiner 0,4 Referenzbereich kleiner 0,7
    3. C-Peptid 5.89 Referenzbereich: 0.8 - 4.2
    4. AK gegen Insulin kleiner 3 Referenzbereich: kleiner 15

    Mehr werte habe ich nicht. Kann man mit diesen Werten 100% den diabetes typ1 auschließen?
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    am 22.09.2016 06:30:15 | IP (Hash): 1130307352
    Wenn die Messung nüchtern war, dann spricht das hohe C-Peptig stark für Typ2 mit Insulinresistenz und gegen Typ1. Wenn das deine aktuellen Werte sind, dann funktionieren übrigens deine Beta-Zellen für einen Diabetiker noch relativ gut. Du hast gute Chancen - nutze sie.

    Bei negativen Befund zu diesen 3 Antikörpern ist Typ1 - LADA unwahrscheinlich. Ein anderer Typ1 als LADA kommt auf Grund des langsamen Verlaufs sowieso nicht in Frage. Mehr zu den Antikörpern kannst du dir sehr gut hier durchlesen.

    Beste Grüße, Rainer


    Bearbeitet von User am 22.09.2016 07:37:49. Grund: .
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    am 22.09.2016 08:37:45 | IP (Hash): 1740279276
    Rainer schrieb:
    Wenn die Messung nüchtern war, dann spricht das hohe C-Peptig stark für Typ2 mit Insulinresistenz und gegen Typ1. Wenn das deine aktuellen Werte sind, dann funktionieren übrigens deine Beta-Zellen für einen Diabetiker noch relativ gut. Du hast gute Chancen - nutze sie.

    Bei negativen Befund zu diesen 3 Antikörpern ist Typ1 - LADA unwahrscheinlich. Ein anderer Typ1 als LADA kommt auf Grund des langsamen Verlaufs sowieso nicht in Frage. Mehr zu den Antikörpern kannst du dir sehr gut hier durchlesen.

    Beste Grüße, Rainer





    Hallo Rainer. der C-Peptid war nüchtern. In der Literatur steht bei LADA das man mehrere Antikörper im Körper hat. Das ist ja bei mir der Fall. Auch wenn sie unterhalb des Referenzbereiches sind. Wie wird den sowas definiert? Im laufe der Jahre können sich ja die Antikörper vermehren, oder verstehe ich das Falsch? Ist bei Typ 1er die Werte um vielfaches höher als die Referenzbereiche?

    Grüße

    Stevv
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    Guten Morgen,

    ich war grad bei meinem Diabetalogen und habe mir die Laborwerte vom 25.08.2016 geholt. Also sehr aktuell. Die anderen waren von meinem Hausarzt. Der Diabetaloge hat leider nur den C-Peptid wert entnommen. Dieser lag diesmal aber niedriger.

    C-Peptid 3.64 Referenzbereich 0.8 - 4.2
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    am 22.09.2016 17:57:49 | IP (Hash): 1130307352
    Hallo Stevv,

    nein, es gibt eine Schwelle für die Antikörperkonzentration. Unterhalb der Schwelle haben die Antikörper nichts zu sagen, weil wenige davon ganz normal auftreten können.

    Der C-Peptid-Wert ist keine feste Größe und kann schwanken, lediglich bei Typ1ern ist er relativ konstant niedrig. Die 3,6 sind für einen Diabetiker nüchtern auch noch ganz schön viel. Du hast noch eine gute Eigenproduktion, du musst nur dein eigenes Insulin besser wirken lassen.

    Hast du mal deinen Fettleberindex FLI mit dem von mir verlinkten FLI-Rechner ermittel?