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Hallo, ich bin neu hier..

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 28.12.2016 18:38:15 | IP (Hash): 546227330
    Hallo Cassy,

    gehe erst einmal unvoreingenommen zu deinem Arzt.

    Am besten gut vorbereitet mit Erfahrungen zu deinem Gestationsdiabetes und deinen aktuellen Werten.
    Dafür ev. Stichpunkte auf ein Blatt schreiben - die Zeit ist kurz beim Arzt und nichts sollte vergessen werden, außerdem kannst du dir Stichworte aus dem Arztgespräch notieren. (So mache ich das jedenfalls wie im Beruf - gut vorbereitet und Gesprächsnotiz schreiben.)

    Zur Ernährung möchte ich dir noch ein paar Tipps geben.
    Außer flüssiges zuckerhaltigem lassen sich fast alle anderen KH-Lebensmittel durch Kombination blutzuckerwirkend bremsen.
    Bin wie du auch nicht so der Fleisch-/Fischesser.
    Den Eiweißbedarf decke ich eher mit Ei und Milchprodukten.

    Mit Käse (Eiweiß/Fett) lässt sich auch ein Mischbrot entschärfen,
    oder auch Spiegelei auf Brot - geht schnell, macht satt, ist lecker - ev. + Scheibe Kochschinken.
    Kartoffeln mit Kräuterquark (oder Joghurt mit eingerührten Kräutern) sind durch Eiweiß auch eher verlangsamt.
    Obst könntest du statt pur als Nachtisch und/oder in einen Joghurt schnibbeln.

    Bin auch ein Fan vom Julienne-Gemüseschneider.
    Aus einer Möhre kann man sich einen Rohkostsalat zaubern (+ Dressing) oder auch die Gemüsestreifen erwärmen und kombinieren zu einer warmen Mahlzeit.
    Nicht BZ-steigernd, aber sättigend und vitaminreich.

    Gruß Elfe

    P.S.: Meldest du dich bitte nach deinem Diabetologen-Termin ?
    Ev. gibt es weiteren Gesprächsbedarf.


  • Rang: Mitglied
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    Beiträge: 26
    Mitglied seit: 27.12.2016
    am 29.12.2016 17:02:18 | IP (Hash): 1813898159
    So da bin ich wieder...
    Der Diabetologe war sehr nett und auch sehr bemüht rauszufinden was bei mir nicht stimmt...

    Und er ist der Meinung es sind einzig und alleine meine Nerven...

    Er hat aber trotzdem blut genommen, für hormon bestimmung und blutbild. Und den ogtt haben sie heute auch gleich durchgeführt und waren ok...

    Der dok meint ich soll erstmal wieder muskeln aufbauen (ich war in der Schwangerschaft 12 wochen bettlägerig)
    Und dann in 9 Monaten zum nächsten ogtt erscheinen...und so lange soll ich das blutzuckermessgerät gut wegschließen...besser noch verbrennen...

    Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen und auf die blutergebnisse warten, die kommen erst nächste Woche...

    Gruß cassy
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5068
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 29.12.2016 19:16:05 | IP (Hash): 208652103
    Hallo Cassy,

    ich halte das für einen echt kompetenten Vorschlag des Diabetologen. Solange du weiter misst, wirst du keine Ruhe finden, zumal du die äußerst strengen Werte von der SS nicht aus deinen Kopf verbannen kannst.

    Die Chance, dass sich dein BZ wieder weitgehend normalisiert, ist vorhanden. Nicht umsonst wird die Diabeteskontrolle gewöhnlich erst ein halbes Jahr nach der Geburt angesetzt. Bei deiner langen Bettlägerigkeit kann die Normalisierung schon etwas länger dauern.

    Wenn sich dann nach den 9 Monaten wirklich herausstellt, dass du einen Diabetes entwickelt hast, ist nicht viel Zeit verloren. Aber deine Chancen auf Normalisierung stehen nicht schecht - ich drück dir die Daumen.

    Beste Grüße, Rainer
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 31.12.2016 18:35:31 | IP (Hash): 546227330
    Hallo Cassy,

    ein unauffälliger guter oGTT ist eine wirklich sehr gute Nachricht,
    auch in Kombination zu deinen niedrigen Nüchternwerten,
    schon mal zwei ganz wichtige Parameter umschifft.

    Du klingst skeptisch.
    Wie wäre es mit einem Mittelweg ?
    Deine Kenntnisse aus dem Gestationsdiabetes anwenden aber weniger streng.

    Nach dem langen Liegen wieder in Bewegung und mit kümmern um deine kleine Prinzessin wird sich der Bedarf an Energie steigern, sich auch die Blutzuckerwerte einpendeln.

    Gruß Elfe
  • Rang: Mitglied
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    Mitglied seit: 27.12.2016
    am 01.01.2017 09:33:58 | IP (Hash): 183804432
    Hallo Elfe,
    Ja guter ogtt und gute nüchternwerte sind natürlich ein gutes Zeichen, aber skeptisch bleibe ich trotzdem.
    Schließlich waren meine zu hoch gemessenen Werte keine Einbildung und auch nicht nur einzelne Ausrutscher.
    Für meine kleine Tochter muss ich nun aber mehr Kohlenhydrate zu mir nehmen, denn diese beeinflussen in großem Maß den
    Milchspendereflex, außerdem hat mich meine Hebamme darüber aufgeklärt das Kohlenhydrat arme und Eiweiß reiche Ernährung der Stillenen Mutter den plötzlichen Kindstot begünstigen.

    Ich habe jetzt vorerst die Kohlenhydrate auf ca 100g am Tag erhöht und keinen blutzucker mehr gemessen.

    Ich warte jetzt die Blutergebnisse ab und sehe dann weiter.
    Zusätzlich habe ich jetzt durch die Glucoselösung vom ogtt auch noch wieder eine Magenschleimhautentzündung...das hatte mir so grade noch gefehlt...

    Frohes Neues Jahr!
    Cassy
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.01.2017 01:51:08 | IP (Hash): 546227330
    Hallo Cassy,

    auch Dir und Deinen Lieben wünsche ich von Herzen ein frohes, glückliches, gesundes, neues Jahr!

    Zur Ernährung von stillenden Müttern gibt es auch unzählige Links im www, hier nur ein Beispiel
    https://www.gesund-ins-leben.de/fuer-familien/stillzeit/ernaehrung-fuer-stillende/
    was eigentlich auch für Diabetiker gilt (ev. googelst du mal selber) - wäre also kein Gegensatz.

    Trotz aller Links und subjektiver Forenbeiträge ist der persönliche betreuende Kontakt zu deiner Hebamme für dich und dein Kind sehr wichtig. Eine Hebamme ist ja nicht nur entsprechend ausgebildet, sondern hat Berufs-/Lebenserfahrungen zu vielen Müttern/Kindern.
    Auch Diabetes-Ärzte haben Erkenntnisse über viele Patienten.
    Fragen an diese Menschen kann helfen.

    Hoffe, daß du eher eine Magenschleimhaut-Reizung hast (durch die ungewohnte Zuckerlösung) und noch keine Entzündung.
    Habe für solches immer eine Packung Magen-Tee zuhause - z. Zt. mit Kümmel-Anis-Fenchel - aus dem Supermarkt - Geschäfte (Apotheken) sind ja ab heute wieder geöffnet.
    Außerdem meide ich dann saure Nahrung und Getränke, auch kohlensäurehaltiges Mineralwasser, lieber stilles Wasser oder auch Leitungswasser. Nach ein bis zwei Tagen dann besser.

    Gute Besserung !
    Gruß Elfe
  • Rang: Mitglied
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    Mitglied seit: 27.12.2016
    am 03.01.2017 09:40:49 | IP (Hash): 1107117175
    So grade habe ich telefonisch die Blutergebnisse bekommen. Allerdings nur sehr grob von der Sprechstundenhilfe.

    Mein Hba1c Wert liegt jetzt bei 5,2. Früher, sogar die gesamte Schwangerschaft lag er bei 4,9.
    Allerdings anderer Arzt, anderes Labor, trotzdem beunruhigend.

    Schilddrüsenwerte waren ok und auch der Rest wäre alles im normalen Bereich.

    Ich bin jetzt also eigentlich kein bisschen schlauer als vorher, ich hab deshalb gebeten das der Arzt mich nochmal zurück ruft.
    Wird er im laufe des Tages dann hoffentlich auch tun...

    Gruß cassy
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 03.01.2017 10:26:57 | IP (Hash): 800987259
    Was beunruhigt Dich konkret? Und womit könnte ein Arzt Dich beruhigen?


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    Mitglied seit: 27.12.2016
    am 03.01.2017 11:09:38 | IP (Hash): 1107117175
    Hallo Jürgen,

    Der anstieg des hba1c wertes beunruhigt mich.

    Mich zu beruhigen ist im Moment glaub ich schwer bis unmöglich. Ich denke es ist eher eine art Trauerphase, der Abschied von der Freiheit, essen zu können wann und was man will..

    Es ist halt nicht so einfach mit 2 kleinen Kindern alles immer straff nach Plan geregelt zu bekommen, jeden Tag Zeit für Sport zu finden und nie mal einfach irgendwo irgendwas zu essen....

    Das erste was meine 4 jährige geschrien hat als sie mitbekommen hat das ich nun für immer "zuckerkrank" bin war : " gehen wir jetzt nie mehr eis essen???"
    Für euch mit längerer krankheitsgeschichte sind diese Kleinigkeiten wahrscheinlich einfach schon völlig normal, ich und meine ganze Familie müssen sich erstmal daran gewöhnen das die Dinge sich verändert haben...
    ...und nicht zuletzt muss ich für mich erstmal ein gesundes Maß des verzichts finden, denn guter Blutzucker ist schön, aber das was ich im Moment mit mir mache endet in anderen kathastrophen...

    Gruß cassy
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    am 03.01.2017 19:02:02 | IP (Hash): 800987259
    Ne Umschau in Deinen Umfeldern unter etwa Gleichaltrigen wird Dir grob 3 Typen präsentieren:
    1. Einige wenige Leute, die fressen und saufen können, was sie wollen, und die trotzdem schlank bis geradezu hager und dünn bleiben.
    2. Ne Menge, die gern und viel und alles essen und davon mit zunehmenden Konfektionsgrößen immer mehr mit sich ruMTSchleppen müssen. Ne Untergruppe davon ist längst Stammgast bei Weight Watchers.
    3. Einige wenige Leute, die schlank bleiben, weil sie sich immer schon gesund bewegt und im für sie gesunden Umfang gegessen haben, lange nicht alles und auch nicht immer so viel, wie sie manchmal gern gewollt hätten.

    Für 3 ist nicht alles essen = auf einiges Verzichten völlig normal, für 2b mehr oder weniger unerträglicher Zwang, nicht zuletzt deswegen, weil sie dafür ja praktisch nur Abzählen und die Waage haben und praktisch keinen anspornenenden Anhaltspunkt, wenn’s funktioniert. Den hab ich mit jeder BZ-Messung, die mein Tun bestätigt, auch z.B. mit Eis. Weil ich nicht mehr laufen kann, bewege ich mich draußen mit so einem Dreirad https://www.youtube.com/watch?v=Ubt3EbOpIJM und häufig auch 5km weiter in den größeren Nachbarort. Und da gönne ich mir bei schönem Wetter auch mal ein Eis. Dafür müsste ich normal 6-8 Einheiten Insulin dafür spritzen, dass mein Blutzucker nach einem kleinen höheren Ausflug wieder in meiner normalen Höhe ausläuft. Und dieses Insulin ersetze ich dann mit meiner Heimkurbelei die 5km zurück und dabei auch noch 50m rauf.

    Der gesunde BZ wieder zuhause ist meine direkte Bestätigung und mein Ansporn dafür, Bewegung in der Art zu nutzen. Ist natürlich mein Parade-Beispiel, weil Bewegung allgemein in der Opa-Phase abzunehmen pflegt, während sie in der Mama-Phase von morgens bis abends zum Alltag gehört. Ok, wird mit Schulkindern weniger.
    Mit den Lecker-KHs komme ich gewichtsverträglicher (die meisten Menschen mit Diabetes sind suuuuper Futterverwerter) aus, seit ich sie in meine Tages-Budgets einrechne. Also nicht erst RICHTIG essen und dann was leckeres ZUSÄTZLICH (halte ich heute für die beste Anleitung zum Mästen), sondern z.B. den Riegel Schoko STATT ner Kartoffel.

    Klar, sind meine alten Gedanken und meine Beispiele. Du wirst dich zu Deiner Lösung selbst durchringen müssen. Wahrscheinlich mit sehr viel mehr Spielraum, als Du zur Zeit befürchtest. Daumendrück :)



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