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Überrascht und Ratlos

  • Dibein

    Rang: Gast
    am 01.01.2017 13:06:33 | IP (Hash): 1292201181
    hjt_Jürgen schrieb:

    ...... Also z.B. nach diesem Rezept http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.



    Das finde ich interessant. Ich denke ich werde das gleich mal umsetzen.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 04.01.2017 10:51:46 | IP (Hash): 1863237858
    Rainer schrieb:
    Dirk_B. schrieb:
    Ein leichter Schnupfen ist aktuell zwar vorhanden aber kann sich der schon so auswirken das der BZ nach dem Essen im vergleich zu den Wochen vorher so "stark" ansteigt?

    Ja, so "stark" kann er schon bei der kleinsten Erkältung oder bei Entzündung ansteigen. Interessant ist auch die Beobachtung, dass der BZ oft schon ansteigt, bevor man etwas von der Erkältung selbst merkt.

    Das "stark" habe ich absichtlich auch in Gänsefüßchen gestzt, weil der Anstieg bei dir nicht wirklich stark ist.

    Gute Besserung und entspanne dich, Rainer



    Wie nicht anders erwartet hat dass die Diabetologin das so auch bestätigt. Sie sagte das der BZ nach dem Essen um bis zu 100 ansteigen kann/darf wenn er dann nach 1-2 Stunden wieder sichtbar absinkt. Und das war ja der Fall. Somit haken dran!

    Nun hatte ich in der letzten Nacht gegen 04:00 einen BZ von 74. Ich habe dann zur Sicherheit ein Plättchen Traubenzucker gegessen und war nach 30min bei einem BZ von 120. Um 06:00 beim Aufstehen war es dann allerdings wieder ein BZ von 84.
    Dazu Fragen: Wenn ich jetzt um 04:00 nicht reagiert hätte wäre der BZ dann weiter gesunken oder wäre er irgendwann von alleine auch ohne Zufuhr von Glukose wieder gestiegen? Ich spritze unverändert 36IE Lantus um 18:00 am Abend und nehme Morgens und abends 1000mg Metformion. Ich hatte den Tag über relativ wenig gegessen und das wenige auch mit recht wenig KH.
    Was mach ich nun? Die Diabetologin nerven? Lantus reduzieren? Oder einfach mal die nächste Nacht abwarten ob sich das wiederholt.
    Da ich Unterzuckerung gar nicht kenne (bisher war immer zu viel da;) ) - bemerkt man das in der Nacht wenn man Gefahr läuft in einen Hypo zur rutschen und wird erfahrungsgemäß wach oder steht am Morgen gleich der Herr mit dem schwarzen Hoodie und der Sense an der Bettkante und sagt "mitkommen"?
    Macht das Sinn wenn ich meine Diabetologin auf eine andere Form der Therapie anspreche? Ich habe das Gefühl das BOT da recht statisch ist und mir relativ wenig Spielraum lässt wenn ich meinen Tagesablauf nicht starr regeln will oder kann.
    Würde ich das Basalinsulin reduzieren wenn ich zusätzlich zu den Mahlzeiten Bolus spritzen würde. Anstelle Basal recht hoch dosiert und Metformin morgens und abends? Von was hängt die Therapieform in erster Linie ab? Macht eine alternative überhaupt Sinn oder ist BOT das kleinere Übel?





    Bearbeitet von User am 04.01.2017 10:53:02. Grund: Korr.
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    am 04.01.2017 12:13:11 | IP (Hash): 417723915
    Hallo Dirk,

    wenn du erst seit November die Diagnose Diabetes hast, musst du dir noch ein Bisschen Zeit lassen, bis sich alles einpendelt.

    Warum spritzt du das Langzeitinsulin schon um 18.00 Uhr? Ich kenne es so, dass man das um 22.00 Uhr spritzt, oder eben früher, falls ich schon vor 22.00 Uhr ins Bett gehe, was mein Diabetologe aber nicht für gut befindet. Mir allerdings ist es egal, mir ist mein Nachtschlaf heilig. Ich käme auch nie auf die Idee, nachts meinen Blutzucker zu messen, da schlafe ich und sonst gar nichts.

    Es kommt im Übrigen höchst selten vor, dass ein Typ-2-Diabetiker in den Unterzucker gerät, das verhindert schon das Metformin.

    Ergo: Hab Geduld und versuche ein Bisschen mehr Gelassenheit in deinen Diabetes zu bringen!
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    am 04.01.2017 13:15:26 | IP (Hash): 1016729480
    Mit Diabetes wissen unsere Ärzte, auch die besten, und wir nur, was den Blutzucker erhöhen und was ihn senken kann. Wieviel von was um wie viele mg/dl oder mmol/l in welcher Zeit kann individuell um Welten verschieden sein.
    Was bei jedem von uns da am besten passt, kann nur jeder von uns selbst mit systematischer Beobachtung herausfinden.

    Das gilt auch für den Bereich des Unterzuckers. Definiert ist der ab 50mg/dl abwärts, wobei in den meisten aller Fälle erst bei 30-20 das Licht ausgeht. Vorübergehend!
    Ab etwa 70mg/dl lassen sich manchmal schon Ausgleichs-Reaktionen des Organismus messen, die für die vermehrte Glukose-Ausgabe der Leber und damit dafür sorgen, dass der BZ nicht weiter sinkt und wieder ansteigt.
    Metformin würde diesen Ausgleich behindern, zusammen mit Insulin aus dem Pen also eher für eine Unterzuckerung sorgen, als eine verhindern. Mit Metformin erleidet eher keine Untezuckerung, wer zusätzlich keine zuckersenkende Medi nimmt.

    Mit 36 IE Lantus zum Schlafengehen hab ich mich 2mal kurz nach Mitternacht ins kranke Haus geschossen. Beim 2. mal so genau protokolliert, dass ich Google gefragt hab, und der hat mir lantus lows ausgegeben und damit zusammen mit den Kommentaren das Spiegelbild meiner Erfahrungen.
    Teile seitdem meine Tagesdosis auf morgens und abends und spritze Lantus IMMER mit ner Stunde Luft zum Autofahren und Schlafengehen. Und nein, ich glaube nicht, dass die Fehlwirkung auf das Treffen eines Blutgefäßes zurückgeführt werden kann, denn dafür hab ich mit Apidra sehr viel mehr Möglichkeiten und NOCH NIE eine so plötzliche Apidra-Wirkung bemerkt.
    Auch mit 18 IE Lantus hab ich dann noch ab und zu mal so schnelle Wirkungen erlebt und die dann schlicht aufgegessen. Inzwischen reicht mir sehr viel weniger Lantus, aktuell 2x8 IE, und mit der Größenordnung - seit gut 3 Jahren - hatte ich noch kein so plötzliches Wirkereignis.

    Deine 74 mg/dl waren noch kein Unterzucker. Ob Dein BZ da noch weiter gesunken oder da geblieben oder einfach so wieder angestiegen wäre, kann Dir niemand sagen, auch der beste Dok nicht. So etwas kannst Du nur mit systematischem Testen eben bei Dir selbst rausfinden - oder indem Du bei Deinem Dok ein CGM leihst. Ein Gerät zur kontinuierlichen Messung. Damit kannst Du immer sehen, wie Dein BZ in den Stunden zuvor verlaufen ist, auch in der Nacht, ohne dass Du dafür den Wecker stellen musst. Nur gut möglich, dass der Dok von Dir für die Sensoren kassieren will.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 04.01.2017 13:54:18 | IP (Hash): 1863237858
    Zuckerle schrieb:
    Hallo Dirk,

    wenn du erst seit November die Diagnose Diabetes hast, musst du dir noch ein Bisschen Zeit lassen, bis sich alles einpendelt.

    Warum spritzt du das Langzeitinsulin schon um 18.00 Uhr? Ich kenne es so, dass man das um 22.00 Uhr spritzt, oder eben früher, falls ich schon vor 22.00 Uhr ins Bett gehe, was mein Diabetologe aber nicht für gut befindet. Mir allerdings ist es egal, mir ist mein Nachtschlaf heilig. Ich käme auch nie auf die Idee, nachts meinen Blutzucker zu messen, da schlafe ich und sonst gar nichts.

    Es kommt im Übrigen höchst selten vor, dass ein Typ-2-Diabetiker in den Unterzucker gerät, das verhindert schon das Metformin.

    Ergo: Hab Geduld und versuche ein Bisschen mehr Gelassenheit in deinen Diabetes zu bringen!



    Ich dachte letztlich das ist "nicht so wichtig" wann am Abend ich das spritze?

    Mich irritiert im Moment nur die Unregelmäßigkeit: Nach dem ich meine offensichtliche Resistenz überwunden hatte habe ich eine schöne ausgeglichene Linie mit meinem BZ gehabt. Dann die schon zu beginn des Freds beschriebenen Ausreicher nach oben die mir auch gut erklärt wurden und nun von einem Tag auf den anderen geht es runter.
    Na mal schauen, am Montag beginnt die Schulung ich denke das ich da sicher das eine oder andere lernen werde.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 04.01.2017 14:26:20 | IP (Hash): 1863237858
    hjt_Jürgen schrieb:


    Das gilt auch für den Bereich des Unterzuckers. Definiert ist der ab 50mg/dl abwärts, wobei in den meisten aller Fälle erst bei 30-20 das Licht ausgeht. Vorübergehend!
    Ab etwa 70mg/dl lassen sich manchmal schon Ausgleichs-Reaktionen des Organismus messen, die für die vermehrte Glukose-Ausgabe der Leber und damit dafür sorgen, dass der BZ nicht weiter sinkt und wieder ansteigt.


    Der Grund warum ich mitten in der Nacht gemessen habe war hat das ich mitten in der Nacht mit einem Schlag hellwach war. Seit ich nicht mehr alle 2 Stunden aufs Klo muss schlafe ich eigentlich wie ein, wenn auch großes, Baby. Ich fühlte mich auch nicht schlecht, habe aber trotzdem mal einfach gemessen und war dann schon überrascht das ich bei 74 war und habe dann nur überlegt wenn ich jetzt noch 2 - 4 Stunden schlafe geht der BZ dann noch weiter runter bevor ich Frühstücke oder nicht.
    hjt_Jürgen schrieb:

    Metformin würde diesen Ausgleich behindern, zusammen mit Insulin aus dem Pen also eher für eine Unterzuckerung sorgen, als eine verhindern. Mit Metformin erleidet eher keine Untezuckerung, wer zusätzlich keine zuckersenkende Medi nimmt.


    Also die Funktion von Metformin ist mir noch nicht wirklich klar. Ich hatte das so verstanden das die Aufnahme von KH aus der Nahrung durch Metformin reduziert wird. Daraus würde ich schließen: Ich versuche schon weiger KH zu essen, reduziere das noch durch Metformin. Also insgesamt weniger KH die in Glukose umgewandelt werden. Reduziere ich nun das Insulin von 36IE auf ??IE dann komme ich aber spätestens dann in die Bredullie wenn ich mich entscheide mal wieder Lecker Essen zu gehen. Was ich auch nicht so richtig verstehe ist das Zusammenspiel von Basal und Bolus

    hjt_Jürgen schrieb:

    Mit 36 IE Lantus zum Schlafengehen hab ich mich 2mal kurz nach Mitternacht ins kranke Haus geschossen. Beim 2. mal so genau protokolliert, dass ich Google gefragt hab, und der hat mir lantus lows ausgegeben und damit zusammen mit den Kommentaren das Spiegelbild meiner Erfahrungen.
    Teile seitdem meine Tagesdosis auf morgens und abends und spritze Lantus IMMER mit ner Stunde Luft zum Autofahren und Schlafengehen.....


    Das Aufteilen der Lantus IEs wäre auch mein Gedanke. Aber da fehlt mir ganz sicher die Erfahrung um zu entscheiden ob das geht. Im Moment tendiere ich dazu das einfach mal auszuprobieren.
    hjt_Jürgen schrieb:

    ..... Nur gut möglich, dass der Dok von Dir für die Sensoren kassieren will.



    Ich spreche mal mit dem Dok. Da jetzt erstmal Lohnfortzahlung ansteht muss ich da schon ein wenig schauen. :(




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    am 04.01.2017 15:05:05 | IP (Hash): 1016729480
    Metformin bremst in seiner Hauptwirkung die Glukose-Ausgabe der Leber. - Normal fährt die auch mit der Neuaufnahme von KHs=Glukose zurück, bis die abgeschlossen ist. Mit der Fehlsteuerung beim gut ausgebildeten Typ2 pflegt die Leber stattdessen zur neu gegessenen auch noch ne Schüppe vom gespeicherten oder/und selbstgemachten dazu zu legen. Metformin bremst alle Leberausgabe und damit auch diese und damit auch indirekt vom BZ-Anstieg mit dem Essen. Mit der Verarbeitung von Glukose hat Metformin allenfall sehr randmäßig zu tun.


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    am 04.01.2017 16:41:46 | IP (Hash): 417723915
    hjt_Jürgen schrieb:
    Metformin bremst in seiner Hauptwirkung die Glukose-Ausgabe der Leber. - Normal fährt die auch mit der Neuaufnahme von KHs=Glukose zurück, bis die abgeschlossen ist. Mit der Fehlsteuerung beim gut ausgebildeten Typ2 pflegt die Leber stattdessen zur neu gegessenen auch noch ne Schüppe vom gespeicherten oder/und selbstgemachten dazu zu legen. Metformin bremst alle Leberausgabe und damit auch diese und damit auch indirekt vom BZ-Anstieg mit dem Essen. Mit der Verarbeitung von Glukose hat Metformin allenfall sehr randmäßig zu tun.


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    Sorry Jürgen, aber auch bei mehrmaligem Lesen bin ich nicht in der Lage, deine Schachtelsätze zu verstehen :-(

    Was meinst du denn mit "gut ausgebildeten Typ2"?

    @Dirk, das Metformin ist auch, bzw. hauptsächlich dafür da, deine Insulinresistenz zu verbessern. Aber bald hast du ja deine Schulung und bist dann schlauer....bis dahin versuche dich in Gelassenheit...
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 04.01.2017 17:01:18 | IP (Hash): 1863237858
    Ich habe deinen Bericht zu deinem Lantus Erlebnis bei omneda.de von 2009 gelesen. Schon Krass. Was gäbe es für Gründe (außer dem Beipackzettel und der Meinung de Arztes) die Injektionen NICHT aufzuteilen?
    Ich habe schon mehrfach gelesen das einige Lantus auf 2 Injektionen aufteilen. Ich möchte das noch ein wenig bei mir beobachten und dann entscheiden ob ich das aufteile oder mit dem Dok. spreche um die Dosis vielleicht generell zu reduzieren.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 04.01.2017 17:39:54 | IP (Hash): 1863237858
    @Zuckerle

    Danke für deine Antwort. Ich sehe das ganze schon mit einer gewissen Gelassenheit. Ich suche einen Weg der mir die meiste Flexibilität erlaubt. Ich versuche schon im Vorlauf zur Schulung irgendwie das zusammenspiel von Ernährung, Bewegung und Medikamenten zu verstehen. Ich will mir das alles auch gerne alles vom Arzt erklären lassen und ich denke das ich auch eine gute Diabetologie gefunden habe. Ich lege aber auch Wert auf die Meinung der Menschen die schon Jahre oder gar Jahrzehnte mit der Diabetes leben und praktische Erfahrungen haben. Ich weiß z.B. wenn ich meinem Hausarzt gesagt hätte das ich einen BZ von unter 80 hatte dann würde der mich sofort von Insulin auf Kamillentee umstellen.;)