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Überrascht und Ratlos
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Dibein
Rang: Gastam 05.01.2017 10:10:02 | IP (Hash): 57787073
Na ich sehe schon das das Thema "splitten von Lantus" durchaus zu kontroversen führt. Also wenn ich das mal mit Laienhafter Logik betrachte:
Ich spritze 36IE Lantus am Abend (18h) irgendwann in der Nacht (gegen 4Uhr am Morgen) erreicht das Insulin seine höchste Wirkung die dann im laufe der folgenden Nachtstunden und im laufe des Tages bis zur neuen Injektion immer weiter abfällt und ich habe dann am Tag die "geringste" Insulinversorgung bevor ich um 18 Uhr die nächste Injektion mit 36IE spritze.
Im Moment ist das anscheinend noch unproblematisch da ich, mit wenigen Ausnahmen eine recht stabile BZ Kurve habe mit einigen Tendenzen nach oben und unten im vertretbaren Rahmen.
Wenn das Insulin irgendwann bei mir eine höhere Wirkung hat weil ich beispielsweise mein Gewicht reduziere, KH noch mehr vermeide mich mehr bewege. Kann/Muss ich die Insulin Menge reduzieren um nicht die Gefahr eines Hypos in der Nacht zu haben wie das von Jürgen beschrieben wurde.
Wenn ich das Insulin jetzt splitte klingt das was Peter schreibt eigentlich logisch. Ich habe mit der halben Menge Insulin zwar eine kürzere Wirkdauer bei geringerem Risiko eines Hypos in der Nacht weil die halt nur in meinem Fall nur 18IE spritze und die nächste 18IE am Morgen und habe dann die höchste Wirkung am Nachmittag nachdem in der Regel die meisten KH zu Mittag aufgenommen wurden. Kann Problematisch werden wenn ich wieder arbeite da ich einen großen Teil meines Geldes auf der Strasse verdiene (also mit fahrend mit dem Auto;)).
Eine weitere Möglichkeit wäre ich belasse es bei einer Injektion verschiebe diese aber auf später am Abend um den Zeitpunkt der höchsten Wirkung am Morgen zu haben. funktioniert dann wenn ich sicher am Morgen Frühstücke oder in anderer Form KH zu mir nehme um das BZ Tal abzufangen. Da stellt sich die Frage wie verändert man das am Sinnvollsten? Mit einem Schlag 4 Stunden Später spritzen oder nach und nach im Stunden oder Halbstundentakt die Injektion verschieben?
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am 05.01.2017 10:38:16 | IP (Hash): 196518986
Dirk_B. schrieb:
Eine weitere Möglichkeit wäre ich belasse es bei einer Injektion verschiebe diese aber auf später am Abend um den Zeitpunkt der höchsten Wirkung am Morgen zu haben. funktioniert dann wenn ich sicher am Morgen Frühstücke oder in anderer Form KH zu mir nehme um das BZ Tal abzufangen.
Hier denkst du falsch. Der BZ steigt auch ohne Essen am Morgen an. Gund dafür sind die Sresshormone, die der Körper am Morgen ausschüttet, damit wir richtig wach werden. Diese Hormone lassen den BZ auf jeden Fall ansteigen, du brauchst also kein BZ-Tal am Morgen abzufangen, wenn du Lantus möglichst spät spritzt.
Nachtrag wegen der dümmlichen Bemerkung von Peter2/ChrisP/... im nachfolgenden Beitrag:
Die Ausschüttung von BZ-steigernden Hormonen am Morgen passiert bei jedem normalen Menschen, unabhängig ob Diabetiker oder nicht. Beim Nichtdiabetiker (und vielleicht bei dem erfundenen Metformin-Ty1-Diabetes von ChrisP) gleicht das die BZ-Automatik natürlich aus, so dass es nicht zu einem BZ-Anstieg kommt. Bei uns Diabetikern ist so ein morgendlicher Anstieg sehr stark oder nicht ganz so stark ausgeprägt, aber in jedem Fall vorhanden. Das erklärt auch die besondere Bedeutung der Nüchternwerte. Diese Vorgänge sind jedem Diabetiker bestens bekannt. Durch Metformin wird übrigens bei Typ2-Diabetikern der morgendliche Anstieg gut gebremst, allerdings nicht so stark, dass du am Morgen ein BZ-Tal befürchten musst.
Bearbeitet von User am 05.01.2017 11:21:53. Grund: . -
am 05.01.2017 10:40:11 | IP (Hash): 2114105592
Dirk
Bei z.B. Lantus kannst Du tägliche Zeitverscgiebungen von 1 bis max. 2 Stunden machen
ohne die geringsten Probleme zuhaben.
Wir hatten auch das Problem, weil wir das am Morgen spritzten, aber am Wochenende
oder im Urlaub deswegen nicht ausschlafen konnten und nach der Überlegung, dass
nach 6 Uhr Abends das Tagewerk beendet ist und abendliche Aktivitäten erst so um
8 Uhr beginnen, hatten wir uns dann für Abends 7 Uhr zum spritzen entschieden.
Das war OK
PS : Wir hatten keine morgendlichen Glukose-Erhöhungen,
auch keine Stresshormone um wach zu werden und sind
nach genügend Schlaf ohne Stress einfach aufgewacht.
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Bearbeitet von User am 05.01.2017 10:53:12. Grund: . -
Dibein
Rang: Gastam 05.01.2017 11:03:54 | IP (Hash): 57787073
Rainer schrieb:
Dirk_B. schrieb:
Eine weitere Möglichkeit wäre ich belasse es bei einer Injektion verschiebe diese aber auf später am Abend um den Zeitpunkt der höchsten Wirkung am Morgen zu haben. funktioniert dann wenn ich sicher am Morgen Frühstücke oder in anderer Form KH zu mir nehme um das BZ Tal abzufangen.
Hier denkst du falsch. Der BZ staigt auch ohne Essen am Morgen an. Gund dafür sind die Sresshormone, die der Körper am Morgen ausschüttet, damit wir richtig wach werden. Diese Hormone lassen den BZ auf jeden Fall ansteigen, du brauchst also kein BZ-Tal am Morgen abzufangen, wenn du Lantus möglichst spät spritzt.
Hallo Rainer, Stimmt. Ich hatte da mein einmaliges Erlebnis vorgestern im Kopf. Da war ich gegen 08:00 bei bei einem BZ von 88 und hatte in der Nacht ein bisschen Glukose zu mir genommen. Der Verlauf war da: 74 um 04:00 dann KH und 30min später ein BZ von 120 und um 07:45, da war ich durchaus schon aktiv, ein BZ von 88. ich war dann auch bis Mittag unter 100. Erst nach dem Mittagessen waren es dann mal kurzfristige 176 und am Abend nach dem Essen 136.
Ich war da nur in der Nacht von den 74 etwas (wie ich nun weiß unberechtigt) verunsichert da ich wusste das dieses die Zeit ist wo das Insulin am stärksten wirkt und ich mangels Erfahrung nicht wusste ob der noch weiter sinken kann.
Es würde Sinn machen wenn ich das Spritzen um 2 Stunden auf 20:00 verschiebe und habe dann die stärkste Wirkung des Lantus wenn ich, bedingt durch das Aufstehen, und den Beginn des Tages einen natürlich höheren BZ habe? -
Dibein
Rang: Gastam 05.01.2017 11:09:34 | IP (Hash): 57787073
Hi Peter,
Ich denke das ich das Spritzen auf 20:00 verschiebe und es zunächst mal bei einer Injektion belasse. Ich werde dann am Montag bei der Schulung dazu das eine oder andere mit der Diabetologin besprechen. Nun muss ich erstmal bei einer Freundin den Keller leerräumen helfen. Hier ist die Trave mal kurz über die Ufer geplätschert. Also werde ich meine Schwimmflügelchen raussuchen und dann mal schauen.;)
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am 05.01.2017 11:20:41 | IP (Hash): 2114105592
Hi Dirk
Vielleicht nicht schlecht, wenn Du die Badehose auch nicht vergisst.
Bearbeitet von User am 05.01.2017 11:22:14. Grund: . -
Dibein
Rang: Gastam 05.01.2017 11:35:26 | IP (Hash): 57787073
Verdammt - ich dachte einen Moment die Frauen vor dem Haus kreischen vor Begeisterung. War aber wohl doch das blanke entsetzen. :D
Bearbeitet von User am 05.01.2017 11:36:08. Grund: Korrektur -
am 05.01.2017 12:43:42 | IP (Hash): 2114105592
Dirk
Nachdem ich gesehen hatte, dass Du mit den BZ Werten etwas verunsicherst bist,
mache ich Dir etwas vertiefte Erläuterungen hierzu, welche ev. auch für Andere
noch interessant sein könnten.
Der normale BZ Wertbereich ist 70-100mg/dl wie allgemein gut bekannt.
100mg/dl ist also der einmal festgelegte Maximalwert des Normalen.
Nachdem seit über 50 Jahre das so ist, oder sein soll, wäre es eigentlich
interessant zu wissen wie im Detail genau es zu den 100 gekommen ist,
oder ist das so bestimmt weil 100 eine schöne gerade Zahl ist ?!
Gemäss akribischen Beobachtungen des Venenbildes der Füsse über Jahre
und auch bei mir mit altersbedingter Pre-Diabetes, ist aufgefallen, dass z.B.
der Grenzwert wo die Durchblutung noch intakt ist, ohne die geringsten
Schwellungen welche das Venenbild beeinträchtigen, eher bei 94-96mg/dl
liegt und die 100 als generös bereits der Anfang von Durchblutungsstörungen
ist ( Diabetes typischen Durchblutungsstörungen, bedingt durch erhöhte
Verzuckerung der Roten-Blutkörper welche dadurch zusammen kleben. ).
Schlussfolgernd ist daraus zu entnehmen, dass in der Praxis für irgendwelche
Diabetes-Massnahmen zum Erhöhen oder Senken des BZ man generell von 90mg/dl
ausgehen sollte als im oberen 1/3 des Normalbereichs und nicht vom einmal
bestimmten Maximalwert von 100mg/dl, um eine Handhabungssicherheit zu haben.
Bei meinem Sohn T1D mit dem Dexcom Continuous Glucose Monitoring Gerät,
führte das dazu, dass der obere Alarm auf 120mg/dl und der untere Alarm
auf 64mg/dl eingestellt wurde und das unter Berücksichtigung, dass beim
Sohn ein Würfelzucker von 5g eine BZ Erhöhung von 26-28mg/dl verursacht
und 1 Einheit Apidra eine BZ Reduktion von 28-30mg/dl verursacht und
so jeweils auf den BZ von um 90mg/dl als Ideal kommt und/oder
dort wenn möglich gehalten wird ( Die Malzeiten ausgenommen. ).
Zu den Hauptmahlzeiten sollte es so sein, dass wenn vor dem Essen der
BZ 90mg/dl war, nach 2 ½ Std. nachdem Essen es auch wieder 90mg/dl
sein sollten und man sonst wenn nötig korrigiert.
In der täglichen Praxis ist das natürlich nicht so einfach um einzuhalten.
Das hier soll nur der objektiven Erläuterung dienlich sein.
PS : Das hier kannst Du ausdrucken und dem Instruktor bei der Schulung
vorlegen, denn es könnte auch für solche interessant sein.
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Dibein
Rang: Gastam 05.01.2017 14:23:48 | IP (Hash): 57787073
Hi Peter,
Ich werde deinen Bericht auf jeden Fall mitnehmen. Ich überlege natürlich auch ob die Therapieform BOT für mich die richtige ist. Wenn ich wieder ans arbeiten komme sind meine Tage alles andere als geregelt. Und ich denke das BOT da doch einiges an Kontinuität verlangt.
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am 05.01.2017 15:38:47 | IP (Hash): 361798095
Du könntest ja auch mal schauen, ob Du nicht vielleicht auf die nächsten paar Jahre bis für immer völlig ohne Medis zu Deinem alltäglich gesunden Blutzucker kommst, wenn Du Deinen Diabetes nach diesem Rezept von Prof. Taylor http://www.ncl.ac.uk/magres/research/diabetes/reversal/#publicinformation zurück drehst?
Mit dem Ansatz hab ich meinen weit über 26 Jahre alten vor gut 3 Jahren auf immerhin weniger als 25% vom ursprünglichen Insulin-Bedarf schrumpfen können. Und ich bin mir sicher, dass ich damit noch vor 20 Jahren für heute NULL Medis bei alltäglich gesundem BZ hätte sorgen können.
Wenn Du’s machst, kannst Du schon nach ner guten Woche sehen, wie gesund Du Deinen BZ ohne Medis schaffen wirst. Und höchstwahrscheinlich wirst Du dich nach den ersten 3 bescheidenen Tagen von da an super fit dabei fühlen :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.