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Überrascht und Ratlos

  • Dibein

    Rang: Gast
    am 05.01.2017 17:57:35 | IP (Hash): 57787073
    Hallo Jürgen,

    Ich weiß das das sicher ein netter Ansatz ist. Nur wenn ich den Beispiel Essensplan lese... - Sorry aber da bieten die Verpackungschips meiner letzten Elektrolieferung ein größeres kulinarisches Erlebnis;). Das ist so gar nicht meins.
    Ich weiß auch aus der Vergangenheit das ich das so machen muss wie das für mich passt. Ich weiß gar nicht ob ich das schon mal geschrieben habe aber ich war vor ca. 12 Jahren als ich noch in NRW lebte so weit das mir Diabetes T2 diagnostiziert wurde. Bei weiten nicht mit der Ausprägung wie nun. Das wurde damals mit Metformin behandelt. Ich habe dann von 165kg auf 100kg innerhalb von 11 Monaten Gewicht reduziert und konnte dann meine Medikamente vollständig einstampfen und ich dachte alles ist wieder gut. Ich habe mein Gewicht auch schön gehalten. Dann kamen der Ortswechsel von NRW nach SH der damit verbundene Jobwechsel einige persönliche Niederschläge. Stress, Rückfall in alte Gewohnheiten , kein Sport mehr, Jojo wieder 50kg drauf. Und da begann eigentlich mein Kampf. Ich konnte mein Gewicht nicht mehr halten geschweige denn reduzieren. Ich hatte Dauerhunger auch wenn ich gerade gegessen hatte. Ich war schlapp ob ich nun gegessen hatte oder nicht. Das ganze ging soweit bis mein Chef sagte: du gehst JETZT zum Arzt oder ich schmeiße dich raus.
    Klingt sicher hart aber letztlich denke ich das ich in wenigen Jahren sicherlich mit dem schon erwähnten Herrn mit der Sense gegangen wäre. Ich weiß und merke jetzt schon das ich es wieder schaffen werde zumindest einen gutes Stück in Richtung meines Wohlfühlgewichtes (100kg) zu gehen. Es ist auch nicht so das ich das nicht zwischendurch auch intensiv versucht hätte. Aber erst mit der Medikation von Insulin und Metformin bewegt sich das ganze wieder. Ich habe bereits im ersten Monat ohne Mühe 8 Kg abgenommen. Und das mit der Methode die zu mir passt. Wenn ich erst wieder soweit bin das ich mich wieder schneller bewegen kann als unser Oma dann geht das richtig fix mit dem Abnehmen.
    Ich weiß aber nicht ob eine Bauchspeicheldrüse die kein Insulin mehr produziert damit irgendwann mal wieder anfängt Insulin zu produzieren und dann auch dabei bleibt wenn man sich nicht streng an eine "ich esse ab heute nur noch Luft" Diät hält.
    Im Moment steht für mich die Reduktion von Medikamenten bei Erhalt von einem gewissen Maß an Lebensqualität für mich im Vordergrund. Ich bin dafür bereit zwischen den Events die das leben so bietet mich zurückzunehmen und die eine oder andere bittere Pille zu schlucken oder zu spritzen - wenn sie denn hilft.
    Ich weiß aus Erfahrung das das was dem einen hilft dem anderen noch lange nicht hilft weil er das einfach nicht dauerhaft umsetzen kann. Ich habe vor 18 Jahren das rauchen aufgehört. Von 60 auf 0 von jetzt auf gleich.
    ich weiß nicht ob du rauchst. Aber wenn du mich fragst wie schafft man das, dann werde ich dir sagen ausmachen und fertig. Und ich kann dir glaubhaft versichern das eine Methode ist die definitiv funktioniert. Aber ob das für dich klappt?

    Also viele Worte für wenig Aussage: Ohne das probiert zu haben kann ich schon nach den ersten Sätzen die da gelesen habe sagen "nicht mit mir". Aber ich bin sicher das viele andere das schaffen und das regelmäßig wiederholen und auch Erfolg damit haben. Die Studie besagt aber auch das der niedirge BMI nicht unbedingt ein Garant ist für eine ausreichende und funktionierende Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse und Leber Ist. Als ich abgenommen habe war bei 100kg das Ende erreicht. Das war meine Bikinifigur. Aber ich war damit alles andere als Zart. Ich nicht bin mit 186cm nicht so ganz klein und habe NATÜRLICH auch die berühmten schweren Knochen.;) Aber immer noch keinen gesunden BMI.


    Bearbeitet von User am 05.01.2017 18:13:47. Grund: Korrektur
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.01.2017 18:10:26 | IP (Hash): 361798095
    Gelesen und akzeptiert. Mit dem Rauchen aufhören hab ich damals in 73 oder 74 auch so gemacht.
    Daumendrück :)


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 05.01.2017 18:19:46 | IP (Hash): 57787073
    Aber das soll nicht bedeuten das ich nicht für jeden Tipp dankbar bin. Denn ich weiß auch das es der Austausch ist der einem manchmal den Weg zeigt wo man sagt: Das geht für mich.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 05.01.2017 19:25:10 | IP (Hash): 2048543983
    Dirk schrieb:
    Na ich sehe schon das das Thema "splitten von Lantus" durchaus zu kontroversen führt. Also wenn ich das mal mit Laienhafter Logik betrachte:

    Ich spritze 36IE Lantus am Abend (18h) irgendwann in der Nacht (gegen 4Uhr am Morgen) erreicht das Insulin seine höchste Wirkung die dann im laufe der folgenden Nachtstunden und im laufe des Tages bis zur neuen Injektion immer weiter abfällt und ich habe dann am Tag die "geringste" Insulinversorgung bevor ich um 18 Uhr die nächste Injektion mit 36IE spritze.

    Im Moment ist das anscheinend noch unproblematisch da ich, mit wenigen Ausnahmen eine recht stabile BZ Kurve habe mit einigen Tendenzen nach oben und unten im vertretbaren Rahmen.

    Wenn ich das Insulin jetzt splitte klingt das was Peter schreibt eigentlich logisch. Kann Problematisch werden wenn ich wieder arbeite da ich einen großen Teil meines Geldes auf der Strasse verdiene (also mit fahrend mit dem Auto;)).


    Hallo Dirk,
    Lantus ist eigentlich ein ideales Langzeitinsulin für dich, auch für deine Berufsfahrertätigkeit.
    Theoretisch ist das Wirkmaximum schon nach 4 h erreicht, bleibt gleichmäßig und fällt nach ca. 20 h wieder ab - siehe 2te Kurve http://www.diabetespraxis.at/die-behandlung/insulin-spritzen/langsam-wirkendes-insulin.html.
    Um auch den Morgenanstieg des Blutzuckers der 'Aufwachhormone' (nicht unbedingt Stresshormone) abzufangen, wird vielfach die Spritzzeit ca. 22 Uhr (vorm Schlafengehen) empfohlen.
    Auf jeden Fall sollte dann die Wirkung des Lantus über den Tag gleichmäßig sein.

    Die Menge an Lantus erscheint mir außerdem recht hoch mit 36 IE, die brauche ich noch nicht mal mit in Summe Basal/Bolus-Insulin.
    Du nimmst ja außerdem auch Metformin in hoher Dosis 2 x am Tag.
    Die Wirkung lässt sich nicht so einfach einschätzen in Bezug zu unterschiedlichen KH-Mengen in deinen Mahlzeiten.

    Ev. würde auch eine Dosis-Anpassung (Verringerung) vom Lantus und auch des Metformins helfen.
    In deinem Berufsalltag wäre für dich - solange es geht - Metformin leichter händelbar.

    Mahlzeiteninsulin geht zwar individueller auf die Mahlzeiten ein, erfordert dennoch Aufwand u.a.m.

    Der 74er Blutzuckerwert hat dich beunruhigt.
    Aber eine Unterzuckerung war das noch nicht. Die Grenze liegt bei 60 mg/dl (Hyposchulung), in der ersten Schulung kamen die Vortragenden mit einem 'kurzen Zeitfenster zum Handeln' bei 50 mg/dl. Das kannst du aber auch selbst erkennen, weil du zum Wiederwohlfühlen nur 1 Traubenzucker gebraucht hast. Bei Unterzucker werden jedoch bis zu 6 Traubenzucker (3 BE) empfohlen.

    Mit wirklich tiefen Werten stand der Sensenmann noch nicht vor meinem Bett.
    Bei mir ist es jedenfalls so, daß ich unruhig wach werde und klatschnass geschwitzt bin - mit 2 - 3 Dextros (1,5 BE) und viieeel Wasser zum Heruntersprülen gegenregulieren kann. Durch das Schwitzen viel Energie verloren, rolle ich mich dann eher mit Schüttelfrost in meine Bettdecke und schlafe erschöpft wieder ein.

    Habe als Basalinsulin Levemir, das morgens und abends gespritzt wird - lässt sich für mich besser einschätzen. Teile auf in morgens 7 Einheiten (für langen Tag) und 5 Einheiten für die Nacht einschl. Morgenanstieg.

    Herzliche Grüße aus NRW in den hohen Norden
    Elfe

    In NRW eher glimpfliche Wetterlage hoffe ich für dich, daß dein Zuhause nicht überflutet wurde und/oder du vom Sturm verweht wurdest. Und Applaus Applaus für deine soziale Ader beim Helfen des Überschwemmungsopfers :-)
    Bearbeitet von User am 05.01.2017 19:42:31. Grund: .
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    Beiträge: 8852
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.01.2017 19:43:23 | IP (Hash): 361798095
    @elfe
    36 IE Lantus sind für Typ2 eher wenig, 80-100 sehr viel häufiger und der Hauptgrund für den Erfolg vom Toujeo, weil das mit nem Drittel vom Platz im Fell auskommt.

    Spritze selbst morgens und abends je 8 IE Lantus. Mit 16 IE auf einmal am Abend komme ich in der 2. Nachthälfte unter 60 und auch ab und zu mal unter 50. Mit den 8 IEs hab ich so ab Mitternacht nen schön waagerechten Verlauf um 80, der erst mit meinem Aufstehen ähnlich senkrecht ansteigt.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 05.01.2017 19:51:40 | IP (Hash): 57787073
    Hi Elfe,

    Ich werde mal am Montag bei der ersten Schulung die Ohren aufstellen und die Frau Doktor mit ordentlich Fragen traktieren,;) Ich bin kein Berufskraftfahrer mehr (das war ich 22 Jahre Lang) nun arbeite ich in einer Marketing Agentur quasi als MFA also Mädchen für alles oder auf English GFA ;)). Und wir machen da vieles für sehr bekannte Firmen aus dem Hard- und Softwarebereich und das Europaweit und da muss vieles oft schnell gehen. Da ich einer derjenigen bin die dann immer mit großem Gepäck reisen muss ich das alles auf der Straße erledigen.

    Vom Hochwasser blieb ich verschont. Ich lebe hier auf dem Berg, Also 2 Meter über NN.:D In der Stadt hat es nur die Untertraveanlieger erwischt. Aber selbst dem Herrn Niederegger seine Marzipanbude blieb verschont. Da habe ich in NWR schon schlimmeres erlebt.;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 06.01.2017 00:21:08 | IP (Hash): 2048543983
    Hallo Dirk,

    Montag ist ja schon überübermorgen, also bald.

    Bei meinen Schulungen waren jedoch Diabetesassistentinnen Referenten. Inhalte waren Ernährung, Bestandteile zur Blutzuckererhöhung (Kohlenhydrate, Zucker, Stärke) und andere Faktoren wie Bewegung zur Senkung, u.a.m..

    Medikament/Insulin, Dosis wird unabhängig davon mit dem Arzt bestimmt.
    Dennoch kannst du in der Schulung selbstverständlich Fragen stellen und Antworten erwarten.

    Gruß Elfe
    von einem NRW-Hügel ;-)
    Bearbeitet von User am 06.01.2017 01:18:48. Grund: .
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 06.01.2017 08:45:34 | IP (Hash): 1172938338
    Hallooo - Ich bin gesetzlich Versichert. Da werden die sich das nicht erlauben. Unter Chefarzt und Einzelberatung können die das mal gleich vergessen.;)

    Ich denke, da eine der Ärztinnen der Praxis sagte "Ich sehe sie ja dann am Montag bei "meiner" Schulung" das diese dann auch dabei ist.
    Aber ich bin sicher das das vermittelte Wissen von einer Assistentin ausreicht um mich für ein weiteres Arztgespräch vorzubereiten oder fragen ganz einfach auszuräumen.

    In welcher Region aus NRW lebst du den? Ich habe in Wuppertal, Neviges (Velbert), Dortmund und Dülmen gewohnt.

    Liebe Grüße

    Dirk


    Bearbeitet von User am 06.01.2017 13:52:10. Grund: Korr.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 06.01.2017 16:10:28 | IP (Hash): 2048543983
    Hallo Dirk,

    wünsche dir viel Erfolg am Montag.
    Ist das ein einmaliger Termin oder sind da mehrere ?
    Für die Intensivierte Insulintherapie (mit zwei Insulinen) ging die Schulung bei mir über sieben Treffen.

    Liebe Grüße aus dem fröhlichen Rheinland
    Elfe
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 06.01.2017 16:52:16 | IP (Hash): 1172938338
    Hi Elfe,

    Neee - Das sind schon mehrere, ich meine 6 Termine, in Wochenfolge. Was was ich alles an Infos brauche ist ganz sicher nicht in 4 oder 5 Stunden erzählt;). Ich bin so der Typ der eigentlich solange nicht zum Arzt geht wie der Kopp noch an zwei oder drei Kabeln hängt. Aber wenn ich mich einmal entschlossen habe dann soll der sich mal schön warm anziehen.;)


    OT: Ah das Rheinland ist mir wohl geläufig;) In meiner Kraftfahrer Zeit (Nahverkehr) war ich oft und gerne da unterwegs. Viel in Monheim bei einem namhaften Dachsteinhersteller oder in Brüggen/Bracht da gibt es dann die vielen Tondachsteinhersteller. Aber natürlich kenne ich auch Kölln, Aachen und das Rheinland bis nach Kleve und Emmerich ruf oder runter wo ich dann viel für die Dachdecker aus der Region Dachsteine angeliefert und bis aufs Dach gebaggert habe.