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Was warum lieber, BE oder KE?

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    am 15.01.2017 23:22:00 | IP (Hash): 1457294643
    Und wen hast du alle 5 Minuten in den Finger gestochen?
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    am 15.01.2017 23:46:10 | IP (Hash): 2099904511
    Maxim schrieb:
    Ich konnte den Link nicht öffnen. Was ich meine sind Wirkungsdiagramme wo man
    den Verlauf der Glukose in mg/dl und die Zeit als Kurve dargestellt ablesen kann.

    Du hast wahrscheinlich das Fragezeichen mit kopiert. Der Link
    http://www.hypos.de/insulinkurven/flashfilm.php
    funktioniert und ist ziemlich interessant.

    Natürlich kann dort nur der Verlauf der Insulinwirkkurve dargestellt werden. Der Verlauf der Glukose wäre noch von der Menge und Art der KH und dann noch von deiner individuellen Reaktion darauf abhängig. So etwas lässt sich nicht allgemeingültig darstellen. Das Zusammenbringen der KH-Wirkung (und der geringeren aber auch vorhandenen Eiweiß- und Fettwirkung) mit der Insulinwirkung ist dein Part, für den man sehr viel üben und Erfahrung sammeln muss.
    Bearbeitet von User am 15.01.2017 23:53:38. Grund: .
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    am 16.01.2017 00:12:45 | IP (Hash): 542579802
    Rainer

    Ich hatte das 5x an verschiedenen Tagen so gemacht. 4 Std. nach einer Mahlzeit im der
    Ruhephase, 10g Zucker in Wasser gelöst getrunken und dann 20 Minuten später das Apidra
    für 1 KE gespritzt und dann geschaut wie die Wirkung verläuft mit der Zeit gemessen wo
    sich dann wieder eine Kurve bildet und es entweder flach am tiefsten Punkt weiter geht oder
    sich wieder etwas erhöht und so bin ich dann auf die 1:30 plus/minus 5 Minuten gekommen.
    Nun hatte ich gedacht, dass sowas mit 10-20 verschiedenen Personen gemacht wurde um
    dann eine Durchschnittskurve zu erhalten, aber Fehlanzeige da nichts so zu finden war.
    .
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    am 16.01.2017 02:08:46 | IP (Hash): 643279826
    Wieviel spritzt du für 1KE?
    Ich vermute einfach mal, recht wenig? Vielleicht 1IE? Oder weniger?

    Es gilt allgemein: dreifache Menge Insulin verzögert die Gesamtwirkung auf die doppelte Zeit.

    Umgekehrt gilt natürlich auch: Nur ein Drittel der Menge, auf die sich die übliche Größe von 3h Stunden bezieht, halbiert die Wirkdauer (beschleunigt also). Die übliche Menge für die 3h sind - da bin ich mir aber nicht ganz sicher! - um die 5-7IE. Nehmen wir nur 5IE an. Wenn Du dann nur etwa 1IE
    spritzt, dann wird aus 3h auf einmal 1,5h.
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    am 16.01.2017 02:08:47 | IP (Hash): 643279826
    .
    Bearbeitet von User am 16.01.2017 02:09:17. Grund: .
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    am 16.01.2017 02:22:15 | IP (Hash): 542579802
    3E gespritzt, Von vorher um 110mg/dl bis nachher um 70mg/dl.
    Ich wollte sehen wie es dann wieder hinauf geht wenn die Wirkung vorbei ist.
    Bearbeitet von User am 16.01.2017 02:29:44. Grund: .
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    am 16.01.2017 05:18:21 | IP (Hash): 8018504
    Maxim schrieb:
    Die Insuline

    Ich hatte versucht über die verschiedenen Insuline schlauer zu werden, aber das ist nicht ganz
    einfach da fast keine Wirkungsdiagramme publiziert sind und die angegebenen Std. Zahlen
    variieren und sind wahrscheinlich nach dem verbleibenden Insulingehalt im Blut gemessen
    und nicht nach der Glukosereduzierendenwirkung.
    So bin ich selbst an die Sache gegangen weil es mir etwas komisch vorkam
    und ich den Eindruck hatte, dass die Wirkungszeiten wesentlich kürzer sind.
    Mein CGM war mir da sehr behilflich, aber wegen der ca. 10 Minuten Messverzögerung im
    unteren Bereich als sich wieder eine Kurve anfing zu bilden, hatte ich dann alle 5 Minuten
    immer eine Fingermessung gemacht um den tiefsten Punkt zu finden.

    Für Apidra und Novorapid sind die publizierten Zahlen mit einer Wirkungsdauer von 2 ½ bis
    4 Std. angegeben, aber die Hersteller selbst machen keine Angaben darüber.
    Gemäss meinen Messungen bin ich aber nur auf 1:30h plus/minus 5 Minuten gekommen bis
    dass keine weitere Reduktion mehr möglich war und das könnte auch erklären weshalb man
    manchmal so Achterbahn fährt insbesondere bei grösseren Hauptmahlzeiten oder schwereren
    länger verdaulichen Pizzas, Spagetti Bolognese mit viel Bolognese zum guten Schmecken, etc.,
    wo die Verdauung eher bei 3-4 Stunden ist und nicht wie bei leichteren nicht fettigen Sachen
    von nur 2-2,5 Stunden.
    Ich weiss nun nicht ob diese 1:30h bei Apidra oder Novorapid auch von Mensch zu Mensch
    variieren und erwähne nur, dass die Wirkungszeit aber um so viel weniger ist als publiziert.
    Vielleicht können Andere das auch mal austesten.

    Wenn man nun die Apidra oder Novorapid von nur 1:30h betrachtet, dann kann das eigentlich
    nur für leichtes oder nicht so umfangreiches Frühstücken, wenn überhaupt richtig, oder nur für
    rasch eine Semmel mit Butter und Aufstrich mit Kaffee auf die Schnelle, oder Abends vielleicht
    etwas leichteres vor dem Schlafen sein. Das ist aber sicher nicht genügend um das normale
    Körpergewicht zuhalten.
    Die Rapid Insuline haben sicher ihre Vorteile wenn man von höherer Glukose möglichst rasch
    wieder herunter unter 100mg/dl will, oder für rasche kleinere Korrekturen nach dem Essen
    oder für generell leicht und schnell verdauliche Sachen.
    Aber was ist mit den grösseren Hauptmalzeiten ?

    Im Moment scheint es auch fast wie eine Mode zu sein wo einfach Rapid Insulin mit
    Basalinsulin verschrieben wird und damit soll dann alles gut sein und der Diabetiker
    kann dann sehen wie man damit zurechtkommt.

    Das hat mir die Idee gegeben, dass die Rapid Insuline für grössere Hauptmahlzeiten mit
    der Verdauung auch von der grösseren Menge von 3-4 Stunden, eigentlich die doppelte
    Glukose reduzierende Wirkungsdauer haben sollten und bin dann bei Insuman Rapid von
    Sanofis fündig geworden. Gegenüber Apidra 4 Einheiten wird das Insuman Rapid mit 6-8
    Einheiten gespritzt wegen der doppelt längeren Wirkungsdauer.

    Daraus ergibt sich die Idee, welche man mit dem Arzt absprechen sollte, dass der
    Diabetiker zum Rapid Insulin und Basalinsulin auch noch das Insuman Rapid bekommt
    und dann so mit den 3 verschiedenen Insulinen seinen individuellen Bedarf abdeckt.
    (Es ist mir klar, dass so etwas mit 3 verschiedenen Insulinen wahrscheinlich noch nicht
    publiziert ist, aber es könnte vielleicht der idealmögliche Kompromiss der Praxis sein.)

    Zum Lantus mit nur knapp 22-24 Std. Wirkdauer ist das Toujeo von 26-28 Std. Wirkdauer zu
    erwähnen, da es eigentlich so ist wie das Lantus von Anfang an hätte sein sollen für eine
    bessere und stabilere Basalwirkung um die Lantus Startphase von 4 Stunden nach jedem
    spritzen zu kompensieren mit der vorgängig gespritzten Dosis. Das Tuojeo soll auch eine um
    20-40% reduzierte Hypo Wirkung haben. Toujeo ist aber 3x konzentrierter als Lantus und gibt
    entsprechend kleinere Beulen weil 3x weniger Volumen gespritzt wird und ist nur in Fertigpens
    erhältlich wo dann 1 Einheit wie 1 Einheit von Lantus ist.
    Nur mal laut gedacht, sage ich dass sich eine Umstellung von Lantus auf Toujeo lohnt.
    Sanofi beim Toujeo Insulin empfiehlt nun, dass die Basaleinstellung gemäss der morgendlichen
    NBZ Nüchtern Blutzuckermessungen von 3-7 Tagen im Bereich von 80-100mg/dl gemacht wird.

    .





    Sooooooo viel Text...

    Gerade mit CGM sollte Insulinsplitting doch gut funktionieren?

    Die Kombination Basal/Altinsulin/Rapid praktizieren einuge - wäre mir aber zuviel Aufwand.

    Peter, schön das Du Dir hier Infos holst.
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    am 16.01.2017 07:00:07 | IP (Hash): 8018506
    Maxim schrieb:

    Wenn Jemand kleinere Insulinpumpen machen würde, welche man nur zu
    den grösseren Hauptmahlzeiten oder Auswärtsessen kurz anbringt, das wäre
    wahrscheinlich ein Erfolg.



    Gibt's schon.
    Nennt sich Insulin-Pen und wird mit einer Kanüle für kurze Zeit angebracht...

    Eine Insulinpumpe versorgt den Körper Basal und wird zun Bolus genutzt - und dafür gibt es verschiedene Modi.
    Ohne Basal hätte die Pumpe wenig Sinn...


    BE oder KH?
    Schätzen oder wiegen?

    Genau genommen ist die BE eine Einheit für Kohlenhydrate und Kalorien aus Fett und Eiweiß, sozusagen eine "belegte Brot-Einheit".
    Man kennt das: Für Obst will der Faktor nicht ganz passen, man kommt trotz sorgfältigster Rechnerei zu niedrig raus. Dagegen sorgen Nudeln mit der leckeren Fleischsoße, Pizza oder Grillgelage für höhere Werte trotz eigentlich passender Kohlenhydrat-Berechnung... hier Stichwort FPE-Berechnung.
    Und hier kommt die BE ganz gut weg... für Ernährung nach DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung).
    BE-Schätzen kann man lernen. Am Anfang viel nachwiegen und dann eben lernen. Dazu muß man kein Professor sein. learning by doing ist angesagt. Wobei gerade Brot und Brötchen echte Mistkerle sind....

    Angaben in Restaurants kenne ich von McDonalds, das passt ziemlich gut. Alles andere wird abgeschätzt. Bis auf China-Restaurant - das ist Lotto.

    Bei der ganzen Schätzereu darf man nicht vergessen: Landet man im Zielbereich ist alles OK. Will man unbedingt nach dem Essen einen Zielwert erreichen - viel Spaß und guten Flug, das ist praktisch unmöglich, denn Bewegung, Stimmung und Gesundheit gehören zur Rechnerei auch noch dazu.