Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Nach Metformin-Absetzung - was ist normal?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 81
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 21.01.2017 13:00:05 | IP (Hash): 797311773
    Hallo,

    also ich habe die Normalwerte, die für mich gelten sollten irgendwie vom Radar verloren..
    Kurz zu meiner Geschichte: im April 2016 Diagnostizierter Diabethes unklaren Typs mit Hba1C : 10,2. Nüchternblutzucker schwankend zwischen 190 - 230.
    Hinzu kam ein Gesamt-Cholesterin von 301.
    (unklarer Typ wg. familiärer Vorbelastung: Vater: ein sogenannter Lada. Wurde vor 40 Jahren als normalgewichtiger Typ 2 diagnostiziert, erst mit oralder Medikation, seit 30 Jahren dann mit Insulin und vor 2 Jahren wurden das erste mal Antikörper nachgewisen und seit dem Typ 1. Bruder: seit 10 Jahren normalgewichtiger Typ 2. 2 Jahre über Ernährung, 3 Jahre mit Metformin und seit 5 Jahren Insulinpflichtig.
    Ich bekam orale Medikation mit 2 x 850 mg Metformin und irgendein Avestatin oder wie das hieß gegen das Cholesterin.
    Nach 1 Woche hatte ich die ersten Nebenwirkungen des Avestatin. Die Verdauung funktionierte fast gar nicht mehr.. Verstopfung. und meine Leistungsfähigkeit war drastisch reduziert und unter 12 - 14 Stunden Schlaf ging nichts mehr. Das Avestatin wurde vorrübergehend abgesetzt und nach weiteren 2 Wochen vom Diabethologen (den ich eigenmächtig aufsuchte) verboten, auf Grund der Nebenwirkung der Muskelzersetzung. Irgendwelche Eiweißwerte waren komplett aus dem Ruder gelaufen...
    Der Typ wurde aufgrund des negativen Antikörpertests auf 2 festgelegt, was den Lada allerdings nicht ausschließt, wie Der Diabetologe meinte.
    Somit weitere Medikation von 2 x 850 mg Metformin. Cholesterin wurde nichts mehr gegen unternommen.
    Ich selbst begann bei Diagnosestellung mit Inlineskaten + Fitness. Je nach Witterung. (täglich) auf Grund meines doch leichten Übergewichtes.

    Der nächste Langzeitwert wurde im Juli 2016 genommen. Angestrebt waren 7,5, erreicht hab ich 6,5. Cholesterin leider nach wie vor zu hoch mit 270. (Sportpensum hab ich bei 5 x Wöchentlich beibehalten)

    Seit September auf Grund von Zeitmangel Sportpensum auf 3 x wöchentlich runtergeschraubt und so beibehalten bis jetzt).

    Im November kam der nächste Lanzeitwert und lag bei 4,5. Cholesterin unauffällig. Den Wert hat mir mein Arzt gar nicht mehr genannt.. Er meinte: völlig normal. Gewichtsverlust bis dahin: 20 kg seit Diagnosestellung.
    Mein Arzt beglückwünschte mich, dass ich somit kein Diabethes mehr habe und auch auf das Metformin verzichten kann.
    Essenstechnisch hatte ich nie wirklich eine Diät bekommen, eine Ernährungsberatung, wo vermittelt wurde, worauf man achten sollte.. Aber Essen durfte ich alles weiterhin und darf es laut Arzt auch jetzt weiterhin.

    Nun, das Meßgerät habe ich noch hier und messe nach wie vor recht regelmäßig zumindest meinen Nüchtern-BZ am Morgen nach dem Aufstehen.
    Unter Metformin lag dieser im November zwischen 70 - 90. Im Dezember meistens um die 90 (plus/minus je nach Abendessen)
    Aufpassen sollte ich weiterhin bei meinem Gewicht, dass ich da nicht wieder 5 oder mehr kg zulege.

    Sorgen macht mir nun neuerlich mein Nüchtern-BZ-Wert, der nun mit der Weile um die 110 liegt. Lediglich wenn ich mehrere Tage in Folge ab Mittagessen nichts mehr esse, bekomme ich ihn am nächsten Morgen wieder auf Werte um die 90.. Damit hab ich nun aber erfolgreich weitere 2 kg abgenommen.

    Nun, nicht, dass ich damit Untergewicht bekomme... Da bin ich immer noch 5 kg von entfernt.
    Aber Abends nichts mehr zu essen, empfinde ich dann schon als Belastung, zumal Gemüse wie Salat, Karotten, Kohlrabi usw. am nächsten Morgen auch zu sehen sind.. Da bleiben die Werte konstant bei derzeit 110 mg/dl.

    BZ-Spitzen hatte ich derzeit 2 mal richtig ausgeprägt bemerkt. Ich reagiere da meistens mit aufsteigender Hitze mit Schweißausbrüchen drauf. In beiden Fällen lag der Wert je einmal bei 183 und beim 2. mal bei 188. Dafür brauch ich nur 20 g Reis. Also ein Viertel der Normalportion^^. Seit dem verzichte ich lieber drauf.
    1 Stunde nach dem Essen hab ich in der Regel den höchsten BZ-Wert, der je nach KH zwischen 140 - 160 liegt und in der Regel 2 Stunden später wieder auf dem absteigenden Ast auf Werte um 110 - 130 ist.

    Wenn ich das so während des Niederschreibens betrachte, bin ich von Normalwerten aber scheinbar doch noch etwas weiter entfernt?
    Eine weitere Verunsicherung ist, dass ich ab und an ein gesteigertes Durstgefühl habe und in unregelmäßigen Abständen an einem Tag wie ein Kamel saufe, aber den nächsten Tag wieder normal.
    Bearbeitet von User am 21.01.2017 13:28:49. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 21.01.2017 14:36:05 | IP (Hash): 588029175
    Hallo Laurana,

    bis auf den Nüchternwert sind die von dir erreichten Werte gut und normal - dazu meinen herzlichen Glückwunsch. Lass dir bitte nicht von Leuten wie Purea Chris/Peter/Maxim etwas anderes einreden. Sie werden es auf jeden Fall versuchen. Auch Jürgen ist nicht der Nabel der Welt und hat teilweise ziemlich abstruse Ansichten.

    Zum NBZ hast du aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten. Entweder du senkst ihn weiter mit Metformin oder du akzeptiert die leicht erhöhten Werte und beobachtest sie weiter. Ich persönlich habe mich seit ca. 2 Jahren für die zweite Variante entschieden und sehe bisher keinen Grund, es nicht weiter so zu machen. Meine Nüchternwerte bleiben stabil in diesem Bereich.

    Deine Durststrecken haben, wenn du dabei weder zu hohen noch zu niedrigen BZ feststellen kannst, eindeutig nichts mit dem BZ zu tun. Dahinter müssen andere Ursachen stecken.

    Dein hohes Cholesterin sollte kein Problem sein, wenn die Zusammensetzung in Ordnung ist. Wurden die Werte für LDL- und HDL-Cholesterin sowie die Triglyceride mit bestimmt? Wenn nicht, dann bestehe das nächste mal unbedingt darauf.

    Beste Grüße, Rainer
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 168
    Mitglied seit: 12.08.2015
    am 21.01.2017 21:50:19 | IP (Hash): 643279826
    Hallo Laurana,

    wer hat denn das Metformin abgesetzt? Dein (Haus)arzt oder Der Diabetologe?

    Meiner Meinung nach spricht eigentlich nichts gegen Metformin, Ohne sind Deine Werte ja schlicht leicht erhöht. Wie hat sich denn der HbA1c ohne entwickelt?

    Und hast Du irgendwelche Nebenwirkungen vom Metformin, die ein Absetzen sinnvoll erscheinen lassen?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 81
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 23.01.2017 21:11:39 | IP (Hash): 797311773
    Hallo Tarabas,

    nachdem der Typ 2 festgestellt wurde, sah Der Diabetologe keinen weiteren Handlungsbedarf mehr und schickte mich nebst Brief zum Hausarzt zurück. Dieser übernahm dann auch die weitere Behandlung und setzte schlußendlich auch das Metformin wieder ab.

    Es gab 2 Sachen, die für das Absetzen sprachen: Was zwar ungewöhnlich klingt, aber im Bereich der Nebenwirkungen liegt. Ich bekam ca. 1 Woche nach Einnahme des Metformin enorme Verdauungsprobleme. Und das nicht in Form von Durchfall, sondern in die andere Richtung. Zum Teil so schlimm, das medikamentös nachgeholfen werden mußte. Eine andere Ursache konnte nach Sichtung des Speiseplans und eingehender Untersuchung erst mal ausgeschlossen werden.

    Lange Rede gar kein Sinn. Dies und mein HbA1c von 4,5 unter Metformin sprachen für die Absetzung.

    Am 9. 2. muß ich nun wieder erneut zur Blutabnahme zur Bestimmung des HbA1c. Heißt, ich habe noch keinen neuen.
    Ich laß mich überraschen, was rauskommt.

    Nachtrag: Ich hatte gestern Abend einmalig nach Monaten wieder eine fürstliche Mahlzeit. Pizza und Eis beim Italiener. Ich mußte fast nach Hause rollen, so vollgefressen war ich.. Gemessen hab ich "leider" nicht, auf Grund von schlechtem Gewissen. Heute früh hatte ich aber einen traumhaften Wert von 85.. Daraus soll einer schlau werden :D
    Bearbeitet von User am 23.01.2017 21:24:21. Grund: Nachtrag