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Neues Bolus Insulin
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Cracktros
Rang: Gastam 24.01.2017 21:50:49 | IP (Hash): 592562964
NovoNordisk hat die EU-Zulassung für sein ultraschnelles Insulin Fiasp erhalten.
"Fiasp® senkte bei Typ 1-Diabetikern die postprandiale Plasmaglucose stärker als NovoRapid®. Zudem verbesserten Fiasp®-therapierte Diabetiker signifikant ihren HbA1c-Wert im Vergleich zur NovoRapid®-Gruppe, wenn die Patienten die Insuline direkt zu den Mahlzeiten applizierten."
"Diabetiker, die an Typ 2 erkrankt waren, zeigten nur eine vergleichbare Senkung ihrer HbA1c-Werte unter Fiasp® und NovoRapid® und somit lediglich eine Nichtunterlegenheit von Fiasp®. Der postprandiale Glucoseanstieg war mit der neuen Insulin aspart-Formulierung geringer – jedoch im Vergleich zu NovoRapid® nicht statistisch signifikant."
Sind die Unterschiede zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes so gewaltig, dass für jeden Diabetes Typ ein anderes Insulin benötigt wird?
Quelle
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/01/13/fiasp-erhaelt-zulassung-1
Bearbeitet von User am 24.01.2017 21:51:50. Grund: Quelle -
am 24.01.2017 22:14:18 | IP (Hash): 228078919
Cracktros schrieb:
Sind die Unterschiede zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes so gewaltig, dass für jeden Diabetes Typ ein anderes Insulin benötigt wird?
Quelle
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/01/13/fiasp-erhaelt-zulassung-1
Wäre nicht ganz unmöglich, aber viel möglicher ein Versuchsablauf, der Typ2 einstweilen ärmer aussehen lässt. Auf diese Weise lässt sich eine teurere neue Variante für die auf den ersten Blick sehr viel wenigeren unbedingt insulinbedürftigen Kunden reservieren - mit einiger Wahrscheinlichkeit so auch als Kassenleistung ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 25.01.2017 00:57:46 | IP (Hash): 1693725736
Kann dem ultraschnellem Insulin nichts abgewinnen.
Komme ganz gut mit dem Novorapid zurecht, mit Injektion per Pen mal vor, mal nach, mal geteilt plus FPE*, je nach Mahlzeitzusammensetzung.
Pure KHs verkneift sich ein Diabetiker sowieso, und bei ganz normal zusammengestellten Mahlzeiten mit KH/Eiweiß/Fett passt das Novorapid in der Wirkungsdauer.
Habe da persönlich eher ein Problem mit *Schwerverdaulichem.
Gruß Elfe
als LADA-1er
Bearbeitet von User am 25.01.2017 01:01:59. Grund: . -
am 25.01.2017 08:49:50 | IP (Hash): 64850620
Elfe schrieb:
Pure KHs verkneift sich ein Diabetiker sowieso,
Nö, warum auch...
Mit dem richtigen SEA/DEA und evtl. Splitten des Insulins geht alles!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.01.2017 12:34:03 | IP (Hash): 927276626
Dieses Ultra-Rapid Insulin, nach meinem Verständnis hätte nur
Vorteile bei Insulinpumpen Anwendungen.
Die beigemischte NikotinSäure als Grundform des Vitamin-B3 ( nicht
das handelsübliche NikotinAmid als B3 ) ist essentiell für die Bildung
des wichtigen GTF – Glukose Toleranz Faktor und das L-Arginin in
der natürlichen Form erhöhen die Insulineffizienz und das
Ansprechverhalten der Insulinrezeptoren.
( L-Arginin als in Erdnüssen enthalten. Somit sollte das neue
Ultra-Rapid Insulin nicht von Menschen mit Erdnussallergie
angewendet werden. )
Insulinpumpen Anwendungen da Subkutan und nicht Intravenös
sind nicht in Real-Time wie manche glauben, da die subkutane
CGM Messung eine Verzögerung von ca. 10 Minuten hat und
das subkutane Insulin auch eine Verzögerung von ca. 10 Min.
also total 20 Minuten was eigentlich mit keiner Programmierung
beseitigt werden kann, sondern nur sequenzielles Annäherungen
gemacht werden können, aber mit kontinuierlichem etwas über
oder unter korrigieren je nach Situation als Kompromiss.
Die Firma Ypsomed in der Schweiz ist deshalb in einer Entwicklung
wo bei einer feinen Injektionsnadel der sehr kleine CGM Sensor
integriert ist und damit wären dann intravenöse Anwendungen
denkbar.
.
Bearbeitet von User am 25.01.2017 13:26:23. Grund: . -
am 25.01.2017 12:45:24 | IP (Hash): 2108455638
"Fiasp war NovoRapid in zwei Studien nicht unterlegen
Das Präparat, das unter dem Handelsnamen Fiasp vermarktet werden soll, konnte in zwei Studien (Onset1 und Onset2) zeigen, dass es in Bezug auf die Senkung des HbA1c dem „langsameren Original aspart“, NovoRapid, nicht unterlegen ist.
Bei Typ-1-Diabetikern senkte Fiasp, verabreicht zu einer Mahlzeit, den HbA1c sogar noch stärker als NovoRapid. Außerdem waren die postprandialen Blutzuckerspitzen mit dem neuen Insulin weniger ausgeprägt. Hinsichtlich der Sicherheit und der Nebenwirkungen gab es keine Unterschiede. Neben der besseren HbA1c-Senkung wirbt der Hersteller mit einer größeren Flexibilität im Vergleich zu NovoRapid. Fiasp soll zugelassen werden zu Behandlung des Diabetes mellitus bei Erwachsenen. Das Votum des CHMP hat nur Empfehlungscharakter. Über die Zulassung entschiedet die Europäische Kommission. "
"Dem neuen Insulinaspart wurden die Hilfsstoffe Vitamin B3 und die Aminosäure L-Arginin zugesetzt. Das Niacinamid bewirkt eine schnellere initiale Absorption, da die Insulinaspart-Hexamere schneller in Monomere dissoziieren. Fiasp ermöglicht so eine nahezu physiologische Insulinantwort. Die Aminosäure dient als Stabilisator. "
Wirkzeit um 4 Stunden.
Da werde ich mal beim nächsten Quartalstermin meinen Diabetologen ausquetschen. Man könnte sich räumliches splitten sparen?
Auf jeden Fall hochinteressant. -
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am 25.01.2017 13:18:09 | IP (Hash): 2108455638
Maxim schrieb:
Dieses Ultra-Rapid Insulin, nach meinem Verständnis hätte nur
Vorteile bei Insulinpumpen Anwendungen.
Insulinpumpen Anwendungen da Subkutan und nicht Intravenös
sind nicht in Real-Time wie manche glauben, da die subkutane
CGM Messung eine Verzögerung von ca. 10 Minuten hat und
das subkutane Insulin auch eine Verzögerung von ca. 10 Min.
also total 20 Minuten was eigentlich mit keiner Programmierung
beseitigt werden kann, sondern nur sequenzielles Annäherungen
gemacht werden können, aber mit kontinuierlichem etwas über
oder unter korrigieren je nach Situation als Kompromiss.
Die Firma Ypsomed in der Schweiz ist deshalb in einer Entwicklung
wo bei einer feinen Injektionsnadel der sehr kleine CGM Sensor
integriert ist und damit wären dann intravenöse Anwendungen
denkbar.
.
In der Pumpe oder mit dem Pen – das wäre egal. Auf jeden Fall aber Subkutan.
Was der Teil mit der Verzögerung soll – kannst Du das mal bitte erläutern?
Wenn Du zukünfte Systeme wie die Medtronic 670G meinst, dann geht das am Thema vorbei! Wobei das ganze bis jetzt auch alles Subkutan abläuft. Intravenös unter ärztlicher Aufsicht geht auch mit allen anderen Insulinen, für den "privaten Gebrauch" ist das ganze nicht zugelassen. -
Cracktros
Rang: Gastam 25.01.2017 18:53:56 | IP (Hash): 1573670699
hjt_Jürgen schrieb:
Cracktros schrieb:
Sind die Unterschiede zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes so gewaltig, dass für jeden Diabetes Typ ein anderes Insulin benötigt wird?
Quelle
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/01/13/fiasp-erhaelt-zulassung-1
Wäre nicht ganz unmöglich, aber viel möglicher ein Versuchsablauf, der Typ2 einstweilen ärmer aussehen lässt. Auf diese Weise lässt sich eine teurere neue Variante für die auf den ersten Blick sehr viel wenigeren unbedingt insulinbedürftigen Kunden reservieren - mit einiger Wahrscheinlichkeit so auch als Kassenleistung ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Scheinbar ist ein Studiendesign gewählt worden, welches den möglichst geringen Spritz Ess Abstand - bei diesem Studiendesign sind es 2 Minuten - ermöglicht, und geringere und flachere postprandiale Blutzucker-Spitzen als NovoRapid ermöglicht. Novo Nordisk lässt durchblicken, dass durch die Reduktion der postprandiale Blutzucker-Spitzen ein besserer HbA1C möglich ist. Aus den Beitrag geht aber nicht hervor, ob der 1c von NovoRapid-Nutzern mit größerem SAE nicht mindestens gleich gut ist. Auch, ist nicht erkennbar, ob ein größerer SAE, als 2 Minuten, auch für Typ 2 Diabetiker zu weniger postprandiale Blutzucker-Spitzen führt.
Welches Interesse sollte Novo Nordisk haben um die größte Nutzergruppe auszuschließen? Die Zulassung gilt für die Gesamte EU und nicht nur für Deutschland.
Allerdings: Nach der Erfahrung mit Tresiba hoffe auch ich, dass dieses Insulin auch in Deutschland zu haben sein wird.
Bearbeitet von User am 25.01.2017 19:15:36. Grund: NovoRapid -
am 25.01.2017 19:38:11 | IP (Hash): 693899283
Hallo Cracktros,
wenn du dich näher dafür interessierst, welchen Vorteil die sehr schnell wirkenden Insuline theoretisch haben sollen, dann kannst du dir ja mal den Vortrag "Update Insuline" von der DDG Herbsttagung 2016 hier: http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/mediathek.html
ansehen. Das Thema kommt im letzten Drittel dran, ich kann dir aber den ganzen Vortrag empfehlen.
Mit dem schnellen und steilen Wirkeintritt kommt das Insulin noch ein Stück näher an die physiologische Insulinausschüttung bei Gesunden heran. Besonders spannend finde ich, dass dadurch, dass das Insulin steil ansteigt und auch steil wieder sinkt, das Hyporisiko erheblich kleiner wird.
Ich kann mir schon vorstellen, dass die Vorteile bei Typ 1ern stärker hervortreten als bei 2ern. Bei Typ 2ern kommt ja das Problem der falschen Glukoseausgabe aus der Leber dazu, die über längere Zeit vonstatten geht. Dagegen hilft das schnell und kurz wirkende Insulin nicht besonders gut.
Ich bin gespannt, ob die praktischen Erfahrungen mit der Theorie übereinstimmen werden. Eine Weile müssen wir das noch warten, die Markteinführung soll hier in D wohl erst im Juli sein.
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.