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Apropos Datensammeln:

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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.02.2017 15:08:32 | IP (Hash): 495228413
    Wer mir daraus auf meinem Smartphone meine zuverlässige Diabetes-/BZ-Navi-App-Ausgabe macht, darf gerne alle meine BZ-relevanten Daten sammeln.

    Zuverlässige Navi-App-Ausgabe bedeutet, z.B. unter allen Umständen so rechtzeitig vor einer Unterzuckerung just die Empfehlung, mit deren Befolgung ich die Unterzuckerung vermeiden und meinen Zielbereich weiter einhalten kann.

    Konkret: Mein Zielbereich ist nüchtern/postabsorptiv 60-90, postprandial -140-160. Ich erwarte also von meiner BZ-Navi-App, dass es mich nach 4 Stunden Schlaf bei um 70 nicht weckt, wenn der BZ auf 65 sinkt, sondern einfach weiterschlafen lässt.

    Auf der anderen Seite erwarte ich von der App, wenn ich nach dem Essen zu einem Radl-Ausflug aufbreche, bei dem der BZ in der ersten Stunde locker um 70-80 sinken kann, dass sie mir so rechtzeitig (kann also bei 120-140 sein) sagt, wovon ich da am besten wie viel esse und/oder trinke, dass ich damit dann ne halbe bis ne Stunde beim Weiterradeln tiefstens 60-70 erreiche und höchstens wieder 80-90.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 05.02.2017 15:09:17. Grund: Ergänzung
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 05.02.2017 15:28:39 | IP (Hash): 1356772781
    Was das Daternsammeln angeht:
    Es gibt unterschiedliche Empfindlichkeiten gegenüber Datensansammeln.
    Bis heute hat das Datensammeln, von Wirtschaftsunternehmen und BigData zu keiner Verbesserung für Patienten gesorgt aber zu merkwürdigen Werbebriefen :-)
    Deswegen hat der Gemeinsame Bundesausschuss bei der Entscheidung zur Erstattungsfähigen von CGM's beschlossen, dass erstattungsfähig Geräte Zuckerwerte nicht an den Hersteller und nicht an die Krankenkassen senden dürfen.

    Die Behauptung, dass BZ Werte, von priv. FIRMEN, verwendet werden um nur positives für Patienten zu bewirken ist nie belegt worden.


    Auch ich würde meine Daten zur Verfügung stellen, wenn sie keinen gewerblichen Zweck dienen, wenn sie anonym sind und wenn ich das Gefühl hätte es geht um das Wohl von Patienten.
    Bearbeitet von User am 05.02.2017 18:19:06. Grund: -
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 05.02.2017 15:40:21 | IP (Hash): 183886209
    Cracktros schrieb:
    [.....]

    Auch ich würde meine Daten Tür Verfügung stellen, wenn sie keinen gewerblichen Zweck dienen, wenn sie anonym sind und wenn ich das Gefühl hätte es geht um das Eogl von Patienten.



    Ich müsste da echt überlegen ob ich nicht doch käuflich wäre. Wenn ich Hilfsmittel bekäme die ich sonst nicht oder nur im geringeren Umfang bekomme aber mein Leben erleichtern müsste ich mir die Bedingungen dazu mal genau anschauen.
    Wenn sie fair, durchschaubar und verklagbar währen und ich einen entsprechenden Gegenwert in Form einer Leistung oder eines Produktes.

    viele Grüße

    Dirk


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    ene mene ming mang ping pang ene mene acka wacka eia weia weg! - Peter Igelhoff
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    am 05.02.2017 15:48:30 | IP (Hash): 495228413
    Habe bisher nirgendwo behauptet, dass Big Data bisher was für uns Betroffene leiste.

    Behaupte allerdings, dass Big Data Dir und mir und allen damit verbundenen Menschen mit Diabetes in jedem Moment noch passendere Verhaltens-Empfehlungen geben kann, als wir das mit der vergleichsweise gewaltigen Menge unserer Erfahrungen für uns selbst können.

    Und ich erwarte diese absolut situative und individuelle Empfehlungs-Begleitung als ordentliche Gegenleistung für meine Daten und hab nix dagegen, wenn ich dafür bei jedem Blick auf den Bildschirm ne Abbott- oder Sanofi- oder sonstwie Werbung bekomme.
    Begrenzt auf small and individual data müsste ich heute für deutlich weniger, als ich selbst jeden Tag leisten kann und leiste, z.B. bei managebgl echte Kohle abdrücken.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 05.02.2017 15:49:36 | IP (Hash): 1356772781
    Dirk,
    ein Argument den ich Folgen könnte. Aufhebung des Datenschutzes dafür aber, "bezahlbar". Das würde aber bedeuten, dass auch die Unterhaltung, der Verbrauch, günstig sein muss, oder?

  • Dibein

    Rang: Gast
    am 05.02.2017 17:15:06 | IP (Hash): 1517493045
    Cracktros schrieb:
    Dirk,
    ein Argument den ich Folgen könnte. Aufhebung des Datenschutzes dafür aber, "bezahlbar". Das würde aber bedeuten, dass auch die Unterhaltung, der Verbrauch, günstig sein muss, oder?




    Hi Cracktros,

    Ja aber sicherlich. Ich gehe mit dem Produzenten einer Dienstleistung oder eines Produktes einen Vertrag ein. Eine unabhängige Stelle prüft die Qualität des Produktes und überwacht die Kontinuität in der Qualität. Nun kommt der Herr FSL oder Frau CGM Hersteller des Weges und sagt.
    Mein lieber Herr Cracktros wenn wir deine Daten zur Weiterentwicklung und Bewerbung unserer Produkte Verwenden dürfen dann bekommst du von uns das Produkt xy incl. aller Verbrauchsmaterialien für die Dauer deiner Teilnahme an unserem Projekt (geschenkt, geliehen, vergünstigt oder zugezahlt). Das könnte so sein das du z.B. einen Gutschein bekommst und die Firma bei der KKasse deine Gesundheitsmittel sponsored. Das bedeutet das ich ein FSL+Sensoren bekäme da die Kostendifferenz zu BZ Messgerät und Sticks vom Hersteller getragen wird. Oder ich bekomme die Sachen vom Hersteller komplett umsonst wenn ich an Programmen teilnehme (Fragebogen, Interviews usw.). Das könnte eine WIN WIN WIN Situation werden.
    Und ja ich weiß natürlich das alle immer nur mein bestes wollen;)

    Viele Grüße

    Dirk



    ene mene ming mang ping pang ene mene acka wacka eia weia weg! - Peter Igelhoff
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 05.02.2017 17:42:43 | IP (Hash): 2055458275
    Wobei die Frage was eine Win Win Situation ist, noch zu klären ist.
    Wie sieht der Vertrag aus und welche Auswirkungen können meine Daten, in der Zukunft, auf mich haben. Können mir meine Daten in der Zukunft schaden?
    Etwas, was schwer vorhersehbar ist.
    Eine Diskussion, die unter jüngeren, schon zu einer Veränderung der Kommunikation, in soz. Medien, geführt hat. Viel weniger Partipics, weniger Trollen, gezielte Themensetzung um sich nicht das Image und die Zukunft zu verbauen. Bei den viel aussagekräftigeren Gesundheitsdaten soll dieses Prinzip, welches unter jüngeren eine Rolle spielt, nicht mehr zählen? Da müsste ich -Persönlich- schon bezahlt werden, um meine Daten -nicht anonym- Preis zugeben.
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    am 05.02.2017 18:13:19 | IP (Hash): 495228413
    Wenn das Navi mir sagen soll, wie ich von hier nach B komme, muss es auch mein hiesiges A kennen.
    Hab die Abbott-Software ausprobiert, liefert mir nix für mich verwertbares, also kein B, braucht also auch meine Daten nicht mehr, also kein A.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/donald-trump-und-sein-regime-nur-die-nsa-kann-uns-helfen-kolumne-a-1133067.html der Betrag sagt mir, dass es längst nicht mehr darum gehen kann, dass ich meine Daten für mich behalte, sondern nur noch darum, dass ich möglichst viel davon habe, dass die irgendwo irgendwie genutzt werden.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 05.02.2017 18:46:32. Grund: Ergänzung
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 05.02.2017 20:47:33 | IP (Hash): 1517493045
    Hi Craktros,

    Wie das in der Praxis aussehen soll kann ich natürlich auch nicht sagen, Es sollte schon ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden der sicherstellt das der europäischer Standard in Sachen Datenschutz sichergestellt wird und der Vertragspartner für alle Fälle auch für das EU Gesetz greifbar ist. Es soll und muss ja auch eine freiwillige Kooperation zwischen Kunden und Anbieter bleiben.
    Sicher birgt die Preisgabe von Daten immer Risiken. Für personenbezogene Daten soll es ja auch nach meiner Meinung was geben. Ob das nun Geld ist oder Sachleistungen müsste man dann von Fall zu Fall prüfen. Obwohl ich gegen Geld auch nichts einwenden würde. :D

    Viele Grüße

    Dirk


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