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Uneinstellbarer Diabetes

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 15.02.2017 10:41:57 | IP (Hash): 518379663
    Stimmt, Berufs-Diabetiker ist man schnell.

    Bin grad von Hausarzt zurück, Männergrippe... Neben mir saß im Wartezimmer eine etwas ältere Dame (so Mitte 50) und erzählte, sie müsse nochmal zum Arzt weil der Zucker 200 wäre. Das sei schon ne ganze Zeit so und sie verstehe gar nicht was der Arzt jetzt von ihr wollte...

    Als ich dann nach der Dame beim Doc saß kam die Frage ob ich Probleme mit dem BZ habe, wäre bei solchen Infekten normal, er würde mal schauen...
    Hab wohl entsetzt geguckt, er meinte normalerweise ist gerade älteren Typ 2 alles unter 250 egal und auf die Meinung vom Arzt gibt man diesbezüglich solange was, bis die Tür der Praxis zuklappt. Dann ist treffen beim Bäcker...
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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 15.02.2017 10:49:13 | IP (Hash): 1772292994
    Spüren Menschen mit Werten um die 200 mg/dl diese Werte nicht? Bei Werten von 250 gehtes mir ziemlich schlecht.
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    am 15.02.2017 11:04:58 | IP (Hash): 518379663
    Über 230 merke ich am leichten ziehen im Nacken. Hört sich komisch an, ist aber so.
    Vielleicht nicht immer, aber nach "unbekanntem" Essen ein prima Marker für "verschätzt".

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  • Bild User
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    am 15.02.2017 11:08:30 | IP (Hash): 2105985737
    Die meisten Menschen mit Diabetes, die ich kenne, fühlen sich nicht auffällig mit höherem Blutzucker. Geht mir auch so. Für mein direktes Befinden macht es absolut keinen Unterschied, ob ich grad 100mg/dl oder 300 messe.
    Und ich hab mich damals mit den über 400 die Jahre vor meiner Diagnose auch nicht irgendwie speziell besonders mies gefühlt, sondern lediglich körperlich schneller schlapp.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 15.02.2017 11:31:52 | IP (Hash): 461769334
    Hi Andy,

    Also auf keinen Fall meinte ich mit Berufsdiabetiker den der sich Tagtäglich mit der Diabetes auseinandersetzen muss.
    Denn da sehe ich einen der Unterschiede zu anderen, vielleicht von den Auswirkungen richtig schlimmen Krankheiten. Der Diabetiker Typ2 kann und der Typ1 muss nun mal Tag täglich aktiv in den Verlauf seiner Krankheit unter ständig wechselnden Parametern eingreifen.
    Selbst der Diabetiker Typ2 der keine Medikamente braucht steuert bewusst oder vielleicht schon unbewusst durch sein Verhalten sein Wohlbefinden. Das findet dann einen anderen sichtbareren Aufwand beim Insulinpflichtigen Diabetiker mit ICT oder CSII seine größte Herausforderung.
    Wenn man dann alles zusammenfasst:

    Ich will mit Diabetes möglichst lange und möglichst beschwerdefrei leben
    Ich will mich darüber Informieren wie ich das am besten bewerkstellige
    Ich will über Fortschritte in der Medizin Bezug auf meine Krankheit auf dem laufenden bleiben
    Ich bin bereit technisch und/oder von meiner Lebensweise und nutzung der Modernen Medien möglichst viel dafür tun um das zu gewährleisten

    Und dann entwickelt sich vielleicht schnell ein Bild als wenn man seine Diabetes zum Beruf gemacht hat. Ich denke die Kunst liegt daran nicht jeden damit zu belasten.

    Und da kommt dann der Typ2 den du beim Doc getroffen hast als das andere Extrem. Gemessene kleiner als 250mm/dl und "Ich fühl mich doch gut dabei, und sterben müssen wir alle mal"...Ein Bild das ich, wie beschrieben, in der Schulung kennen lernte. Das einzige mal wo man dann ein wenig nachdenkliche Gesichter sah war der Part mit den Schilderungen der Folgekrankheiten.

    Und wundersamer weise kommt man dann wieder zum Eingangspunkt dieses Freds. Hat Sonjas Mann einen Brittle Diadetes oder hat er sich in eine Ess/Spritz Situation manövriert weil er vielleicht die Motivation verloren hat.

    Die mangelnde Motivation zieht sich durch die Gesamte alters Palette der Typ2er weil vielleicht viele der Meinung sind "Im Moment kann ich mir das Stückchen Kuchen noch leisten und wenn ich dann was merke kann ich immer noch anfangen Insulin zu spritzen". Und beim Typ1ser soll es, nach dem was ich gerade zu Theme BZ Schwankungen gelesen habe, eher der Junge und und Jugendliche sein der sich nicht dem Diktat der Krankheit hingeben will und sich maximal am Leben hält in dem er an Minimum an Therapie macht.


    Viele Grüße

    Dirk
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  • Dibein

    Rang: Gast
    am 15.02.2017 11:41:38 | IP (Hash): 461769334
    Cracktros schrieb:
    Spüren Menschen mit Werten um die 200 mg/dl diese Werte nicht? Bei Werten von 250 gehtes mir ziemlich schlecht.



    Bei mir beginnt die Empfindung nach oben bereits bei 170-180 los. Als Wahrnehmung ist das am ehesten so zu beschreiben als wenn man eine - "ja klinkt komisch" - eine warme trockene interne Dusche bekommt. Das ist noch nicht mal unangenehm aber verbunden mit der Erkenntnis: jetzt ist was anders Und dann suche ich mir in der Regel auch schon mal ein Eckchen um die Spitze abzuwarten weil die empfinde ich dann als unangenehm. Auf der anderen Seite nehme ich den BZ unter 80 auch als unangenehm. Wobei ich keinen Hypo kenne.

    Gruß

    Dirk


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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 15.02.2017 11:41:40 | IP (Hash): 1772292994
    Besonder den schnell fallenden BZ, der sich noch im gesunden BZ -Berteich befindet, spüre ich sehr früh. Und kann sie mit schnell wirkende BE, wie sie in Cola und Säften, vorkommen behandeln.
    Und tiefe Werte so unangenehm sind konzentrieren sich Viele auf die Vermeidung von Typus.

    Viele scheinen hohe Werte nicht zu spüren. Dabei sind hohe Werte mindestens so schlimm wie Hypo und sollten auch vermieden werden. Das so viele mit 200er+++ Werten seelenruhig und Stunden-/Tagelang durch die Geegend rennen ist mir unbegreiflich. Ab Werten über 250 mg/dl fange ich an Zappelig zu werden. Werte über 300 mg/dl kann ich gar nicht gut ab. Mit solchen Werten geht es mir richtig schlecht.

    Bearbeitet von User am 15.02.2017 11:43:39. Grund: .
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    am 15.02.2017 11:42:49 | IP (Hash): 518379663
    Hi Dirk!

    Idealerweise gewöhnt man sich an die Therapie und weiß, auf verschiedene Situationen zu reagieren.
    Da ist dann "mal ein Nüchternwert" von 200 oder ein Ausreißer nach dem Essen von 250 oder eine Beginnende Keto wegen Problemen mit der Pumpe/dem Katheder zwar ärgerlich, aber nicht gleich der Weltuntergang.

    Verweigerer sind dann mehrheitlich mit Folgeschäden in der Statistik, das braucht man irgendwie nicht.

    Dann gibt es Berufs-Diabetiker mit viel messen aber wenig Rückschlüssen, arbeitsunfähig ab BZ 180, aber auch zu häufigen BZ-Korrekturen und immer die neuesten Artikel aus der Rentner-Bravo und dem "INSULINER" zur Hand.

    Der Vorsatz "solange wie möglich ohne Folgeschäden" aber trotzdem gute Werte (HbA1c um 6,5 ist gut, wer in der Lage ist ohne Hypos gerne darunter) und dabei das Leben genießen, das ist ideal.

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    am 15.02.2017 11:46:26 | IP (Hash): 518379663
    Hi Cracktros!

    Vielleicht liegt dieses Gespür in der engen Blutzuckerführung?
    Hohe Werte machen sich ja nur durch ganz leicht Anzeichen bemerkbar... ein Freund kriegt leichte Kopfschmerzen.


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  • Dibein

    Rang: Gast
    am 15.02.2017 11:47:28 | IP (Hash): 461769334
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die meisten Menschen mit Diabetes, die ich kenne, fühlen sich nicht auffällig mit höherem Blutzucker. Geht mir auch so. Für mein direktes Befinden macht es absolut keinen Unterschied, ob ich grad 100mg/dl oder 300 messe.
    Und ich hab mich damals mit den über 400 die Jahre vor meiner Diagnose auch nicht irgendwie speziell besonders mies gefühlt, sondern lediglich körperlich schneller schlapp.

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    Ich habe meine 400 bei der Feststellung sehr wohl als "dauer scheisse drauf" empfunden. Absolut keine Leistungsfähigkeit. Alle Wahrnehmungen waren etwas "wattiert". Da das ganze natürlich schleichend kam war auch die Erkenntnis vor allem über das subjektive Empfinden das dem so war erst vorhanden wo ich das erstmal für einige Tage mit sinkender Tendenz unter 150 war.

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