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Die Weisheit des WWW

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 28.06.2017 00:50:19 | IP (Hash): 453858863
    Hallo Dirk,
    LOGI ist in sofern für Diabetiker nicht gut, da ausgerechnet Obst als häufig genannt wird,
    Kartoffeln und Brot dagegen selten
    http://www.logi-methode.de/was_ist_logi.html
    Der Ansatz, Blutzuckerschwankungen vermeiden zu wollen, ist richtig, allerdings stimmt die LOGI-Pyramide dazu nicht.
    Pures Obst je nach Sorte kann den Blutzucker in ziemliche Höhen treiben, während Sättigungsbeilage mit Fleisch/Gemüse oder Brot mit entsprechendem Belag das eben nicht tut.
    Diese so 'einfachen' Konzepte auf 'gute' und 'schlechte' Lebensmittel funktionieren nicht.

    260 BZ würde mich auch nervös machen.
    Und wenn die Aussage deines Hausarztes stimmen würde (als 2er !?), daß du kein Insulin mehr produzieren würdest, brauchst du Mahlzeiteninsulin, da reicht Basal nicht mehr.
    34 Einheiten Lantus sind schon echt viel.
    Anderes Basal wäre überlegenswert, zumindest.

    Hoffe sehr, daß dein Juli-Termin bei der Diabetologin besser verläuft.
    Bereite dich gut vor, zu diesem Termin.
    Mit deinen Aufzeichnungen zu Mahlzeit KE-Gehalt, Messwerten Zeitpunkt.
    Du hast alles befolgt, wie aufgetragen, hilft aber nicht.
    Wie geht's weiter? sollte dir die Diabetologin dann beantworten können.
    Die Einschätzung deines Hausarztes solltest du auch einbringen im Gespräch.

    Gruß Elfe
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 28.06.2017 11:06:42 | IP (Hash): 1863239924
    Hallo Elfe,

    Ich hoffe das die Diabetologin mir endlich einen für mich gangbaren Weg anbietet. Der Neurologe sagt das die Schmerztherapie erst dann richtig funktioniert wenn der BZ Verlauf gleichmäßiger ist. Der Neurologe ist zufällig auch Diabetiker T2 und ich denke das er weiß wovon er redet. Und meine Sehstärke wird besser wenn nach Aussage der Augenärztin die täglichen Schwankungen im BZ wegfallen.

    Das Basal mit 34IE will ich auch nicht erhöhen. Ich habe zwar wenn ich Nachts mal zufällig messe immer noch einen BZ um 100. Ich weiß aber auch nicht welchen Einfluss die Schmerzen in der Nacht auf den BZ haben. Und ich weiß nicht wenn diese schmerzen mal nicht auftreten (oder ich nehme sie nicht wahr weil ich natürlich Nächte habe in denen ich durchschlafe weil es in den 3 Nächten davor nicht der Fall war) wie weit der BZ dann in der Nacht fällt.

    Ich werde somit mal den Besuch bei der Diabetologin abwarten.

    Viele Grüße

    Dirk


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    am 28.06.2017 11:49:52 | IP (Hash): 1624905753
    Wir sind hier schon wieder weit vom Startthema weg, aber was soll’s?
    Es gibt bislang keine Möglichkeit für Deine Diabetologin, Deinen BZ zuverlässig auf eine Schwankungsbreite z.B. zwischen 100 und 200mg/dl einzugrenzen. Sie kann Dir als optimale Steuermöglichkeit schnelles Insulin zum Essen verschreiben und im Rahmen der ersten 4 Wochen mit Dir zusammen ne passende Dosierung erarbeiten, mit der Dein BZ die meisten von 24 Stunden im Rahmen von 100-250mg/dl bleibt. Aber ALLES weitere Eingrenzen Deiner BZ-Schwankungen kannst Du nur selbst und in Deiner eigenen Verantwortung machen, und das wird auch mit schnellem Insulin nur mit dem systematischen individuellen Anpassen von Essen & Bewegen möglich sein. Daumendrück.

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    am 28.06.2017 12:37:46 | IP (Hash): 1375171529
    Elfe schrieb:
    Die Einschätzung deines Hausarztes solltest du auch einbringen im Gespräch.

    Hallo Dirk,

    das ist wieder so eine Empfehlung von Elfe, die ich an deiner Stelle auf keinen Fall beachten würde.

    Wenn Der Diabetologe gut drauf ist, dann fragt er dich, woher deine HA das denn wissen will und was er dafür gemessen hat. Wenn nicht, dann wird er sich wohl denken, dass er das viel besser einschätzen kann und mit solchem "klugen" Gequatsche nichts anfangen kann. Spezialisten sind in der Richtung manchmal sehr empfindlich. Nützen kann ihm die Einschätzung deines HA nichts, bestenfalls die Werte. Wenn dein HA nüchtern oder unter Belastung C-Peptid oder Insulin gemessen hat, dann nimm die Werte mit und frage den Diabetologen, wie er es einschätzt und welche Therapie er auf der Grundlage seiner Einschätzung für sinnvoll hält.

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du endlich zu deinem Mahlzeitinsulin kommst und dass du dein Ziel - eine niedrigere und gleichmäßigere BZ-Führung - damit auch wirklich erreichst.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 29.06.2017 09:04:15. Grund: .
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    am 28.06.2017 13:21:03 | IP (Hash): 1624905753
    Nachtrag:
    Die Testmöglichkeit(en), die Du für’s möglichst schwankungsarme Eingrenzen Deines alltäglichen BZ-Verlaufs brauchst, gibt es zuverlässig ausschließlich mit Basal-Bolus-Therapie.
    Dass man mit Insulin zunehmen müsse, kannst Du mit meinem Beispiel widerlegen. Habe heute 30kg weniger als bei meinem Übergang von Tabletten zum Insulin.
    Ebenso, dass man damit von Jahr zu Jahr immer mehr Insulin brauche. Brauche heute für meinen gesunden BZ weniger als 1 Drittel von der Menge, die bei meinem Anfang mit HBA1c 7und notwendig war.

    UND meinen heutigen gesunden Stand hätte ich auch mit den besten der heute möglichen Pillen nicht annähernd erreichen können, wenn ich die damals gleich statt Insulin bekommen hätte.


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    am 29.06.2017 16:59:00 | IP (Hash): 1375171529
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die Testmöglichkeit(en), die Du für’s möglichst schwankungsarme Eingrenzen Deines alltäglichen BZ-Verlaufs brauchst, gibt es ZUVRERLÄSSLICH AUSSCHLIESSLICH*) mit Basal-Bolus-Therapie.

    Hallo Jürgen,

    ich widerspreche dieser falschen Aussage auds Entschiedenste. Möglich, dass sie für dich zutrifft, aber nicht für Dirk. Für ihn ist aus einer versuchsweisen Anwendung erwiesen, dass das GLP-1-Mimetikum Trulicity bei ihm für einen guten und schwankungsarmen BZ-Verlauf sorgt. Das zeigt übrigens auch, dass die Betazellen bei Dirk mit Stimulation durch GLP-1 noch sehr gut in der Lage sind, ausreichend Insulin auszugeben. Das Darmhormon GLP-1 quetscht übrigens nicht wie Sulfonylharnstoffe die Betazellen aus, sie stimuliert die Insulinausgabe auf natürliche Weise.

    Zu seinem Pech hat Dirk Trulicity nicht vertragen, weil es bei ihm vermutlich zu stark wirkt. Seine Schlussfolgerung war, dass es nichts für ihn ist. Ich würde schlussfolgern, dass er die Dosis stark verringern muss. Zum Glück geht das bei diesem Medikament ganz einfach, indem man auf einen DPP4-Hemmer zurückgreift, der mit dem gleichem Mechanismus aber ein ganzes Stück schwächer wirkt. Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert - aber das ist die Entscheidung von Dirk allein.

    Solche Parolen, dass er eine gute und schwankungsarme BZ-Führung ausschließlich mit ICT erreichen könne, geben für seine Entscheidung nicht die richtige Unterstützung. Ebenso wenig hilft die generelle Verteufelung von Tabletten, wie sie hier im Forum von einigen intensiv betrieben wird, ohne dass diejenigen sich jemals mit Wirkung und Nebenwirkung der Diabetesmedikamente beschäftigt hätten.

    *) Die Hervorhebung durch Großschreibung stammt von mir.
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    am 29.06.2017 18:47:29 | IP (Hash): 2102985437
    In der Sache kann Deine Einschätzung durchaus zutreffen, dass ein DPP4-Hemmer aktuell ausreichen könnte, aber für wie lange Zeit und mit welchem Bewegungs- und Essverhalten? Und wie findet ein Betroffener das raus und bleibt dann auch zuverlässig in der Spur, wenn die Streifen für’s umfassende Austesten und für die anschließende alltägliche Orientierung aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen und die betriebsbedingt immer schlaffer hängt?

    Für das Steuern des eigenen BZ in möglichst so engen Grenzen, wie Augenärzte die empfehlen, ist nach meiner Erfahrung das alltägliche Selbsttesten ähnlich häufig wie bei ICT=Basal-Bolus wenigstens zeitweilig und immer mal wieder absolut notwendig. Und ausreichend Teststreifen dafür spendiert die kranke Kasse nun mal verlässlich nur mit ICT.

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  • Dibein

    Rang: Gast
    am 29.06.2017 20:49:23 | IP (Hash): 1863239924
    Hallo Rainer,

    Ich hatte als du damals auf die alternativen von Trulicity oder Xigduo hingewiesen hast durchaus mit meiner Diatante über diese gesprochen. Diese wollte allerdings aufgrund meiner körperlichen Reaktionen keinen weiteren Versuch machen. Meine sehr massive und recht lange andauernde und nur langsam abflachende Blutdruckreaktion die noch fast 20 Tage nach der 0,75mg Injektion von Trulicity anhielt ordnete weder die Diabetologin als auch der medizinische Dienst meiner KK als normale Reaktion auf das Medikament ein (Ich nahm und nehme BD Medikamente die das eigentlich hätten verhindern sollen). Dazu dann die Wassereinlagerungen die innerhalb von 2 Tagen zu 2kg mehr Gewicht führten obwohl ich zu dem Zeitpunkt Torasimed nahm.

    Ich will das aber nochmal klarstellen: jeder der eine Therapie mit diesen Medikamenten oder mit einem anderen DPP4 oder SLGT 2 Hemmer angeboten bekommt soll das in jedem Fall ausprobieren. Es kann ja auch sehr gut funktionieren wie viele Berichte zeigen. Das sind meine ganz individuell gemachten Erfahrungen mit den Medikamenten.

    Ich bin zumindest jetzt an einem Punkt an dem ich meinen Werten recht Ratlos gegenüberstehe und überlege ob ich die Sache einfach weiter so laufen lasse wie sie läuft, auch wenn mir die PNP schmerzen trotz Pregabador zu schaffen machen.

    Das Positive an Pregabador ist im Moment das es den Appetit hemmt und positiv auf meinen Blutdruck wirkt.


    Viele Grüße

    Dirk



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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 29.06.2017 23:46:21 | IP (Hash): 453858863
    Rainer schrieb:
    Elfe schrieb:
    Die Einschätzung deines Hausarztes solltest du auch einbringen im Gespräch.

    Hallo Dirk,

    das ist wieder so eine Empfehlung von Elfe, die ich an deiner Stelle auf keinen Fall beachten würde.

    Wenn Der Diabetologe gut drauf ist, dann fragt er dich, woher deine HA das denn wissen will und was er dafür gemessen hat. Wenn nicht, dann wird er sich wohl denken, dass er das viel besser einschätzen kann und mit solchem "klugen" Gequatsche nichts anfangen kann. Spezialisten sind in der Richtung manchmal sehr empfindlich.


    @Rainer
    Kann mir sehr gut visuell vorstellen, wie du HA und Spezialisten einfach nur nervst, mit Allheilmittel Pfund Butter pro Tag und mit ner Tablettenliste wedelst, mit insgeheimer Wunderblümchensuche. :-(
    Diabetologie ist eine Zusatzqualifikation für Allgemeinärzte (Hausarzt) und Internisten.