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Heisshunger mit Mahlzeiten Insulin
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am 27.08.2017 18:46:27 | IP (Hash): 1400677933
Laeya
Wie ist es damit um zu helfen :
1. 3 Std. nach irgendeinem Essen messe den Wert und spritze 2E Fiasp und
nach weiteren 2 Std. messe den Wert damit wir den Spritzfaktor herausfinden
können und dann postest Du hier die Werte. Ich warte dann solange.
Ich habe vor Dir dann nach Abschluss der Spritzfaktor-Evaluation etwas
vereinfachtes vorzuschlagen wo Dir schnell hilft, aber hier werden dann
sicher Manche meckern weil es nicht nach Schulwissen ist.
.
Bearbeitet von User am 27.08.2017 19:04:31. Grund: Komplettierung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.08.2017 18:54:10 | IP (Hash): 688584431
Laeya schrieb:
Das blöde ist, ich fahre am 10.September in den Urlaub für 10 Tage. Und bis dahin sollte mein Diabetes schon einigermassen eingestellt sein. Ohne mit dem neuen Arzt Rücksprache gehalten zu haben, traue ich mich auch nicht zu experimentieren.
Wie macht Ihr das eigentlich mit Zwischenmahlzeiten und dem spritzen? Ich hab ja nur vorgebene Werte für die 3 Hauptmahlzeiten.
Die ICT, oder auch Basis - Bolustherapie kennt sowas wie Zwischenmahlzeiten nicht. Wenn du was isst, halte Spritz - Essabstand ein und spritze was du essen willst.
Deine Therapieform, festgelegte Insulinmenge und dein Essen dem Insulin anpassen ist so seit Anfang der 80er out. Du wirst lernen müssen in Schulungen dir das Insulin zu verabreichen was du benötigst.
Das was dein Arzt mit dir macht ist fast fahrlässige Körperverletzung.
Ich will dir nichts vormachen, es wird dir nicht gelingen bis 10 September deinen Diabetes einzustellen, nicht mal wenn du morgen deine erste Schulung hast.
Manche mögen mich für zu hart halten, aber ich bin Realist.
Ach ja, wenn du in Urlaub bist, und lust hast "einen drauf zu machen", hey, wer kennt das nicht ;) Halte dich mit Insulin zurück, bitte. An einem BZ von 300 stirbst du nicht, aber an Alkohol und Insulin vielleicht.
Bearbeitet von User am 27.08.2017 19:57:23. Grund: Warnung -
am 27.08.2017 20:03:17 | IP (Hash): 353608677
Heliflieger schrieb:
Deine Therapieform, festgelegte Insulinmenge und dein Essen dem Insulin anpassen ist so seit Anfang der 80er out. Du wirst lernen müssen in Schulungen dir das Insulin zu verabreichen was du benötigst.
Das was dein Arzt mit dir macht ist fast fahrlässige Körperverletzung.
Ich will dir nichts vormachen, es wird dir nicht gelingen bis 10 September deinen Diabetes einzustellen, nicht mal wenn du morgen deine erste Schulung hast..
Also Du bist schon ein bisschen spinnert ;)
Erst mit dem Abbruch der DCCT (Diabetes Compliance and Complications Trial) Anfang der 90ger wurde fachoffiziell anerkannt, dass Sinn macht, Basal und Insulin zum Essen zu trennen. Mehrheitlich in der Art der Vorgabe wie hier die Schreiberin erlebt. Ist auch heute noch vielfach geübte Einstiegsversion, bis dann gelernt wird, die Dosis jeweils an der Menge der KHs und dem jeweils aktuellen BZ auszurichten. Aber den eigenen BZ messen wurde fachoffiziell durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft erst Mitte der 90ger Jahre erlaubt.
UND ein Langzeitwert HBA1c um 7 (beinhaltet wenigstens 10 von 24 Stunden mit BZ über 200mg/dl) gilt fachoffiziell als völlig ordentlich. Die statistische Wahrscheinlichkeit, damit über mehrere Jahrzehnte eine Folgekrankheit zu erleiden, liegt vielleicht bei 50%. Und sie rechtfertigt in keiner Weise Deine akute Angstmache. Schließlich kann man heute seine Einstellung in der Art anfangen, die Du so harsch kritisiert, und seine BZ Steuerung bis zum nächsten Jahr um diese Zeit in den Bereich von HBA1c 7 verbessern und dann mit immer mehr Erfahrung locker weiter so gesund optimieren, wie man das für sich selbst haben will.
Klar plädiere ich wie Du für den völlig gesunden BZ, aber den kann auch der beste Diabetologe nicht einstellen, sondern den können nur die unter uns, die das wirklich wollen, mit zunehmender Erfahrung gezielt und systematisch für sich selbst erreichen. Die Zeit dafür sollten wir lassen - und wir sollten auch achten, wenn andere einen anderen Blutzuckerrahmen für sich wählen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.08.2017 20:11:14 | IP (Hash): 688584431
hjt_Jürgen schrieb:
Heliflieger schrieb:
Deine Therapieform, festgelegte Insulinmenge und dein Essen dem Insulin anpassen ist so seit Anfang der 80er out. Du wirst lernen müssen in Schulungen dir das Insulin zu verabreichen was du benötigst.
Das was dein Arzt mit dir macht ist fast fahrlässige Körperverletzung.
Ich will dir nichts vormachen, es wird dir nicht gelingen bis 10 September deinen Diabetes einzustellen, nicht mal wenn du morgen deine erste Schulung hast..
Also Du bist schon ein bisschen spinnert ;)
Erst mit dem Abbruch der DCCT (Diabetes Compliance and Complications Trial) Anfang der 90ger wurde fachoffiziell anerkannt, dass Sinn macht, Basal und Insulin zum Essen zu trennen. Mehrheitlich in der Art der Vorgabe wie hier die Schreiberin erlebt. Ist auch heute noch vielfach geübte Einstiegsversion, bis dann gelernt wird, die Dosis jeweils an der Menge der KHs und dem jeweils aktuellen BZ auszurichten. Aber den eigenen BZ messen wurde fachoffiziell durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft erst Mitte der 90ger Jahre erlaubt.
UND ein Langzeitwert HBA1c um 7 (beinhaltet wenigstens 10 von 24 Stunden mit BZ über 200mg/dl) gilt fachoffiziell als völlig ordentlich. Die statistische Wahrscheinlichkeit, damit über mehrere Jahrzehnte eine Folgekrankheit zu erleiden, liegt vielleicht bei 50%. Und sie rechtfertigt in keiner Weise Deine akute Angstmache. Schließlich kann man heute seine Einstellung in der Art anfangen, die Du so harsch kritisiert, und seine BZ Steuerung bis zum nächsten Jahr um diese Zeit in den Bereich von HBA1c 7 verbessern und dann mit immer mehr Erfahrung locker weiter so gesund optimieren, wie man das für sich selbst haben will.
Klar plädiere ich wie Du für den völlig gesunden BZ, aber den kann auch der beste Diabetologe nicht einstellen, sondern den können nur die unter uns, die das wirklich wollen, mit zunehmender Erfahrung gezielt und systematisch für sich selbst erreichen. Die Zeit dafür sollten wir lassen - und wir sollten auch achten, wenn andere einen anderen Blutzuckerrahmen für sich wählen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Wie ich sagte, die Typ II werden Stiefmütterlich behandelt. Mein Eindruck ist, und das meine ich nicht persönlich, jeder der es für Typ 1 nicht geschafft hat in der Ausbildung landet bei Typ II und unterrichtet dort.
Schau mal hier wo du fachofiziell liegst :
https://www.lilly-diabetes.de/Patient/hba1c-rechner.aspx
7,3 ist im gelben Bereich, da wo du dich sicher fühlst im roten Bereich.
Die WHO und auch die modernen Diabetologen sehen das nicht mehr so locker.
Meine erste ICT Schulung hatte ich 1980, da war ich 8 Jahre alt. Mami war damals dabei.
Nachtrag
Lieber Jürgen, ich meine das wirklich nicht persönlich oder auf dich bezogen.
Das ganze leben ist ein stetiges lernen, auch bei mir. Heute gelten andere Regeln in der Diabetes Therapie als früher.
Und leider erleben wir beide persönlich oder hier im Forum wie schlampert es zugehen kann. Viele User hier die einfach keine ordentliche Schulung hatten, auf sich allein gestellt sind und hier um Hilfe bitten ist ein Armutszeugnis für deutsche Ärzte.
Ich vermute mal, viele Ärzte wollen keine Patienten verlieren, und "experimentieren" ohne Ahnung an Patienten herum.
Bearbeitet von User am 27.08.2017 20:37:05. Grund: Erklärung -
am 27.08.2017 20:59:47 | IP (Hash): 353608677
Heliflieger schrieb:
Meine erste ICT Schulung hatte ich 1980, da war ich 8 Jahre alt. Mami war damals dabei.
Sagt mir, dass Du super selten viel Glück gehabt hast. Und mit Zusatzzahl hast Du vielleicht sogar die optischen BZ-Teststreifen nutzen dürfen, die Bayer damals schon produzierte. Aber die meisten 1ner waren da noch lange von jeder Form von ICT entfernt, und bis Anfang der 90ger war die feste Einstellung mit fortschrittlichem Basal-Bolus ne Vorgabe von BEs (Broteinheiten) und IEs (Insulineinheiten) zu den Mahlzeiten, die alle viertel Jahre in mehreren Tagen stationär überprüft und angepasst wurde.
Auf breiter Front ICT im heutigen Sinne wurde daraus erst ab Mitte der 90ger Jahre für Typ1 und ab der Jahrtausendwende für Typ2.
Hier S23 zeigt, was heute beim Dok für uns Typ2 gilt http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/dm-therapie-1aufl-vers4-kurz.pdf
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.08.2017 21:26:58 | IP (Hash): 688584431
hjt_Jürgen schrieb:
Heliflieger schrieb:
Meine erste ICT Schulung hatte ich 1980, da war ich 8 Jahre alt. Mami war damals dabei.
Sagt mir, dass Du super selten viel Glück gehabt hast. Und mit Zusatzzahl hast Du vielleicht sogar die optischen BZ-Teststreifen nutzen dürfen, die Bayer damals schon produzierte. Aber die meisten 1ner waren da noch lange von jeder Form von ICT entfernt, und bis Anfang der 90ger war die feste Einstellung mit fortschrittlichem Basal-Bolus ne Vorgabe von BEs (Broteinheiten) und IEs (Insulineinheiten) zu den Mahlzeiten, die alle viertel Jahre in mehreren Tagen stationär überprüft und angepasst wurde.
Auf breiter Front ICT im heutigen Sinne wurde daraus erst ab Mitte der 90ger Jahre für Typ1 und ab der Jahrtausendwende für Typ2.
Hier S23 zeigt, was heute beim Dok für uns Typ2 gilt http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/dm-therapie-1aufl-vers4-kurz.pdf
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ich kann das absolut nicht bestätigen. Ich wurde mit BZ messgeräten versorgt die das Blut einsaugten und einen Wert anzeigten, ebenso mit Basis insulin, damals noch das NPH was man schütteln sollte, aber nicht durfte, also ewiges schwenken bis sich der Verzögerungsstoff verteilt hat.
Damals sagte man mir bereits, ein HbA1(c) von über 6,5 sei furchtbar.
Ich musste ( besser meine Eltern) damals die BZ Messdinger noch kaufen, später kamen sie auf Rezept, heute bekommt man sie geschenkt. -
am 27.08.2017 21:35:56 | IP (Hash): 688584431
Gut, ich rudere mal jetzt zurück und sage ich war noch Kind, vielleicht verschwimmen die Erinnerungen nach soviel jahren ? -
am 27.08.2017 21:38:47 | IP (Hash): 353608677
Heliflieger schrieb:
Ich kann das absolut nicht bestätigen. Ich wurde mit BZ messgeräten versorgt die das Blut einsaugten und einen Wert anzeigten,
Hilfst Du mir mal mit so nem historischen Gerät auf die Sprünge? Vielleicht eins von diesen Teilen hier? http://diabetesmuseum.de/blutzucker/blutzucker-nach-1964
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 27.08.2017 21:44:10. Grund: Ergänzung -
am 27.08.2017 21:50:08 | IP (Hash): 688584431
hjt_Jürgen schrieb:
Heliflieger schrieb:
Ich kann das absolut nicht bestätigen. Ich wurde mit BZ messgeräten versorgt die das Blut einsaugten und einen Wert anzeigten,
Hilfst Du mir mal mit so nem historischen Gerät auf die Sprünge? Vielleicht eins von diesen Teilen hier? http://diabetesmuseum.de/blutzucker/blutzucker-nach-1964
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Es war das Ascensia Elite. Aber nicht das was heute so darunter verstanden wird, ein ziemlich kompaktes Teil mit unmengen an Blut und ewiger Wartezeit. -
am 27.08.2017 22:02:01 | IP (Hash): 954637980
Ich ruf morgen mal in der Praxis an, und frage nach, ob sie mir Blut abnehmen können. Um sicher zu sein, das meine Leukos wieder normal sind. Hoffentlich klappt das, mit Terminen sind die nicht so schnell.