Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Statine und Blutzuckerspiegel

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 27
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 06.10.2017 23:14:54 | IP (Hash): 1683366272
    Danke für die guten Tipps. Ich hab den Arzt heute auch nochmal angerufen, der letztes Jahr die Unverträglichkeit anhand bestimmter Enzymwerte im Blut nachgewiesen hat. Der hat mir auch noch mal bestätigt, dass er eine Anwendung von Statinen als problematisch ansieht und meinte aber auch, dies alles meinem Hausarzt mitgeteilt zu haben.. Schlußendlich sagte er jedoch, dass er auch nur diagnostizieren kann, die Therapie entscheidet der Hausarzt.

    Kurzum: Ich beabsichtige den Wechsel. Bei einem neuen Arzt habe ich nächste Woche Dienstag einen Termin zum Erstgespräch. Da ich meine Unterlagen so schnell nicht vom jetzigen Arzt bekomme, wird er vermutlich auch erst mal die Blutwerte ermitteln wollen. Ich halte auch auf dem Laufenden.. Bin zwar nicht jemand, der gerne den Arzt wechselt... Aber der neue in der alten Praxis hat es sich endgültig mit mir verscherzt...

    Btw.. die Apotheke hat das Medikament anstandslos behalten und mir das Geld zurückgegeben.

    LG
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2625
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 07.10.2017 09:13:04 | IP (Hash): 2036327975
    Laurana schrieb:
    ..., die Therapie entscheidet der Hausarzt.

    Hallo Laurana,

    ich drücke dir die Daumen, dass du einen Arzt findest, der nicht über deinen Kopf hinweg die Therapie entscheidet, sondern mit dir gemeinsam nach einer passenden Therapie sucht.

    Diese Art der Zusammenarbeit von Arzt und Patient wird als "Partizipative Entscheidungsfindung" bzw. englisch "Shared Decision-Making" bezeichnet und wird z.B. hier in Wiki gut beschrieben:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Partizipative_Entscheidungsfindung
    Lass dir deine Gesundheit nicht aus der Hand nehmen und entscheide mit - es ist dein gutes Recht.

    Pass auf, dass neben dem GesaMTCholesterin undbedingt auch die einzelnen Lipidwerte (LDL-, HDL-Chol. und Triglyceride) bestimmt werden. Nur mit allen drei Werten kannst du gemeinsam mit deinem Arzt zu einer richtigen Einschätzung kommen und die richtigen nächsten Schritte festlegen. Fibrate sind übrigens hauptsächlich zur Senkung der Triglyceride geeignet. Die TG bekommt man oft auch mit viel Sport und geeigneter Ernährung gut gesenkt. Das wäre, falls du wirklich zu hohe TG-Werte hast, für dich bestimmt der bessere Weg.

    Viel Erfolg, Rainer
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 27
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 11.10.2017 08:29:32 | IP (Hash): 596777749
    Pünktlich nach dem Besuch beim neuen Arzt..:
    Ja, also, wenn der CK-Wert nach der Einnahme von Statinen schon hoch war, brauch man es in der Regel kein zweites Mal probieren. Blutwerte möchte er natürlich erst mal haben, genauer HDL und Trygliceride und auch nochmal dieser Antikörpersuchtest zur Typbestimmung Diabetes, da dieser auch schon wieder 1,5 Jahre her ist, außerderm erscheint ihm Typ2- Diabetes bei meinem zierlichen Körperbau (konfektionsgröße 36) unglaubwürdig. Also gleich mal 2 Röhrchen dagelassen.

    Ihm scheint die Einschaltung eines Gefäßspezialisten sinnvoll, um die Fließdurchlässigkeit meiner Arterien/Venen usw. erst mal abzuklären, denn bei immer zu hohen Cholesterinwerten sollten deutliche Spuren sichtbar sein, die ich so nicht merke. Auf Grund dieser Untersuchungen kann man dann eine gezielte Therapie ansetzen.
    Er hat mir die Hausaufgabe gegeben, mich über Ezetrol kundig zu machen.
    Suma summarum war ich zwar sehr aufgeregt, weil ich ungerne einen Arzt wechsel. Aber dies was er mir so erzählte, hatte definitiv Hand und Fuß und klingt kompetenter/erfahrener.
    Entschuldigend zum jungen (unerfahrenen) Arzt fügte er hinzu, dass es (Lehrbuch)-Richtlinien für den LDL-Wert bei Diabetes gibt. Dieser sollte nicht höher alS100 liegen. Seiner Meinung nach, ist das überholt, da dies den HDL-Wert außen vorläßt. Ist dieser von Haus aus sowieso schon höher als normal, wird man am LDL-Wert mit Medikamenten wenig ausrichten können, wenn die Relation ohne Medikamente stimmt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 489
    Mitglied seit: 18.08.2017
    am 11.10.2017 08:54:26 | IP (Hash): 688584431
    Das klingt doch super ! Gratuliere zu deiner KF !
    Da hast du nun schon einen guten Plan wie es weiter geht.
    Neben Typ 1 gibt es auch noch Mody, sieht dem T2 zum verwechseln ähnlich, ist es aber nicht.
    So wie Lada der späte T1 ist, ist Mody der frühe T2 bei schlanken Menschen, wird aber durch ein Gendefekt hervorgerufen.
    Ich habe mir sagen lassen, hohes Cholesterin sei auch "Veranlagung"
    Es gibt Menschen, die ernähren sich Cholesterinarm, haben aber hohe Werte, andere die nicht Cholesterinarm leben haben normale Werte.

    Auf jeden Fall geht es bei dir in die richtige Richtung
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 27
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 11.10.2017 11:33:45 | IP (Hash): 596777749
    Heliflieger schrieb:

    Neben Typ 1 gibt es auch noch Mody, sieht dem T2 zum verwechseln ähnlich, ist es aber nicht.
    So wie Lada der späte T1 ist, ist Mody der frühe T2 bei schlanken Menschen, wird aber durch ein Gendefekt hervorgerufen.
    Ich habe mir sagen lassen, hohes Cholesterin sei auch "Veranlagung"



    Liegt beides in der Familie, also, meine Oma Diabetes (Cholesterin war da noch unbekannt) mein Vater Diabetes + Cholesterin und mein Bruder hat auch beides, wobei Mody vom Diabetologen ausgeschlossen wurde. Wir sind bei Diagnosestellung alle schon zu alt für Mody (erst um die 40), wenn auch normalgewichtig. Aber das Meformin hätte dann nicht geholfen, meinte der Arzt..
    Lediglich mein Vater wurden nach 30 Jahren T2 Diabetes auf T1 gestuft.. Mein Bruder ist noch T2 mit Metformin, ich T2, derzeit ohne Metformin.

    Meine *richtige* Oma ist frühzeitig verstorben, da sie im 2. Weltkrieg ihre Medikamente nicht mehr bekam, Welche weiß ich jedoch nicht...
    Bearbeitet von User am 11.10.2017 11:42:20. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1139
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 11.10.2017 19:19:13 | IP (Hash): 308026149
    Hallo Laurana,
    deine und meine Geschichte haben durchaus Parallelen.
    Habe auch eine Diabetiker familiäre Linie.
    Urgroßmutter an Zuckerschock verstorben, weiß ich nur aus Erzählungen.
    Großelterngeneration (mit Geschwistern) Altersdiabetes mit Tabletten und 'Diät' gepiesackt, als Nachkriegsgeneration die fingerdicke Butterschicht auf Brot zu verbieten, aus heutiger Sicht unerträglich.
    Elternteil schon durchaus jünger bei 2er Diagnose.

    Ich selber bin noch jünger mit 40 Jahren, auch Konfektionsgröße 36 zu groß, mit auffälligen BZ-Werten als LADA eingestuft worden.
    Die erbliche Veranlagung spielt schon eine große Rolle, wie/was eingestuft wird, ist auch dem medizinischen Fortschritt zu verdanken.

    Mit hohen GesaMTCholesterinwerten (größer 200) plage ich mich schon seit jungen Jahren herum.
    Sollte damals Butter weglassen, die ich eh nicht gegessen hatte.

    Als Diabetiker werden die Cholesterinwerte genauer aufgedröselt.
    Bin in einer internistischen Praxis mit Diabetologie-Weiterbildung.
    Auf meinem Laborblatt-Ausdruck sind Normalwerte zu meinen Werten gegenübergestellt:
    Gesamtcholesterin kleiner 200 mg/dl = 240 als auffällig markiert
    HDL (gutes) größer 50 mg/dl = mit 110 ungewöhnlich hoch, selbst für meinen erfahrenen Arzt
    LDL (schlechtes) 0 - 155 mg/dl = mit 120 im Bereich (ohne Diabetes-Richtlinie).
    LDL/HDL 0 - 4 = 1,1
    Ges.-Chol./HDL 0 - 5 = 2,2.

    Cholesterinwerte sind jedenfalls kein Thema mehr.
    Mein Arzt war damals auch schon jünger als ich, vertrauenswürdig immer noch :-).

    Statine würde ich aufgrund von Nebenwirkungen (Medienberichte) grundsätzlich nicht nehmen wollen,
    abgesehen von deinen schlimmen persönlichen Erfahrungen mit dem Zeugs.

    Vielleicht kannst du per Ernährung noch einiges bewirken.
    Haferflocken-Müsli ist mein Frühstück (Haferflocken werden als positiv berichtet, sowohl auf Diabetes als auch als Cholesterinsenker),
    viel pflanzliches durch Gemüse, Öl, ...
    Eiweiß/Fett über Milchprodukte und Hühnerei (Cholesterinmäßig gar nicht so arg)
    Wurst und Fleisch eher weniger (Sonntagsbraten ;-), wie früher.

    Du hattest auch etwas von Verstopfung = Darmproblemen berichtet, Darmspiegelung als Option.
    War wirklich zur Darmspiegelung 2x, um Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) als Verdacht zu bestätigen, wurde aber ausgeschlossen.
    Habe noch andere diverse Tests durchlaufen (Atemtest), Laktose ist dabei übrig geblieben.

    Bei der o.g. Darmspiegelung wurden übrigens auffällige Polypen entfernt.
    Zur Krebsvorsorge durchaus bedenkenswert.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2625
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 11.10.2017 21:54:04 | IP (Hash): 583301886
    Laurana schrieb:
    Suma summarum war ich zwar sehr aufgeregt, weil ich ungerne einen Arzt wechsel. Aber dies was er mir so erzählte, hatte definitiv Hand und Fuß und klingt kompetenter/erfahrener.
    Entschuldigend zum jungen (unerfahrenen) Arzt fügte er hinzu, dass es (Lehrbuch)-Richtlinien für den LDL-Wert bei Diabetes gibt. Dieser sollte nicht höher alS100 liegen. Seiner Meinung nach, ist das überholt, da dies den HDL-Wert außen vorläßt. Ist dieser von Haus aus sowieso schon höher als normal, wird man am LDL-Wert mit Medikamenten wenig ausrichten können, wenn die Relation ohne Medikamente stimmt.

    Hallo Laurana,

    das klingt toll - da hat sich der Wechsel auf jeden Fall gelohnt. :=)

    Jetzt muss man nur noch die Daumen zu drücken, dass deine Lipidwerte ein gutes Verhältnis haben. Ich drücke mit die Daumen. Dass der Arzt noch mal genauer nachforschen will, was für einen Diabetestyp du hast, finde ich auch sehr gut.

    Alles Gute, Rainer