Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Neu hier - und gleich eine Frage zum Thema Blutzuckermessung
-
am 26.10.2017 15:51:34 | IP (Hash): 1122883355
Hallo liebe Forumsgemeinde,
nachdem ich als Gast hier im Forum schon einige hilfreiche Beiträge gelesen habe, bin ich jetzt neu hier angemeldet und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Frank, ich bin 52 Jahre alt und Typ-II-Diabetiker. Mein Diabetes wurde im April 2017 eher zufällig festgestellt. Meine Therapie läuft derzeit nach dem BOT-Schema (Basalinsulin Lantus plus orale Medikamente), aber mein Diabetologe hat mir wegen der hohen Zuckerspitzen nach den Mahlzeiten nahegelegt, auf ICT umzusteigen (Lantus + schnellwirksames Analoginsulin), wofür ich demnächst die MEDIAS 2 ICT Schulung besuche.
Meine erste Frage geht um das "liebe Geld". Ich messe zurzeit nur den Nüchternblutzucker plus 1x täglich 2 Stunden p.p. und mache gelegentlich ein Tagesprotokoll mit sieben Messungen. Unter ICT sind ja bekanntlich täglich einige Messungen Pflicht, und damit steigt natürlich der Verbrauch von Sensoren und Lanzetten zur Blutzuckermessung deutlich an. Mich würde interessieren, wie die Krankenversicherungen die Erstattung dieser Hilfsmittel handhaben. Wie viele Teststreifen und Lanzetten pro Zeitraum X werden einem ICT-Patienten zugestanden?
Ich bin als Beamter beihilfeberechtigt und habe meinen Eigenanteil durch eine private Krankenversicherung abgesichert. Mich würde aber durchaus auch interessieren, wie die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland das handhaben.
Viele Grüße
Frankie-13 -
am 26.10.2017 16:56:06 | IP (Hash): 1607378406
Hallo Frankie,
ganz allgemein gesagt heißt es, der Arzt verschreibt dem Patienten die entspechen der Therapie zur Behandlung notwendigen Teststreifen. Sehr oft behaupten Hausärzte, ich vermute zur Schonung ihrer Budgets, es gebe von den Krankenkassen Beschränkungen in der Anzahl der verschreibungsmöglichen Teststreifen. Dies ist schlicht gelogen, es gibt zwar Richtlinien mit Empfehlungen, aber bis zu 6 Teststreifen pro Tag sind durchaus verschreibbar ohne das die KK meckert. Ich empfehle Dir Dich auf 4 Messungen pro Tag einzupegeln und dementsprechend beim Hausarzt die notwendige Anzahl anzufordern (!!!) - nicht darum zu bitten. Mit meiner gestzlichen KK ( DAK ) gab es in mittlerweile 2,5 Jahrzehnten nie Probleme, wohl aber mit einer nach Umzug notwendig gewordenen Hausärztin. Diese wollte mir eine bestimmte Firma vorgeben, mit der ich nichts am Hut hatte, meine Teststreifen beschränken. Nach einem "klärenden" Gespräch, bei dem ich mehr als meine Hausärztin redete, mit Verweis auf Kassenärtzliche Vereinigung meines Bundeslandes, gibt es keine Probleme mehr.
Ich bekomme was ich anfordere, die KK bezahlt was verschrieben wird.
Nur wer sich abwimmeln läßt zahlt drauf ! Und niemals mit einer Schwester ( neudeutsch: Praxismanagerin ) verhandeln - der Arzt ist das Maß aller Dinge.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.