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Gestörte Glukosetoleranz

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    Mitglied seit: 20.11.2017
    am 20.11.2017 15:02:51 | IP (Hash): 777025138
    Kann bei mir eine Gestörte Glukosetoleranz vorliegen?
    Angaben: Nüchternblutzucker: 5,2-5,6 . Nach einem normalen Mittegessen (ohne Zucker in irgendeiner Form} sind nach einer Stunde Spitzenwerte von 8,8 aufgetreten und liegen nach 90 min. wieder unter 6,0. Bitte um Antwort, da ich etwas von kleiner als 7,8 { innerhalb 2h nach dem Essen } gelesen habe,
    Danke Andreas
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    am 20.11.2017 18:59:16 | IP (Hash): 1459235158
    Hallo Andreas,

    es kommt nicht so sehr auf den Zuckergehalt an. Die Stärke aus Weizen, Kartoffeln, Reis, ... lässt den BZ stärker ansteigen als normaler Haushaltszucker.

    Von einer gestörten Glukosetoleranz IGT ist bei dir absolut nichts zu sehen. Davon spricht man erst, wenn der Wert in 2 Stunden nach der Mahlzeit nicht wieder unter 140mg/dl {7,8mmol/l} abgesunken ist. Wenn dein BZ nach 1,5 Stunden bereits auf 108 {6.0} gesunken ist, dann liegt er nach 2 Stunden weit darunter.

    Hier hast du dir mal den normalen BZ-Verlauf in Abhängigkeit von einer Mahlzeit ansehen. Achte dabei nicht nur auf die dicke Line vom Mittelwert, sieh dir den gesamten Bereich für einen gesunden Verlauf an: www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php

    Die mg/dl-Werte musst du durch 18 teilen, um auf die mmol/l-Werte zu kommen.
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    am 20.11.2017 19:05:38 | IP (Hash): 777025138
    Vielen vielen Dank,
    Gruss Andreas
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 22.11.2017 17:40:30 | IP (Hash): 618111813
    Hi Andreas....Wie du selbst festgestellt hast ist dein bz nach 1h im Vergleich zu einem stoffwechselgesundem Menschen wirklich erhöht.....nun liegt es an dir mit gezielter Ernährung deine Störung im Griff zu halten.....vielleicht wäre ein hba1c sinnvoll um das Ausmass der Störung dazustellen bzw mal einen Arzt aufsuchen
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    am 22.11.2017 22:25:58 | IP (Hash): 26180464
    ja, ich sage es auch immer - es ist super wichtig auf eigene Ernährung zu achten

    Liebe Grüße,
    SarahK
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    am 12.12.2017 16:22:27 | IP (Hash): 1901210369
    Dein 1 h Wert ist definitiv nicht normal, sorry for no better news.

    "Bei Gesunden wird das Blutzuckerniveau in einem sehr engen Bereich zwischen 90 und 120 mg/dl gehalten, selbst nach üppigen Mahlzeiten oder langen Fastenperioden." http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/archiv_2787.htm
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 13.12.2017 18:31:09 | IP (Hash): 992157365
    'Enger Bereich' ist eine kühne Behauptung, zumal mit Quellenangabe aus 2002 °~°

    15 Jahre später besagt aktuelle Literatur zur heutzutage möglichen fortschrittlich kontinuierlichen Glukosemessung zur Frage 'Welcher Blutzucker ist normal?'
    "Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, meint Prof. Dr. Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (WDGZ). „Wenn man als gesunder Mensch ohne Diabetes ein solches Messverfahren selber einmal nutzt, so ist man überrascht, wie hoch der Blutzucker ansteigt“, sagt Stephan in der Ärztezeitung online vom 26.1.17. Dass er nach dem Essen über 160 mg/dl (8,9 mmol/l) erreichen kann ist nicht ungewöhnlich, wie Untersuchungen der Arbeitsgruppe um Dr. Guido Freckmann am Institut für Diabetesforschung in Ulm gezeigt haben."
    https://www.diabetes-news.de/nachrichten_archiv/2017/welcher-blutzucker-ist-normal
    https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/927844/glukosemessung-welcher-blutzucker-ueberhaupt-normal.html
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 13.12.2017 18:42:33 | IP (Hash): 388762362
    Elfe schrieb:
    'Enger Bereich' ist eine kühne Behauptung, zumal mit Quellenangabe aus 2002 °~°

    15 Jahre später besagt aktuelle Literatur zur heutzutage möglichen fortschrittlich kontinuierlichen Glukosemessung zur Frage 'Welcher Blutzucker ist normal?'
    "Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, meint Prof. Dr. Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (WDGZ). „Wenn man als gesunder Mensch ohne Diabetes ein solches Messverfahren selber einmal nutzt, so ist man überrascht, wie hoch der Blutzucker ansteigt“, sagt Stephan in der Ärztezeitung online vom 26.1.17. Dass er nach dem Essen über 160 mg/dl (8,9 mmol/l) erreichen kann ist nicht ungewöhnlich, wie Untersuchungen der Arbeitsgruppe um Dr. Guido Freckmann am Institut für Diabetesforschung in Ulm gezeigt haben."
    https://www.diabetes-news.de/nachrichten_archiv/2017/welcher-blutzucker-ist-normal
    https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/927844/glukosemessung-welcher-blutzucker-ueberhaupt-normal.html




    Hi Elfe...daher wäre es ja auch so toll gewesen wenn das mit dem hba1c funktioniert hätte...so wären genau definierte Grenzwerte für prädiabetes und Diabetes dagewesen ohne Auswirkungen von Stress oder Krankheiten auf glukose
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    am 13.12.2017 18:57:35 | IP (Hash): 350238387
    dafür reicht doch der oGTT: 1-Stunden-Wert egal, wenn nach 2 Stunden unter 140, dann auch nix Prädiabetes, sondern gesund ;)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 13.12.2017 19:01:03 | IP (Hash): 388762362
    hjt_Jürgen schrieb:
    dafür reicht doch der oGTT: 1-Stunden-Wert egal, wenn nach 2 Stunden unter 140, dann auch nix Prädiabetes, sondern gesund ;)

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    Stress? Krankheiten?....Auswirkung auf glukose?
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    am 13.12.2017 19:23:37 | IP (Hash): 350238387
    Michael, es ging hier um gesunde Referenz-Menschen. Und wenn beim oGTT jemand mit 120 nüchtern gemessen wird, ist er gesunder Nichtdiabetiker. Wenn nach 1 Stunde 250 gemessen werden, spielt das keine Rolle, weil der 1-Stunden-Wert nicht zählt, und wenn dann nach 2 Stunden 130 gemessen werden, ihat dieser Mensch keinen Diabetes und ist gesund. Und der Herr Professor kann mit Fug und Recht sagen, dass wir uns wundern würden, wenn wir wüssten, welche postprandialen BZ-Spitzen völlig gesunde Menschen ohne Diabetes erreichen ;)

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    am 15.12.2017 17:53:28 | IP (Hash): 102175376
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn nach 1 Stunde 250 gemessen werden, spielt das keine Rolle, weil der 1-Stunden-Wert nicht zählt



    Ah ja. Andererseits heißt es aber laut den Leitlinien, dass wenn über 200 zu einem beliebigen Zeitpunkt gemessen werden, die Diagnose Diabetes gesichert ist.

    Langsam scheint es so, dass Forscher und Ärzte selbst nicht genau Bescheid wissen.
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    am 15.12.2017 18:54:53 | IP (Hash): 327442965
    joralo schrieb:

    Ah ja. Andererseits heißt es aber laut den Leitlinien, dass wenn über 200 zu einem beliebigen Zeitpunkt gemessen werden, die Diagnose Diabetes gesichert ist.

    Langsam scheint es so, dass Forscher und Ärzte selbst nicht genau Bescheid wissen.



    ....die wissen wohl besser Bescheid als Hobby-Diagnosesteller.

    Mit Gelegenheitsplasmaglukose über 200 ist nicht ein Wert aus dem oGTT gemeint.
    Und den braucht man 2xm und das definitiv nicht mit dem Testgerät für zuhause ermittelt.

  • Elfe

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    am 15.12.2017 19:13:43 | IP (Hash): 992157365
    @joralo
    Es bedarf zwei Parameter zur Diagnose !
    Selbst wenn Text lesen für dich zu mühsam sein sollte, ist das in der Grafik schon zu erkennen - weitere Diagnostik ... + (kleines Zeichen so denkmäßig) Nüchternwert, oGTT und auch Hba1c werden einbezogen.
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2017/dus_2017_S2_Praxisempfehlungen_3971961_M%C3%BCller-Wieland_Definition__2__Online-PDF.PDF
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    am 15.12.2017 19:36:28 | IP (Hash): 169186595
    Es geht hier nirgendwo um Bescheidwissen, sondern um Bestimmen. Die Störung, die Diabetes genannt wird, wenn sie einen der dafür bestimmten Grenzwerte übersteigt, ist schon dann am Werk, wenn der BZ nach dem Essen oder/und morgens nüchtern deutlich höher als gesund ansteigt. Und um die Grenzwerte sind sich die Fachleute ähnlich uneinig wie wir hier, und dabei geht es nicht darum, irgendwie den Diabetes zu verhindern, sondern dabei geht es darum, ab wann das Ding als Krankeit anerkannt wird, für deren Behandlung ein Arzt von einer gesetzlichen kranken Kasse Kohle kriegen muss.

    Es machr weder vom Befinden noch von der statistischen Folgekrankheiten-Häufigkeit einen Unterschied, ob der Nüchtern-Grenzwert bei 110 oder 125 oder 150 angesedelt wird oder der 2-Stunden-Grenzwert beim Zuckerwassertest bei 180 oder 200 oder 240. Das sind mit den verschiedenen Werten keine verschiedenen Krankheiten, sondern einfach nur verschieden weite Selbstverstärkungsstadien.

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