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torsten - neuzugang mit hba1c von 10,6
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am 23.01.2018 17:21:50 | IP (Hash): 1268435176
torsten1973 schrieb:
wie kann ich die entwicklung einschätzen?
Sehr gut - Glückwunsch und weiter so, :=) -
am 31.01.2018 00:51:05 | IP (Hash): 1955168909
Jetzt sind es 3 Wochen seit der Diagnose.
der weitere verlauf des BZ nüchtern:
- nach 1 woche 7,8 (entspr. 140)
- nach 2 wochen 6,6 (entspr. 119)
- nach 3 wochen 6,1 (entspr. 110)
gewicht von 84 auf 80 kg.
Seit der Ernährungsumstellung bin ich viel weniger träge, fühle mich körperlich wie vor 20 Jahren.
Wenn ich mich einen Tag noch nicht genug bewegt habe, merke ich abends, dass mir noch was fehlt und geh auf einen Verdauungsspaziergang.
Gestern habe ich in Gesellschaft einen angeblich so gesunden Vitalkeks gegessen, der war so scheußlich süß im Mund, und das fand ich vor 3 Wochen noch normal... -
am 04.02.2018 19:49:16 | IP (Hash): 2094037437
frage an alle:
wie schnell oder langsam können sich denn blutzuckerwerte (siehe darüberstehender beitrag) verändern?
hab dazu nirgends informationen gefunden... -
am 06.02.2018 00:59:31 | IP (Hash): 1045073435
was ich früher immer so gegessen habe.
frühstück.
- tee, selten auch kaffee (mit 1...2 löffeln zucker)
- 1...2 stückchen kuchen, selbstgebacken (ca. 10g zucker), obst
- wenn ich mich gesund ernähren wollte 250g fruchtjoghurt oder crunchy müsli (jeweils ca. 30g zucker)
trinken.
viel tee mit zucker, wasser, auf arbeit apfelschorle (nicht limo, wie die kollegen), zur gesunden belohnung fruchtsäfte pur
mittag.
- gerne nudeln (ca. 250g mit wenig soße, mittelmeerkost soll doch so gesund sein)
- vorwiegend vegetarische kost, traditionell nach omas art selbst zubereitet
nachmittag.
- kaffee/tee, gesüßt
- kuchen, obst
abends.
- 1...2 weizenbrötchen, wenn ich es mir leisten konnte körnerbrötchen (kannte nicht den unterschied zu vollkorn)
- vegetarischer aufstrich (gern selbstgemacht), käse, obst, evtl. gemüse
mit zucker oft als gewürz (geschmacksverstärker) und mehl als bindung.
hab den zucker im tee über die jahre auf 1/3, im kuchen auf 1/2 gesetzt.
mehl in kuchen und brot zu 1/2 durch vollkorn ersetzt.
insgesamt viel selbst aus frischen zutaten zubereitet, so wie es überall empfohlen wird.
wusste nicht, dass sinn der empfehlung das weglassen von zucker sein sollte.
im gegenteil, was es nur mit künstl. süßstoff gab (gewürzgurken, rote bete), hab ich mit zucker selbstgemacht.
ich kannte die kritik, dass ich zu viel und zu süß esse, fühlte mich nicht für die doch schon deutliche reduktion wertgeschätzt.
ein weiterer fehler. ich bin lebensmittelretter. bevor jemand was wegwirft, verrenkte ich mir lieber den magen... aß dann auch sachen, die ich sonst abgelehnt hätte...
Bearbeitet von User am 06.02.2018 02:27:13. Grund: tippfehler -
am 06.02.2018 01:17:04 | IP (Hash): 1045073435
was ich mir so für krankheiten aufgehalst habe
vieles von dem ist möglicherweise in zusammenhang mit zuviel essen und zuviel zucker zu betrachten
mit 10 jahren
ständig rückenschmerzen, wurde bis anfang 30 immer stärker
obwohl normalgewichtig, verordneten mir meine eltern eine zunehmdiät (ich sah ihnen zu dürr aus)
mit 20 jahren
(ernährungsumstellung auf zeitweise vorwiegend, meistens komplett vegetarisch)
mit 25 jahren
herzbeutelentzündung
mit 28 jahren
colitis ulcerosa, 2 heftige schübe kurz hintereinander, behandlung mit kortison und immunsuppresiva
mit 29 jahren bis heute remission
mit 31 jahren
fettleber und übergewicht von 72 auf 84 kg
zweimal haben sich unter der haut riesige lipome gebildet
mit 42 jahren
lungenentzündung
mit 44 jahren
typ 2 diabetes
hab mich zeitlebens falsch ernährt, dachte ich mach alles halbwegs richtig,
zumindest überdurchschnittlich gut.
nie geraucht, seltenst alkohol, keine butter aufs brot, viel bio und aus frischen zutaten.
Bearbeitet von User am 06.02.2018 01:24:07. Grund: hinzufügung -
am 06.02.2018 02:09:53 | IP (Hash): 1045073435
was ich heute so esse.
meine ernährungsumstellung hab ich vor 4 wochen als großen entschluss gesehen.
inzwischen ist es liebgewordene normalität, ich zelebriere gutes essen.
hab immer schon gern gekocht, das hilft mir, dinge neu zu erfinden, lieblingsessen zu kochen, das ich mir in jüngeren jahren finanziell nicht oft leisten konnte.
morgens.
- kaffee oder tee
- müsli aus haferflocken, haferkleie, nüssen, 2 stück obst, zimt, abwechselnd fettarmer oder normaler joghurt
ich habe keine angst vor rosinen oder bananen, aber höchstens jeden 2. tag
- ein stück gemüse als nachtisch
mittag
- alles, was ich gern esse, aber mit kleiner oder keiner portion kohlehydrate
- bei nudeln (sehr gewöhnungsbedürftig) oder reis immer vollkornprodukte
- hülsenfrüchte (linsensuppe, schwarze oder rote bohnen im salat)
- auch wenn es gekochtes gemüse gibt,
- dazu noch rohkost, öfter blattgemüse, gerne mit z.B. orangen, nüssen zum süßen, gute öle (leinsamen, walnuss)
essenspause von mind. 5 stunden
nachmitrags
- gar nix, bei bedarf nüsse, ne möhre, apfel
- irgendwann will ich zum 5-uhr-tee zurückkehren (mit 1 einzigen keks)
abends
- 2 scheiben vollkornbrot,
(manchmal selbst gebacken, gepimpt mit buchweizen, haferkleie, leinsamen, kürbiskernen, kurkuma, kreuzkümmel, koriander)
- vegetarischer aufstrich (gern selbstgemacht), käse, manchmal fisch
- salat von mittag oder rohes gemüse
- apfel oder orange als nachtisch
essenspause von mind. 12 stunden
seit 4 wochen kein krümel zucker oder weizenmehl
hätte nicht gedacht, dass ich mit so einfachen modifikationen (vollkorn, das leckerste müsli der welt, jede mahlzeit mit gemüse) so schnell mein gewicht reduziere. den blutzuckerwert auch.
irgendwann muss ich die abnehmbremse ziehen, und weiß nicht wie...
früher war ich schon frühmorgens müde und träge. heute habe ich kraft und tatendrang.
zappele rum, weil ich mich noch bewegen muss.
bin mind. 1 stunde mit fahrrad oder strammen schrittes kilometerweit unterwegs. bin für treppen und umwege dankbar.
eine jahrelange unbemerkte niedergeschlagengeit ist von mir gefallen.
oben die krankheitenliste.
war das alles nur ernährungsbedingt?
ich bin jetzt 44.
wie sehr habe ich mir schon geschadet, wie viel leben ist noch zu retten?
Bearbeitet von User am 06.02.2018 02:31:14. Grund: formatierung -
am 06.02.2018 14:30:53 | IP (Hash): 34525211
torsten1973 schrieb:
irgendwann muss ich die abnehmbremse ziehen, und weiß nicht wie...
Glückwunsch zum bisherigen und weiter gutes Gelingen! Und keine Angst, wenn Du dich mit Deinem bisherigen neuen Futterplan wohlfühlst, wird das Abschmelzen abnehmen ;) je näher Du den 72kgs kommst, von denen Du mal in Deine Zunahme gestartet warst :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 06.02.2018 18:29:16 | IP (Hash): 1552368372
torsten1973 schrieb:
wie sehr habe ich mir schon geschadet, wie viel leben ist noch zu retten?
Ich denke, du kannst ruhig optimistisch sein und hoffen, dass dein Korper bei deiner jetzigen Lebensweise die meisten Schäden wieder reparieren kann. In deinem Alter sind die Selbstheilungskräfte noch sehr stark.
Bei der Ernährung höre weiter auf deinen Körper. Wenn der zufrieden ist, dann ist das für dich gesund, selbst wenn andere dir einreden wollen, dass du dieses oder jenes anders machen musst. Niemand weiß wirklich, was für dich gesund oder ungesund ist. Richte dich am besten nach deinem Wohlbefinden, dakannst du nichts verkehrt machen.
Weiter viel Erfolg, Rainer -
am 13.02.2018 19:05:23 | IP (Hash): 1787135403
neue werte.
der weitere verlauf des BZ nüchtern:
- nach 1 woche 7,8 (entspr. 140)
- nach 2 wochen 6,6 (entspr. 119)
- nach 3 wochen 6,1 (entspr. 110)
- nach 5 wochen 6,2 (entspr. 112)
gewicht bis vorige woche noch ein kilo abgenommen.
ich trete auf der stelle. hatte mir nach den anfänglichen schnellen erfolgen erhofft, dass die reihe so weiter abwärts geht...
ich erinnere mich, bei der gewichtszunahme, war an der stelle auch ein plateau.
nochmal meine frage:
wie schnell/langsam geht denn sowas?
gute nachricht.
ich fahr nach düsseldorf.zum deutschen diabetes-zentrum.
teilnahne an einer studie.
keine experimente. nur eine beobachtende studie.
der dortige dr. stephan martin gilt als verfechter und wissenschaftliche kapazität auf dem gebiet lebensstil-therapie.
Bearbeitet von User am 13.02.2018 19:09:16. Grund: ergänzung -
am 13.02.2018 19:49:29 | IP (Hash): 13715773
torsten1973 schrieb:
nochmal meine frage:
wie schnell/langsam geht denn sowas?
Einfache Antwort: Das ist individuell verschieden, darüber kann man keine allgemeine Aussage treffen.
Genauso individuell ist die Frage, wie weit du deinen Diabetes zurückdrehen kannst. Dass es bei dir nicht weiter abwärts geht, könnte bedeuten, dass deine Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Du hast jetzt wahrscheinlich einen Stand erreicht, den du langfristig verteidigen musst. Ohne medikamentöse Unterstützung wird es bei dir nicht gehen, was aber wirklich kein schlimmes Problem ist.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 13.02.2018 19:50:50. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.