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torsten - neuzugang mit hba1c von 10,6

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    am 13.02.2018 23:31:57 | IP (Hash): 1787135403
    Rainer schrieb:
    ... wie weit du deinen Diabetes zurückdrehen kannst. Dass es bei dir nicht weiter abwärts geht, könnte bedeuten, dass deine Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Du hast jetzt wahrscheinlich einen Stand erreicht, den du langfristig verteidigen musst. Ohne medikamentöse Unterstützung wird es bei dir nicht gehen, was aber wirklich kein schlimmes Problem ist.

    Alles Gute, Rainer



    @ Rainer.
    Danke, dass Du mich auf den Boden zurück holst.
    Das ist ein Gedanke, dem ich mich irgendwann stellen muss...

    Für die nächste Zeit lebe ich mit der Hoffnung, dass da noch was geht.
    Dass da genug Fettreserven in Bauch und Leber sind, mit deren Abbau auch noch deren Schadwirkung sich entsprechend reduziert.

    Und noch habe ich nicht alle Lebensmittel entdeckt und zur Genüge konsumiert, die in dem Ruf stehen, die Beta-Zellen zu schützen oder die Insulinresistenz zu minimieren.

    Ich freue mich über Eure Antworten.
    Das hilft mir und bringt mich weiter.
    Bearbeitet von User am 14.02.2018 00:59:16. Grund: ergänzungen
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    am 14.02.2018 16:07:55 | IP (Hash): 396518082
    torsten1973 schrieb:
    ich fahr nach düsseldorf.zum deutschen diabetes-zentrum.
    teilnahne an einer studie.
    keine experimente. nur eine beobachtende studie.
    der dortige dr. stephan martin gilt als verfechter und wissenschaftliche kapazität auf dem gebiet lebensstil-therapie.

    Dann solltest du dich von Prof. Martin vielleicht doch zu einem Experiment überreden lassen.

    Prof. Martin ist hier in D der Verfechter der Studienergebenisse von Roy Taylor. Die beiden schwören darauf, dass sich nahezu jeder Typ2-Diabetes mit einer 3 Wochen andauernden VeryLowCalory-Diät so weit zurückdrehen lässt, wie es sonst nur mit einer Magen-OP möglich ist.

    Versuche vielleicht mit so einer kompetenten Anleitung dein Glück und berichte über die Ergebnisse.

    Viel Erfolg, Rainer
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    am 14.02.2018 19:18:15 | IP (Hash): 1871739934
    @Rainer
    So so, immer noch auf Suche nach Wunderblümchen und Wunderdiät ;- )
    Finde diesen Prof. Dr. nicht so toll:
    https://www.thieme.de/de/presse/diabetes-programm-102841.htm

    Eine Formular-Diät ist nur für Leute, die nicht wirklich Lebensmittel einschätzen können.
    Eine Eiweiß-Mahlzeit lässt sich auch ohne Pülverchen zusammenstellen, statt schnell versprochener Wirkung per Applaus-Publikation.

    Hallo Torsten,
    deine Ernährung ist immer noch zu KH-lastig: Obstauswahl Rosinen (Trockenobst), Banane, Orange, Fruchtsaft - auch Hülsenfrüchte haben Auswirkung auf BZ-Spiegel.
    Grundsätzlich sich mit KH-Gehalt von Lebensmitteln informieren wäre gut.
    Hauptmahlzeiten sind gar nicht so das Problem, sondern eher das Naschen zwischendurch und bewusst erkennen, was wir so nebenher konsumieren.

    Süßstoff verwende ich als Universalsüßungsmittel in Tee, Jogurt, Müsli, sogar zum Backen.
    Erspart mir Zucker-KHs. Mögen viele per künstlich nicht, Vorurteil !?

    Als INSULINER schon mehr beschäftigt mit KHs.
    Habe auch an Studie teilgenommen zum 1er Diabetes- an den Genen war nichts zu erkennen.

    Gruß Elfe
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    am 15.02.2018 07:49:22 | IP (Hash): 963289736
    danke für eure tipps.

    ich muss mal ein paar unsortierte gedanken loswerden.

    obwohl sich durch die ernährungsumstellung jede menge positiver erfolge eingestellt haben und es mir so gut geht wie noch nie im leben, ist es der rückblick und das bewusstwerden aller konsequenzen, die mich gerade bitter und ruhelos machen.

    erstmal das gute.

    @ elfe: rosinen und bananen sind nicht mehr notwendig um das müsli lecker zu finden, fruchtsäfte und naschereien, zwischnmalzeiten habe ich vom ersten tag an konsequent gemieden.

    gestern habe ich um 6.30 gefrühstückt, andere tage erst gegen 9.00. bis mittag um 14.30 keinerlei hungergefühl, hab dann trotzdem gegessen, um meine tablette zu nehmen. ein solches körpergefühl war mir bis dahin unbekannt. spätestens um 10 oder 11 hätte ich heißhunger bekommen. und nun halte ich mir vor augen, wo das alles gelandet ist, was ich früher für das normale maß an täglicher nahrung gehalten habe. das muss ja den menschen krank machen.

    eigentlich mein ganzes leben lang war ich abgeschlagen, müde, abgespannt. habe das leben als anstrengend empfunden, dachte ich leiste zuviel und muss mich deswegen in jeder freien minute ausruhen.
    jetzt bin ich energiegeladen, habe einen bewegungsdrang. brenne darauf, nochmal nebenbei ne stunde fahrrad zu fahren, oder abends rauszugehen.

    jetzt die betrübnis.

    ich könnte mir in den arsch beißen, dass ich nicht kapiert habe, wie vollkommen anders sich die menschen in meiner umgebung ernährten.
    ich hielt mich für äußerst gesundheitsbewusst. ich hänge am leben (so sehr, dass ich bei bahnfahrten rückwärts und nicht am fenster sitze). habe fettarm, vegetarisch gegessen (wegen "restrisiko" ausnahmen erlaubt), selten kaffee, nur paarmal im jahr alkohol, nie geraucht, alle wege mit dem fahrrad. und natürlich auch meinen zuckerkonsum reduziert. - aber ich hatte kein gefühl für das richtige maß, hatte viel nudelgerichte gegessen wegen der gesunden mittelmehrküche, meine tradition des kuchenessens durch fruchtjoghurt und knuspermüsli gebrochen, - mit diesen "gesunden" lebensmitteln hab ich ein vielfaches an zucker konsumiert, gute fruchtsäfte und apfelschorle.
    ich dachte von burgern und cola wird man dick und krank. hatte kein verständnis für menschen, die sich nicht beherrschen konnten. ...und habe nicht bemerkt, wie ich mich planvoll und gesundheitsbewusst zu grunde richte.

    jetzt habe ich in einer krankenhausakte gelesen, dass ich schon vor 2 jahren mit einem BZ von 209 erwischt wurde, und niemand hat mich darauf angesprochen.

    jetzt wird mir bewusst, dass ich nicht seit 1/4 jahr, sondern schon seit mind. 2 jahren schlechte zuckerwerte habe, dass sich meine beta-zellen zu mind. 80% verabschiedet haben müssen.

    ärzte, mit denen ich bisher selten zu tun hatte waren solche fachidioten, haben mich auf keinerlei zusammenhänge hingewiesen, wo ich heute welche sehe.
    der typ, der meine fettleber festgestellt hatte, riet mir weniger tierisches fett und kein alkohol. meine entgegnung, dass ich sowas gar nicht konsumiere, ignorierte er einfach. selbst bei wikipedia stand damals noch nicht, dass da eine diabetesgefahr droht.

    freunde haben mich auf meinen zuckerkonsum hingewiesen. aber die appellierten an ein wissen, dass ich nicht hatte. die hatten kein ohr für meine erfolge mit 1 löffel weniger pro tasse.

    es war mir mit meinem gewicht vom 84 kg niemals wohl, ein permanenter ausnahmezustand. habs einfach nicht wegbekommen.
    ich könnte mir in den arsch beißen, dass ich nicht an das wissen gelangte, dass ich heute doch überall im netz finde.

    oftmals natürlich vollkommen widersprüchliche ratschläge.

    hab beschlossen, zusätzlich zu meiner ernährungsumstellung jetzt 3 tage haferkur zu machen (kann wohl kaum gefährlicher sein, als meine besherige lebensweise)
    und ab und zu nen fastentag. fange jetzt noch an mit apfelessig und eingelegtem knoblauch und sehe meinen nächsten 6 kilo fettabbau und hoffentlich weiter sinkenden BZ-werten entgegen.

    und ärgere mich in mancher bitteren minute, wie ich früher so blöd sein konnte.


    Bearbeitet von User am 15.02.2018 08:25:58. Grund: tippfehler
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    am 15.02.2018 12:19:34 | IP (Hash): 991063678
    Hallo Torsten,

    ich denke, du kannst das sehr viel positiver sehen:
    - du hast noch so rechtzeitig die Kurve gekriegt, dass du deinen Diabetes offensichtlich noch ziemlich weit zurückdrehen kannst,
    - du hast ein Rezept gefunden, mit dem das möglich ist und hast damit schon mal sehr viel bessere Voraussetzungen als viele andere Typ2-Diabetiker,
    - du gehst deine Krankheit und dein Leben entschlossen an und bleibst dran, auch wenn es mal etwas komplizierter wird.

    Ich sehe, dass du dir damit eine sehr gute Voraussetzung für ein langes gesundes Leben schaffst. Wer weiß, ob dich ein zeitig entdeckter Prädiabetes ebenso konsequent auf die richtige Spur gebracht hätte. Ich bin mit meiner Situation zufrieden, so wie sie sich mit dem Diabetes ergeben hat und finde, dass du mit deiner auch sehr zufrieden sein kannst - bei dir läuft es doch bestens.

    Weiter viel Erfolg, Rainer
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    am 15.02.2018 17:40:38 | IP (Hash): 1871739934
    Hallo Torsten,
    ärgere dich nicht im Nachhinein.
    Deine Ernährung war so schlecht nun auch nicht.
    Du hast dich um natürliche Zutaten bemüht - so etliche Zusatzstoffe stehen ja auch als fragwürdig in Diskussion - und so manches geglaubt wie gesunde Fruchtsäfte.
    In diesen vielen Ernährungsempfehlungen kann man schon mal den Überblick verlieren.

    Daß du aktuell nicht mehr den sonst üblichen Heißhunger empfindest, liegt an deinen nun niedrigeren BZ-Werten.
    Heißhunger oder auch Appetit beruht auf hochgejubelten BZ und starker Reduzierung durch körpereigenes Insulin. Der gefühlte große Unterschied der BZ-Werte führt dazu, der jetzt erheblich geringer ausfällt.

    Denke nicht, daß deine Beta-Zellen sich zu 80 % verabschiedet haben, dann würden deine Werte (nur mit Tablette) nicht so gut aussehen :-).

    Apfelessig soll ja angeblich die Verdauung anregen. Glas warmes Wasser vorm Essen tut's auch.
    Knobi als Blutfettsenker könnte als Geruchsbelästigung in deinem Umfeld wahrgenommen werden.

    Auch Haferflocken wird eine blutfettsenkende Wirkung nachgesagt und eben auch gut für BZ - zwei gute Eigenschaften.

    Gruß Elfe
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    am 15.02.2018 22:04:30 | IP (Hash): 2143365768
    rainer und elfe.
    danke für euren guten zuspruch.

    hab da gleich noch mal ne frage.
    meine ärztin sagte, wenn ich mal einen tag mit essen aussetze, soll ich auch die metformin weglassen.
    wie soll ich es bei der haferkur machen?
    wollte lieber aussetzen. ist aber auch ne kohlenhydraternährung...

    und noch ne frage.
    wenn ich mein traumgewicht erreicht habe und wieder mehr esse, bringt das nicht den BZ wieder in die höhe?
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    am 15.02.2018 22:50:19 | IP (Hash): 1983084226
    torsten1973 schrieb:
    meine ärztin sagte, wenn ich mal einen tag mit essen aussetze, soll ich auch die metformin weglassen.
    wie soll ich es bei der haferkur machen?

    Weiter nehmen, das Aussetzen gilt nur fürs Fasten.


    torsten1973 schrieb:
    und noch ne frage.
    wenn ich mein traumgewicht erreicht habe und wieder mehr esse, bringt das nicht den BZ wieder in die höhe?

    Das musst du auf dich zukommen lassen und dann sehen, wie es läuft.
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    am 16.02.2018 16:47:30 | IP (Hash): 1871739934
    Hallo Torsten,
    warum willst du mit Essen Tage aussetzen ?
    Zum vermeintlichen Abnehmen ?
    Dabei ist zu beachten, daß der Körper auf Energiesparmodus umschaltet und mit viel weniger Energie auskommt. Wird dann wieder normal gegessen, wird anschließend um so schneller zugenommen - ist der sogenannte Jojo-Effekt
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jo-Jo-Effekt

    Da Hafer(flocken) Kohlenhydrate enthalten, dann das Metformin einnehmen.

    Gruß Elfe
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    am 16.02.2018 17:01:25 | IP (Hash): 396518083
    Hallo Torsten,

    du findest im Internet haufenweise Beschreibungen zu Intermittent Fasting IF.

    Wenn du denkst, dass das für dich sinnvoll sein könnte, dann informiere dich lieber dort - auf die fragwürdigen Weisheiten einer Elfe bist du zu diesem Thema absolut nicht angewiesen.