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torsten - neuzugang mit hba1c von 10,6
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am 24.08.2018 11:37:55 | IP (Hash): 273597108
Hallo Thorsten.
Ich habe dein Beitrag gelesen. Also Zuckerkrankheit kommt nicht von Zucker. Zucker ist der wichtigste Baustein in deinen Körper. Also keine Sorge. Ich möchte versuchen dir zu helfen, um wieder gesund zu werden.Aber vor erst habe ich paar fragen.
Wie ist deine Blutgruppe?
Wie ist dein D3 Spiegel?
Hast sich kurz vor deine Krankheit, dein Personal Umfeld geändert. Also neue Arbeit? Neue Frau? Neue Menschen in deiner Umgebung. Wenn ja. Welche Blutgruppe haben die?
Und vor erst. Solltest du alle Mehl Produkte vergessen. Kein Gluten. Und dein D3 Spiegel auf 200 erhöhen für die nächste 6 Monate.
Gruß -
am 29.08.2018 18:46:39 | IP (Hash): 2116299613
Ich wollte mal den darüber stehenden Beitrag nicht als letzten stehen lassen.
Dafür gibts jetzt eine Fortschreibung meiner letzten Erfolgsmeldungen.
Hab weiter fleißig gemessen.
Mein NBZ liegt die meisten Tage bei 4,8 ... 5,0, ab und zu mal bei 5,3 ... 5,6.
Nächster HbA1c ist Mitte September fällig.
Bei weiterhin 70 kg Körpergewicht.
Nach wie vor wundere ich mich, wie unterschiedlich andere Leute meine Ernährungsweise von früher gesehen haben.
Zwischen Gesundheitsapostel und fresssüchtig war alles dabei.
Und dass ich den Fehler nicht erkannt habe.
Ich will nächstens noch mal zusammenfassen, wie sich die geänderte Ernährung auf sooo vieles am Körper und am ganzen Leben ausgewirkt hat. -
am 14.09.2018 15:58:55 | IP (Hash): 1140658186
Ein neuer Messwert ist da.
Hba1c = 6,4%
Hatte mir eigentlich eine 5 vor dem Komma erhofft...
Meine allerpaartäglichen Messungen des NBZ ergeben seit Absetzen des Metformin vor 4 Wochen konstant 4,8 ... 5,1 mmol/l
(Immer noch mit dem schlechten Messgerätes, das wohl geschätzte 10% zu viel anzeigt)
Musste den ganzen Sommer sitzender Bürotätigkeit nachgehen, beginne wieder mich mehr zu bewegen.
Und hoffe nun auf eine 5,x im Dezember. -
am 17.09.2018 14:55:05 | IP (Hash): 351538413
Hab jetzt ein paar freie Tage, an denen ich öfter mal messen kann.
Mit folgenden Erkenntnissen.
NBZ:
5,0
hat sich seit dem Absetzen von Metformin schlagartig deutlich günstiger eingestellt als zu der Zeit mit Metformin.
2 Std. nach dem Essen:
6,0
bei moderater Bewegung (leichte Tätigkeit, Erledigungen zu Fuß oder mit Fahrrad, Hausarbeit)
5,0
bei Gartenarbeit, längeren Fahrten mit dem Fahrrad
8...11
bei postprandialem Faulenzen (lesen/Fernsehen im liegen)
Damit weiß ich nun, wie ich den hba1c in die gewünschte Zielregion steuern kann...
Bearbeitet von User am 17.09.2018 14:58:04. Grund: . -
am 14.10.2018 22:53:56 | IP (Hash): 963289737
heute nun der kürzlich versprochene bericht, über körperliche verämderungen seit der ernährungsumstellung.
dem möchte ich eines voranschicken:
ich war auch früher kein mensch, der über die stränge geschlagen oder sich gesundheitlich vernachlässigt hat.
ich habe mich vorausschauend, maßvoll, gesundheitsbewusst ernährt, wie ich dachte, aber mit vollkommen falschen vorstellungen und maßstäben.
habe solche schlagworte wie 'abwechlungsreich und ausgewogen' ganz sicher für mich gelten lassen.
sport.
schon als kind wurde ich immer als letzter in die mannschaft gewählt. die erste sportstunde im leben vor lauter körperlicher überforderung der lehrerin vor die füße gekotzt. aus gnade bekam ich immer eine 4, eigentlich wäre es ne 5 geworden. später dann ein attest. sportlehrern begegnete ich zeitlebens mit abscheu, sah in ihnen menschen, die andere mit freude quälen.
heute hab ich ganz ungekannte kräfte. hab meine freude daran entdeckt, auf bäume zu klettern. werde beim radfahren und der gartenarbeit einfach nicht schlapp. ich fühle mich wie ein duracell-häschen (die älteren kennen die werbefigur noch, für die noch älteren: wie ein vw-käfer).
sportliche ausdauer hielt ich für eine psychische stärke, heute halte ich es für eine verminderte insulinresistenz.
gerade rehabilitiere ich die sportlehrer in meinem weltbild.
selbstbild.
auf fotos konnte ich mich nie leiden. im spiegel hatte ich mich ganz gut an mein bild gewöhnt, aber schräg von der seite fand ich mich stets unförmig getroffen. dazu noch allerlei krankheiten, die ich so auf mich geladen hatte.
so was unerklärliches wie colitis ulcerosa. eine erklärung lag in der genetischen veranlagung. zusammen mit meiner geringen körperlichen belastbarkeit und meinem verschrobenen aussehen (ektope fetteinlagerungen) fand ich mich einfach nur genetisch versaut. ein falschspieler auf dem partnermarkt.
hey, heute seh ich saugut aus. und frauen zeigen mir, dass das stimmt. ich komme ins strahlen, wenn ich bilder von mir sehe. und strahle das auch aus.
krankheiten und schmerzen.
manches schuljahr hatte ich 30 fehltage. immer erkältet.
rückenschmerzen. stets die nase voll. dann diese chronisch entzündliche darmerkrankung. hab auch vieles mit vielem entzündlichen geschehen im körper erklärt.
heute alles weg. einfach nicht mehr da.
müdigkeit.
das letzte mal mit 8 jahren fühlte ich mich restlos ausgeschlafen. wo ich ging und stand hatte ich das bedürfnis, mich auzuruhen. wäre ich nicht jeden nachmittag erschöpft auf mein bett gefallen, hätte ich hausaufgaben schreiben können und weniger 5en eingetragen bekommen. ein 1er statt 2er abi gemacht. erst als ich philosiphie studierte (keine vorlesung vor um 11) hab ich nach meiner inneren uhr gelebt. trotzdem kam ich keinen morgen mit frischen kräften aus dem bett.
menschen wie ich haben einen verein gegründet, namens delta-t (zeitl. differenz), beklagen sich über das diktat spießerischer vorschriftenmachender frühaufsteher, die einen der faulheit bezichtigen und ihren lebensstil aufzwingen wollen.
und nun. - werde ich um 6 wach. hüpfe mit bewegungsdrang aus dem bett.
ekelhafte wehwehchen.
fettige haare und lipome. wahrscheinlich der versuch des körpers, überschussiges fett irgendwohin zu stecken.
fuß- und nagelpilz. ernährt sich der von zucker?
alles weg. einfach verschwunden.
um eines klarzustellen. obwohl es menschen sind, die mir als esospinner begegnet sind, die mich immer wieder versuchten, zu gesunder ernährung zu verführen. die ich aufgrund ihrer esospinnereigenschaft für unglaubwürdig hielt.
mir fällt schon auf, dass mein text klingt, wie von denen geschrieben. - ich habe diesbezüglich nicht die seiten gewechselt.
es sollten sich mehr vernünftige wissenschaftlich denkende menschen wagen, andere auf ihre ernährungsfehler hinzuweisen.
Bearbeitet von User am 14.10.2018 23:09:28. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.10.2018 18:18:45 | IP (Hash): 1815675981
Super, auch Du hast in Deinem Typ2 Deinen besten Gesundheits-Coach entdeckt :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 05.11.2018 23:37:33 | IP (Hash): 404669068
Ich möchte heute mal wieder meinen Thread updaten und von ein paar Gedanken berichten, die mich die letzten Tage bewegt haben.
1. Die Statusmeldung.
BZ-Werte nach wie vor stabil.
Gewicht bei 70 kg, dabei hatte ich schon einen Ausreißer nach oben auf 73 kg.
Die Diagnose hat mich doch heftig umgetrieben. Praktisch hab ich mich die ganzen letzten Monate täglich ca. 2 Stunden im Web zum Thema belesen. Was das angeht, so bin ich die letzten Wochen endlich ruhiger und gelassener geworden. Trotzdem wäre ich nach wie vor interessiert an Erfahrungsberichten von Menschen, die ihre Werte durch gesundes Ess- und Bewegungsverhalten dauerhaft in den Normalbereich bekommen haben.
2. Der Blick auf früher.
Beim Sortieren der Gedanken über gesunde Ernährung ist mir aufgefallen, dass mir das was ich heute praktizierte früher wie ein Betrug am eigenen Körper vorgekommen wäre.
Für mich war das Denken um Ernährung so vorrangig von der Frage nach ausreichender Nährstoff- (gemeint war Energie-)Versorgung geprägt. Und ich hielt es für das richtige Maß, dabei auf den Körper zu hören.
Essen nur um satt zu werden mit vorwiegend Ballaststoffen war für mich ein wahrscheinlich sehr ungesunder Trick, dass Hungergefühl zu täuschen und sich wichtige Nahrung vorzuenthalten.
So falsch kann man liegen.
3. Die Kraft und Ausdauer
Noch immer gibt es Momente, in denen mir nach müheloser körperlicher Aktivität klar wird, dass ich sowas mein ganzes vorheriges Leben nur mit Anstrengung und Durchhaltevermögen gekonnt habe. Noch nie ging es mir so gut.
4. Was ich mich angesichts der beiden letzten Punkte frage:
War ich wirklich ein selten blöder Zeitgenosse?
Oder geht es da total vielen so?
Über Antworten und Kommentare würde ich mich sehr freuen.
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am 06.11.2018 08:36:16 | IP (Hash): 1848165124
torsten1973 schrieb:
War ich wirklich ein selten blöder Zeitgenosse?
Es werden zwar immer wieder Berichte über Studien veröffentlicht. Aber da fängt's doch schon an: Welcher normale Mensch liest denn wirklich die Studien? Im Regelfall lesen wir doch eher das, was herauskommt, wenn z. B. 100 Seiten Studiendokumentation, durch mehrere Leute derart zusammen gestaucht und oft mehr schlecht als recht in straßentaugliches Deutsch umformuliert wurden, dass davon 1 - 2 Seiten übrig bleiben, woraus eine Agentur dann maximal noch eine 0,5-seitige Pressemeldung gemacht hat. Das bringt naturgemäß Verkürzungen und sachliche wie sprachliche Unschärfen mit sich.
Selbst der ursprüngliche Studienbericht sagt nur etwas über eine statistische Warscheinlichkeit aber rein gar nichts über den Einzelfall wie dich oder mich. Dazu kommt, dass ich den Eindruck habe, dass Interessen der Auftraggeber/Finanziers das Ergebnis durchaus beeinflussen können. Und aus den sich dann oft genug widersprechenden Zeitungsartikeln kann sich jeder Aussuchen, woran er gerade glauben mag. Hinzu kommt, dass gerade bei Ernährungsthemen sowieso immer wieder eine neue Sau gefunden wird, die man, lauthals Heilsversprechen verkündend, durch's Dorf treibt.
Warst du also "ein selten blöder Zeitgenosse"? Ich glaube nicht. Jedenfalls nicht blöder als der Rest der Welt.
Ich drück dir weiterhin die Daumen auf der Suche nach deinem Weg. -
am 06.11.2018 08:36:50 | IP (Hash): 1593869631
Hallo Thorsten,
bei mir ist es sehr, sehr ähnlich.
Startwerte vor mehr als 3,5 Jahren waren 85kg und HbA1c von 17%.
Aktuelle Werte 60kg und 5,5%.
Heutiger Wert 2 Stunden nach dem Mittagessen war 4,8mmol/l.
Früher war Arbeit, Sofa und essen/trinken, was auch immer. Saft, Erfrischungsgetränke, Brot, Marmelade, Süßkram. Die Blutfette und der Blutdruck waren auch jenseits von gut und böse.
Die Leistungsfähigkeit war sehr niedrig, heute muss ich 25kg weniger die Treppen hochstemmen. Das spürt man!
Wie mache ich das heute?
Täglich Sport, ausser ich laufe 16000 Schritte im Freien, dann lasse ich das Fahradfahren sein.
Nahrungsaufnahme......ich bin da sehr, vielleicht zu extrem geworden. Ich bemühe mich, keine hochverarbeiteten Lebensmittel zu konsumieren. Beispiel Coke Zero. Sowas brauche ich wirklich nicht mehr. Gemüse, sogar Obst, Fleisch, Wurst, Käse, selbst hergestellen Joghurt mit echten Blaubeeren. Ich ernähre mich sehr bewusst um genügend Vitamine und Mineralstoffe zu bekommen - aber - wenig Kohlehydrate.
Irgendwann wird das ein Selbstläufer. War erst mal das Bauchfett weg (das kam ziemlich zum Schluss), da waren plötzlich die Nüchternwerte maximal 5,5mmol/l! Ziemlich oft sogar unter 5mmol/l.
Ich bin auch sehr fit und leistungsfähig. Hätte ich vorher so gelebt, hätte ich den Diabetes rauszögern können?
Mein Körper verzeiht mir sogar, wenn ich ab und an mal 'optional esse'. Heute z.B. am Geburtstag. Ich werden ein Stück Torte essen :-)
Im Unterschied zu Dir nehme ich aber noch Metformin. Das kann ich auch nicht absetzen - die Werte steigen sofort. Trotzdem, ich würde sagen: läuft.
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
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Michael74
Rang: Gastam 06.11.2018 09:21:38 | IP (Hash): 220798829
Glückwunsch zum Geburtstag Skytower und Hut ab vor Euch dreien. Wirklich eine positive Einstellung wie Ihr mit dem Diabetes umgeht!!!
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am 06.11.2018 15:38:46 | IP (Hash): 404669068
@skytower
Alles Gute zum Geburtstag. -
am 11.11.2018 22:19:49 | IP (Hash): 1614522644
Erstaunliche neue Werte.
Nachdem es im August NBZ um die 5,0 waren, hat sich herausgestellt, dass das eine bestimmte Packung Teststreifen war.
Danach wieder um die 5,4 bis 5,8.
So auch aktuell. Immer noch mit dem alten Gerät, das vermutlich 10% zuviel anzeigt.
Nun hab ich mal wieder nach den Mahlzeiten gemessen.
7,0 (1 Std.) meine heute übliche Kost
6,1 (2 Std.) ein Mittagessen auswärts mit großem Stück Mohnkuchen zum Nachtisch
Das wären ja sensationell gute Werte nach dem Essen, aber warum dann so relativ "hohe" Morgenwerte?
Nächstens folgt von mir ein "vorläufiger Abschlussbericht", über mein früheres Verständnis von Ernährung. Das ist mal für mich nötig, um mit dem Nachdenken abzuschließen, was mich in diese Lage gebracht hat...
Bearbeitet von User am 11.11.2018 22:22:14. Grund: Rächtschreipung -
am 11.11.2018 22:48:18 | IP (Hash): 1288121488
torsten1973 schrieb:
hat sich herausgestellt, dass das eine bestimmte Packung Teststreifen war.
Immer noch mit dem alten Gerät, das vermutlich 10% zuviel anzeigt.
Du hast selber festgestellt, dass sich der Fehler von den Streifen + vom Messgerät kommt. Insofern ist die Aussage, dass das Gerät vermutlich 10% zu viel anzeigt nicht haltbar, das tut es offensichtlich nur manchmal bei bestimmten Streifen.
Vermutlich hast du jetzt wieder eine Charge, bei der ca. 10% zu viel angezeigt wird. Dann brauchst du dich über die 5,4, was 4,9 {88mg/dl} sein kann und 5,8, was 5,2 {94mg/dl} sein kann, nicht zu erschrecken. Bei Werten unter 5,6 {100mg/dl} ist alles gut, wobei du dich bei den Nüchternwerten von Messtoleranzen nicht ärgern lassen solltest - die Handmessgeräte sind nun mal keine Laborgeräte. -
am 12.11.2018 09:46:35 | IP (Hash): 1614522644
Demnach waren von den 4 Packungen, die ich bisher angebrochen habe, 3 schlechte dabei...
Was mich vielmehr bewegt, sind die zuletzt gemessenen nach-dem-Essen-Werte.
Wenn das weitere Messungen bestätigen sollten, dann wäre mir echt viel gelungen.
Wenn die wirklich so gut sind, sind dann nicht die Nüchternwerte doch vergleichsweise hoch...
Jetzt will ich wissen, wie die NBZ von "Normalgesunden" im Durchschnitt so aussehen. - Also nicht höchstens bis, sondern in aller Regel durchschnittlich.
Bearbeitet von User am 12.11.2018 10:01:49. Grund: Tippfehler -
am 12.11.2018 10:52:28 | IP (Hash): 2013211412
Hallo Thorsten,
mit welchem Wert gehst Du denn zu Bett? Und wann hast Du davor zuletzt gegessen?
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
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am 12.11.2018 12:18:16 | IP (Hash): 991063678
torsten1973 schrieb:
Jetzt will ich wissen, wie die NBZ von "Normalgesunden" im Durchschnitt so aussehen. - Also nicht höchstens bis, sondern in aller Regel durchschnittlich.
Hier kannst du den breiten normalen Bereich gut sehen:
https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
Ja, deine genannten Nachessenswerte sehen fantastisch aus. :=)
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am 12.11.2018 12:46:23 | IP (Hash): 2077798006
Wobei ich denke, dass der individuelle gesunde BZ zwischen seinem postabsorptiven Tal und seiner postprandialen Spitze eher nur um 40 bis max 60 schwankt. Wer also normal nüchtern und postabsorptiv um 60 misst, wird seine Anzeige auch mit viel Cola eher nicht über 120 treiben können, von nüchtern normal 80 eher nicht über 140 und von eher 100 nicht über 160.
Nach meiner persönlichen Sicht ist mit gesund bei nüchtern 90mg/dl Schluss mit der einen Ausnahme bei ketogener Ernährung, wo mir schon jemand mit ketogen nüchtern 110 eindeutig gezeigt hat, dass sein Nüchternwert nach ner Woche glukogen um 85 pendelte.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Michael74
Rang: Gastam 12.11.2018 14:59:25 | IP (Hash): 220798829
Für mich persönlich, gilt ein hba1c unter 5,7 als gesund un würde darüber auch nicht verhandeln. In den meissten anderen ländern gilt dies übrigends bis 6,0 als vollkommen gesund.
Gruß euer michael
Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung. -
am 15.12.2018 00:20:42 | IP (Hash): 1748317001
Hab einen neuen HBA1c .
6,2℅
Hatte mir ne 5 vor dem Komma erhofft.
Ganz unglücklich bin ich über meinen Wert aber auch nicht...
Ich arbeite eben weiter daran. -
am 17.12.2018 10:12:38 | IP (Hash): 1069516939
torsten1973 schrieb:
Hab einen neuen HBA1c .
6,2℅
Hatte mir ne 5 vor dem Komma erhofft.
Ganz unglücklich bin ich über meinen Wert aber auch nicht...
Ich arbeite eben weiter daran.
Im Moment kamen meine aktuellen Werte: HbA1c = 5,6%
Random Value, 4 Stunden nach dem Frühstück = 88 mg/dl
Ich freue mich.
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
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am 17.12.2018 11:07:37 | IP (Hash): 1156026440
torsten1973 schrieb:
Hab einen neuen HBA1c .
6,2℅
Hallo Torsten,
nimm die 6,2% ruhig als Ansporn, aber unzufrieden musst du damit nicht sein. Solange es dir gelingt, deine HbA1c-Werte um die 6% zu halten, bist du gut dabei. Von kleinen Schwankungen nach unten oder oben brauchst du dich nicht beunruhigen zu lassen.
Erst wenn der Wert stetig weiter nach oben geht, wirst du wohl, wenn du sonst alles ausgereizt hast, die Unterstützung von Medikamenten in Anspruch nehmen müssen.
Beste Grüße, Rainer
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am 27.12.2018 01:05:58 | IP (Hash): 931237762
wie ich schon vor einiger zeit angekündigt hatte, möchte ich gern nochmal für mich klar machen, mit welcher mixtur aus verhaltensweisen ich in der vergangenheit der entwicklung meines diabetes vorschub geleistet habe.
für mich ist es wichtig, um mit dieser vergangenheit abzuschließen,
für andere, die das lesen, soll es eine hilfe sein, ihre lebensweise zu reflektieren.
den erfahrenen hier könnte manches auch ein schmunzeln ins gesicht zaubern.
hier zu schreiben hatte ich begonnen, weil mir selbst als neudignostiziertem solch ein blog gefehlt hat.
abschlussbericht
hätte ich früher auf einen menschen geblickt, der sich verhält und ernährt, wie ich es mir im letzten jahr angewöhnt habe, so hätte ich das als extrem oder gar gefährlich empfunden.
denn ich meinte ja, mich moderat und ausgeglichen zu ernähren.
von ernährung wusste ich vor allem, dass sie der erhaltung der lebensfunktionen dient, indem ich dem körper genügend energie und einen guten mix an vitaminen, mineralien und spurenElementen zuführe. (die sprache stammt aus DDR-lehrbüchern)
die betonung lag, meine eltern sind nachkriegskinder, auf genug ernergie. nährstoff war für mich ein synonym für energieträger.
das mit den vitaminen und Co glaubte ich, ergibt sich von selbst, da ich mich gesund und abwechslungsreich ernähre (eine ohnehin kaum zu durchsteigende wissenschaft). einzig mein „verzicht“ auf fleisch machte mir ein wenig sorgen um die rundumversorgung, daher war ich hier nicht immer streng zu mir (nur selten, nur lecker und ethisch korrekt: nur was sonst weggeschmissen worden wäre)
bei menschen, die deutlich weniger aßen, sah ich die gefahr der unterversorgung.
(askese aus esoterischen idoelogien heraus, oder einen selbstoptimierungswahn, gesteuert von der werbeindustrie oder dem wunsch ein erfolgreich funktionierender teil im kapitalistischen system zu sein)
mit meinen ursprünglich 72kg hatte ich den wunsch, noch ein wenig davon loszuwerden.
stattdessen bekam ich colitis ulcerosa und jede menge kortison und eine fettleber und 12kg obendrauf.
für mich selbst war das deutlich zu viel gewicht. (ich stellte mir immer einen 12er-karton tetrapaks vor, den ich zuviel mitschleppen musste)
ärzte und familie hingegen sahen es als günstig an, im krankheitsfall etwas zuzusetzen zu haben, 84kg seien für einen mann ein ganz ordentliches gewicht, im meinem alter sei es normal, so zuzunehmen, das ginge wohl kaum wieder weg. der arzt, der meine fettleber diagnostizierte, riet mir, alkohol und fettes fleisch zu reduzieren (auf meine entgegnung, dass sowas gar nicht auf meinem speiseplan steht, wiederholte er bloß seine empfehlung mit noch mehr nachdruck) - daher ging ich von den nebenwirkungen meiner medikamente aus (was er wiederum nicht bereit war zuzugeben)
meine damalige ernnährungsweise würde ich als traditionell beschreiben, offen jedoch für jede erkenntnis,, die mir zu einem langen gesunden leben verhilft, aber mit der mutigen entschscheidung, keine tiere dafür sterben zu lassen.
ich besorgte meine nahrungsmittel planvoll, bereitete sie eigenhändig zu. ich hielt mich für hinreichend immun vor den fallen der lebensmittelindustrie.- sah andere leute cola und burger, bier und schnitzel in sich reinstopfen, immer fetter werden und am ende lauter wohlstandskrankheiten und diabetes bekommen.
mein „moderates übergewicht“ (BMI=27) bekam ich allerdings nicht weg, war aber sicher, dass das alles wohl austariert sei, schließlich nahm ich auf dem niveau weder ab noch zu.
zu drastischen maßnahmen der gewichtsreduzierung wollte ich nicht greifen (man hört da soviel negatives und das was ich heute treibe, hätte ich damals darunter subsumiert)
freunde (besonders eine freundin) wiesen mich zuweilen darauf hin, dass ich ihrer meinung nach was falsch mache. das kam oft vorwurfsvoll (und entsetzt und genervt - und ich wusste nicht, was die show bedeutet) und wenig aufklärerisch, - offenbar war da die prämisse mitgedacht, ich wisse, was mein fehler ist…
und das waren so einige:
- ich aß kuchen zum frühstück und zum 5-uhr-tee, und zwar genug zum sattwerden. das hatte ich zu hause so gelernt, erschien mir ein wichtiges kulturgut, das ich in der fremde bewahren wollte. der landkreis aus dem ich stamme ist D-schlandweit derjenige mit der höchsten diabetes-prävalenz. kuchen im schrank bedeutete sicherheit, geborgenheit, einen geregelten haushalt.
andere aßen stattdessen, wie ich dachte toastbrot oder butterbrötchen mit marmelade und nutella. wenn ich es mal gesund haben wollte, dann leistete ich mir „gesunden“ fruchtjoghurt oder knuspermüsli. alles sachen, die sogar noch viel, viel mehr zucker enthalten...
- ich aß „kalorienbewusst“, - während meines studiums gab es zeiten, da mussten ein paar hundert mark für ein semester ausreichen. also sah ich, wie ich möglichst viel energie für wenig geld bekomme. meine sorge war, dass es nicht ausreichen würde.
- ich aß wenn ich es mir leisten konnte, körnerbrötchen (dachte, da sind ganze körner drauf, vollkorn halt…) irgendwelche anhängerinnen einer rechtsesoterischen ernährungssekte wollten mir einreden, vollkorn sei es nur, wenn ich es zu backen erst mahle, damit keime und spelzen frisch reinkommen.
- ich aß portionsgrößen, die mir heute zu groß erscheinen. damals sah ich neben mir menschen, die sich vernachlässigen indem sie sich vorsätzlich nicht satt essen.
oft aß ich einfach das, was halt dringend weg musste oder weil uhrzeit und menge dem plan entsprachen (lebensmittel wegschmeißen ging gar nicht, lieber verrenkte ich mir den magen), aber meistens aß ich nur dann und nur soviel, wie ich hunger verspürte… das erschien mir gesund und vernünftig (oder doch von einer übermäßigen insulinausschüttung gesteuert?)
- ich aß von kindertagen an auf einen zu süßen geschmack konditioniert. urmenschen konnten doch auf selbe weise genießbar von giftig unterscheiden.
- ich aß zucker als nervennahrung
(meine geistige leistungsfähigkeit als höchstes gut, das zu erhalten sei,
(ging ich davon aus, dass ein mindestverzehr an zucker überlebenswichtig sei,
(hab da wohl in der schule gefehlt, als das erklärt wurde,
(war immer ein kränkliches kind))))
und nudeln, teil der gesunden mittelmeerküche mehrmals die woche als preiswerter sattmacher (hatte mir extra ein schickes gefäß mit nudeln zur schau für meine moderne und gesunde ernährungsweise auf die küchenanrichte gestellt)
- eine letzte Anekdote: die vokabel "vollwertkost" hatte ich so interpretiert, dass damit ideologisch aufgeladen weiß gemacht werden soll, dass dieses zeugs doch den gleichen wert habe wie richtiges essen. ich bevorzugte lieber die sichere variante.
sicher gäbe es noch mehr aufzuzählen, aber 2 seiten DIN A4 sollen genug sein damit euch das lesen nicht zur qual wird…
der erste satz kommt hier als zusammenfassung nochmal:
hätte ich früher auf einen menschen geblickt, der sich verhält und ernährt, wie ich es mir im letzten jahr angewöhnt habe, so hätte ich das als extrem oder gar gefährlich empfunden.
denn ich meinte ja, mich moderat und ausgeglichen zu ernähren.
Bearbeitet von User am 27.12.2018 04:14:53. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.01.2019 23:49:55 | IP (Hash): 988802117
Jahrestag
Vor genau einem Jahr hat mir meine Ärztin Diabetes Typ 2 diagnostiziert.
Zeit für einen Blick darauf, was die Diagnose in dem Jahr mit mir gemacht hat.
Gestartet bin ich mit hba1c=10,6%.
Seit einem halben Jahr hab ich mich eingepegelt bei 6,3 _ 6,4 _ 6,2%
Ist mir eigentlich zu viel. Ich hoffe noch auf die 5 vor dem Komma...
NBZ
Kann ich nach wie vor schlecht einschätzen.
Bei der Ärztin 5,3 ... 5,7
Zu Hause 5,3 ... 6,3
Vor 1/2 jahr waren es 4,8 ... 5,2
Dann bin ich gewichtsmäßig auf der Zielgeraden eingebogen, hab mir ab und zu mal 1 Keks genehmigt und gehe nicht mehr soo viele Kilometer am Tag wie ganz am Anfang, - und komme seltener auf den Wert knapp um die 5
Hab noch immer das Gerät, das wohl zu viel anzeigt, scheue mich aber vor einem riesen Materialaufwand, bis sich das richtige findet, zumal die vermutete Abweichung in dem Bereich liegt, den andere auch haben dürfen.
Müsste überhaupt öfter mal messen.
Gewicht gestartet mit 84kg, seit 1/2 Jahr um die 70kg.
Der Alltag hindert mich zuweilen an längeren Wegen, die ich mit Rad oder zu Fuß zurücklegen würde.
Aber das wichtigste:
Nichts hat mein Leben so umgekrempelt wie diese Diagnose.
Hab mir ganz viel Ernährungswissen angeeignet.
Hab ein paar "Kleinigkeiten" bei der Ernährung geändert und es geht mir so gut wie nie im Leben.
Ich fühle mich jung und unverletzlich wie vor 20 Jahren.
Und wirke wohl auch so: neulich traf ich 45jähriger eine Frau von 35 Jahren, die mich für ca. 25 hielt.
Ich war nie wieder an irgendwas krank, habe unbekannte Kraft und Ausdauer, bin erstaunt wie einfach es ist 40km Fahrrad zu fahren, den Garten umzugraben ohne auszuruhen, Bäume hochzuklettern, stundenlang Treppen zu steigen, - alles erschöpfungsfrei.
Und ganz nebenbei finde ich, ich seh verdammt gut aus.
Ich staune immernoch, über Fotos oder mein Spiegelbild.
Darüber, wie wenig ein Mensch zu essen braucht, dass ich mit dem Fahrrad Steigungen schaffe, wie früher nie...
Aufzählungen, die ich stundenlang fortführen könnte.
Ich wusste ja nie, wie gut es Menschen gehen kann...
(Und dass das eigentlich "normal" ist...)
Bearbeitet von User am 04.01.2019 06:57:06. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.01.2019 09:35:06 | IP (Hash): 1593243818
Daumendrück, dass dir 2019 weiter so gut gelingt :)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.02.2019 07:55:37 | IP (Hash): 977018104
Es wird Zeit für ein Lebenszeichen, einen Verlaufsbericht.
Hab die letzten Wochen öfter mal gemessen.
Gewicht
69...70 kg (Ausreißer 71,5)
Blutdruck
75...80 / 110...120
NBZ
5,2...5,6 (Ausreißer 4,9 - 5,9)
2h PP
5,8...6,8 (Ausreißer 5,0 - 7,8)
Klingt doch eigentlich ganz gut.
Bin jetzt sehr gespannt aus den Hba1c. Der wird in ca. 2 Wochen gemessen.
Ich will da endlich die 5 vor dem Komma sehen. Befürchte aber, da muss ich noch ein Vierteljahr drauf warten...
Mit Ernährung hab ich eine gute Routine gefunden. Die deutlichsten Unterschiede zu früher:
- viel mehr Gemüse. Zu Beginn jeder Mahlzeit.
- keine Angst vor Essig und Öl und vor Nüssen.
- mein liebgewordenes Müsli aus Haferflocken, Mandeln, Zimt, Joghurt und viel Obst.
- ich kann Vollkornbrot von Körnerbrot unterscheiden.
- Nie wieder gesüßte Getränke.
Bewegungsmäßig.
Komme ich seit Monaten nicht auf mein Soll. Habe mich um eine hilfsbedürftige Person kümmern müssen. Das hindert ganz real am bald die 1000 Schritte tun nach dem Essen bzw. man muss ganz langsamen Schrittes mitgehen.
Insgesamt hab ich aber wohl mein Ess- und Bewegungsregime vollkommen umgekehrt.
Bisher war ich Energiesparer. Sehen, wo sich kostengünstig Kalorien auftreiben lassen, und beim Verbrauch, z.B. beim gehen auf der Straße immer die mathematisch optimale Linie,- bloß kein Meter zu viel. Und heute dieser Bewegungsdrang, bin dankbar für jeden Umweg.
Ein ganzes Jahr war ich nicht krank. Nun letztens doch ne Erkältung. Aber die war gar nicht schlimm: kratziger Hals, Stimme weg, kleiner Schnupfen, - aber kein bisschen von der gewohnten Schlappheit.
Eine weitere Beobachtung. Ich hatte nie wieder mit einem Pickel zu tun. Und bessere Fingernägel, die rissen mir früher im Winter leicht ein.
Dass es mir seit 1 Jahr durchgehend großartig geht, ich vor kraft strotze und mich attraktiv wie nie fühle muss hier nochmal gesagt sein...!
Bearbeitet von User am 25.02.2019 07:59:00. Grund: .