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Starker Blutzuckeranstieg direkt nach den Mahlzeiten
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am 08.03.2018 09:43:53 | IP (Hash): 2076206209
Seeehr gut verstanden: die unmittelbare Reaktion eines Organismus auf einen Unfall in Notaufnahmegrößenordnung ist selbstverständlich der eines OGTT oder dem Einverleiben eines Baguette gleichzusetzen ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.03.2018 09:56:57 | IP (Hash): 1861549108
hjt_Jürgen schrieb:
1. Sorry, aber schnell ansteigenden BZ als Zuckerschock bezeichnen, halte ich für völlig fehlleitende Theatralik.
2. Habe mehrere nahezu senkrechte Libre-Anstiege auf 250 und darüber direkt mit dem Lesegerät-Fingerpieks nachgemessen - Piekswerte um 140-160: Beim schnellen Anstieg geht die Libre-Software gewaltig vor!
3. Habe mehrere OGTTs bei Stoffwechselgesunden hospitieren dürfen: Kein Stunndenwert über 140, mehrere bei 120, einer sogar bei 110.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
D.h. mit meinen Werten habe ich doch eigentlich ein Problem oder?
180 nach 45 min sind ja deutlich höher als 140 oder nicht? -
Michael74
Rang: Gastam 08.03.2018 10:37:10 | IP (Hash): 2016488047
hjt_Jürgen schrieb:
Seeehr gut verstanden: die unmittelbare Reaktion eines Organismus auf einen Unfall in Notaufnahmegrößenordnung ist selbstverständlich der eines OGTT oder dem Einverleiben eines Baguette gleichzusetzen ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Dann verstehe ich nicht dass überall steht das phsychischer stress oder auch körperlicher stress den blutzucker bei gesunden auch unglaublich ansteigen lassen können -
am 08.03.2018 11:14:40 | IP (Hash): 2108455638
Michael74 schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
Seeehr gut verstanden: die unmittelbare Reaktion eines Organismus auf einen Unfall in Notaufnahmegrößenordnung ist selbstverständlich der eines OGTT oder dem Einverleiben eines Baguette gleichzusetzen ;)
Dann verstehe ich nicht dass überall steht das phsychischer stress oder auch körperlicher stress den blutzucker bei gesunden auch unglaublich ansteigen lassen können
Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?
Michael74 schrieb:
Mein sohn hatte nach einem unfall auf der intensivstation werte um 200,hat er jetzt nach jürgens definition eines stoffwechselgesunden auch eine störung
Und – ist Dein Sohn jetzt Zuckerkrank? Hat da jemand gesagt, klarer Fall, T2?
Liebe Michaela, lass Dir das ganze doch bitte mal Stück für Stück von einer Diabetesberaterin erklären.
Du bist schon so lange hier im Forum unterwegs – aber dazugelernt hast Du rein gar nichts. Schade. -
am 08.03.2018 11:50:19 | IP (Hash): 2076206209
Couldntthinkofaname schrieb:
D.h. mit meinen Werten habe ich doch eigentlich ein Problem oder?
180 nach 45 min sind ja deutlich höher als 140 oder nicht?
Als sehr gutes/scharfes Behandlungsergebnis für INSULINER gilt nüchtern und vor den Mahlzeiten 80-120 und in der Stundenspitze nach dem Essen unter 200. Geht offenbar bei Dir noch völlig ohne Medis, und damit bist Du praktisch vor den allermeisten zuckerbedingten Schäden sicher.
Auf der anderen Seite kann ich Insuliner beobachten, wie ich für meinen Grundbedarf und für die selbe Menge KHs weniger Insulin brauche, wenn ich die Ausflüge meines BZ nach dem Essen auf meistens 140 und weniger begrenze. Ich erkläre mir das damit, dass ich Typ2 halt nicht einfach nur wie Typ1 das fehlende Insulin ersetzen muss, sondern in einen Prozess eingreife, der vorrangig eben nicht von zu wenig Insulin, sondern von ner mehr oder weniger übermäßigen Glukose-Ausgabe gekennzeichnet ist und dass sich diese übermäßige Ausgabe mit zunehmendem BZ eben verstärkt und mit gesund normalem verringert.
Von daher würde ich mich an Deiner Stelle mit Essen&Trinken und Bewegen so verhalten, dass mein BZ halt meistens in der Spitze danach unter 140 bleibt. Das Problem kannst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem bewährten Weg mit systematischem Trial & Success lösen. Daumendrück :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 08.03.2018 12:18:06 | IP (Hash): 1861549108
hjt_Jürgen schrieb:
Couldntthinkofaname schrieb:
D.h. mit meinen Werten habe ich doch eigentlich ein Problem oder?
180 nach 45 min sind ja deutlich höher als 140 oder nicht?
Als sehr gutes/scharfes Behandlungsergebnis für INSULINER gilt nüchtern und vor den Mahlzeiten 80-120 und in der Stundenspitze nach dem Essen unter 200. Geht offenbar bei Dir noch völlig ohne Medis, und damit bist Du praktisch vor den allermeisten zuckerbedingten Schäden sicher.
Auf der anderen Seite kann ich Insuliner beobachten, wie ich für meinen Grundbedarf und für die selbe Menge KHs weniger Insulin brauche, wenn ich die Ausflüge meines BZ nach dem Essen auf meistens 140 und weniger begrenze. Ich erkläre mir das damit, dass ich Typ2 halt nicht einfach nur wie Typ1 das fehlende Insulin ersetzen muss, sondern in einen Prozess eingreife, der vorrangig eben nicht von zu wenig Insulin, sondern von ner mehr oder weniger übermäßigen Glukose-Ausgabe gekennzeichnet ist und dass sich diese übermäßige Ausgabe mit zunehmendem BZ eben verstärkt und mit gesund normalem verringert.
Von daher würde ich mich an Deiner Stelle mit Essen&Trinken und Bewegen so verhalten, dass mein BZ halt meistens in der Spitze danach unter 140 bleibt. Das Problem kannst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf dem bewährten Weg mit systematischem Trial & Success lösen. Daumendrück :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Wow, wenn ich dich aber richtig verstehe, dann ist meine Blutzuckerregulation aber nicht mehr ok, oder?
Da bei mir bislang nichts in die Richtung diagnostiziert wurde, ist das gerade ein kleiner Schock für mich.
Zumal ich aktuell mich auch sehr bewusst ernähre und 88kg bei 1.93 bin, d.h. nicht fett bin, eher im Gegenteil. Weiter Abnehmen möchte ich eigentlich nicht. Ich war vor ein paar Jahren mal deutlich über 100kg und hab mich im Prinzip von Cola ernährt. Aber das ist abgestellt.
Viele grüsse
Bearbeitet von User am 08.03.2018 12:35:42. Grund: Ergänzung -
am 08.03.2018 12:48:57 | IP (Hash): 1817281471
Und was genau ist jetzt eigentlich dein Anliegen @Couldntthinkofaname? -
am 08.03.2018 13:00:15 | IP (Hash): 2108455638
Zuckerle schrieb:
Und was genau ist jetzt eigentlich dein Anliegen @Couldntthinkofaname?
Da möchte einer seine Diagnose. Warum kommt mir das sooooo bekannt vor? -
am 08.03.2018 14:50:19 | IP (Hash): 2076206209
Couldntthinkofaname schrieb:
Da bei mir bislang nichts in die Richtung diagnostiziert wurde, ist das gerade ein kleiner Schock für mich.
Zumal ich aktuell mich auch sehr bewusst ernähre und 88kg bei 1.93 bin, d.h. nicht fett bin, eher im Gegenteil. Weiter Abnehmen möchte ich eigentlich nicht. Ich war vor ein paar Jahren mal deutlich über 100kg und hab mich im Prinzip von Cola ernährt. Aber das ist abgestellt.
Ca. 20% Typ2 sind schlank. Ok, wird man demnächst mal in nen anderen Typ umbenennen, aber das ändert ja nichts an dem Umstand, dass bei denen die BZ-Automatik mehr oder weniger defekt funzt.
Bei Deinen BZ-Werten ist noch NIX zu diagnostizieren, weil die noch weit von allen Diagnosegrenzwerten entfernt sind. Wenn ein Arzt Dir überhaupt was dazu sagt, dann gesund essen und mehr bewegen und in nem Jahr fürn Checkup wiederkommen.
Offiziell schulmedizinisch bist Du BZ-mäßig völlig gesund. Mit Deinen auffälligen BZ-Spitzen weisen Dir Langzeitbeobachtungsstudien wie z.B. die Nurses Study + Follow Up ein deutlich erhöhtes Risiko zu, innerhalb der nächsten 5 und erst recht 10 Jahre einen diagnosereifen Typ2 zu entwickeln, aber mit gesundem Gewicht und gesunder Ernährung wäre das dann wohl Schicksal. Denn bis jetzt weiß niemand, was da schließlich wie dafür sorgt, dass bei den Betroffenen der BZ irgendwann anfängt, unaufhaltsam immer weiter zu klettern. Deswegen weiß auch noch niemand, was zukünftig Betroffene wirklich rechtzeitig dafür tun können, dass sie nicht betroffen werden :(
Persönliche Projekte in der Art gibt es zu Hauf, aber nichts systematisch fassbares.
Ein schon recht bewährter Ansatz ist, das Essen so auszuwählen und zu portionieren, dass die Grenze, die man sich dafür setzen will, also z.B. 140, in der Spitze danach nicht überschritten werden. Klar, KH-Mengen, die gar nicht erst so mengenmäßig eingefüllt werden, brauchen auch nicht abgearbeitet zu werden.
Ein weiterer schon recht bewährter Ansatz ist körperliche Bewegung jeweils direkt nach dem Essen. Dabei ist nicht der Glukose-Verbrauch der Schlüssel, sondern der erweiterte Wirkraum vom Insulin. Das hat ne Halbwertzeit von knapp 5 Minuten. Und die zwei- oder dreimal so vielen Zellen, die es gegenüber dem Kreislauf im Ruhezustand mit der Beschleunigung locker erreichen kann, können BZ-mäßig oft einen deutlich messbaren Unterschied machen.
Beide Ansätze können auch beliebig kombiniert werden.
Grundlage von solcher Pro-Aktivität ist systematisches Beobachen, Erfassen, Messen und fortlaufendes Auswerten über mehrere Jahre - und das Aushalten vom Gespött richtiger Diabetiker. Dein Spiel, wenn Du magst ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 08.03.2018 15:11:02 | IP (Hash): 2108455638
hjt_Jürgen schrieb:
[
Grundlage von solcher Pro-Aktivität ist systematisches Beobachen, Erfassen, Messen und fortlaufendes Auswerten über mehrere Jahre - und das Aushalten vom Gespött richtiger Diabetiker.
Einspruch!
Man kann durchaus seinen Blutzucker ab und an testen und daraus Schlüsse ziehen,
Gefährlich wird das ganze, wenn man dabei fast durchdreht!
Was bleibt denn, wenn man krampfhaft auf steigende Werte wartet und darüber die Lebensqualität rapide sinkt?
Ich wage die Behauptung, dass man eher Diagnosegrenzen überschreitet wenn man sich täglich diesem Stress aussetzt.
Dazu kommt: Wer in der Familie keine bis wenige T2er hat, der hat auch mit ein paar Kilos mehr nur eine geringe Chance auf T2 – wer beide Omis und Opis als "schwere Diabetiker" kennt, wird garantiert einen T2 entwickeln. Auch mit 10 x 10.000 Schritten und Oatmeal bis der Arzt sagt: T2.
Es gilt vom Prädiabetiker über den Metforminer bis hin zum Insulinpflichtigen T2 und der "Königsklasse" T1 (wer hat das eigentlich erfunden? ;)) immer das gleiche:
Wer misst, muss auch wissen was er da misst und dann die richtigen Entscheidungen ableiten können.
Ein Umstand, den die Neu-Tester hier im Forum gerne auch nach einiger Lernzeit ignorieren.
Warum auch nicht, auch "gestandene Diabetiker" haben da manchmal so ihre Schwierigkeiten ;-)