Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Starker Blutzuckeranstieg direkt nach den Mahlzeiten
-
am 08.03.2018 16:06:27 | IP (Hash): 2108455638
Couldntthinkofaname schrieb:
Auf der anderen Seite - wie kann es sein, dass die Diabetes 2 Zahlen in letzter Zeit so explodieren? Es muss doch wohl auch eine Umweltkomponente geben, oder?
Schonmal vielen Dank
Eine Umweltkomponente ist erstmal der Überfluss an weitverarbeiteten Lebensmitteln.
Dazu kommt: Wir werden im Schnitt immer älter und man hat viel bessere Diagnostische Mittel.
Sprich: Noch vor 40 Jahren blieb ein "Alterzucker" oft unbemerkt und man starb an einem Folgeschaden.
Außerdem nahm man "das bisschen Zucker" nicht so ernst.
Die genetische Veranlagung ist bei T2 deutlich höher als bei T1.
-
am 08.03.2018 16:48:13 | IP (Hash): 2076206209
ALLES gilt als erblich, was über mehrere Generationen nacheinander beobachtet wird. Vor allem dann, wenn man KEINE eindeutige Ursache dafür haftbar machen kann. Klar scheint dem die munter explodierende Verfielfachung der Betroffenenzahlen ein bisschen zu widersprechen, denn demnach müssten ja Typ2 besonders viele Nachkommen haben. Und interessant ist ja auch, dass der Typ1 PROZENTUAL in ähnlicher Rate zunimmt. Also nix Ty2 schneller zunehmend, sondern schlicht nur insgesamt mehr, und die Zahlen erschlagen halt.
75g Glukose sind ganze 6BE, also sowas wie 3 Scheiben Brot. 2 normale Brötchen können schon mehr sein, ebenso ne Schüssel von manchem Müsli. Insofern also keineswegs ne außerordentliche Menge.
Und klar, wenn man die passenden eigenen Mengen raus gefunden hat und sich dran hält, braucht man nur noch ausreichend häufig dafür zu messen, dass man in der Spur bleibt. Mancher braucht das täglich, mancher andere wöchentlich und wieder jemand anderes kommt mit 1mal im Monat oder 1mal im halben Jahr aus.
Augenärzte und Nierenärzte raten bei vorgeschädigten Organen zu maximal gesunden BZ-Spitzen. Aber herzlich wenig spricht dafür, dass man sich solche Schäden schon im prädiabetischen Bereich einhandelt.
Und selbst dann würde ich die Angst davor nicht als so guten Antrieb für mein Leben in der gesunden Spur sehen, sondern das ganze als Sport: Einfach mal schauen, wie lange meine leicht defekte Automatik mit etwas manueller und kopfueller Unterstützung völlig ohne Medis gesund funktionier? Und wie lange ich das durchhalte? Mit Medis kann schließlich jeder ;)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 08.03.2018 16:51:02. Grund: Ergänzung -
am 08.03.2018 19:08:31 | IP (Hash): 1559317493
hjt_Jürgen schrieb:
75g Glukose sind ganze 6BE, also sowas wie 3 Scheiben Brot. 2 normale Brötchen können schon mehr sein, ebenso ne Schüssel von manchem Müsli. Insofern also keineswegs ne außerordentliche Menge.
Eigentlich müsstest du wissen, dass die 75g Glukose auf leeren Magen innerhalb von 5 Minuten getrunken eine besonders hohe Belastung für die BZ-Automatik ist. Die Belastung in keiner Weise vergleichbar damit, dass man 3 Scheiben Brot oder 2 Brötchen isst. Selbst eine Schüssel Müsli wird man nicht in 5 Minuten hinterstürzen und einige Ballaststoffe sind selbst bei mager belegten Weißbrotscheiben dabei. Die 6 BE der so getrunkenen Glukoselösung kommen ein ganzes Stück schneller und konzentrierter im Blut an, als 6 BE aus Brotchen oder Müsli.
Wenn die BSD wie bei dir fast kein Insulin mehr ausgeben kann, dann spielt das wahrscheinlich kaum noch eine große Rolle. Der BZ steigt dann eben nicht in 45, sondern erst nach 75 Minuten aber am Ende genauso hoch an. Das ist doch aber nicht mit der BZ-Reaktion bei stoffwechselgesunden oder bei Leuten mit leichter Störung zu vergleichen. Du weißt genau, wie die BZ-Regelung in den 2 Phasen abläuft und wie wichtig es ist, wie viel Glukose in welcher Zeit ankommt. Insofern ist die Belastung mit der oGTT-Lösung besonders hohe Belastung, wie sie beim normalen Essen nur selten auftreten dürfte. -
am 08.03.2018 19:19:13 | IP (Hash): 2076206209
Rainer schrieb:
Wenn die BSD wie bei dir fast kein Insulin mehr ausgeben kann, dann spielt das wahrscheinlich kaum noch eine große Rolle. Der BZ steigt dann eben nicht in 45, sondern erst nach 75 Minuten aber am Ende genauso hoch an. Das ist doch aber nicht mit der BZ-Reaktion bei stoffwechselgesunden oder bei Leuten mit leichter Störung zu vergleichen. Du weißt genau, wie die BZ-Regelung in den 2 Phasen abläuft und wie wichtig es ist, wie viel Glukose in welcher Zeit ankommt. Insofern ist die Belastung mit der oGTT-Lösung besonders hohe Belastung, wie sie beim normalen Essen nur selten auftreten dürfte.
Also bei mir mit weniger Insulin und ohne Erstantwort steigt der BZ langsamer an, also bei Leuten mit Erstantwort und mehr Insulin???
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 30.06.2018 14:20:28 | IP (Hash): 1458264582
gibt n interessate studien zu dem thema und dem Blutzucker Wert 1h nach dem essen bei gesunden patienten:
Einmal aus Ulm:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2769652/#__ffn_sectitle
hier erklärt von einem dänischen professor mit powerpoint:
https://www.diabetes-symposium.org/index.php?menu=view&id=322#
hier die 2 wichtigsten grafiken:
Werte beim OGTT:
https://i.imgur.com/Y7w981o.jpg
Im Schnitt bei 140 nach 1h, nie höher als 160
Werte nach 1h nach einer Mahlzeit:
https://i.imgur.com/VlTrLtj.jpg
blutzucker wert war im schnit 1h nach dem essen bei 120, es gibt aber abweichung bis hin zu 160. Am höchsten war der Wert 1h nach dem Frühstück
-
am 30.06.2018 16:24:16 | IP (Hash): 1724040755
Gratuliere zum ausdauernden Recherchieren! Und was machst Du da jetzt für Dich draus?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.