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Was bedeutet Einstellung?
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am 31.03.2018 20:22:46 | IP (Hash): 509041307
Gerade wieder im Zusammenhang mit ner Pumpe.
Nach meinem Verständnis sollte Dok/Beratung am konkreten persönlichen Beispiel zeigen und erklären, wie man sich systematisch via Versuch und Erfolg bis zum Stand einer befriedigenden Behandlung mit HBA1c 7-8 vorsichtig vortastet. Etwa so, wie die Fahrschule das grundsätzliche Fahrenkönnen vermittelt. Und genauso wie für Fahranfänger ist für Insulinanfänger das eigene selbständige Verbessern mit der bewussten alltäglichen Übung und Verbesserung angesagt. Da ist schließlich kein Hokuspokus dran, sondern nur systematisches Beobachten und Anpassen
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 31.03.2018 21:12:17 | IP (Hash): 1914547121
Ok, eindeutig falsches Wording meinerseits...
Die klassische "Einstellung" mit festen Spritz- und Esszeiten und Mengen unter Verwendung vom Mischinsulinen gibt es heute nicht mehr so oft - glücklicherweise.
Kurz nach der Erstmanifestation gibt es eine Ersteinstellung. Dann folgen Schulungen...
Wenn jemand frisch von ICT auf Pumpe umsteigt, wird die erste Basalrate meist von Doc/Beratung vorgegeben und in der ersten Zeit parallel zur Schulung immer weiter verbessert. Und auch die Faktoren werden optimalerweise gemeinsam erarbeitet, so dass man zeitnah in der Lage ist, selbständig anzupassen.
Aber sogar unter den Pumpis, die eigentlich bestens geschult sein sollten, gibt es unglaublicherweise Exemplare, die alle drei Monate zum Doc gehen uns sich da `nen neuen Therapieplan abholen...
Und dann gibt es die, die grundsätzlich das machen, was sie selber für richtig halten und denen es total egal ist, ob das evtl. nicht so ganz zu den Schulunginhalten passt. Es muss einfach funktionieren. Aber ich denke, dass sind diejenigen die die Schulungsinhalte so weit verinnerlicht haben, dass sie für sich beurteilen können, was wichtig und richtig ist und was nicht. Die dürfen aber nicht mehr an Gruppenschulungen teilnehmen :( -
Cracktros
Rang: Gastam 31.03.2018 22:14:15 | IP (Hash): 1289114351
Bei der Umstellung von ICT auf CSII verändert sich einiges. Der Gesamt-Insulinbedarf reduziert sich und das Verhältnis des Insulins welches die Basal-Versorgung sicherstellt zum Bolus nähert sich der 50:50 Marke an. Im Gegensatz zu ICT, bei der das verwendete Basal-Insulin und physiologische Faktoren im Organismus des Anwenders die Basalinsulin-Menge pro Stunde bestimmen, muss mindesten eine -oft auch mehrere- zeitliche Anpassung der Insulinmenge Programmiert werden. Zur Anwendung kommt oft ein Schema mit den Namen "Renner-Schema". Dieses Schema wird jedoch angepasst an Faktoren wie z.B. häufige Unterzuckerungen, oft hohe Werte usw. die aus der ICT-Zeit stammen. Es ist möglich sich selbst die Formeln anzueignen und das Schema anzuwenden, aber nicht jeder verfügt über solche Möglichkeiten. Ein Gespräch (mit den medizinischen Fachpersonal) oder Schulungen können Unterstützung bieten. Und selbst dann, kann eine Schulung/Gespräch zusätzliche Vertiefung bedeutet. Den Ausgangspunkt bezeichne ich, für mich, Einstellung -sicher keine Fach - Offizielle- Bezeichnung. Wird das Schema angewendet bedeutet es nicht, dass es einwandfrei funktioniert. Es muss ein Feintuning durchgeführt werden. Die beste Gelegenheit um sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und mit Fachpersonal auszutauschen. Da einige/die meisten Pumpen die Möglichkeit bieten Basalraten und Basal -Profile zeitweise zuändern ist das beschäftigen mit diesem Thema grundlegend.
Auch beim Bolus gibt es unterscheide: Ein Bolus sofort abgeben, über einen längeren Zeitraum abgeben und eine Kombination von beiden. Auch die Bolus/KE Faktoren verändern sich und auch dieses kann in einigen Pumpen eingetragen werden und ein einprogrammierter Rechner kann Vorschläge, zum auszugebenden Bolus, unterbreiten, wenn die KE eingegeben werden . Letztendlich muss aber der Anwender über den Bolus entscheiden. Auch das bezeichne ich als Einstellung., wie oben ist auch dieses sicher keine Fach - Offizielle- Bezeichnung.
Es gibt noch vieles mehr was zu beachten ist und auf das ich nicht eingehe, da es den Rahmen sprengt.
D'accord gehe ich damit, dass das was ich als Einstellung Bezeichne keine feste Einstellung ist, sondern etwas was Zeitweise angewendet wird und situationsbedingte, selbständige Anpassungen bedarf. Ebenso so D'accord gehe ich mit der inneren Einstellung, dass es Aufgabe von medizinischen Personal ist Menschen mit Diabetes zu Vermitteln wie Therapieanpassungen funktionieren. Das Grundlegende Verständnis, solcher Anpassungen, sollte jedoch schon bei der Anwendung von ICT vorhanden sein.
Bearbeitet von User am 31.03.2018 23:37:12. Grund: - -
Cracktros
Rang: Gastam 31.03.2018 22:40:01 | IP (Hash): 1289114351
Ergänzung:
Was mich aber irritiert, ist die Eröffnung eines eigenen Threads, durch einen anderen User, der geeignet ist jemanden vorzuführen. Ähnliches Verhalten wird oft beobachtetet wenn es um Mobbing oder öffentlichen Bloßstellung im Netz geht. Aus welcher Motivation heraus entsteht dieses Verhalten? Welche Einstellung haben solche User?
Eine Direktere Methode wäre die Diskussion im ursprünglichen Thread, oder diskret über persönliche Nachrichten. Warum wird diese Art der Darstellung, das an den Pranger stellens, gewählt und praktiziert?
Die Ursprüngliche Diskussion geht verloren, dabei könnte dieser Beitrag dort Zielführend sein. So, aber, wirkt es kleinlich und unsympathisch. Ich frage mich, wie eine Community entstehen soll, wenn solch ein Eindruck, der (hier) Vielschreiber, hinterlassen wird?
Bearbeitet von User am 01.04.2018 00:17:40. Grund: - -
am 01.04.2018 08:17:20 | IP (Hash): 1804918393
Was ist hier die Frage?
Soll jetzt jemand darauf anspringen dass statt "HBA1c 7-8" in der Regel ein niedrigerer hba1c angezielt wird? Soll jetzt jemand die Behandlungsrichtlinien zitieren und dann kommen als Antwort wieder Geschichten über die bösen/dummen Diabetes-doktoren die aber irgendwie allem widersprechen was in den Behandlungsrichtlinien steht.
Oder sind einfach alle nur zu blöde zum "systematisches Beobachten und Anpassen"? Ist doch kein Hokuspokus, wo ist überhaupt das Problem? Einfach vortasten: alle paar Tage 1 IE Basal mehr bis der BZ am tiefsten Punkt bei 80 ist. So einfach ist das nämlich. Wurde doch echt oft genug erklärt hier im Forum wie das geht. -
am 01.04.2018 15:56:37 | IP (Hash): 960793113
Hatte befürchtet, mit dem allgemeinen Thema Einstellung den Pumpen-Fred zu stören, und ich will niemanden vorführen oder an den Pranger stellen. Tut mir leid, wenn ich da missverständlich geschrieben habe.
Gerade im Zusammenhang mit dem Pumpe-Lernen habe ich in meiner Insulinanfänger Zeit in einer aktiven Selbsthilfe Gruppe von einem Pumpen-Träger und berufsmäßigen Pumpen-Vertreter beständig gehört, dass jeder INSULINER sein bester Diabetes-Dok werden und sein muss.
Ehrlich? Hab ich damals als gut für Pumpis verstanden, aber nicht für mich, den der Dok gerade mit den passenden Faktoren und Dosen und 12-14 BEs am Tag und 140-160 IEs gesamt und HBA1c 7,5-8 richtig eingestellt hatte. Angefangen mit 100-120 IEs, und die Menge war dann mit dem Anpassen in 2 Jahren so nach und nach gestiegen. 2 Personen, die ich aus gemeinsamen Schulungen von damals noch kenne, und die sich seitdem sehr folgsam nach ihren in Quartal-Schritten angepassten ärztlichen Einstellungen richten, brauchen längst über 200 IEs gesamt am Tag für HBA1c 8-9.
Dagegen komme ich seit Jahren mit gesundem BZ und 30-40 IEs gesamt aus, und ich bin nur eines von vielen Beispielen, die wenigstens genau so gut gelungen sind/gelingen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 01.04.2018 16:30:17 | IP (Hash): 1790136312
Ich erkenne den Widerspruch nicht: "dass jeder INSULINER sein bester Diabetes-Dok werden und sein muss." schließt weder Pumpenträger noch Pen-Nutzer aus.
Jedoch kann es vorkommen, dass alle Bemühungen, unter ICT, zum Scheitern verurteilt sind und die zu Beginn aufwändigere Therapie CSII Anwendung findet.
Das bedeutet aber auch, dass Pumpenträger, zuvor unter ICT, als eigener "bester Diabetes-Dok" alles voll ausgereizt haben. Wenn aber
-hohe Insulinsensitivität schnel abwechselt mit hochen Insulinbedarf,
-ein Dusk- und Dawn-Phänomen Gleichzeitig vorhanden ist ,
- häufige nächtliche Unterzuckerungen mit folgenden Somogyi-Effekt, mit Pen, nicht verhindert werden können, muss auch der beste eigene Diabetes-Dok auf andere Mittel greifen.
Da hilft systematisches Beobachten und Anpassen "und Ist doch kein Hokuspokus", "wo ist überhaupt das Problem? Einfach vortasten: alle paar Tage 1 IE Basal mehr bis der BZ am tiefsten Punkt bei 80 ist", nichts. Da führt systematisches Beobachten zu anderen Schlüssen.
Zu den Begrifflichkeiten in der Pumpentherapie:
In vielen Betriebsanleitungen findet sich der Begriff Programmieren für das erstellen von Basal-Raten und Basal-Profilen. Eigentlich ist diese Bezeichnung falsch, denn Programmierung bedeutet, dass ein Algorithmus in, für einen Computer lesbare Sprache, übersetz wird. In der Pumpe werden jedoch keine Übersetzungen vorgenommen sondern Variablen eingegeben. Wenn jemand kleinlich genug ist, dann kann das zum Thema werden.
Bearbeitet von User am 01.04.2018 17:58:59. Grund: - -
am 02.04.2018 08:16:58 | IP (Hash): 2131299714
Cracktos: Ich hoffe der Textteil von mir den du zitierst, war als Sarkasmus erkennbar. Ich finde diese "Anleitung" die ich im Forum schon oft lesen musste plump, zu vereinfacht, zu verallgemeinert.
hjt_Jürgen: Mein Eindruck ist du postest immer wieder die selben Satzbausteine. Selbst in Topics wo es null passt. Zum Beispiel gerade beim Thema "Feuerwehr / Atemschutz" hast du es irgendwie geschafft Typ 2, Remission und etwas gegen die Richtlinien zur Behandlung unterzubringen. Und auch dieser Thread existiert doch nur um wieder die selbe Leier zu posten:
Alle Ärzte wollen am liebsten hba1c's von 7+ und wer sich an ihre Ratschläge hält wird bald 200 IE täglich spritzen müssen. Nur Du kennst das Geheimnis zur T-2Remission, Einfluss von Ernährung&Bewegung, Steigerung der Insulinempfindlicheit, super-simpler Basal-einstellung.
Ich verstehe nicht was das soll. Vielleicht hast du irgendwann mal schlechte Erfahrungen gemacht aber das muss vor zig Jahren gewesen sein. Denn Du argumentierst oft gegen angebliche Missstände die es so gar nicht gibt. -
Cracktros
Rang: Gastam 02.04.2018 11:44:42 | IP (Hash): 895811727
Pelzlöffel: Der Sarkasmus war für mich klar erkennbar. Trotzdem konnte ich mich nicht beherrschen und musste mal meinen Frust Luft verschaffen.
Keine Frage, in der Überspitzung lag viel Wahrheit, die nicht nur hier zu Beobachten ist, sondern in fast allen Foren und nicht nur von einen User sondern einige die diesen Eindruck hinterlassen, und wenn jemand grad ein schlechte Phase hat können solche Aussagen Frust bedeuten.
By the way, ich mag Deinen Sarkasmus - treffend und pointiert. -
am 02.04.2018 19:18:08 | IP (Hash): 577711559
Habe geschrieben, dass wenigstens jeder INSULINER sein eigener Diabetes Dok sein sollte. Wo ich da einen Widerspruch zwischen ICT und Pumpe reingeschrieben haben soll, ist mir ein Rätsel. Hab nur geschrieben, dass ich das zu Anfang meiner ICT nicht geglaubt hab, als uns der Pumpe das in der SHG so vorgetragen hat.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.