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Brauch mal dringend Rat!
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Verena
Rang: Gastam 01.12.2008 09:17:49
Hallo ihr lieben,
es geht um meinen Vater, der Diabetes Typ (1?) hat, also quasi seit seinem 21. Lebensjahr.
Früher hatte er sein Diabetes recht gut im Griff. Aber seit einigen Jahren wird es immer schlimmer mit ihm. Seinen BZ-Wert hat er quasi so gar nicht im Griff. Seine BZ-Werte schwanken zwischen 20-300, ist unglaublich, aber wahr. Am Samstag war es wirklich ganz schlimm und ich dachte, mein Vater stirbt mir in den Armen. Wir konnten seinen BZ-Wert nicht mehr messen, weil wir kein Blut bekommen haben. Wir mussten ihm die Zuckerspritze geben und 1,5 L Cola, nach einer Std. hatte er dann einen Wert vvon 26!!! Krankenwagen rufen haben wir mitlerweile abgestellt. Es dauert lange, bis die da sind und dann haben wir das meistens schon selber im Griff. Muss dazusagen, dass mein Vater ein absoluter Sturr-Kopf ist und es nicht einsieht, dass er sien Diabetes überhaupt nicht im Griff hat. Meine Mutter ist dadurch schon total geschwächt, weil mein Vater fast jeden Tag unterzuckert. Er hat Angst davor, dass er zu "hoch" kommt, weil sein Vater damals auch dieses Problem hatte und ihm sein Bein abgenommen wurde. Eine total bescheuerte Begründung.
Wir wissen einfach nicht, was wir noch machen sollen und brauchen dringend Hilfe. Es kann so nicht weiter gehen, er macht scih, mich und meine Mutter damit fertig. Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwie rat geben.
Viele Grüße,
Verena -
Hajo Janse
Rang: Gastam 01.12.2008 10:31:44
Hallo Verena,
Ich weiss leider nur eine Lösung, deine Vater soll in eine Klinik wo er neu Eingestellt wird. Weiter soll er geschult werden in Umgang mit sein Diabetes.
Dies hört sich einfach an, aber ob er es selbst einsieht und dies machen möchte kann ich nicht beurteilen.
Leider gibt es aus meiner sicht wenig andere möglichkeiten. Vielleicht nächste mal Krankenwagen und mit KK absprechen das Sie Ihm nach Notmassnahmen direkt in eine Diabetesklinik verfrachten.
Habe nichts besseres zu bieten, vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Selbsthilfe Gruppe womit deine Vater sprechen möchte?
Viel Erfolg,
Hajo Janse -
Verena
Rang: Gastam 01.12.2008 10:37:07
Hallo,
vielen Dank erst mal für deine Antwort.
Das Ding ist, dass mein Vater sich niemals in so eine Selbsthilfegruppe begeben wird. Schulungen hat er diverse mit gemacht. Unser Hausarzt ist auf Diabetes spezialisiert. Beim Arzt gibt er auch nur die Besten Werte an.
In eine Klinik würde mein Vater nie gehen wollen.
Wir haben ihm versucht, nach der Aktion am Samstag, ins Gewissen zu reden. Wir haben ihm gesagt, dass er uns das Leben zu verdanken hat. Darauf antwortet er nur, so schnell stirbt es sich nicht und ein Diabetiker ist daran noch nie gestorben. Mein Vater hatte im Sommer einen Wert von 12 und konnte noch einigermaßen normal agieren.
Ich denke einfach, dass mein Vater ein hoffnungsloser Fall ist und wir uns damit abfinden müssen.
Viele Grüße,
Verena -
Hajo Janse
Rang: Gastam 01.12.2008 12:06:28
Hallo Verena
Es hört sich stark nach "Verneinung Benehmen" (ich weiss leider die richtige Deutsche Bezeichnung nicht) an, und Selbstbetrug.
Dies ist kein Medisches aber ein psycho-soziales Problem.
Dein Vater kann sein Diabetes im Moment nicht annehmen als ein unteilbar Teil von sich selbst.
Dein Vater kann leider nur geholfen worden, wenn er selbst akzeptiert das er Unterstützung braucht.
Habe leider keine bessere Antworten für dich.
LG
Hajo Janse
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Verena
Rang: Gastam 01.12.2008 12:32:38
Hm, du hast ja Recht. Aber ihm das zu verklickern, ist nutzlos.
Aber hast du denn einige Vorschläge, die ich ihm anbieten könnte? von Verena -
Hajo Janse
Rang: Gastam 01.12.2008 13:37:31
Hallo Verena,
Mit deine Vater sprechen und versuchen zu überzeugen ist Kontra-Produktiv, dass habt ihr schon zigmal versucht.
Vielleicht nur unsere Schreiben aus zu drucken und deine Vater ohne Kommentar vor zu legen könnte helfen.
Vielleicht gibt es auf Internet noch gute Artikel über "Angst beim Diabetiker für zu hohe Blutzucker Werte" usw.
Diese Sorte van Artikel kommentarlos an deine Vater anbieten.
So von hier Papa, wenn du mal Zeit hast lese die mal.
Es ist deine Vaters Diabetes, und Ich würde nicht mehr diskutieren und wenn es zu Entgleisungen kommt, nicht das Auffangnetz sein, aber ihm "NUR" an den Notartz übergeben.
Ich, aber kann nur für mich sprechen, würde versuchen ein sachliches klärendes Gespräch mit meine Vater zu führen und Ihm seine und MEINE Situation klar zu machen und den Konzekwenzen deutlich auf zu zeichnen:
1. Papa ich weiss dass du deine Diabetes nicht akzeptieren kann im MOMENT.
2. Ich weiss das du, deine BZ Führung in MOMENT nicht richtig in der Hand hat
3. Ich weiss dass du im MOMENT grosse Angst hat für zu hohe BZ-Werte
4. Ich sehe dass du dadurch Öfters schwer Unterzuckert
5. Ich sehe auch dass du im Moment nicht Bereit oder in der Lage bist, proffesionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen
6. Ich kann dir im Moment auch nicht helfen, somit nehme ich Abstand von deine BZ Problem, wenn ein Notfall eintritt werde ich nur noch den Notartz annrufen und der soll entscheiden wass geschiedt.
Dies hört sich vielleicht hässlich an, aber du darfst dich nicht verantwortlich machen für dein Vaters BZ, Diabetes und leben, ohne dass du da helfen kannst.
Nach dieses Gespräch wurde Ich dass Thema Diabets ignorieren, biss deine Vater
Schritten unternimmst um eine bessere BZ führung zu erreichen.
Am ende ist es sein Diabetes und sein Leben.
LG
Hajo Janse -
Tom
Rang: Gastam 01.12.2008 15:16:15
Hi Verenea,
ich bin sicher etwas härter eingestellt.
Aber mit Rücksicht auf deine Mutter und Dich würde ich Euch dringendst empfehlen, beim nächsten Mal die 115 anzurufen, nicht lange fackeln, da kommt nämlich NICHT der kassenärztliche Notdienst, er etwas länger dauert, sondern der Notarztwagen, und der ist in wenigen Minuten da UND nimmt deinen Vater AUF JEDEN FALL mit in die Klinik. Und als Ehefrau würde ich auch darauf bestehen, dass er mitgenommen wird.
Ich selbst würde an solchen Situationen auf keinen Fall "herumdoktern", macht Ihr etwas falsch, macht Ihr Euch ein Leben lang Vorwürfe.
Die Frage für mich ist nur, WIESO der BZ so abstürzt? Ich vermute, er spritzt nach Verdacht und spritzt sich selbst so weit in die Unterzuckerung?
Bei aller Sorge um ihn, sehe ich als Außenstehender das anders: (Und bitte nicht böse sein.)
Dein Vater ist rücksichtslos, trägt keine Verantwortung für seine Familie. Ein Egoist, wie er im Buche steht.
Im schlimmsten Fall würde ich mich von so einem Partner trennen, denn er benutzt EURE Kraft. von Tom -
Markus
Rang: Gastam 07.12.2008 20:37:44
Hallo Verenea !
Als erstes würde mich interessieren wie alt dein Vater ist . Davon hängt es ab ob er überhaupt ein solch riskantes spiel mit seinem Leben machen muß.
Bei einem Sturkopf ist es natürlich schwer einfluss zu nehmen aber habt Ihr schon versucht mit seinem Hausarzt zu reden, über seinen Kopf hinweg?
Ich bin selbst diabetiker typ 1 und weiß das dieses gebiet eine wissenschaft für sich ist und ich würde dem hausarzt nur trauen wenn er eine diabetische ausbildung besitzt. Ansonsten würde ich Dir raten einen Diabetologen zu rate zu ziehen, da es verschiedene insuline gibt und eineige ältere insuline wie zb schweine/rinderinsulin nicht mehr hergestellt wird, seit 2007.
Hat dein Vater eine insulinumstellung vorgenommen ? zb insulin mit einer anderen wirkweise ?
viele grüße
Markus M.