Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Low Carb auch interessant für Typ1?
-
am 21.05.2018 10:46:49 | IP (Hash): 671288323
Warum streitest Du nicht mit Doc Bernstein? Das geht immer noch, denn der lebt immer noch und diskutiert auch immer noch fleißig mit in Netz.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 21.05.2018 11:08:09 | IP (Hash): 757407783
Das habe ich getan :-)
Bei den Versuch Doc. Bernstein zu erklären, dass es erstrebenswerter ist, nicht der Art zu Verallgemeinern, dass ein konkreter extrem niedriger Wert angestrengt wird, sondern einen HbA1C so niedrig wie möglich aber ohne schwere und häufige Hypos zu erreichen, ist er ausgestiegen. Er hat konkrete Vorstellungen, wie sie im Club der 5er üblich sind. Er gewichtet niedrige HbA1c höher als Folgeschäden und Einschränkungen die, diese niedrigen HbA1c mit sich bringen. -
am 21.05.2018 11:35:36 | IP (Hash): 671288323
dicker Punkt für Dich :)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 21.05.2018 16:22:04 | IP (Hash): 671288323
Jetzt versteh ich auch, warum Dir bei der Fred-Aufmacher Studie der alte Doc sofort aufgestoßen ist. Genauso wie mir überall sofort aufstößt, wenn Dr. John B. Buse seine Griffel drin gehabt hat. Denn wo Bernstein nach unten übertreibt, übertreibt Buse nach oben ;)
Aber mal im Ernst: kennst Du auch nur einen Jemand, der sein T1 Kind echt nach Bernstein plagt?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 24.05.2018 21:55:09 | IP (Hash): 1433083786
Also, ich würde mein Kind, wenn ich eines hätte, nicht mit Bernstein plagen.
Und ich kenne auch niemanden mit solchen Intentionen. Aber, wie man lesen kann sollen 42 Prozent Kinder gewesen sein.
Sehr merkwürdig ist, dass die Studienmacher, für Menschen mit Typ-1-Diabetes, auf Zeiten vor der Insulin-Therapie beziehen. Denn wirklich lange hat zu dieser Zeit kein Mensch mit Typ-1-Diabetes gelebt.
-
am 25.05.2018 10:09:17 | IP (Hash): 2144821229
Sorry, aber dass T1-Kinder überhaupt kein Insulin bekommen oder zu wenig oder ,,, und dass ihr BZ überhaupt nicht oder nur selten und eher unregelmäßig getestet werden kann, mag für die meisten von uns hier in D finsteres Diabetes-Mittelalter sein. Für die meisten betroffenen Kinder in der Welt und ihre Eltern ist das mit all seinen Auswirkungen und Folgen aber heute noch immer voll die Gegenwart und Zukunft. - Und unser toller Standard funktioniert bei uns umfassend zuverlässig auch mal gerade erst seit gut 20 Jahren.
Und der beliebig gedeckte Tisch mit Obst und Gemüse rund ums Jahr, der allgemein seit so etwa 30 Jahren bei uns mit den Supermärkten bis in jeden Winkel der Republik funzt, wenigstens der alten, ist auch in unserer tollen Gegenwart lange nicht so verfügbar, wie es auf den ersten Blick scheint. Trotzdem hat sich auch bei uns allgemein die gewohnheitsmäßige Ernährung im Verlauf der vergangenen 20-30 Jahre gewaltig verändert.
Allein vor dem Hintergrund dieser groben Skizze halte ich große Langzeit-Studien mit gleicher Versorgung und gleichem Lebensstil über 10 und mehr Jahre in der herkömmlichen Form für absolut weltfremd und alle Ergebnisse aus solchen zweifelhaften Unterfangen allenfalls für Denkanstöße.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 25.05.2018 18:40:14 | IP (Hash): 2023168580
Meinst Du, dass die medizinische Versorgung und Ernährungssituation der USA, heute, zu vergleichen ist mit den Ländern und Zeiten, die du im Hinterkopf hast?
Die Studienmacher betreiben Kliniken in der USA und veröffentlichen ihre Ergebnisse um Patienten in ihre Kliniken zu bekommen.
Nun, sicher, Obama Care hat nicht alle Probleme gelöst und einige sind auf das wohlwollen ihrer Community angewiesen -Insulin bekommen hilfsbedürftige dennoch, bei BZ-Messungen wird ein wenig schwerer. Das würde unter LC aber nicht entfallen.
Und dann bleibt die Frage: Welches Kind mit Typ-1-Diabetes, ohne Insulintherapie aber VLC Diät machte und deswegen, überlebt hat?
Bearbeitet von User am 25.05.2018 19:06:43. Grund: . -
am 26.05.2018 14:49:19 | IP (Hash): 2003657703
Die soziale Schere in den USA ist unvorstellbar weit gespreizt. Ein erschreckend großer Teil der Bevölkerung hat nicht wirklich ausreichend für Wohnen und Essen, erschreckend viele kommen gerade mal so über die Runden. Die haben ALLE KEINE Krankenversicherung und dazu noch weitere viele in dem Bereich darüber mit einem regelmäßigen festen Einkommen bis in den mittleren Durchschnittsbereich. Erst da wird die Krankenversicherung zur Regel.
Aber auch mit der Krankenversicherung als Regel müssen häufig Medikamente wie z.B. Insulin noch aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Und gleiche Medikamente sind in USA deutlich teurer als hier in D, weil die Regierung in USA den Pharmas in der Festsetzung ihrer Preise völlig freie Hand lässt und die Pharmas wie die Waffenhersteller zu den größten Sponsoren der Parteien zählen.
Fazit: Viele T1 Kinder gehen schlicht ein, ohne dass das überhaupt auffällt, weil sie gar nicht erst bis zu einem Arzt oder gar in eine Notaufnahmen kommen. Und als T1 unter diesen Umständen zählt für den wie lang auch immeren Rest des Lebens jeden Tag nur das Überleben. In der Sache kein Unterschied zu den weiten Bereichen in der Welt, die Du in meinem Hinterkopf vermutest.
Gesundheitlich wird es mit zunehmendem Familieneinkommen besser, aber da wird ja auch im T1 Fall erst einmal alles das, was über dem Existenzminimum verfügbar ist, für Testmittel und Insulin ausgegeben.
Eine umfassende und ausreichende medizinische Versorgung für Langzeitarbeitslose und Geringverdiener, mit der ein gesundes Leben mit T1 möglich ist, gibt es in USA nicht einmal in den kühnsten diabetologischen Träumen. Das wäre wie man das dort auf allen politischen Seiten sieht Sozialismus. Das wäre viel zu viel Staat.
Apropos Kind und nicht nur:
Wo kein Insulin verfügbar ist, ist der Verzicht auf KHs die einzige Möglichkeit zur Lebensverlängerung mit T1. Es gibt Berichte von 2 Jahren bei Kindern. Das wird manchmal und schon sehr viel länger in noch mieserer Übertreibung Überleben genannt wie die in anderen Freds diskutierte Heilung bei T2.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 26.05.2018 14:50:47. Grund: Korrektur -
Cracktros
Rang: Gastam 26.05.2018 17:41:48 | IP (Hash): 1411980631
@Jürgen,
Danke für diese durchaus interessante Sichtweise, die ich zwar nicht in gänze Teile, aber gerne Diskutiere.
"Die soziale Schere in den USA ist unvorstellbar weit gespreizt. Ein erschreckend großer Teil der Bevölkerung hat nicht wirklich ausreichend für Wohnen und Essen, erschreckend viele kommen gerade mal so über die Runden"
I am agree
Dennoch gibt es für Hilfebedürftige, nach Prüfung der Bedürftigkeit, auch in der USA Hilfen. Das Versicherungssystem ist aber bei weitem nicht so gut wie jenes in Deutschland.
Zu dem Diabetes-Kind, Typ-1-Diabetes, welches zwei Jahre, dank LC, ohne Insulin, überlebt haben soll:
-Kind mit Diabetes bedeutet nicht, dass ein Typ-1-Diabetes vorliegt. Wie wurde die Diagnose gestellt.
-Das ganze könnte nur funktionieren, wenn es sich um einen sich sehr, sehr, sehr langsam Entwickelndem Typ-1-handeln würde und da hätte auch jede andere Ernährung den gleich Erfolg.
-Jeder Mensch mit Typ-1-Diabetes der kein Insulin spritz kann bei sich selbst prüfen was geschieht, wenn die Insulinversorgung einige Zeit ausbleibt. Der Blutzucker steigt ohne Essen an, er steigt mit LC an und mit KH bis zur Keto und Ketoazidose und damit den Exitus, wenn nicht rasch gehandelt wird.
In der Schulung für Pumpenträger wird genau dieser Effekt provoziert um die Behandlung von Ketoazidosen zu üben.
-
am 28.05.2018 10:37:06 | IP (Hash): 633855043
Zu Kindern mit Diabetes hab ich mal ausführlicher aus der Zeit der Anfänge mit Insulin gelesen. Wo was genau, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen. Dabei ging es IMMER um die Erstbehandlung kurz vor oder mit der ersten Ketoazidose. In nem früheren Stadium wurden die meisten Fälle ja gar nicht als Diabetes erkannt. )*
Das ist insofern wichtig, als das nach dem ersten Ereignis dieser Art ja meistens noch Luft für mehr oder weniger viel Honeymoon ist. So um 20% ist in diesem Stadium der Restbestand an noch funktionierenden Betas.
Mit etwas insulinsparendem Verhalten wie z.B. LC oder noch sparsamer und kleinen Portionen reicht die normale Funktion dieser Menge noch für den gesunden BZ ohne Insulin aus Pen oder Pumpe.
Schon mit einer kurzfristigen Überlastung verlieren diese 20% innerhalb weniger Stunden und noch schneller 90% ihrer BZ-Leistung, weil mit der Überlastung als erstes die ordentliche Trennung versagt und nur noch das komplette und eben so viel weniger BZ-wirksame Proinsulin ausgegeben wird.
Mit ausreichender Entlastung, normal heute mit dem Beginn der passenden Insulin-Behandlung, wird wieder ordentlich in C-Peptid und Insulin getrennt und der Honeymoon funktioniert - bis zur nächsten Überlastung. Manchmal Tage, selten Wochen, noch seltener noch länger. Und dann geht halt nur noch ganz normal mit passend Insulin weiter.
Ich halte für möglich, dass selten und mit etwas viel Glück und praktisch vollständigem Verzicht auf KHs der Honeymoon auch ohne die Gabe von Insulin erreicht und noch seltener und mit noch mehr Glück auf 1 Jahr oder vielleicht auch 2 werden kann. - Wobei ich das Glück in diesem Zusammenhang bei dauerhaft nicht verfügbarem Insulin persönlich für eine unmenschliche Quälerei halte.
)*Kinder mit Altersdiabetes, die damalige Sicht auf T2, kamen damals in der Medizin nicht vor.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 28.05.2018 10:39:15. Grund: Ergänzung