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  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 16.06.2018
    am 16.06.2018 22:05:35 | IP (Hash): 1288493054
    Guten Tag,

    ich hätte nicht gedacht, dass ich mir mal wegen diesem Thema Rat holen muss, aber nun gut, hier bin ich.
    Kurz zu meiner Person:
    Ich bin männlich, 23 Jahre alt, 184cm groß, wiege 74kg, bin sportlich und ernähre mich, was man im Volksmund als "gesund" bezeichnen würde (wenig Fleisch, kaum Süßes, kaum Fertigprodukte, viel Gemüse und Obst etc., wenig Weizenprodukte etc.)

    So nun zu meine Problem:

    Bei wurde nun bei 2 Messungen ein Nüchternglukose Wert von 104 mg/dl. Der Hba1c Wert war bei beiden Messungen an der Obergrenze (5,6%). Mir ist auch aufgefallen, dass ich sehr viel trinke (4-6 Liter am Tag) und sehr viel Urin ausscheide (5-7 Liter).
    Der Nüchterglukosewert fällt ja schon unter Prädiabetes. Glukosetoleranztest wurde bisher noch keiner gemacht.
    Ich bin jetzt allerdings etwas verdutzt, woher das kommt? In meiner Familie ist kein Fall von Diabetes bekannt und ich gehört absolut nicht zur Risikogruppe.

    Vielleicht kennt das ja jemand hier und hat eine Idee dazu.
    Danke schonmal.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5070
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 17.06.2018 08:00:52 | IP (Hash): 1250641531
    Hallo Ad22,

    Diabetes ist (außer MODY) keine Erbkrankheit, weder Typ2- noch Typ1-Diabetes. Es tritt lediglich etwas familiär gehäuft auf. Es kann dich selbstverständlich auch ohne Angehörige mit Diabetes treffen.

    Das viele Trinken hat sehr wahrscheinlich nichts mit dem Prädiabetes zu tun. Es tritt erst bei wesentlich höheren Werten auf, wenn der BZ für längere Zeit über der Nierenschwelle (ca. 180mg/dl) liegt. Wenn dich das stört, dann musst du nach anderen Ursachen suchen.

    Mit veränderter Ernährung oder mehr Sport wäre bei dir keine wesentliche Änderung zu erwarten. Insofern kannst du nur weiter intensiv beobachten, ob deine Werte so bleiben, was dann kein Problem wäre, oder ob sie immer weiter nach oben gehen. Eventuell lohnt es sich für dich, ein BZ-Messgerät anzuschaffen und aller 3 ... 4 Wochen nachzusehen. Problematisch wäre die Entwicklung eines Typ1-Diabetes, die relativ schnell erfolgen kann. Mit so einer regelmäßigen Kontrolle würdest du das rechtzeitig mitbekommen.

    Alles Gute, Rainer
    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 17.06.2018 09:01:10 | IP (Hash): 777332717
    Wie wollten wir uns die noch immer seuchenartige Zunahme an Diabetes erklären, wenn immer nur Leute Diabetes entwickelten, bei denen die Generationen vorher schon Diabetes gehabt haben?
    Und noch immer allgemein: ALLE Diabetes Diagnose-Werte sind Definitions-Größen, also nix, was irgend einen bekannten organischen Anker hätte. Sondern die Statistik sagt, dass wer einen von diesen Werten überschreitet höchstwahrscheinlich aus welchen Gründen auch immer einen immer weiter zunehmenden Blutzucker hat.

    Ordentlich wird ein Diabetes dann so behandelt, dass der Nüchternzucker morgens auf zwischen 100 und 140 (verschärft 80-120) begrenzt wird und dass die Medikation immer dann verstärkt wird, wenn er diesen Rahmen überschreitet. Deiner ist noch voll in diesem Rahmen einer völlig gesunden Behandlung, und bis jetzt hast Du ja auch noch nicht beobachtet, dass er da wirklich immer weiter nach oben raus will. Das erst einmal zur Beruhigung, dass Du nicht gleich zu springen brauchst.

    Aber Du könntest ja mal schauen, wie hoch Dein BZ in der Spitze so etwa 1 Stunde nach Deinen Mahlzeiten ansteigt, wenn Du dich in der Stunde nicht besonders bewegt hast. Wenn Du da deutlich mehr als 140-160 misst, könnten diese Spitzen den erhöhten Nüchternwert erklären, denn wer solche Spitzen hat und dann konsequent darauf verzichten kann, kann in aller Regel auch ein Absinken seines Nüchternwertes beobachten. Dann würde Deine Blutzucker Automatik tatsächlich nicht mehr so ganz richtig vollautomatisch funktionieren. Dann könntest Du sie so wie viele andere das auch jeden Tag machen mit der Herausforderung halt gezielt mit dem Vermeiden von solchen zu hohen Spitzen unterstützen. Und dabei würde Dir sofort auffallen, wenn sich da trotzdem ein Diabetes entwickeln wollte und Du zusätzliche medikamentöse Unterstützung bräuchtest.

    Für mehr Trinken und Toilettengänge kann es viele Erklärungen geben. Wenn Dein erhöhter Wasserumsatz allerdings von einem bisher noch n icht erkannten Diabetes kommen sollte, müsste der schon sehr weit fortgeschritten sein. Dann müsstest Du nämlich die meisten von 24 Stunden schon deutlich über 200 messen. Denn was an Glukose über so um 180 im Blut ist, das sie durchläuft, entlassen die Nieren in die Blase. Und zwar zusammen mit dem Wasser, das die Glukose gebunden hält, also immer 1 Teil Glukose und 5 Teile Wasser. Und die Blase will dann häufiger geleert werden. Und zur größeren Ausleermenge wird natürlich immer mehr Einfüllen gebraucht.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 17.06.2018 15:34:14 | IP (Hash): 550214613
    Hallo,
    ich würde einen Gang zum Diabetologen vorschlagen. Der Wert von etwas über 100 mg/ dl erklärt die Symptome nicht. Ein Mediziner wird da weitere Untersuchungen veranlassen. Das erwähnte oGGT ist nicht immer das Mittel der Wahl. Vermutet ein Arzt einen Typ-1-Diabetes kommt neben. dem HbA1c auch eine Antikörperbestimmung in Frage. Ich habe von einem Fall, bei beginnendem Typ-1-Diabetes; gehört, bei dem das oGGT einen Krankenhausaufenthalt nach sich gezogen hat.
    Bearbeitet von User am 17.06.2018 15:35:05. Grund: -