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Suche nach Prädiabetikern, die Lust haben mir zu helfen

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 15.08.2018
    am 15.08.2018 10:25:40 | IP (Hash): 1881232609
    Hallo ihr Lieben,

    ich bin Alex. Ich schreibe hier, weil meine Mutter seit 30 Jahren mit ihrem Gewicht kämpft und letztes Jahr Bluthochdruck diagnostiziert bekam. Ihr Blutzucker ist schon länger erhöht (ich habe nicht ihren genauen hba1c-Wert, weil sie noch nicht Diabetes Typ 2 hat und sie nicht regelmäßig messen will). Mit anderen Worten, sie ist Prädiabetikerin.

    Ich habe vor einiger Zeit entschlossen meiner Mutter zu helfen. Dafür habe ein kleines Team aus Ärzten, Ernährungsexperten und IT-Profis gefunden, die mich unterstützen.
    Wir entwickeln eine digitale Klinik als App, mit der Menschen wie meine Mutter eine chronische Krankheit verhindern, indem sie einen gesunden Lebensstil aufbauen und ein Leben lang aufrecht erhalten.

    Wir stehen noch in den Kinderschuhen mit unserer Entwicklung und haben nicht viel mehr als ein Konzept mit Inhalten und ersten Designs. Gibt es hier jemanden, dem es wie meiner Mutter geht, und der Lust hat uns Feedback zu unserem aktuellen Stand zu geben?
    Ich würde dir unsere Materialien zur Verfügung stellen und dir ein paar Fragen stellen. Gar nicht viel Aufwand. Und wenn du möchtest, halte ich dich auch in Zukunft auf dem Laufenden und du kannst alles, was wir entwickeln, kostenlos verwenden.


    Einen wunderbaren Tag,
    Alex.

    (Bitte weist mich darauf hin, wenn ein solcher Aufruf nicht gestattet ist. Ich fand keine Moderatoren in diesem Forum, an die ich mich zunächst hätte wenden können.)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 15.08.2018 17:35:39 | IP (Hash): 874277613
    Wenn der Blutzucker auffällig über gesund anzusteigen beginnt, fängt nicht erst an, was auch immer (bisher völlig unbekannt) zu diesem Ansteigen führt, sondern dann hat sich das schon über Jahre entwickelt. In diesen Jahren hat der Organismus dieses Ansteigen mit immer größerem Aufwand ausgeglichen, und dieser Ausgleich reicht nun nicht mehr aus.

    Wenn man mit gezieltem Messen sieht, wann am Tag welche Mengen von was den Ausgleich besonders überfordern, kann man gezielt persönlich austesten, welche Anteile von welchem Bewegungs- und Ess-Verhalten dazu passen können, diese Überforderung zu vermeiden und den eigenen Blutzucker-Anstieg wieder im gesunden Rahmen auszugleichen.

    Weil Austesten und Ausprobieren und Optimieren bei 100 Betroffenen auf 100 verschiedene Weisen funktionieren können und dafür seeeehr viel Einsatz und Aufmerksamkeit und Kraft kosten, stelle ich mir big data als schlüsselmäßig große Hilfe vor und hab das hier schon mal zu skizzieren angefangen https://plus.google.com/u/0/collection/82EQME Vielleicht hilft Euch da ja schon der eine oder andere Gedanke draus weiter?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 15.08.2018
    am 15.08.2018 18:59:04 | IP (Hash): 1881232609
    Habe mir deinen Link mal angeschaut. Wow, das sieht richtig gut aus, was du da beschreibst. Wir versuchen da etwas ähnliches auf die Beine zu stellen.
    Wir planen die Kombination aus "Data Science" mit verhaltenspsychologischen Elementen, damit der Nutzer sein eigenes Verhalten besser einordnen kann und kleine Veränderungen leichter von der Hand gehen. Unterstützt wird er dabei von einem digitalen Gesundheitsassistenten (sehr ähnlich zu deinem virtuellen Begleiter), einem eigenen Coach und einer Gruppe.

    Der Nutzer hat dabei vor allem 4 Vorteile:
    * Der Ausbau des eigenen Wissens - in den ersten 12 Wochen lernt der Nutzer wie er in den 4 Bereichen Ernährung, Bewegung, Stress und Schlaf kleine Veränderungen vornehmen kann
    * Stärkung des Selbstvertrauens - der Nutzer bespricht sabotierende Gedanken und Schwierigkeiten in Online-Webinaren mit einer Gruppe und einem Coach & macht gemeinsame Übungen
    * Erhöhung der Motivation - Regelmäßige Zielsetung & Gespräche mit dem eigenen Coach
    * Situative Hilfe in schwierigen Momenten - der Nutzer erhält genau dann Unterstützung, wenn er sie benötigt

    Hier schicke ich mal ein Dokument, mit näheren Infos zu unserem aktuellen Stand. Wenn du möchtest, zeige ich dir gerne mal unseren aktuellen Stand. https://docs.google.com/document/d/12wG0gFzeIefV5bQVscPMZoIED6OO4iTu6zrmMojH3qM/edit?usp=sharing
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 16.08.2018 10:35:54 | IP (Hash): 892339607
    Euer Projekt sieht sehr interessant aus, und noch vor 15-10 Jahren hätte es super in diese Welt gepasst. Da lebten mehrere Foren wie dieses mit 100 und mehr Beiträgen pro Tag und dazu jede Menge lokale Selbsthilfegruppen. Sehr viele Betroffene wollten ihre defekte Blutzucker-Automatik nach Kräften unterstützen und interessierten sich aktiv für alle Möglichkeiten dazu und nutzten die auch.

    Heute sind die meisten Foren Geschichte und 10 Beiträge am Tag stehen beim noch bestehenden Rest für blühendes Leben. Örtliche Selbsthilfegruppen gibt es praktisch überhaupt nicht mehr. Und alle meine persönlichen Gesprächs-Erfahrungen und auch die Erfahrungen hier und an anderen Stellen im Netz zeigen mir seit Jahren nur noch eine sehr geringe Bereitschaft Betroffener, ihren Diabetes in ihre eigene Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv um ihren Blutzucker zu kümmern. Die weit überwiegende Mehrheit lässt ihn wie auch alle übrigen persönlichen Auffälligkeiten vom Arzt verwalten.

    Und mit der selbstverständlichen Inanspruchnahme dieser Verwaltung erwächst eine rasch zunehmende gewaltige Herausforderung, weil die Verwalter aussterben und weit und breit keine neuen in Sicht sind: Immer weniger Ärzte müssen immer mehr Patienten verwalten. Und genau dafür stelle ich mir den Companion vor: Er übernimmt alle systematische Fleißarbeit im Zusammenhang mit austesten und anpassen und so weit optimieren, wie der Arzt das verordnet oder/und der jeweilige Betroffene das will. Auf diese Weise kann der Arzt mit dem selben Zeitaufwand wie heute 1 einzigen 100 und mehr Menschen mit Diabetes betreuen und sogar Prädiabetiker, die heute praktisch gar nicht betreut werden.

    Die App sagt in jeder Situation an, was gerade am besten passt bzw. zwischen welchen Optionen gewählt werden kann. Persönliches Schulungs- und Erfahrungswissen sind nicht erforderlich. Einzige Voraussetzung: Die App wird mit dem Smartphone oder ner Smartwatch am Körper getragen und kann fortlaufend die Bewegung aufnehmen und verarbeiten.
    Auf Nachfrage wird zur Ansage immer die Begründung geliefert und zwar so ausführlich, wie nachgefragt wird. Aber wenn die täglich sichtbaren Ergebnisse zeigen, dass gut funktioniert, wenn man sich nach seinem Companion richtet, wird da höchstwahrscheinlich nicht besonders viel nachgefragt.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.