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ist der ein stunden wert bedeutender als der zweistündige?
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am 23.09.2018 07:55:13 | IP (Hash): 1815167532
guten morgen,
seit etwa 3 Monaten misst mein Mann seinen BZ. die Werte nach dem Essen hat er immer so gemessen, wie er zeitlich gerade dazu kam, aber eben immer in diesem ein bis 2 stunden Rhytmus.
Und nun habe ich gehört, das der ein Stunden Wert nicht so aussagekräftig ist, wie der 2 Stunden Wert. Stimmt das ?
Die Werte bei ihm nach dem Essen fahren zzt auch Achterbahn. Was wir zusammenfassend festgestellt haben: Es war bisher , seit Mitte Juli, kein Wert über 200 nach dem Essen. Sei es der 1, oder 2 Stunden Wert. Manchmal mass er auch nach 1, 5 Stunden.
2 mal in der gesamten Messzeit ist es vorgekommen, das BZ Spitzen ohne erkennbaren Grund , über 200 waren. Für mich waren das aber Ausreisser, und haben sie auch so gewertet.
desweiteren habe ich gelesen, dass Diabetiker, die mit einer Diät ihren BZ in Schach halten wollen, durchaus nach dem Essen Werte bis zu 160 als normal gelten. Stimmt auch das ?
Vielleicht möchte mir jemand näheres zu den 1 , 2 Stunden Wert sagen, bzw welche genaue Bedeutung jener hat.
Abschliessend kann man nicht wirklich sagen ob er bis heute Erfolg hatte, mit der Verbesserung. Da die Werte einfach zu unterschiedlich sind. Nüchtern hatte er aber bisher noch nie unter 130. eher 140 rum. und die nach dem Essen Werte varrieren sehr stark. Zum Teil von optimal bis normal bis hinzu mässig. und auch, wenn er zb das gleiche von Mittag zu Abend isst. Es ist manchmal wirklich eine Berg und Talfahrt.
Im Oktober hat er einen Arzttermin zum LZ Wert. Mal sehen. Aber wie können wir denn als Laien ein abschliessendes Ergebnis aus den ganzen Protokollen lesen? dafür varrieren die Werte zu stark.
Danke und LG -
am 23.09.2018 09:15:00 | IP (Hash): 336818239
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Glucose-insulin-day-german.svg/495px-Glucose-insulin-day-german.svg.png zeigt den durchschnittlichen Verlauf mit gesunder Blutzucker-Automatik. Wenn die defekt ist, müssen wir Betroffene sie unterstützen und uns ein bisschen systematisch und gezielt mit Essen und Bewegen und ggf. Medis so verhalten, dass unser Verlauf dann dem mit der gesunden Automatik möglichst nahe kommt.
Viele Erfahrungen zeigen, dass die Kurve nüchtern und zwischen den Mahlzeiten niedriger verlaufen kann, wenn man die Spitzen so um etwa 1 Stunde nach dem Essen möglichst gesund begrenzt.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 23.09.2018 09:37:02 | IP (Hash): 1815167532
danke für deinen Beitrag.
die Werte meines Mannes stimmen ganz und gar nicht mit dieser Skala überrein. Werte an die knapp 100, wären bei ihm nur ein schöner Traum, sie erreichen ja durchaus an die 140 bis 150 grösstenteils, nach dem Essen.
ZB gestern , nach dem Abendessen ein Stunden Wert 164. Bereits eine halbe Stunde später "nur" noch 130.
kann man denn in diesen Stundentakten den Abbau nichts auswerten? Ich meine die Skala kann man ja aus Gesunden ableiten, aber für Diabetiker zb gelten ja andere Vergleichswerte, oder nicht? Und da liest man widerrum auch verschiedene Werte,die anzuwenden sind.
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am 23.09.2018 10:39:45 | IP (Hash): 336818239
Für Menschen völlig ohne eigenes Insulin, also Typ1, gilt 100-140 nüchtern und vor den Mahlzeiten als guter Zielbereich und 1-Stunden-Spitzenwerte weit über 200 als völlig normal. Der Langzeitwert HBA1c liegt damit dann bei um 7. Und diese Einstellung gilt als gut dafür, dass man Folgekrankheiten durch den höher als gesunden Blutzucker eher gar nicht oder erst nach vielen Jahren bekommt und dass die sich dann langsam entwickeln.
Für Typ2 hat die Diabetologie diesen Zielrahmen übernommen, obwohl längst immer mehr Erkenntnisse und Erfahrungen dafür sprechen, dass Betroffene, die sich mit ihren Ärzten zusammen zu einer gesünderen Blutzucker-Steuerung durchringen, dadurch in den ersten Jahren häufig noch völlig ohne Medikamente für ihren weitgehend gesunden Blutzucker auskommen können, und das durchaus für 10 und mehr Jahre. Und in Fällen mit weiter fortgeschrittenem Diabetes lässt sich damit die Medikation verringern und der Blutzucker beinahe so direkt steuern, wie beim Typ1. Und vor allem lässt sich damit die Gewichtszunahme begrenzen und mit etwas Einsatz auch bis in den Normalbereich zurück drehen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 23.09.2018 10:51:22 | IP (Hash): 1815167532
hjt_Jürgen schrieb:
Für Menschen völlig ohne eigenes Insulin, also Typ1, gilt 100-140 nüchtern und vor den Mahlzeiten als guter Zielbereich und 1-Stunden-Spitzenwerte weit über 200 als völlig normal. Der Langzeitwert HBA1c liegt damit dann bei um 7. Und diese Einstellung gilt als gut dafür, dass man Folgekrankheiten durch den höher als gesunden Blutzucker eher gar nicht oder erst nach vielen Jahren bekommt und dass die sich dann langsam entwickeln.
Für Typ2 hat die Diabetologie diesen Zielrahmen übernommen, obwohl längst immer mehr Erkenntnisse und Erfahrungen dafür sprechen, dass Betroffene, die sich mit ihren Ärzten zusammen zu einer gesünderen Blutzucker-Steuerung durchringen, dadurch in den ersten Jahren häufig noch völlig ohne Medikamente für ihren weitgehend gesunden Blutzucker auskommen können, und das durchaus für 10 und mehr Jahre. Und in Fällen mit weiter fortgeschrittenem Diabetes lässt sich damit die Medikation verringern und der Blutzucker beinahe so direkt steuern, wie beim Typ1. Und vor allem lässt sich damit die Gewichtszunahme begrenzen und mit etwas Einsatz auch bis in den Normalbereich zurück drehen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Frage: was meinst du mit Typ 2 hat man den Zielrahmen übernommen? Du meinst die verlinkte Skala?
Dann ist das ziemlich ernüchternd, das er seit Juli mit immerzu gesunder Lebensweise, sprich viel Gemüse, kein Zucker mehr, etc, all die (kleinen ) Umstellungen, nicht annäherend an die Werte der Skala gelangt. Ich dachte auch dahingehend dass jeder Mensch seine individuellen Werte hat, nach denen er sich richten sollte /müsste. Dann waren wir bisher der falschen Annahme, und es läuft wohl doch noch darauf hinaus, den BZ anhand Medis weiter zu drücken, da seine Werte, im Vergleich zu der Skala sehr schlecht sind.
einen schönen Sonntag noch -
am 23.09.2018 11:00:47 | IP (Hash): 336818239
Hab mich missverständlich ausgedrückt, meinte 100-140 vor dem Essen und keine Begrenzung der Spitzen nach dem Essen als normal ärztlich vorgegebenen Rahmen.
Hat für uns Typ2 den Nachteil, dass wir in diesem Rahmen zum Einhalten dieses Rahmens immer mehr Medis brauchen und immer mehr Kilos sammeln :(
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 23.09.2018 11:16:48 | IP (Hash): 87841062
waterfall18 schrieb:
kann man denn in diesen Stundentakten den Abbau nichts auswerten?
Ja, das kann man.
Wenn der 1h-Wert hoch ist und der 2h-Wert schon fast wieder auf den Stand vor dem Essen abfällt, dann kann die BSD noch relativ viel leisten. Wenn man dann seine Mahlzeiten so gestaltet, dass der 1h-Wert über die gesunden 140 (oder auch 160, das muss jeder für sich entscheiden) nicht allzu oft hinaus geht, dann kann man mit dieser Maßnahme seinen BZ ganz vernünftig steuern. Oft gehen dann auch die Nüchternwerte und die Werte zwischen den Mahlzeiten langsam weiter nach unten.
Wenn der 2h-Wert relativ hoch bleibt, auch wenn der 1h-Wert einigermaßen vernünftig war, dann kann man vermuten, dass die BSD nicht mehr sehr viel eigenes Insulin ausgeben kann. Eine geeignete Ernährung hilft dann zwar auch, bringt aber nicht mehr so große Erfolge. Ein vernünftiger BZ-Verlauf lässt sich dann oft nur noch mit medikamentöser Unterstützung erreichen.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen. -
am 23.09.2018 11:49:11 | IP (Hash): 1815167532
hmm, ok nun habe ich das einigermassen gut verstanden.
somit können wir zusammenfassend sagen, das seit Juli die Nüchternwerte sich zwischen 135 und 150 pendeln. diese Werte haben sich bisher nicht sonderbar verbessert.
und 1 Stunde nach dem Essen varrierend zw 120 und 160. wobei wir nie ungesund, also fettreich essen. 2 stunden danach haben wir selten gemessen, da wir davon ausgingen der 1 Stunden Wert sagt das meiste aus. aber von den seltenen 2 Stunden Messung , die nur entstanden, wenn er eher nicht dazu kam, waren die meist um die 120 , 130. aber wie ich das aus den Protokollen entnehme, varriert auch das sehr stark, von optimal bis mässig.
nur 2 mal in den ganzen 3 Monaten haben wir schlechte Werte an die 220 nach dem Essen gemessen.
würde schon gerne eine Art Zwischenbilanz aus den 3 Monaten ziehen, aber irgendwie sehr schwer möglich. ( LZ wert wird Mitte Oktober ermittelt).
Und ist es nun besser 2 Stunden danach zu messen, als eine danach?
Sorry, wenn ich etwas blöd frage, aber manchmal sind gewisse Sachen bzgl des BZ sehr verwirrend, obwohl ich mich schon gut eingelesen habe. -
am 23.09.2018 11:59:46 | IP (Hash): 87841062
waterfall18 schrieb:
Und ist es nun besser 2 Stunden danach zu messen, als eine danach?
Sucht euch eins von Beidem aus und messt immer zu diesem Zeitpunkt. Zwischen 1 und 2 Stunden bewegt sich der BZ ziemlich vorhersehbar. Wenn ihr euch auf einen der Werte - ich bevorzuge für mich 1 Stunde nach Beginn der Mahlzeit - einschießt, dann könnt ihr die Ergebnisse gut verfolgen und einschätzen. Gelegentlich solltet ihr dann auch den anderen Wert messen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was innerhalb der einen Stunde so ungefähr passiert. Manche messen immer beide Werte, was ich persönlich nicht für besonders sinnvoll halte.
Alles Gute, Rainer
____
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Bearbeitet von User am 23.09.2018 12:01:38. Grund: . -
am 23.09.2018 12:08:10 | IP (Hash): 1815167532
danke nochmal für die Antwort(en).
wie gesagt, wir richteten uns immer nach dem 1 Stunden Wert, der sich im besten Fall zwischen 120 und 130 befand, und im mässigen Zustand zwischen 140 und 150. Schlechte Werte waren für ihn persönlich über 160, und das war vielleicht nur 2 , 3 mal der Fall in den Monaten.
Wobei wir nicht mal wissen, was in seinem speziellen Fall hinnehmbar, bzw akzeptabel ist/wäre. Wir haben es nur anhand der Anfangswerte die meistens 180 betrugen verglichen und so eine persönliche Grenze errichtet.
Auch wenn er ab und zu, und das wirklich nur ab und zu mal ein Stück Kuchen isst, sind die Werte nie über 200. -
am 23.09.2018 12:48:16 | IP (Hash): 87841062
Das klingt sehr gut, eigentlich hätten sich da die Nüchternwerte langfristig auch verbessern müssen. Allerdings kann jeder Diabetes auch seine Eigenheiten haben.
Nehmt auf jeden Fall die Messprotokolle mit zum Arzt. Das hilft bestimmt dabei, eine sinnvolle Therapie zu finden.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen. -
am 30.09.2018 23:20:17 | IP (Hash): 1815167532
hallo,
ich melde mich wieder, da mich das thema nun doch wieder einmal etwas verwirrt hat.
ich habe auf einer diabetikerseite gelesen, dass bei einem gesunden Menschen 1, 5 bis 2 Stunden nach dem Essen der BZ maximal 160 betragen darf.
Weiter unten heisst es, laut den Leitlinien der deutschen Diabetes Gesellschaft, dass 2 Stunden DANACH bis zu 140 normal seien, und 140 bis 200 verdächtig seien, und über 200 Diabetes sind.
Nun misst mein Mann ja immer nach 1 Stunde schon. Und seit gestern geht er nach dem Abendessen nach einer Stunde immer höher, als es sonst der Fall war. Zb. vor dem Abendessen 140, und eine Stunde danach 163.
ABER weitere 3Stunden, sprich vor dem Schlafengehen dann, waren es nur noch 117.
Heute zb vor dem Abendessen 91 . Das war einmal seit Juli der Fall, 1 Stunde danach 176.
Dann hatte er die Idee, nochmal nach einer weiteren Stunde zu messen, da betrug er immer noch 153.
Das sind wieder schlechte Werte, oder? Ich weiss nicht woran man sich da nun richten muss?! überall gibt es andere Leitlinien wie es mir erscheint. Oder wäre vielleicht der 2 Stunden Wert besser bei ihm zu messen?
Ich verstehe nicht woher die höheren Werte nun rühren. Haben nichts seit der Ernährungsumstellung geändert, im Gegenteil sogar noch Kleinigkeiten verbessert.
Vieleicht mag mir nochmal jemand etwas dazu schreiben, insbesondere zu diesen Leitlinien, wonach man sich da nun richten muss. Das kann doch nicht individuell sein.
Seid nicht böse mit mir, bzw uns, auch wenn es vllt (wieder einmal) blöd gefragt erscheinen mag.
LG -
am 01.10.2018 15:56:14 | IP (Hash): 56594732
waterfall18 schrieb:
Vieleicht mag mir nochmal jemand etwas dazu schreiben, insbesondere zu diesen Leitlinien, wonach man sich da nun richten muss.
So groß ist der Unterschied zwischen 140 und 160 nicht. Bitte bedenke, dass die sog. Blutzuckermessgeräte für die Heimanwendung nicht wirklich genau arbeiten. Erlaubt sind, verkürzt gesagt, Abweichungen bis zu 15 % vom tatsächlichen Wert. Echte 150 können also sowohl als 170 als auch als 130 angezeigt werden. Kleines Beispiel aus der Praxis? Ich habe mal aus Spaß mit drei verschiedenen Messgeräten aus dem _selben_ Blutstropfen gemessen. Angezeigte Werte: 106, 116 und 130. -
am 01.10.2018 23:34:35 | IP (Hash): 183638859
Lass mich mal nach meinen Kenntnisstand und meinen eigenen Erfahrungen antworten.
Insulin wird in 2 Wellen 'freigesetzt'. Die erste Welle direkt nach dem ersten Bissen. Dabei handelt es sich um gespeichertes Insulin. Die Leber sollte jetzt aufhören, Glukose auszuschütten.
Danach kommt die zweite Welle, Insulin welches direkt produziert wird.
Diabetes kann sehr viele verschiedene Ursachen haben! Bei mir funktioniert z.B. die erste Welle nicht. Das merke ich daran, dass der Messwert in der ersten Stunde hoch schießt und in der 2. Stunde kaum niedriger ist.
Seit ich meine Essgewohnheiten diesem Messergebnis angepasst habe, kann ich trotzdem sehr gute Werte fahren. Wie? Ich beginne alle Mahlzeiten mit niedrigen Kohlehydraten und erst nach ca. 20 Minuten esse ich dann kohlehydrathaltige Dinge.
Man sollte nicht sagen, der eine oder andere Stundenwert ist wichtiger - um auszuwerten braucht man beide oder besser drei. Direkt vor dem Essen, 1 und 2 Stunden danach. Just my humble opinion.
Mein Messgerät nehme ich alle 3 Monate mit zum Arzt, nehme aus dem selben Blut und vergleiche mit dem Praxis und Laborwert. Da gibt es auch keinen Grund zu rätseln, wie genau es wohl anzeigt.
Letzter Vergleich:
Ich 5,6mmol/l - Labor 5,6mmol/l - Praxis 6,4mmol/l
Was habe ich gelacht..................
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 02.10.2018 16:56:43 | IP (Hash): 1505651263
Hallo Skytower,
sehe das so wie du, daß man nicht unbedingt nach bestimmten Zeitvorgaben messen sollte, sondern je nach Essen angepasst - kann sogar wesentlich früher sein als 0,5 h oder auch wesentlich später nach 3 h … .
Sage dies allerdings aus 1er-INSULINER Sicht mit null-komma-nix eigenem Insulin.
Verdauung ist dennoch vergleichbar.
Flüssiges Zuckergetränk oder auch Gummibärchen sind in Minutenschnelle im Blutzuckeranstieg messbar.
Wird bei Unterzucker eingesetzt - körperliche Anzeichen verschwinden schon in den ersten Minuten - nach 10 min mache ich dann eine Kontrollmessung.
- deshalb sollen 2er auch diese 'schnellen' Kohlenhydrate meiden, da kommt die eigene Insulinproduktion ggfs. nicht hinterher
Der umgekehrte Fall sind ganz schwer verdauliche Mahlzeiten = mit viel Fett und viel Eiweiß, die die Aufnahme der Kohlenhydrate verzögern und über viele Stunden langsam ins Blut gehen lassen, da würde ein 2 h/3 h-Wert mehr Sinn machen.
Paradebeispiel ist da die Pizza, wo die Kohlenhydrate des Hefeteigbodens durch Belag abgebremst werden - bis zu 7 h kann das dauern (Herausforderung für Insuliner - nur nebenbei).
- für 2er eigentlich ideal, wenn man das langsame Einträufeln des Zuckers betrachtet,
wobei m.E. fett/eiweißhaltiges zu unrecht für 2er verteufelt wird, da richtige Ernährung für 2er mit dem Vorurteil 'Abnehmen' vermengt wird
Bei normal zusammengestellten Mahlzeiten (Mittelweg) erachte ich den 2 h als wichtiger.
Mein Mahlzeiteninsulin wirkt gut 3 h (dann auslaufend), denke, Entwicklung passt.
Skytower, die Aufteilung des Konsumieren - erst KH-frei und KH-haltig - kann klappen.
Schwierig eigentlich, wenn man normale Mahlzeiten betrachtet:
Fleisch, Gemüse/Salat, Sättigungsbeilage (Kartoffel, Nudeln, Reis …), belegtes Brot mit Wurst/Käse.
Da fängt man doch nicht herauszupicken, sondern isst das zusammen, im Magen mischt sich das sowieso.
Zum Lachen beim Vergleich zwischen Labor und Praxis gibt's eigentlich keinen Grund.
Besser: Beachtung der Messmethode - wie/womit wurde in der Praxis gemessen ?
Bei mir ist es eine HPLC (offen zu sehen, kein verkapseltes Gerät), mit der BZ und HbA1c-Wert aus einem Blutstropfen bestimmt wird, Abgleich mit eigenem Handgerät dann möglich (weiß dann Abweichung), zeitnah.
Ob ein Laborwert aus der Blutprobe mit Transport und unbekannter Methodik da besser ist ?!?
(Habe dazu keine Vergleichswerte, über Dienstleistungslabor wird dieses von der Praxis nicht in Auftrag gegeben).
Zusammenfassend zur Ursprungsfrage von Waterfall:
Kommt darauf an °~°
Mit Berücksichtigung der Ernährungstipps für Diabetiker (schnelles pur zu meiden) eher der 2 h-Wert
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 02.10.2018 17:02:47. Grund: Korrektur Text -
am 03.10.2018 02:48:52 | IP (Hash): 2140148875
Elfe schrieb:
Zum Lachen beim Vergleich zwischen Labor und Praxis gibt's eigentlich keinen Grund.
Besser: Beachtung der Messmethode - wie/womit wurde in der Praxis gemessen ?
Bei mir ist es eine HPLC (offen zu sehen, kein verkapseltes Gerät), mit der BZ und HbA1c-Wert aus einem Blutstropfen bestimmt wird, Abgleich mit eigenem Handgerät dann möglich (weiß dann Abweichung), zeitnah.
Ob ein Laborwert aus der Blutprobe mit Transport und unbekannter Methodik da besser ist ?!?
(Habe dazu keine Vergleichswerte, über Dienstleistungslabor wird dieses von der Praxis nicht in Auftrag gegeben).
Gruß Elfe
Hi, Elfe.
Auf welchen Wert kann ich mich dann verlassen?
Mein Messgerät deckt sich ziemlich genau mit dem HbA1c des Labors aus Deutschland UND mit dem Laborwert aus China.
Als nur Metforminer einen HbA1c von jetzt 5,5% finde ich schon beachtlich. Bzw. ich bin zufrieden. Da ich eh an der HMSN leide, brauche ich die Spätfolgen des Diabetes nun nicht wirklich auch noch. Drum dieser niedrige Wert und der Sport.
Als LADA Diabetiker wird der Tag kommen, da ich Insulin benötige. Bei meiner Mutter dauerte es 6 Jahre, ich hätte gerne 8-10 geschafft.
Ich weiß - bzw. ich glaube zu wissen - dass Du das Insulin sofort einsetzen würdest. Hoffentlich trete ich Dir jetzt nicht zu nahe. Diese Meinung akzeptiere ich auch. Nur, mich hat der Diabetes und das Metformin wahnsinnig, zu meinem Vorteil verändert. Ich esse gesünder, ich treibe Sport, lebe allgemein viel bewusster. Als Folge sind der Blutdruck gesunken, meine Blutfette haben sich weit unter die Grenzwerte begeben und meine körperliche Leistungsfähigkeit ist so hoch, wie die letzten 15 Jahre nicht mehr.
Du siehst, ich bin das Gegenteil von negativ denkenden Menschen :-) Mein Ziel ist es immer, die positive Seite zu finden und diese auch zu nutzen.
Edit sagt: D3 und B12 führe ich als Nahrungsergänzungsmittel zu und lasse es auch alle 3 Monate checken.
Sorry für Off Topic @Waterfall
Freundlich gegrüßt und schönen Feiertag gewünscht!
Bearbeitet von User am 03.10.2018 02:51:33. Grund: Ergänzung -
am 03.10.2018 12:26:04 | IP (Hash): 1815167532
hallo, und danke euch für die antworten, beiträge.
@elfe, du schreibst langsame KH lassen den BZ langsamer ansteigen, als Beispiel führtest du Pizza an.
Das ist bei ihm das totale Gegenteil der Fall. Bei einer 4 Jahreszeitenpizza zb die auch mit Antischocken etc belegt ist, hatte er nach einer Stunde einen Wert von knapp über 180. Wie das wenn ich koche ( keine allzu fetthaltige Sachen) selten der Fall ist bzw war. Ausser die letzten Tage, was noch unerklärlich für uns ist.
Und zb eine Blutwurst und eine Leberwurst im Ganzen. Ergebnis nach einer Stunde knapp an die 190. Daraus schliesse ich, dass man sehr fettreiche Sachen eher meiden soll. Dazu zähle ich auch Pizza.
Seit einiger Zeit ist sein BZ nun auch wieder etwas geringer nach den Mahlzeiten. Trotz das wir gestern zb Hähnchenschenkel gegessen habe, mit Kartoffelsalat , kalten Kartoffeln, Bohnen, Artischocken, Erbsen, viel Gemüse eben, da betrug der ein Stunden Wert an die 120.
Es ist alles sehr erstaunlich, und immer noch ein kleines Rätsel was genau enorme Anstiege bei ihm veranlasst.
Und bzgl der Messzeiten: wir messen seit juli nun mit dem 1h Wert, ich weiss nicht ob es dann noch sinnvoll bzw aussagekräftig oder vergleichbar wäre , wenn wir es nun erst nach 2 Stunden machen.
So gesehen, wäre es ja eher sinnvoll eine Stunde und zwei Stunden danach zu messen, aber das wäre eher etwas umständlich.
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am 03.10.2018 12:34:21 | IP (Hash): 1837757013
Noch gemeiner ist ja, dass ein Wert nach dem Essen ohne den vor dem Essen noch nicht besonders viel sagt. Ok, 180 nach dem Essen scheint hoch, aber wenn vor dem Essen schon 130 waren, hat das Essen nicht so viel erhöht, wie wenn vor dem Essen nur 90 waren.
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am 03.10.2018 13:09:26 | IP (Hash): 50152218
hjt_Jürgen schrieb:
Noch gemeiner ist ja, dass ein Wert nach dem Essen ohne den vor dem Essen noch nicht besonders viel sagt. Ok, 180 nach dem Essen scheint hoch, aber wenn vor dem Essen schon 130 waren, hat das Essen nicht so viel erhöht, wie wenn vor dem Essen nur 90 waren.
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Und da Du mit dieser Aussage recht hast, messe ich oft 3 Mal. Zum Frühstück dann auch mal nicht, das läuft irgendwie fast immer gleich ab.
@Waterfall, wieso ist das umständlich? In 45-60s ist der Spuk doch erledigt.
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
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am 03.10.2018 13:24:25 | IP (Hash): 1815167532
hallo,
also vor dem Essen messen wir meist zu Abend. Da betrug der Wert von 106 plötzlich nach einer Stunde 181, nach der besagten Pizza, deshalb kann ich das so nicht bestätigen das dies einen langsamen Anstieg veranlasst.
bei den Würsten (auch fettreich), von 137 auf 185.
Erstaunlich aber auch, dass nach einem eher kostarmen Abendessen, das bei ihm die Werte kaum anstiegen lassen, vor ein paar Tagen von 91 auf 176 anstiegen liess.
Wie ich aber aus deinem Beitrag erkenne, ist wohl wirklich der Abstand vor und danach relevant, das wir aber wenn nur abends machen.
Ich hielt es im nachhinein für eine gute Idee, dass wenn wir höhere Werte feststellen, dies noch einmal nach einer halben bis einer Stunde nachkontrollieren. Wir gingen ja immer von den Richt bzw Nomrwerten nach dem Essen ( 140 normal) bis zu 160 noch akzeptabel, aus.
Berücksichtigen wir nun aber auch den Messabstand von vor dem und nach dem Essen, wäre vllt dann der Unterschied dessen manchmal nicht so gross, aber dann dennoch bedenkenswert. Wenn er zb an die 180 betrügen würde, man vorher an die 140 , 150 hatte , ist ja der Unterschied nicht allzu gross, aber dennoch nicht gut, da ja der Anfangswert nicht gerade gut war.
Bei ihm ist es meist aber so, das die Werte vor dem Essen, um die 110 bis 130 etwa schwanken. und dann eben manchmal so eine Spitze von bis zu 180 entstehen.
Ich glaube wir müssen uns in die Thematk noch mehr einlesen, bzw einfühlen... -
am 03.10.2018 16:12:44 | IP (Hash): 1720011700
waterfall18 schrieb:
Und zb eine Blutwurst und eine Leberwurst im Ganzen. Ergebnis nach einer Stunde knapp an die 190. Daraus schliesse ich, dass man sehr fettreiche Sachen eher meiden soll.
Diesen Schluss vergiss mal ganz schnell wieder. Fett ist der Nahrungsbestandteil, der den BZ am wenigsten von allen verändert. Und auch Proteine (Eiweiße) kannst du momentan komplett unberücksichtigt lassen. Das _einzig_ kriegsentscheidende sollten für euch jetzt am Anfang ausschließlich die Kohlenhydrate sein!!!
Was gab's denn zu Blut- und Leberwurst dazu? Ich vermute, die wird der glorreiche Gatte ja nicht ohne Beilage und Getränk verspeist haben, oder? -
am 03.10.2018 17:19:45 | IP (Hash): 1837757013
und je nach Zubereitung hatte die Wurst auch einen mehr oder weniger beachtlichen KH-Anteil!
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Elfe
Rang: Gastam 03.10.2018 17:50:49 | IP (Hash): 1505651263
Hallo Waterfall,
wie schon gesagt, ich habe lediglich geschrieben, wie Verdauung funktioniert.
Nur Kohlenhydrate = Zucker, Stärke = Mehrfachzucker lassen den Blutzucker ansteigen,
ist bei allen Menschen gleich.
Bei 2ern funktioniert allerdings die Insulinwirkung nicht wirklich gut.
Vielleicht ist es ähnlich wie bei Skytower, wo das körpereigene Insulin eine Weile braucht, um zu wirken.
Du hattest ja auch schon festgestellt, daß der 2 h-Wert durchaus niedriger war, als der 1 h-Wert.
Ansonsten finde ich eure Mahlzeitzusammenstellung ganz gut, was Hauptbestandteile betrifft, ausgewogen.
Kleiner Hinweis vom INSULINER: Gemüse wird eigentlich nicht berechnet.
Ausnahme: Gekochte Hülsenfrüchte - Bohnen, Erbsen, Linsen - da wird die Stärke vor-aufgeschlossen.
Persönlich meide ich Konserven, sondern lieber TK ohne Anrechnung.
Wie gesagt, einzeln gemessene Messwerte sind nur punktuelle Momentaufnahmen, wo man sich so oder so nicht sicher sein kann.
Vor dem Essen messen macht - nur - Sinn, um zu erkennen, bei welchen Wert beginnt man und welche Auswirkung hat das Essen - plädiere da eher für 2 h.
Durchaus mal ab und zu messen, als Aufzeichnung mit zum Arzt nehmen, der dieses mit berücksichtigt, ob ein Medikament ggfs. verordnet wird.
Bestimmung des HbA1c-Wertes ist wichtig.
Zeigt an, wie sich der Blutzucker insgesamt auswirkt.
Ist der Blutzucker insgesamt über viele Stunden (nicht kurzzeitig) zu hoch, lagert sich der Zucker an die roten Blutkörperchen an.
Wie war denn der Ausgangswert, wurde schon nachkontrolliert, nach Ernährung beachten ?
- vermutlicher Anlass ?
Gruß Elfe
@Skytower
Genau: Teile deine positive Einstellung :-)
Da das Metformin passt, wünsche ich dir noch viele Jahre ohne Insulin.
Will da gar nicht drumrum reden, Insulin ist zumindest 'lästig' und außer Haus schwierig ~ als wäre man auf Droge (seltsames Verhalten von so Mitmenschen).
Mit Erstdiagnose LADA und HbA1c von 8 (im weiteren Verlauf 3c) gab es für mich keine Option zum Insulin.
LADA hieß bei mir, daß noch eigenes Insulin vorhanden war und aber auch Antikörper bestimmt wurden.
Das eigene Immunsystem zerstört die eigenen insulinbildenen Zellen.
Ausmaß und Menge mag da eine Rolle spielen, die wohl durchaus unterschiedlich sind.
Ich selber habe sofort kurzwirkendes Mahlzeiteninsulin verschrieben bekommen, was durchaus ungewöhnlich ist, wie hier im Forum zu lesen ist.
Basalinsulin zur Unterstützung ist da wohl geläufiger, nur 1 Spritze/d.
Glaubhafte Laborwerte sprichst du an ~ wundere mich über deine Aussage 'Wert aus China' - per Postweg hingeschickt !?
Vertraue da lieber auf hiesige Werte.
Habe selber berufliche Kenntnisse in Messtechnik und weiß daraufhin, daß in der Diabetalogen-Praxis eine HPLC steht.
Auch die ursächliche Blutprobe muss nach gewissen Regeln präpariert werden, entfällt wenn frische Probe sofort gemessen wird.
Als Combi-Präparat nehme ich auch Calcium/D3 ein und B12 als Spritze notwendig, aufgrund anderer ärztlicher Befunde. -
am 03.10.2018 18:18:53 | IP (Hash): 1815167532
uuuups, dann waren wir der annahme und umstellung bzw meidung von zu vielem Fett wohl der falschen Annahme...
wir verzichten nämlich weitgehendst auf fettreiche Mahlzeiten, bzw wenn es das mal gab, wie zb die Würste, oder die Pizza vom Italiener, versuchen wir immer einen Ausgleich mit Gemüse, wie Salate etc. Davon essen wir ziemlich viel auch.
Achja, zu den Würsten gab es die Aufbackbrezen. Ich vermute dann lag da der Fehler??????
Aber bei der Pizza erkenne ich keinen Fehler?! Trinken ausschliesslich Mineralwasser.
aber gut zu wissen das wir auf Fettprodukte nicht allzusehr achten müssen. Also nur die KH? und die dürfen wieviel ungefähr betragen? Spielen Fette und Fettsäuren gar keine Rolle? Erst letztens musste ich ihm seinen geliebten Käse, 60 Prozent i.Tr. Fettgehalt auf 100 g = 29 g Fett ausreden, da ich immer der Auffassung war so wenig wie möglich an Fettanteilen.
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am 03.10.2018 18:23:14 | IP (Hash): 1815167532
PS: Er muss aber schon etwas auf Fettgehalt achten da er ja ein paar Kilos verlieren möchte.