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ist der ein stunden wert bedeutender als der zweistündige?

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    am 23.09.2018 07:55:13 | IP (Hash): 1815167532
    guten morgen,

    seit etwa 3 Monaten misst mein Mann seinen BZ. die Werte nach dem Essen hat er immer so gemessen, wie er zeitlich gerade dazu kam, aber eben immer in diesem ein bis 2 stunden Rhytmus.

    Und nun habe ich gehört, das der ein Stunden Wert nicht so aussagekräftig ist, wie der 2 Stunden Wert. Stimmt das ?

    Die Werte bei ihm nach dem Essen fahren zzt auch Achterbahn. Was wir zusammenfassend festgestellt haben: Es war bisher , seit Mitte Juli, kein Wert über 200 nach dem Essen. Sei es der 1, oder 2 Stunden Wert. Manchmal mass er auch nach 1, 5 Stunden.

    2 mal in der gesamten Messzeit ist es vorgekommen, das BZ Spitzen ohne erkennbaren Grund , über 200 waren. Für mich waren das aber Ausreisser, und haben sie auch so gewertet.

    desweiteren habe ich gelesen, dass Diabetiker, die mit einer Diät ihren BZ in Schach halten wollen, durchaus nach dem Essen Werte bis zu 160 als normal gelten. Stimmt auch das ?
    Vielleicht möchte mir jemand näheres zu den 1 , 2 Stunden Wert sagen, bzw welche genaue Bedeutung jener hat.

    Abschliessend kann man nicht wirklich sagen ob er bis heute Erfolg hatte, mit der Verbesserung. Da die Werte einfach zu unterschiedlich sind. Nüchtern hatte er aber bisher noch nie unter 130. eher 140 rum. und die nach dem Essen Werte varrieren sehr stark. Zum Teil von optimal bis normal bis hinzu mässig. und auch, wenn er zb das gleiche von Mittag zu Abend isst. Es ist manchmal wirklich eine Berg und Talfahrt.

    Im Oktober hat er einen Arzttermin zum LZ Wert. Mal sehen. Aber wie können wir denn als Laien ein abschliessendes Ergebnis aus den ganzen Protokollen lesen? dafür varrieren die Werte zu stark.

    Danke und LG
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    am 23.09.2018 09:15:00 | IP (Hash): 336818239
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Glucose-insulin-day-german.svg/495px-Glucose-insulin-day-german.svg.png zeigt den durchschnittlichen Verlauf mit gesunder Blutzucker-Automatik. Wenn die defekt ist, müssen wir Betroffene sie unterstützen und uns ein bisschen systematisch und gezielt mit Essen und Bewegen und ggf. Medis so verhalten, dass unser Verlauf dann dem mit der gesunden Automatik möglichst nahe kommt.

    Viele Erfahrungen zeigen, dass die Kurve nüchtern und zwischen den Mahlzeiten niedriger verlaufen kann, wenn man die Spitzen so um etwa 1 Stunde nach dem Essen möglichst gesund begrenzt.


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    am 23.09.2018 09:37:02 | IP (Hash): 1815167532
    danke für deinen Beitrag.

    die Werte meines Mannes stimmen ganz und gar nicht mit dieser Skala überrein. Werte an die knapp 100, wären bei ihm nur ein schöner Traum, sie erreichen ja durchaus an die 140 bis 150 grösstenteils, nach dem Essen.

    ZB gestern , nach dem Abendessen ein Stunden Wert 164. Bereits eine halbe Stunde später "nur" noch 130.

    kann man denn in diesen Stundentakten den Abbau nichts auswerten? Ich meine die Skala kann man ja aus Gesunden ableiten, aber für Diabetiker zb gelten ja andere Vergleichswerte, oder nicht? Und da liest man widerrum auch verschiedene Werte,die anzuwenden sind.



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    am 23.09.2018 10:39:45 | IP (Hash): 336818239
    Für Menschen völlig ohne eigenes Insulin, also Typ1, gilt 100-140 nüchtern und vor den Mahlzeiten als guter Zielbereich und 1-Stunden-Spitzenwerte weit über 200 als völlig normal. Der Langzeitwert HBA1c liegt damit dann bei um 7. Und diese Einstellung gilt als gut dafür, dass man Folgekrankheiten durch den höher als gesunden Blutzucker eher gar nicht oder erst nach vielen Jahren bekommt und dass die sich dann langsam entwickeln.

    Für Typ2 hat die Diabetologie diesen Zielrahmen übernommen, obwohl längst immer mehr Erkenntnisse und Erfahrungen dafür sprechen, dass Betroffene, die sich mit ihren Ärzten zusammen zu einer gesünderen Blutzucker-Steuerung durchringen, dadurch in den ersten Jahren häufig noch völlig ohne Medikamente für ihren weitgehend gesunden Blutzucker auskommen können, und das durchaus für 10 und mehr Jahre. Und in Fällen mit weiter fortgeschrittenem Diabetes lässt sich damit die Medikation verringern und der Blutzucker beinahe so direkt steuern, wie beim Typ1. Und vor allem lässt sich damit die Gewichtszunahme begrenzen und mit etwas Einsatz auch bis in den Normalbereich zurück drehen.


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    am 23.09.2018 10:51:22 | IP (Hash): 1815167532
    hjt_Jürgen schrieb:
    Für Menschen völlig ohne eigenes Insulin, also Typ1, gilt 100-140 nüchtern und vor den Mahlzeiten als guter Zielbereich und 1-Stunden-Spitzenwerte weit über 200 als völlig normal. Der Langzeitwert HBA1c liegt damit dann bei um 7. Und diese Einstellung gilt als gut dafür, dass man Folgekrankheiten durch den höher als gesunden Blutzucker eher gar nicht oder erst nach vielen Jahren bekommt und dass die sich dann langsam entwickeln.

    Für Typ2 hat die Diabetologie diesen Zielrahmen übernommen, obwohl längst immer mehr Erkenntnisse und Erfahrungen dafür sprechen, dass Betroffene, die sich mit ihren Ärzten zusammen zu einer gesünderen Blutzucker-Steuerung durchringen, dadurch in den ersten Jahren häufig noch völlig ohne Medikamente für ihren weitgehend gesunden Blutzucker auskommen können, und das durchaus für 10 und mehr Jahre. Und in Fällen mit weiter fortgeschrittenem Diabetes lässt sich damit die Medikation verringern und der Blutzucker beinahe so direkt steuern, wie beim Typ1. Und vor allem lässt sich damit die Gewichtszunahme begrenzen und mit etwas Einsatz auch bis in den Normalbereich zurück drehen.


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    Frage: was meinst du mit Typ 2 hat man den Zielrahmen übernommen? Du meinst die verlinkte Skala?

    Dann ist das ziemlich ernüchternd, das er seit Juli mit immerzu gesunder Lebensweise, sprich viel Gemüse, kein Zucker mehr, etc, all die (kleinen ) Umstellungen, nicht annäherend an die Werte der Skala gelangt. Ich dachte auch dahingehend dass jeder Mensch seine individuellen Werte hat, nach denen er sich richten sollte /müsste. Dann waren wir bisher der falschen Annahme, und es läuft wohl doch noch darauf hinaus, den BZ anhand Medis weiter zu drücken, da seine Werte, im Vergleich zu der Skala sehr schlecht sind.

    einen schönen Sonntag noch
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    am 23.09.2018 11:00:47 | IP (Hash): 336818239
    Hab mich missverständlich ausgedrückt, meinte 100-140 vor dem Essen und keine Begrenzung der Spitzen nach dem Essen als normal ärztlich vorgegebenen Rahmen.

    Hat für uns Typ2 den Nachteil, dass wir in diesem Rahmen zum Einhalten dieses Rahmens immer mehr Medis brauchen und immer mehr Kilos sammeln :(

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    am 23.09.2018 11:16:48 | IP (Hash): 87841062
    waterfall18 schrieb:
    kann man denn in diesen Stundentakten den Abbau nichts auswerten?

    Ja, das kann man.

    Wenn der 1h-Wert hoch ist und der 2h-Wert schon fast wieder auf den Stand vor dem Essen abfällt, dann kann die BSD noch relativ viel leisten. Wenn man dann seine Mahlzeiten so gestaltet, dass der 1h-Wert über die gesunden 140 (oder auch 160, das muss jeder für sich entscheiden) nicht allzu oft hinaus geht, dann kann man mit dieser Maßnahme seinen BZ ganz vernünftig steuern. Oft gehen dann auch die Nüchternwerte und die Werte zwischen den Mahlzeiten langsam weiter nach unten.

    Wenn der 2h-Wert relativ hoch bleibt, auch wenn der 1h-Wert einigermaßen vernünftig war, dann kann man vermuten, dass die BSD nicht mehr sehr viel eigenes Insulin ausgeben kann. Eine geeignete Ernährung hilft dann zwar auch, bringt aber nicht mehr so große Erfolge. Ein vernünftiger BZ-Verlauf lässt sich dann oft nur noch mit medikamentöser Unterstützung erreichen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    am 23.09.2018 11:49:11 | IP (Hash): 1815167532
    hmm, ok nun habe ich das einigermassen gut verstanden.

    somit können wir zusammenfassend sagen, das seit Juli die Nüchternwerte sich zwischen 135 und 150 pendeln. diese Werte haben sich bisher nicht sonderbar verbessert.

    und 1 Stunde nach dem Essen varrierend zw 120 und 160. wobei wir nie ungesund, also fettreich essen. 2 stunden danach haben wir selten gemessen, da wir davon ausgingen der 1 Stunden Wert sagt das meiste aus. aber von den seltenen 2 Stunden Messung , die nur entstanden, wenn er eher nicht dazu kam, waren die meist um die 120 , 130. aber wie ich das aus den Protokollen entnehme, varriert auch das sehr stark, von optimal bis mässig.

    nur 2 mal in den ganzen 3 Monaten haben wir schlechte Werte an die 220 nach dem Essen gemessen.

    würde schon gerne eine Art Zwischenbilanz aus den 3 Monaten ziehen, aber irgendwie sehr schwer möglich. ( LZ wert wird Mitte Oktober ermittelt).

    Und ist es nun besser 2 Stunden danach zu messen, als eine danach?

    Sorry, wenn ich etwas blöd frage, aber manchmal sind gewisse Sachen bzgl des BZ sehr verwirrend, obwohl ich mich schon gut eingelesen habe.
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    am 23.09.2018 11:59:46 | IP (Hash): 87841062
    waterfall18 schrieb:
    Und ist es nun besser 2 Stunden danach zu messen, als eine danach?

    Sucht euch eins von Beidem aus und messt immer zu diesem Zeitpunkt. Zwischen 1 und 2 Stunden bewegt sich der BZ ziemlich vorhersehbar. Wenn ihr euch auf einen der Werte - ich bevorzuge für mich 1 Stunde nach Beginn der Mahlzeit - einschießt, dann könnt ihr die Ergebnisse gut verfolgen und einschätzen. Gelegentlich solltet ihr dann auch den anderen Wert messen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was innerhalb der einen Stunde so ungefähr passiert. Manche messen immer beide Werte, was ich persönlich nicht für besonders sinnvoll halte.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 23.09.2018 12:01:38. Grund: .
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    am 23.09.2018 12:08:10 | IP (Hash): 1815167532
    danke nochmal für die Antwort(en).

    wie gesagt, wir richteten uns immer nach dem 1 Stunden Wert, der sich im besten Fall zwischen 120 und 130 befand, und im mässigen Zustand zwischen 140 und 150. Schlechte Werte waren für ihn persönlich über 160, und das war vielleicht nur 2 , 3 mal der Fall in den Monaten.

    Wobei wir nicht mal wissen, was in seinem speziellen Fall hinnehmbar, bzw akzeptabel ist/wäre. Wir haben es nur anhand der Anfangswerte die meistens 180 betrugen verglichen und so eine persönliche Grenze errichtet.

    Auch wenn er ab und zu, und das wirklich nur ab und zu mal ein Stück Kuchen isst, sind die Werte nie über 200.
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    am 23.09.2018 12:48:16 | IP (Hash): 87841062
    Das klingt sehr gut, eigentlich hätten sich da die Nüchternwerte langfristig auch verbessern müssen. Allerdings kann jeder Diabetes auch seine Eigenheiten haben.

    Nehmt auf jeden Fall die Messprotokolle mit zum Arzt. Das hilft bestimmt dabei, eine sinnvolle Therapie zu finden.

    Beste Grüße, Rainer

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    am 30.09.2018 23:20:17 | IP (Hash): 1815167532
    hallo,

    ich melde mich wieder, da mich das thema nun doch wieder einmal etwas verwirrt hat.

    ich habe auf einer diabetikerseite gelesen, dass bei einem gesunden Menschen 1, 5 bis 2 Stunden nach dem Essen der BZ maximal 160 betragen darf.

    Weiter unten heisst es, laut den Leitlinien der deutschen Diabetes Gesellschaft, dass 2 Stunden DANACH bis zu 140 normal seien, und 140 bis 200 verdächtig seien, und über 200 Diabetes sind.

    Nun misst mein Mann ja immer nach 1 Stunde schon. Und seit gestern geht er nach dem Abendessen nach einer Stunde immer höher, als es sonst der Fall war. Zb. vor dem Abendessen 140, und eine Stunde danach 163.

    ABER weitere 3Stunden, sprich vor dem Schlafengehen dann, waren es nur noch 117.

    Heute zb vor dem Abendessen 91 . Das war einmal seit Juli der Fall, 1 Stunde danach 176.

    Dann hatte er die Idee, nochmal nach einer weiteren Stunde zu messen, da betrug er immer noch 153.

    Das sind wieder schlechte Werte, oder? Ich weiss nicht woran man sich da nun richten muss?! überall gibt es andere Leitlinien wie es mir erscheint. Oder wäre vielleicht der 2 Stunden Wert besser bei ihm zu messen?

    Ich verstehe nicht woher die höheren Werte nun rühren. Haben nichts seit der Ernährungsumstellung geändert, im Gegenteil sogar noch Kleinigkeiten verbessert.

    Vieleicht mag mir nochmal jemand etwas dazu schreiben, insbesondere zu diesen Leitlinien, wonach man sich da nun richten muss. Das kann doch nicht individuell sein.

    Seid nicht böse mit mir, bzw uns, auch wenn es vllt (wieder einmal) blöd gefragt erscheinen mag.

    LG
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    am 01.10.2018 15:56:14 | IP (Hash): 56594732
    waterfall18 schrieb:
    Vieleicht mag mir nochmal jemand etwas dazu schreiben, insbesondere zu diesen Leitlinien, wonach man sich da nun richten muss.



    So groß ist der Unterschied zwischen 140 und 160 nicht. Bitte bedenke, dass die sog. Blutzuckermessgeräte für die Heimanwendung nicht wirklich genau arbeiten. Erlaubt sind, verkürzt gesagt, Abweichungen bis zu 15 % vom tatsächlichen Wert. Echte 150 können also sowohl als 170 als auch als 130 angezeigt werden. Kleines Beispiel aus der Praxis? Ich habe mal aus Spaß mit drei verschiedenen Messgeräten aus dem _selben_ Blutstropfen gemessen. Angezeigte Werte: 106, 116 und 130.
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    am 01.10.2018 23:34:35 | IP (Hash): 183638859
    Lass mich mal nach meinen Kenntnisstand und meinen eigenen Erfahrungen antworten.

    Insulin wird in 2 Wellen 'freigesetzt'. Die erste Welle direkt nach dem ersten Bissen. Dabei handelt es sich um gespeichertes Insulin. Die Leber sollte jetzt aufhören, Glukose auszuschütten.
    Danach kommt die zweite Welle, Insulin welches direkt produziert wird.

    Diabetes kann sehr viele verschiedene Ursachen haben! Bei mir funktioniert z.B. die erste Welle nicht. Das merke ich daran, dass der Messwert in der ersten Stunde hoch schießt und in der 2. Stunde kaum niedriger ist.
    Seit ich meine Essgewohnheiten diesem Messergebnis angepasst habe, kann ich trotzdem sehr gute Werte fahren. Wie? Ich beginne alle Mahlzeiten mit niedrigen Kohlehydraten und erst nach ca. 20 Minuten esse ich dann kohlehydrathaltige Dinge.

    Man sollte nicht sagen, der eine oder andere Stundenwert ist wichtiger - um auszuwerten braucht man beide oder besser drei. Direkt vor dem Essen, 1 und 2 Stunden danach. Just my humble opinion.

    Mein Messgerät nehme ich alle 3 Monate mit zum Arzt, nehme aus dem selben Blut und vergleiche mit dem Praxis und Laborwert. Da gibt es auch keinen Grund zu rätseln, wie genau es wohl anzeigt.
    Letzter Vergleich:
    Ich 5,6mmol/l - Labor 5,6mmol/l - Praxis 6,4mmol/l
    Was habe ich gelacht..................

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.10.2018 16:56:43 | IP (Hash): 1505651263
    Hallo Skytower,

    sehe das so wie du, daß man nicht unbedingt nach bestimmten Zeitvorgaben messen sollte, sondern je nach Essen angepasst - kann sogar wesentlich früher sein als 0,5 h oder auch wesentlich später nach 3 h … .
    Sage dies allerdings aus 1er-INSULINER Sicht mit null-komma-nix eigenem Insulin.

    Verdauung ist dennoch vergleichbar.
    Flüssiges Zuckergetränk oder auch Gummibärchen sind in Minutenschnelle im Blutzuckeranstieg messbar.
    Wird bei Unterzucker eingesetzt - körperliche Anzeichen verschwinden schon in den ersten Minuten - nach 10 min mache ich dann eine Kontrollmessung.
    - deshalb sollen 2er auch diese 'schnellen' Kohlenhydrate meiden, da kommt die eigene Insulinproduktion ggfs. nicht hinterher

    Der umgekehrte Fall sind ganz schwer verdauliche Mahlzeiten = mit viel Fett und viel Eiweiß, die die Aufnahme der Kohlenhydrate verzögern und über viele Stunden langsam ins Blut gehen lassen, da würde ein 2 h/3 h-Wert mehr Sinn machen.
    Paradebeispiel ist da die Pizza, wo die Kohlenhydrate des Hefeteigbodens durch Belag abgebremst werden - bis zu 7 h kann das dauern (Herausforderung für Insuliner - nur nebenbei).
    - für 2er eigentlich ideal, wenn man das langsame Einträufeln des Zuckers betrachtet,
    wobei m.E. fett/eiweißhaltiges zu unrecht für 2er verteufelt wird, da richtige Ernährung für 2er mit dem Vorurteil 'Abnehmen' vermengt wird

    Bei normal zusammengestellten Mahlzeiten (Mittelweg) erachte ich den 2 h als wichtiger.
    Mein Mahlzeiteninsulin wirkt gut 3 h (dann auslaufend), denke, Entwicklung passt.

    Skytower, die Aufteilung des Konsumieren - erst KH-frei und KH-haltig - kann klappen.
    Schwierig eigentlich, wenn man normale Mahlzeiten betrachtet:
    Fleisch, Gemüse/Salat, Sättigungsbeilage (Kartoffel, Nudeln, Reis …), belegtes Brot mit Wurst/Käse.
    Da fängt man doch nicht herauszupicken, sondern isst das zusammen, im Magen mischt sich das sowieso.

    Zum Lachen beim Vergleich zwischen Labor und Praxis gibt's eigentlich keinen Grund.
    Besser: Beachtung der Messmethode - wie/womit wurde in der Praxis gemessen ?
    Bei mir ist es eine HPLC (offen zu sehen, kein verkapseltes Gerät), mit der BZ und HbA1c-Wert aus einem Blutstropfen bestimmt wird, Abgleich mit eigenem Handgerät dann möglich (weiß dann Abweichung), zeitnah.
    Ob ein Laborwert aus der Blutprobe mit Transport und unbekannter Methodik da besser ist ?!?
    (Habe dazu keine Vergleichswerte, über Dienstleistungslabor wird dieses von der Praxis nicht in Auftrag gegeben).

    Zusammenfassend zur Ursprungsfrage von Waterfall:
    Kommt darauf an °~°
    Mit Berücksichtigung der Ernährungstipps für Diabetiker (schnelles pur zu meiden) eher der 2 h-Wert

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 02.10.2018 17:02:47. Grund: Korrektur Text
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    am 03.10.2018 02:48:52 | IP (Hash): 2140148875
    Elfe schrieb:


    Zum Lachen beim Vergleich zwischen Labor und Praxis gibt's eigentlich keinen Grund.
    Besser: Beachtung der Messmethode - wie/womit wurde in der Praxis gemessen ?
    Bei mir ist es eine HPLC (offen zu sehen, kein verkapseltes Gerät), mit der BZ und HbA1c-Wert aus einem Blutstropfen bestimmt wird, Abgleich mit eigenem Handgerät dann möglich (weiß dann Abweichung), zeitnah.
    Ob ein Laborwert aus der Blutprobe mit Transport und unbekannter Methodik da besser ist ?!?
    (Habe dazu keine Vergleichswerte, über Dienstleistungslabor wird dieses von der Praxis nicht in Auftrag gegeben).

    Gruß Elfe



    Hi, Elfe.

    Auf welchen Wert kann ich mich dann verlassen?
    Mein Messgerät deckt sich ziemlich genau mit dem HbA1c des Labors aus Deutschland UND mit dem Laborwert aus China.
    Als nur Metforminer einen HbA1c von jetzt 5,5% finde ich schon beachtlich. Bzw. ich bin zufrieden. Da ich eh an der HMSN leide, brauche ich die Spätfolgen des Diabetes nun nicht wirklich auch noch. Drum dieser niedrige Wert und der Sport.
    Als LADA Diabetiker wird der Tag kommen, da ich Insulin benötige. Bei meiner Mutter dauerte es 6 Jahre, ich hätte gerne 8-10 geschafft.

    Ich weiß - bzw. ich glaube zu wissen - dass Du das Insulin sofort einsetzen würdest. Hoffentlich trete ich Dir jetzt nicht zu nahe. Diese Meinung akzeptiere ich auch. Nur, mich hat der Diabetes und das Metformin wahnsinnig, zu meinem Vorteil verändert. Ich esse gesünder, ich treibe Sport, lebe allgemein viel bewusster. Als Folge sind der Blutdruck gesunken, meine Blutfette haben sich weit unter die Grenzwerte begeben und meine körperliche Leistungsfähigkeit ist so hoch, wie die letzten 15 Jahre nicht mehr.

    Du siehst, ich bin das Gegenteil von negativ denkenden Menschen :-) Mein Ziel ist es immer, die positive Seite zu finden und diese auch zu nutzen.

    Edit sagt: D3 und B12 führe ich als Nahrungsergänzungsmittel zu und lasse es auch alle 3 Monate checken.

    Sorry für Off Topic @Waterfall

    Freundlich gegrüßt und schönen Feiertag gewünscht!


    Bearbeitet von User am 03.10.2018 02:51:33. Grund: Ergänzung
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    am 03.10.2018 12:26:04 | IP (Hash): 1815167532
    hallo, und danke euch für die antworten, beiträge.

    @elfe, du schreibst langsame KH lassen den BZ langsamer ansteigen, als Beispiel führtest du Pizza an.
    Das ist bei ihm das totale Gegenteil der Fall. Bei einer 4 Jahreszeitenpizza zb die auch mit Antischocken etc belegt ist, hatte er nach einer Stunde einen Wert von knapp über 180. Wie das wenn ich koche ( keine allzu fetthaltige Sachen) selten der Fall ist bzw war. Ausser die letzten Tage, was noch unerklärlich für uns ist.

    Und zb eine Blutwurst und eine Leberwurst im Ganzen. Ergebnis nach einer Stunde knapp an die 190. Daraus schliesse ich, dass man sehr fettreiche Sachen eher meiden soll. Dazu zähle ich auch Pizza.

    Seit einiger Zeit ist sein BZ nun auch wieder etwas geringer nach den Mahlzeiten. Trotz das wir gestern zb Hähnchenschenkel gegessen habe, mit Kartoffelsalat , kalten Kartoffeln, Bohnen, Artischocken, Erbsen, viel Gemüse eben, da betrug der ein Stunden Wert an die 120.

    Es ist alles sehr erstaunlich, und immer noch ein kleines Rätsel was genau enorme Anstiege bei ihm veranlasst.

    Und bzgl der Messzeiten: wir messen seit juli nun mit dem 1h Wert, ich weiss nicht ob es dann noch sinnvoll bzw aussagekräftig oder vergleichbar wäre , wenn wir es nun erst nach 2 Stunden machen.

    So gesehen, wäre es ja eher sinnvoll eine Stunde und zwei Stunden danach zu messen, aber das wäre eher etwas umständlich.
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    am 03.10.2018 12:34:21 | IP (Hash): 1837757013
    Noch gemeiner ist ja, dass ein Wert nach dem Essen ohne den vor dem Essen noch nicht besonders viel sagt. Ok, 180 nach dem Essen scheint hoch, aber wenn vor dem Essen schon 130 waren, hat das Essen nicht so viel erhöht, wie wenn vor dem Essen nur 90 waren.

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    am 03.10.2018 13:09:26 | IP (Hash): 50152218
    hjt_Jürgen schrieb:
    Noch gemeiner ist ja, dass ein Wert nach dem Essen ohne den vor dem Essen noch nicht besonders viel sagt. Ok, 180 nach dem Essen scheint hoch, aber wenn vor dem Essen schon 130 waren, hat das Essen nicht so viel erhöht, wie wenn vor dem Essen nur 90 waren.

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    Und da Du mit dieser Aussage recht hast, messe ich oft 3 Mal. Zum Frühstück dann auch mal nicht, das läuft irgendwie fast immer gleich ab.

    @Waterfall, wieso ist das umständlich? In 45-60s ist der Spuk doch erledigt.

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

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    am 03.10.2018 13:24:25 | IP (Hash): 1815167532
    hallo,

    also vor dem Essen messen wir meist zu Abend. Da betrug der Wert von 106 plötzlich nach einer Stunde 181, nach der besagten Pizza, deshalb kann ich das so nicht bestätigen das dies einen langsamen Anstieg veranlasst.

    bei den Würsten (auch fettreich), von 137 auf 185.

    Erstaunlich aber auch, dass nach einem eher kostarmen Abendessen, das bei ihm die Werte kaum anstiegen lassen, vor ein paar Tagen von 91 auf 176 anstiegen liess.

    Wie ich aber aus deinem Beitrag erkenne, ist wohl wirklich der Abstand vor und danach relevant, das wir aber wenn nur abends machen.

    Ich hielt es im nachhinein für eine gute Idee, dass wenn wir höhere Werte feststellen, dies noch einmal nach einer halben bis einer Stunde nachkontrollieren. Wir gingen ja immer von den Richt bzw Nomrwerten nach dem Essen ( 140 normal) bis zu 160 noch akzeptabel, aus.

    Berücksichtigen wir nun aber auch den Messabstand von vor dem und nach dem Essen, wäre vllt dann der Unterschied dessen manchmal nicht so gross, aber dann dennoch bedenkenswert. Wenn er zb an die 180 betrügen würde, man vorher an die 140 , 150 hatte , ist ja der Unterschied nicht allzu gross, aber dennoch nicht gut, da ja der Anfangswert nicht gerade gut war.

    Bei ihm ist es meist aber so, das die Werte vor dem Essen, um die 110 bis 130 etwa schwanken. und dann eben manchmal so eine Spitze von bis zu 180 entstehen.

    Ich glaube wir müssen uns in die Thematk noch mehr einlesen, bzw einfühlen...
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    am 03.10.2018 16:12:44 | IP (Hash): 1720011700
    waterfall18 schrieb:
    Und zb eine Blutwurst und eine Leberwurst im Ganzen. Ergebnis nach einer Stunde knapp an die 190. Daraus schliesse ich, dass man sehr fettreiche Sachen eher meiden soll.



    Diesen Schluss vergiss mal ganz schnell wieder. Fett ist der Nahrungsbestandteil, der den BZ am wenigsten von allen verändert. Und auch Proteine (Eiweiße) kannst du momentan komplett unberücksichtigt lassen. Das _einzig_ kriegsentscheidende sollten für euch jetzt am Anfang ausschließlich die Kohlenhydrate sein!!!

    Was gab's denn zu Blut- und Leberwurst dazu? Ich vermute, die wird der glorreiche Gatte ja nicht ohne Beilage und Getränk verspeist haben, oder?
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    am 03.10.2018 17:19:45 | IP (Hash): 1837757013
    und je nach Zubereitung hatte die Wurst auch einen mehr oder weniger beachtlichen KH-Anteil!

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

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    am 03.10.2018 17:50:49 | IP (Hash): 1505651263
    Hallo Waterfall,
    wie schon gesagt, ich habe lediglich geschrieben, wie Verdauung funktioniert.
    Nur Kohlenhydrate = Zucker, Stärke = Mehrfachzucker lassen den Blutzucker ansteigen,
    ist bei allen Menschen gleich.

    Bei 2ern funktioniert allerdings die Insulinwirkung nicht wirklich gut.
    Vielleicht ist es ähnlich wie bei Skytower, wo das körpereigene Insulin eine Weile braucht, um zu wirken.
    Du hattest ja auch schon festgestellt, daß der 2 h-Wert durchaus niedriger war, als der 1 h-Wert.

    Ansonsten finde ich eure Mahlzeitzusammenstellung ganz gut, was Hauptbestandteile betrifft, ausgewogen.
    Kleiner Hinweis vom INSULINER: Gemüse wird eigentlich nicht berechnet.
    Ausnahme: Gekochte Hülsenfrüchte - Bohnen, Erbsen, Linsen - da wird die Stärke vor-aufgeschlossen.
    Persönlich meide ich Konserven, sondern lieber TK ohne Anrechnung.

    Wie gesagt, einzeln gemessene Messwerte sind nur punktuelle Momentaufnahmen, wo man sich so oder so nicht sicher sein kann.
    Vor dem Essen messen macht - nur - Sinn, um zu erkennen, bei welchen Wert beginnt man und welche Auswirkung hat das Essen - plädiere da eher für 2 h.

    Durchaus mal ab und zu messen, als Aufzeichnung mit zum Arzt nehmen, der dieses mit berücksichtigt, ob ein Medikament ggfs. verordnet wird.
    Bestimmung des HbA1c-Wertes ist wichtig.
    Zeigt an, wie sich der Blutzucker insgesamt auswirkt.
    Ist der Blutzucker insgesamt über viele Stunden (nicht kurzzeitig) zu hoch, lagert sich der Zucker an die roten Blutkörperchen an.
    Wie war denn der Ausgangswert, wurde schon nachkontrolliert, nach Ernährung beachten ?
    - vermutlicher Anlass ?

    Gruß Elfe

    @Skytower
    Genau: Teile deine positive Einstellung :-)
    Da das Metformin passt, wünsche ich dir noch viele Jahre ohne Insulin.
    Will da gar nicht drumrum reden, Insulin ist zumindest 'lästig' und außer Haus schwierig ~ als wäre man auf Droge (seltsames Verhalten von so Mitmenschen).

    Mit Erstdiagnose LADA und HbA1c von 8 (im weiteren Verlauf 3c) gab es für mich keine Option zum Insulin.
    LADA hieß bei mir, daß noch eigenes Insulin vorhanden war und aber auch Antikörper bestimmt wurden.
    Das eigene Immunsystem zerstört die eigenen insulinbildenen Zellen.
    Ausmaß und Menge mag da eine Rolle spielen, die wohl durchaus unterschiedlich sind.
    Ich selber habe sofort kurzwirkendes Mahlzeiteninsulin verschrieben bekommen, was durchaus ungewöhnlich ist, wie hier im Forum zu lesen ist.
    Basalinsulin zur Unterstützung ist da wohl geläufiger, nur 1 Spritze/d.

    Glaubhafte Laborwerte sprichst du an ~ wundere mich über deine Aussage 'Wert aus China' - per Postweg hingeschickt !?
    Vertraue da lieber auf hiesige Werte.
    Habe selber berufliche Kenntnisse in Messtechnik und weiß daraufhin, daß in der Diabetalogen-Praxis eine HPLC steht.
    Auch die ursächliche Blutprobe muss nach gewissen Regeln präpariert werden, entfällt wenn frische Probe sofort gemessen wird.

    Als Combi-Präparat nehme ich auch Calcium/D3 ein und B12 als Spritze notwendig, aufgrund anderer ärztlicher Befunde.
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    am 03.10.2018 18:18:53 | IP (Hash): 1815167532
    uuuups, dann waren wir der annahme und umstellung bzw meidung von zu vielem Fett wohl der falschen Annahme...

    wir verzichten nämlich weitgehendst auf fettreiche Mahlzeiten, bzw wenn es das mal gab, wie zb die Würste, oder die Pizza vom Italiener, versuchen wir immer einen Ausgleich mit Gemüse, wie Salate etc. Davon essen wir ziemlich viel auch.

    Achja, zu den Würsten gab es die Aufbackbrezen. Ich vermute dann lag da der Fehler??????

    Aber bei der Pizza erkenne ich keinen Fehler?! Trinken ausschliesslich Mineralwasser.

    aber gut zu wissen das wir auf Fettprodukte nicht allzusehr achten müssen. Also nur die KH? und die dürfen wieviel ungefähr betragen? Spielen Fette und Fettsäuren gar keine Rolle? Erst letztens musste ich ihm seinen geliebten Käse, 60 Prozent i.Tr. Fettgehalt auf 100 g = 29 g Fett ausreden, da ich immer der Auffassung war so wenig wie möglich an Fettanteilen.


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    am 03.10.2018 18:23:14 | IP (Hash): 1815167532
    PS: Er muss aber schon etwas auf Fettgehalt achten da er ja ein paar Kilos verlieren möchte.
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    am 03.10.2018 18:43:03 | IP (Hash): 13715773
    waterfall18 schrieb:
    aber gut zu wissen das wir auf Fettprodukte nicht allzusehr achten müssen. Also nur die KH? und die dürfen wieviel ungefähr betragen? Spielen Fette und Fettsäuren gar keine Rolle?

    Fett spielt für den BZ so gut wie keine Rolle. Eiweiß etwas mehr, aber immer noch viel weniger als die KH.

    Unter Beachtung der Gesamtkalorien ist es deshalb für uns Diabetiker sinnvoll, mehr Fett und weniger KH zu essen. Von Fett wird man nicht von Fett, sondern von den zu viel gegessenen Kalorien, egal ob die aus KH, Eiweiß oder Fett stammen.

    Typ2-Diabetiker machen häufig den Fehler, dass sie wegen dem BZ die KH und wegen den allgemeinen (veralteten) Ernährungsempfehlungen das Fett reduzieren wollen. Das Ergebnis ist dann eine Ernährung, die auf viel Verzicht hinaus läuft und unzufrieden macht. Wenn man versucht, die KH zu reduzieren, dann kann man die eingesparten Kalorien gut mit mehr Fett ausgleichen. Damit lassen sich sehr schmackhafte Mahlzeiten zusammen stellen, die deinen Mann bestimmt sehr zufrieden machen können.

    Wenn du die KH moderat reduzieren willst, dann wären 80...100g pro Tag eine gute Zielgröße.

    Alles Gute für deinen Mann, Rainer
    Bearbeitet von User am 04.10.2018 09:30:44. Grund: .
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  • Elfe

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    am 03.10.2018 18:56:37 | IP (Hash): 1505651263
    Hallo Waterfall,
    für BZ-Anstieg sind alleine die Kohlenhydrate verantwortlich - nicht Eiweiß, nicht Fett.

    Stimmt - Aufbackbrezeln = Laugenbrezeln können die Ursache sein.
    Sehen so harmlos aus, haben es aber als trockenes Getreideprodukt insich
    https://fddb.info/db/de/lebensmittel/baecker_laugenbrezel/

    Wie gesagt: Die Ernährungsempfehlungen bzgl. Fett für 2er beruhen auf Vermengung von BZ und Abnehmen zu müssen - nur in Kalorienbilanz ist Fett da zu sehen.
    Geliebter Käse ist durchaus erlaubt - schmeckt gut und macht satt, im Gegensatz zu so Halbfett-Zeugs.

    So Restaurant-üblichen Beigaben wie Brot und Butter widerstehen und auf Hauptmahlzeit warten.
    Verdauung dann beschäftigt mit langsamer Abgabe von Zucker ins Blut.
    Nachtisch dann durchaus möglich.

    Gruß Elfe
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    am 03.10.2018 21:59:53 | IP (Hash): 1241231678
    Elfe schrieb:
    Hallo Waterfall,
    für BZ-Anstieg sind alleine die Kohlenhydrate verantwortlich - nicht Eiweiß, nicht Fett.

    Stimmt - Aufbackbrezeln = Laugenbrezeln können die Ursache sein.
    Sehen so harmlos aus, haben es aber als trockenes Getreideprodukt insich
    https://fddb.info/db/de/lebensmittel/baecker_laugenbrezel/

    Wie gesagt: Die Ernährungsempfehlungen bzgl. Fett für 2er beruhen auf Vermengung von BZ und Abnehmen zu müssen - nur in Kalorienbilanz ist Fett da zu sehen.
    Geliebter Käse ist durchaus erlaubt - schmeckt gut und macht satt, im Gegensatz zu so Halbfett-Zeugs.

    So Restaurant-üblichen Beigaben wie Brot und Butter widerstehen und auf Hauptmahlzeit warten.
    Verdauung dann beschäftigt mit langsamer Abgabe von Zucker ins Blut.
    Nachtisch dann durchaus möglich.

    Gruß Elfe




    Dann beschäftige dich mal mit FPE-Berechnung.
    Der eine mehr, der andere weniger - selbst die handelsübliche BE ist eine "belegte BE". Mit Fett und Eiweiß!

    Bearbeitet von User am 03.10.2018 22:01:18. Grund: .
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    am 04.10.2018 02:27:42 | IP (Hash): 767726182
    @Waterfall

    Fett und Gemüse belastet mich so gut wie gar nicht. Käse auch nicht.
    Esse ich eine Brezel, ist der ganze Tag versaut. Egal, ob mit Butter oder ohne. Genauso Pizza, die hängt mir ewig nach. Und Reis. Reis ist das Schlimmste, was ich mir antun kann. Esse ich Reis und benutze dann das Fahrrad, geht der BZ-Wert natürlich runter. Beende ich das Fahrradfahren, geht er wieder hoch! Da messe ich dann zwei Spitzen. Das ist bei anderen Lebensmitteln nicht so.

    Durch Aufnahme von ca. 70g Kohlehydrate pro Tag, ohne Rücksicht auf die Fettmenge, habe ich mein Gewicht - natürlich mit Sport treiben - von 85kg auf 60kg reduziert. Den HbA1c von 17% auf 5,5%.
    Ich bin, was die Ernährung angeht möglicherweise zu extrem geworden. Ich meide 'verarbeitete' Lebensmittel.
    Selbst Obst belastet mich nicht wirklich. Höchstens für ca. 60 Minuten, was sich offensichtlich auf den HbA1c nicht auswirkt.

    @Elfe

    LOL, nein, nicht nach China gesandt. Ich lebe in China. Alle 3 Monate werden die Werte in China ermittelt und alle 6 Monate in Deutschland und ein paar Tage später wieder in China. So kann ich vergleichen, ob beide Labore denselben HbA1c ermitteln (+/- 0,2% in der Regel).

    Allgemein kann man sagen, dass ich lernen musste 'Was für den einen Diabetiker gilt, kann bei mir nicht zutreffen'. Also habe ich gemessen, ausgewertet und angepasst. Über Monate hinweg, immer und immer wieder. Es hat sich gelohnt.

    @Waterfall Ich persönlich mag das FreeStyle Libre nicht. Bei mir hat es ständig Unterzucker angezeigt. Aber, wenn man als Neuling die Kurvenverläufe nach den Mahlzeiten kennenlernen will, dann mag es vielleicht hilfreich sein. Man darf nur die Beträge nicht überbewerten.

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

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    am 04.10.2018 02:42:48 | IP (Hash): 767726182
    waterfall18 schrieb:
    uuuups, dann waren wir der annahme und umstellung bzw meidung von zu vielem Fett wohl der falschen Annahme...

    wir verzichten nämlich weitgehendst auf fettreiche Mahlzeiten, bzw wenn es das mal gab, wie zb die Würste, oder die Pizza vom Italiener, versuchen wir immer einen Ausgleich mit Gemüse, wie Salate etc. Davon essen wir ziemlich viel auch.

    Achja, zu den Würsten gab es die Aufbackbrezen. Ich vermute dann lag da der Fehler??????

    Aber bei der Pizza erkenne ich keinen Fehler?! Trinken ausschliesslich Mineralwasser.

    aber gut zu wissen das wir auf Fettprodukte nicht allzusehr achten müssen. Also nur die KH? und die dürfen wieviel ungefähr betragen? Spielen Fette und Fettsäuren gar keine Rolle? Erst letztens musste ich ihm seinen geliebten Käse, 60 Prozent i.Tr. Fettgehalt auf 100 g = 29 g Fett ausreden, da ich immer der Auffassung war so wenig wie möglich an Fettanteilen.





    Zu beginn, und da seid ihr ja offensichtlich, zählt mal die Kohlehydrate. Dazu braucht es vielleicht auch eine kleine Taschenwaage, welche im 5g Bereich auflöst. Ich habe das so gemacht. Auf fast allem, was Du verpackt kaufst stehen die KH/100g drauf. Obst und Gemüse kannst Du im Internet nachschlagen.
    Sogenannte 'light' Produkte würde ich meiden! Vergleich doch mal die KH Menge auf einem 'normalen' , mit der Angabe auf einem fettarmen Yoghurt. Du wirst feststellen, dass der fettarme eher mehr KH enthält. Ich mache Yoghurt mittlerweile selbst. Durch die verwendete Milch kann ich somit Fett- und KH-Gehalt selbst festlegen.

    Im Restaurant versagt dieses System aber oft. Neulich habe ich bei Siemens in Shanghai in der Küche gearbeitet - der Koch warf Riesenmengen an Zucker ins Gemüse.

    Wasser ist bei mir auch so ein Thema. Lacht mich aus - aber warmes Wasser, ohne Kohlensäure, ist für mich das allerbeste. In China natürlich dann den ganzen Tag auch Tee. Grün, weiss, braun, schwarz - wie auch immer. Nur morgens, da trinke ich 1,2l schwarzen Kaffee.

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!

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    am 04.10.2018 06:13:16 | IP (Hash): 1382502717
    waterfall18 schrieb:
    Achja, zu den Würsten gab es die Aufbackbrezen. [...]

    Wunderbar, damit ist das Würstchen-Rätsel gelöst. Dann kam der größte Teil des BZ-Anstieges von der Brezen.

    waterfall18 schrieb:
    Aber bei der Pizza erkenne ich keinen Fehler?!

    Okay, der Hauptbestandteil der Brezen ist Getreidemehl und das enthält nun mal viel Stärke und somit KH. Preisfrage: Woraus besteht der Pizzaboden? Eben! Mal abgesehen davon, dass heute gern vieles gezuckert und/oder mit Stärke gebunden wird, von dem man es eher nicht vermutet z. B. Tomatensaucen.

    Mein Vorschlag: Investiert etwas Zeit und durchforstet mal ein paar Nährstofftabellen auf den KH-Anteil verschiedener Nahrungsmittel, die ihr gern verwendet. Da kann man schon nette Überraschungen erleben. Alle Welt schimpft z. B. auf Cola, weil die ja sooo unendlich viel Zucker enthält. Okay, stimmt, 100 ml Cola enthalten ca. 10 g Kohlenhydrate. Aber die gleiche Menge Fruchtjoghurt enthält meistens deutlich mehr, nämlich je nach Sorte und Hersteller etwa 12 - 15 g.
    Bearbeitet von User am 04.10.2018 06:18:23. Grund: Korrektur
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    am 04.10.2018 08:52:35 | IP (Hash): 623838521
    Hier gehen T1 und T2 wieder munter durcheinander. T1 fehlt nur Insulin. T2 setzt davon im Stadium wie hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr viel mehr um, als der selbe Mensch bei gleichem Essen und gesundem BZ-Verlauf brauchen und umsetzen würde. Nur lässt die T2-gestörte Lebersteuerung sehr viel mehr Glukose raus als gebraucht wird. Und wieviel zuviel die jeweils ohne und dann mit welchem Futterinput rauslässt, ist nun mal häufig sehr variabel und mit exakter Gramm-Berechnung kaum zu zwingen. Da hilft nur systematische Beobachtung und Buchführung, also einfaches Beispiel:
    Morgen zum Frühstück die gewohnten 3 Scheiben vom gewohnten Brot und ne Stunde danach schauen, wie hoch der BZ geklettert ist. Wenn sehr viel höher als gewollt, übermorgen halt nur 2 Scheiben vom selben Brot, und wenn damit der BZ auch noch sehr viel höher als gewollt ansteigt, halt am Sonntag der Versuch mit nur einer Scheibe vom selben Brot.
    Dabei muss nicht unbedingt gehungert werden, denn wenn die Spitze mit 1 Scheibe passt und mit 2 zu hoch ist, kann man auch erst 1 Scheibe essen und ne Stunde weiter die 2. und in aller Regel beobachten, dass dann ne Stunde nach der 2. die Spitze kaum höher ansteigt, als wenn nur 1 Scheibe gegessen worden wäre.


    ----------------------------------------------
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  • Elfe

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    am 04.10.2018 18:41:57 | IP (Hash): 1505651263
    TypEinser schrieb:
    Elfe schrieb:
    Hallo Waterfall,
    für BZ-Anstieg sind alleine die Kohlenhydrate verantwortlich - nicht Eiweiß, nicht Fett. ...


    Dann beschäftige dich mal mit FPE-Berechnung.
    Der eine mehr, der andere weniger - selbst die handelsübliche BE ist eine "belegte BE". Mit Fett und Eiweiß!


    Mit FPE-Berechnung habe ich mich beschäftigt, keine Sorge.
    Und ist eine Bestätigung, für das, was ich oben geschrieben habe.

    Vom Arzt habe ich ein Arbeitsblatt (Typ 1 für Fortgeschrittene) bekommen.
    Der Grund, warum INSULINER FPEs beachten sollen, ist
    "wegen der 4-8 Stunden dauerenden Verdauung von fettem Essen sind langsamere Strategien notwendig"
    - um die Wirkung des schnellen Mahlzeiteninsulins zu verlängern !
    1 FPE braucht kein extra Insulin, 2 FPE brauchen Extrainsulin und der Bolus muss 4 h wirken, 3 FPE … 5 h, über 4 FPE … 8 h.
    Besprochen wurde bei mir: Extrazuschlag 1 FPE ~ 1 BE, aber wg. Hypos erst ab 4 FPEs berücksichtigten zur Hälfte - bei 6 FPEs nur 1 Zusatzeinheit.

    FPE = 11 g Fett oder 25 g Eiweiß
    Angegeben ist hier ein Wert von 4,5 FPEs für 1 Pizza (24 cm).

    hjt_Jürgen schrieb:
    Hier gehen T1 und T2 wieder munter durcheinander. T1 fehlt nur Insulin. T2 setzt davon im Stadium wie hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr viel mehr um, als der selbe Mensch bei gleichem Essen und gesundem BZ-Verlauf brauchen und umsetzen würde. Nur lässt die T2-gestörte Lebersteuerung sehr viel mehr Glukose raus als gebraucht wird. Und wieviel zuviel die jeweils ohne und dann mit welchem Futterinput rauslässt, ist nun mal häufig sehr variabel und mit exakter Gramm-Berechnung kaum zu zwingen. Da hilft nur systematische Beobachtung und Buchführung, also einfaches Beispiel:
    Morgen zum Frühstück die gewohnten 3 Scheiben vom gewohnten Brot und ne Stunde danach schauen, wie hoch der BZ geklettert ist. Wenn sehr viel höher als gewollt, übermorgen halt nur 2 Scheiben vom selben Brot, …


    Teile diese 2er-These nicht zur Glukoseausschüttung, schon gar nicht bei Essen.
    Gründe sind: Das eigene Insulin wirkt nicht ausreichend, oder bereits wird zuwenig Insulin produziert
    https://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2/ursachen

    Auf jeden Fall sollte der Blutzuckerverlauf möglichst gleichmäßig verlaufen mit gut abgestimmten Mahlzeiten, Kohlenhydrate nicht pur, sondern flankiert durch andere Bestandteile wie Eiweiß und/oder Fett, Belaststoffe nicht zu vergessen.

    Diese vorgeschlagene 'systematische' Beobachtung hat ihre Tücken.
    Mit dem Hormonhaushalt finden nach andere Vorgänge im biologischen Organismus statt, die den BZ beeinflussen können.
    Mein Werkstagsmüsli zeigt jedenfalls Ausschläge von 100 (Zielwert) bis zu 180 (2 Korrektureinheiten).
    So eine Faustregel vom Arzt ist, drei Tage beobachten und dann anpassen.
    Nix für Ungeduldige ;-)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 04.10.2018 19:12:34 | IP (Hash): 1136329760
    Liebe Elfe,

    lass Deine Thesen Mal keinen hören, der FPE genau berechnen muss...

    Dein LADA hilft Dir offensichtlich noch so gut - und hoffe auch noch lange.
  • Elfe

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    am 04.10.2018 19:39:26 | IP (Hash): 1505651263
    Irrtum, nicht 'meine These', habe aus Diabetologen-Arbeitsblatt zitiert.
    Kann ja auch jeder selbst feststellen, daß FPE-Mahlzeiten nicht unbedingt zum Bolus passen.
    Mein sehr unrühmliches Beispiel: Steak und Pommes.
    Pommes entsprechend gespitzt ~ gerade noch so nach Hause geschafft per Hypo.
    Halbe Nacht mit Traubenzuckergaben verbracht, um später die hohen Blutzuckerwerte wieder runterspritzen zu müssen.
    Grund: Mahlzeiteninsulin wirkt - Kohlenhydrate noch nicht als BZ da. Zucker im Blutkreislauf, Menge Insulin schon weg, ZusatzKHs wegspritzen.

    Im übrigen habe ich geschrieben, daß ich persönlich mit besonderer Insulinempfindlichkeit erst ab 4 FPEs vorsichtig handeln soll.
    Mag bei dir ganz anders sein, zumal ich bei dir von einer anderen Konstitution ausgehe:
    Männlich, paar 10te Kilos mehr an Gewicht u.a.m.

    Bin schon längst kein LADA mehr, hättest du lesen können, sondern 3c = Komplettausfall der Bauchspeicheldrüse, da sind die paar Antikörper echt nicht relevant.
    Zusätzlich zum Insulin muss ich noch für je 10 g Fett eine Fettverdauungsenzymkapsel einnehmen.
    Muss also Ernährung besonders abstimmen.
    Bearbeitet von User am 04.10.2018 19:42:58. Grund: Ergänzung
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    am 04.10.2018 20:15:11 | IP (Hash): 1136329760
    Elfe,

    Du bleibst also dabei:
    "Nur Kohlenhydrate erhöhen den BZ"?

    Na dann.
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    am 04.10.2018 22:02:53 | IP (Hash): 623838521
    Elfe schrieb:
    Teile diese 2er-These nicht zur Glukoseausschüttung, schon gar nicht bei Essen.
    Gründe sind: Das eigene Insulin wirkt nicht ausreichend, oder bereits wird zuwenig Insulin produziert
    https://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2/ursachen


    In Deinem Link steht völlig schwacher Sinn, denn darin fehlt das zentrale Stoffwechselorgan Leber völlig. Denn
    NICHTS aus dem Darm gelangt direkt in den Körperumlauf, sondern
    ALLES daraus gelangt via Pfortader ZUERST in die Leber, auch
    ALLES Insulin aus der eigenen Produktion.

    Es stimmt zwar, dass die peripheren Zellen insgesamt eine ganze Menge Glukose gespeichert halten, aber im Tagesverlauf sind die in aller Regel gut gefüllt und nicht für zusätzliche Portionen vom Essen aufnahmefähig.
    Der einzige Speicher im Körper, der innerhalb weniger Minuten große Mengen an Glukose aufnehmen und dann bedarfsabhängig wieder abgeben kann, steckt in der Leber.

    Und das Insulin gelangt alles zuerst in die Leber in mehrzehnerfacher Konzentration, als anschließend daraus in den Ganzkörper-Umlauf, ebenso wie die Glukose. Nur im Gegensatz zur Glukose hat Insulin im Blut nur eine Halbwertzeit von weniger als 5 Minuten. Und das bedeutet, dass ein sehr großer Teil der Wirkung des eigenen Insulins überhaupt nicht über die Leber hinaus gelangt, sondern darin für die Glukose-/Glykogen-Speicherung und für die Umwandlung von Glukose zu Fett/Triglyzeriden verbraucht wird.

    Und von beiden gibt die Leber mit gesunder Steuerung nur fortlaufend so viel aus, wie für die Versorgung des Organismus bei gesundem Blutzucker gebraucht wird.
    Mit T1 geht das nicht, weil dem das Insulin fehlt.
    Mit T2 geht das nicht, weil die Steuerung defekt ist und die Leber damit sehr viel mehr Glukose und Insulin ausgibt, als gebraucht wird. Und dabei passen halt die Mengen nicht mehr für den gesunden Ausgleich zusammen.

    Wie unzutreffend die Geschichte mit der verminderten Insulinwirkung ist, kannst Du innerhalb einer Woche nach der weit überwiegenden Zahl der bariatrischen OPs bei adipösen T2 sehen oder auch ohne OP mit entsprechend wenig Essen, wenn dann noch völlig ohne jede Veränderung an den peripheren Zellen Glukose und Insulin und BZ ohne Medikamente in den gesunden Rahmen schalten.

    ----------------------------------------------
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    am 05.10.2018 01:04:51 | IP (Hash): 982484924
    hjt_Jürgen schrieb:
    Elfe schrieb:

    NICHTS aus dem Darm gelangt direkt in den Körperumlauf, sondern
    ALLES daraus gelangt via Pfortader ZUERST in die Leber, auch



    Hallo Jürgen,

    als ich meinen Diabetologen in D nach der exakten Wirkung des Metformin fragte, da kam als 1 Wirkung:

    es vermindert die Glukoseaufnahme durch den Dünndarm ins Blut.
    Als weitere Wirkungen wurde genannt:
    Verminderung der Glukoseausschüttung durch die Leber
    Verbesserung der Insulinsensitivität

    Ich weiß, dass im Internet viel Mist steht, aber diese 3 Wirkungen werden überall genannt, wenigstens da wo ich es gefunden habe.

    Aufgrund welcher Berichte / Untersuchungen widersprichst Du der Aussage bzgl. der direkten Glukoseaufnahme durch den Dünndarm ins Blut?

    Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!


  • Elfe

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    am 05.10.2018 02:05:25 | IP (Hash): 1505651263
    @TypEinser
    bleibe dabei, nur Kohlenhydrate erhöhen den BZ, Eiweiß und Fett nicht.
    Per Molekularstruktur im Abbau gar nicht möglich.

    @Jürgen
    Dein Lieblingsthema Leber stimmt so nicht.
    Insulin wird übrigens in der Bauchspeicheldrüse gebildet.
    Klar, mein Link ist Schwachsinn,
    genauso wie die Medikamentenentwickler, die Insulinwirkung/Insulinausschüttung unterstützen.
    Wie willst du aktuelle Anfrage erklären, daß trotz Magenbypass-OP weitere Medikamente nötig sind ?
    Wie willst du erklären, daß du als 2er mittlerweile zwei Insuline brauchst ?

    Finde dieses Ausufern einzelner Forumsteilnehmer in Grundsatzüberzeugungen zur Fragestellerin nicht zielführend.
    Erfahrungen bitte zur eigenen Diabetesbehandlung
    Meint Elfe
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    am 05.10.2018 05:21:38 | IP (Hash): 1136329760
    Liebe Elfe!

    Etliche Leute berichten über das Phänomen Kaffee = BZ-Anstieg. Kenne ich auch, ist das Zeug stark genug kletter ich 40 mg rauf.
    Dann gibt es die gluconeogenese. Eine nette Nummer, hast Du nicht auf dem Schirm...

    Arbeitsblätter vom Doc sind toll, Erfahrungen rund ums Insulin sind besser.

    Hab selbst bei einem 5jährigen einen BZ-Anstieg nach einer roten Paprika per CGM sehen können...
    Bearbeitet von User am 05.10.2018 05:22:47. Grund: .
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    am 05.10.2018 09:05:47 | IP (Hash): 674957599
    skytower schrieb:
    Aufgrund welcher Berichte / Untersuchungen widersprichst Du der Aussage bzgl. der direkten Glukoseaufnahme durch den Dünndarm ins Blut?


    Aufgrund der Tatsache, das alle Blutwege aus allen Verdauungsorganen in der Pfortader gesammelt werden und in die Leber münden. Es gibt auch kein großes Blutgefäß, das durch die Leber hindurch führt, sondern alles, was da rein geht, wird zuerst da drin verarbeitet und erst nach dem Durchgang durch die feinen Strukturen des Organs wieder in größeren Pipelines in den Organismus geleitet.

    Ist aber kein Widerspruch zum möglichen verzögerten Übergang vom Dünndarm ins Blut, denn ohne ins Blut käme da ja auch nix in die Leber ;)

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    Bearbeitet von User am 05.10.2018 09:07:11. Grund: Ergänzung
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    am 05.10.2018 09:22:33 | IP (Hash): 1921456990
    Auch wenn wir hier gerade einen fremden Thread schreddern, ist eh zu spät...

    Wenn ich alles glauben würde, was ich jemals in Schulungen gelernt habe...

    Mal das Beispiel Gemüse (ohne Hülsenfrüchte, Mais - sonst wird`s zu unübersichtlich):
    1980: Gemüse ist grammgenau abzuwiegen und zu berechnen
    1990: Gemüse bis 150/200g(weiß ich nicht mehr so genau) muss nicht berechnet
    werden. Alles darüber schon...
    1995: Gemüse muss (mit Ausnahmen) überhaupt nicht berechnet werden

    Realität: Gemüse enthält verwertbare Kohlenhydrate, die den Blutzucker beeinflussen. (Eine ganze rote Paprika ist ungefähr eine BE und wirkt auch genau so.)

    Esse ich Gemüse immer zusammen mit Reis, Nudel, Kartoffeln, ... fällt der Anstieg durch das Gemüse aber gar nicht so auf bzw. ist einfach mit im Faktor drin. Esse ich eine Mahlzeit nur aus dem angeblich kohlenhydratfreien Gemüse - lasse also den Bolus weg -, ist plötzlich ein deutlicher Anstieg messbar....

    Ähnlich verhält es sich mit Eiweiß/Fett. Bei einer gemischten Mahlzeit aus Kohlehydraten, Eiweiß und Fett, ist das Insulin für Eiweiß und Fett über den Faktor weitestgehend mit abgedeckt. Den Rest erledigt das Basalinsulin. Bei einer reinen Fleischmahlzeit (igitt) - wieder ohne Bolus - wäre ein Anstieg über mehrere Stunden sichtbar.

    Diese Dinge sieht man aber nicht mit den 6 Messungen, die die Krankenkassen den meisten von uns maximal zugestehen...
    Ich bin mir sicher, durch die zunehmende Verbreitung von FGM/CGM wird es in der Zukunft wieder neue "Regeln" geben, was wie zu berechnen und zu insulinieren ist.
    Und wisst ihr was: Ist mir total egal, weil ich verlasse mit schon seit sehr vielen Jahren nur noch auf mein eigenes durch meine eigenen Erfahrungen untermauertes Wissen. Schulungen, zu denen man mich alle paar Jahre mal nötigt, lassen ich mit einen leicht bösartigen Grinsen über mich ergehen...
    Diese Schulungen sind ALLE mehr oder weniger für Anfänger, die noch nicht ausreichend eigene Erfahrungen sammeln konnten, oder Menschen, die geistig nicht in der Lage sind, aus ihren Erfahrungen eine gute Therapie zu entwickeln. Und für diese Gruppen sind sie auch gut und sinnvoll und vermeiden böse Pannen...

    Das Beispiel mit Steak mit Pommes hinkt übrigens:
    Die KH der Pommes wurde durch Fett ausgebremst, richtig. Das hat `ne Hypo verursacht, weil das Insulin schneller war, evtl. richtig. Aber ab diesem Punkt kann man doch keine Rückschlüsse vom Verlauf auf die ursprüngliche Mahlzeit mehr treffen. Was von dem folgenden Anstieg der Traubenzucker, eine Gegenregulation, die später wirksamen KH der Pommes und was das Eiweiß des Steaks war, ist doch völlig unklar.
    Bearbeitet von User am 05.10.2018 09:28:54. Grund: .
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    am 05.10.2018 10:04:32 | IP (Hash): 674957599
    Dann man weiter Schreddern:

    Seit ich vor 10 oder so Jahren in eigener Regie meinen BZ-Verlauf von ärztlich eingestellten HBA1c 7und auf 5und und damit meinen Insulinbedarf um etwa 30% gesenkt hab, bei unverändertem Essen, hat mir niemand mehr eine Schulung angeboten.

    Klar gabs da ärztliches Dummquatsch von Erkaufen mit vielen Hypos - hatte mit niedrigerem 1c sehr viel weniger als vorher - und von höherer Insulinempfindlichkeit - hab aber da noch munter das eine oder andere Kilo zugenommen und die damit nach der ärztlichen Schulmeinung doch deutlich verringert???


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    am 05.10.2018 11:10:55 | IP (Hash): 1361018897
    Guten Morgen @ all,

    irgendwie sind wir an dem Thema vorbeigerutscht, lach. Und wir können auch nicht wirklich mitreden, was das Berechnungen von Mahlzeiten angeht usw. Wir haben lediglich an der Ernährung geschraubt, und fahren im Grossen und Ganzen ganz gut damit. Aber ich finde das Thema immer noch ein kleines Rätsel in sich, wenn wir zb feststellen, das die gleiche Mahlzeit von Mittag zu Abend enorm grossen Unterschied machte von der Messung. Sowas ist zb für uns nicht erklärbar.

    Auch wenn das Thema Fett/Blutzucker umstritten ist, so achten wir trotzdem etwas darauf, nicht zuletzt wegen seinem Gewicht.

    Und das mit dem "Fastfood" sprich Pizza, lag dann wirklich an dem Bodenbelag. Wobei: da er ab und an mal etwas nascht, habe ich ihm Müsliriegel gekauft, ohne Zuckerzusatz, schmecken trotzdem süss aufgrund Naturzucker. Und diese bestanden zb aus Getreide, Vollkorn, etc. Aber ich las auch Weizenmehl, in Form von Vollkorn Weizenflocken. Der knapp ein Stunden Wert danach belief sich aber nur auf 133.

    Es ist erstmal wieder beruhigend, dass die Werte sich wieder normalisiert haben. Bisher seit Juli konnten wir so hohe Werte von 170 bis 200 insgesamt 5 mal feststellen. Ich hoffe der LZ Wert sieht gut/besser aus, trotz manchmal dieser Spitzen.

    Und ja das kann ich auch so bestätigen mit den Gemüsebeigaben zum Ausbalancieren, so wie ich das immer nenne. Wir achten zwar auf Gemüse, insbesondere auf Paprika nicht darauf, und schneiden die in vielen Gerichten auch rein. Aber ich gehe zb auch an die Sache so ran, dass wenn ich zb mal Fleisch koche, wo ich etwas Bedenken habe, weil vllt Schwein statt Rind, oder auch einfach allgemein, mache ich reichlich Gemüse dazu, quer durch den Garten am besten. Aber ich habe da jetzt noch nie darauf geachtet auf diesen Index.

    Nur der Nüchternwert ist immer noch bedenklich, schwankt zw 135 bis 145. Der ging nie weiter hoch aber auch nie unter 130.

    ist es schlimm, wenn die Werte ansich gut sind, aber der Nüchternwert nicht? Das wird den LZ Wert später auch beeinflussen oder ? Dann muss er wohl doch Medis nehmen, auch wenn es nur den Nüchternwert betrifft?

    wünsche euch allen noch ein schönes WE, LG


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    am 05.10.2018 11:32:30 | IP (Hash): 1176515172
    waterfall18 schrieb:
    Dann muss er wohl doch Medis nehmen, auch wenn es nur den Nüchternwert betrifft?

    Sehr wahrscheinlich: ja.

    Wenn die Nüchternwerte noch nicht weiter runter gegangen sind, obwohl ihr schon eine ganze Weile gut auf die Ernährung achtet, (gelegentliche Ausreißer machen fast nichts aus,) dann ist nicht mehr mit einer weiteren Normalisierung ohne medikamentöse Unterstützung zu rechnen. Darauf sollte sich dein Mann jetzt einstellen und lieber auch nicht mehr allzu lange mit der Hinzunahme eines Medikaments warten.

    Entscheiden wird das natürlich sein Arzt, aber er sollte auf diese Variante vorbereitet sein.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    am 05.10.2018 12:16:41 | IP (Hash): 674957599
    Wenn es nur darum geht, möglichst lange mögliche Folgen von zu hohem Blutzucker zu vermeiden, seid Ihr voll in der richtigen Spur. Die reicht je nach Alter bis HBA1c 7-8. Dafür reicht nüchtern/vor dem Essen unter 140mg/dl. Und ja, je nach dem, was man dann zusammen mit dem Arzt entscheidet, kann man nach und nach mit Medis dafür sorgen, dass der Blutzucker in dem Rahmen bleibt.

    Beim Prädiabetes und Typ2 haben wir aber darüber hinaus in den ersten Jahren die gute Möglichkeit, den Defekt ohne Medikamente wieder so weit zurück zu drehen, dass auch der Nüchternzucker wieder im völlig gesunden Rahmen gemessen werden kann. Zusätzlich dazu kann dann häufig auch eine Normalisierung der Blutfette und des Blutdrucks beobachtet werden. Wenn Euch das interessiert, wäre hier ein guter Informations-/Lese-Anfang https://www.leberfasten.com/leberfasten-konzept/leber/

    Persönlich habe ich das vor 5 Jahren in eigener Regie und mit ganz normalem Essen - halt in den entsprechend geringen Mengen - gemacht und meinen Insulinbedarf halbiert. Und ich bin der festen überzeugung, dass ich heute noch kein Medikament für meinen gesunden Blutzucker bräuchte, wenn ich das schon zu meiner Diagnose in 1991 oder in den folgenden Jahren gekannt und gemacht hätte.

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    am 05.10.2018 12:27:07 | IP (Hash): 1361018897
    jetzt bin ich etwas irritiert: sein Nüchternwert ist noch akzeptabel wenn er sich von 130 bis 140 bewegt ( laut Messgerät), oder er sollte bald anfangen Medikamente zu nehmen? ich lese gerade zwei verschiedene Meinungen?

    Einen Termin hat er erst ab dem 20.10. denn da lässt sich der LZ Wert der letzten Monate ermitteln.

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    am 05.10.2018 12:56:49 | IP (Hash): 674957599
    Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.

    Gesund sind nüchtern max 90-100mg/dl. Die meisten gesunden Menschen in meinen Umfeldern haben weniger.

    Als diabetisch gesund behandelt gilt ein junger Mensch mit Diabetes, wenn er so eingestellt ist, dass er nüchtern und vor den Mahlzeiten 80-120 misst und in der Spitze nach dem Essen unter 200.
    Allgemein und besonders bei älteren gilt statt der 80-100 halt 100-140 und in der Spitze nach dem Essen keine Begrenzung und da auch häufig schon mal an 300.

    Aus der Erfahrung mit Typ2 sehe ich, dass der Zucker in weniger Jahren immer höher ansteigt und immer mehr Medikation braucht, je höhere Werte man in den ersten Jahren zulässt. Mit etwas Medikation also näher an oder vielleicht sogar unter 100 kann also dafür gesorgt werden, dass längere Zeit nur dieses bisschen Medikation ausreicht

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    am 05.10.2018 18:19:08 | IP (Hash): 1361018897
    ok, also mein mann ist 47 Jahre alt, gilt dann die Regel nüchtern 100 bis 140, in der er sich immer befindet? Nach dem Essen hatte er nie wieder über 200, bzw vllt am Anfang der Protokolle.

    das man als Diabetiker sich nicht (mehr) an die gesunden Werten messen kann, wissen wir. Doch wir glauben nicht das er schon Diabetiker ist, bzw erst diese Vorstufe hat. Aber trotzdem werden dann wohl die Diabetikermessrichtlinien gelten, oder ?

    Danke nochmal für die vielen aufschlussreichen Antworten und Beiträge, schönes Wochenende

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    am 05.10.2018 19:32:26 | IP (Hash): 674957599
    Naja, einer der Diagnose Grenzwerte ist der morgendliche Nüchternwert, für Prädiabetes über 100 und für Diabetes über 125mg/dl. Natürlich mit dem Gerät beim Arzt, aber auch da reicht für die Diagnose, wenn einer der Grenzwerte öfter überschritten wird.

    Und jedem Prädiabetes- und Typ2-Anfänger mit 47 würde ich immer den Versuch zur Remission empfehlen, zu dem ich Dir oben schon mal den Link rausgesucht hatte.
    Remission bedeutet gesunden Blutzucker ohne Medikamente mit dem entsprechenden Verhalten. Also keine Heilung, auch wenn davon gerne und häufig geschrieben wird, denn für den gesunden Blutzucker muss man sich passend verhalten, und wenn man Pech hat, kann der Blutzucker trotzdem nach einigen Jahren wieder ungesund ansteigen und Zuckermedis erfordern. Aber die Jahre bis dahin sind ein deutlicher Gewinn, und von bis zu 10 mit so gesunder Remission wird immer häufiger berichtet.

    Die Schulmedizin steht der systematischen Behandlung zur Remission noch mehr oder weniger reserviert gegenüber. Lästermäuler sagen, weil sich mit weniger Medikamenten weniger Geld verdienen lässt. Aber trotz der vielen positiven Beispiele fehlt bislang noch der Beweis einer großen Studie. Der wird gerade über 5 Jahre mit mehreren tausend TeilnehmerInnen in GB erarbeitet, und erste Zwischenergebnisse sprechen recht deutlich für die Remission.
    Trotzdem wartet die Fachärzteschaft erst einmal das Gesamtergebnis ab. Und wenn da der Abschlussbericht einige Jahre nach Studienende für die Remission spricht, muss dann erst einmal ein Programm erarbeitet und die Ärzte darin geschult werden. Und dann ist Dein Mann 57 oder 60, und der Doktor sagt: Wenn sie heute neu zu mir kämen, würde ich...

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    Bearbeitet von User am 05.10.2018 19:33:49. Grund: Ergänzung