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ist der ein stunden wert bedeutender als der zweistündige?
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am 23.09.2018 12:48:16 | IP (Hash): 87841062
Das klingt sehr gut, eigentlich hätten sich da die Nüchternwerte langfristig auch verbessern müssen. Allerdings kann jeder Diabetes auch seine Eigenheiten haben.
Nehmt auf jeden Fall die Messprotokolle mit zum Arzt. Das hilft bestimmt dabei, eine sinnvolle Therapie zu finden.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen. -
am 30.09.2018 23:20:17 | IP (Hash): 1815167532
hallo,
ich melde mich wieder, da mich das thema nun doch wieder einmal etwas verwirrt hat.
ich habe auf einer diabetikerseite gelesen, dass bei einem gesunden Menschen 1, 5 bis 2 Stunden nach dem Essen der BZ maximal 160 betragen darf.
Weiter unten heisst es, laut den Leitlinien der deutschen Diabetes Gesellschaft, dass 2 Stunden DANACH bis zu 140 normal seien, und 140 bis 200 verdächtig seien, und über 200 Diabetes sind.
Nun misst mein Mann ja immer nach 1 Stunde schon. Und seit gestern geht er nach dem Abendessen nach einer Stunde immer höher, als es sonst der Fall war. Zb. vor dem Abendessen 140, und eine Stunde danach 163.
ABER weitere 3Stunden, sprich vor dem Schlafengehen dann, waren es nur noch 117.
Heute zb vor dem Abendessen 91 . Das war einmal seit Juli der Fall, 1 Stunde danach 176.
Dann hatte er die Idee, nochmal nach einer weiteren Stunde zu messen, da betrug er immer noch 153.
Das sind wieder schlechte Werte, oder? Ich weiss nicht woran man sich da nun richten muss?! überall gibt es andere Leitlinien wie es mir erscheint. Oder wäre vielleicht der 2 Stunden Wert besser bei ihm zu messen?
Ich verstehe nicht woher die höheren Werte nun rühren. Haben nichts seit der Ernährungsumstellung geändert, im Gegenteil sogar noch Kleinigkeiten verbessert.
Vieleicht mag mir nochmal jemand etwas dazu schreiben, insbesondere zu diesen Leitlinien, wonach man sich da nun richten muss. Das kann doch nicht individuell sein.
Seid nicht böse mit mir, bzw uns, auch wenn es vllt (wieder einmal) blöd gefragt erscheinen mag.
LG -
am 01.10.2018 15:56:14 | IP (Hash): 56594732
waterfall18 schrieb:
Vieleicht mag mir nochmal jemand etwas dazu schreiben, insbesondere zu diesen Leitlinien, wonach man sich da nun richten muss.
So groß ist der Unterschied zwischen 140 und 160 nicht. Bitte bedenke, dass die sog. Blutzuckermessgeräte für die Heimanwendung nicht wirklich genau arbeiten. Erlaubt sind, verkürzt gesagt, Abweichungen bis zu 15 % vom tatsächlichen Wert. Echte 150 können also sowohl als 170 als auch als 130 angezeigt werden. Kleines Beispiel aus der Praxis? Ich habe mal aus Spaß mit drei verschiedenen Messgeräten aus dem _selben_ Blutstropfen gemessen. Angezeigte Werte: 106, 116 und 130. -
am 01.10.2018 23:34:35 | IP (Hash): 183638859
Lass mich mal nach meinen Kenntnisstand und meinen eigenen Erfahrungen antworten.
Insulin wird in 2 Wellen 'freigesetzt'. Die erste Welle direkt nach dem ersten Bissen. Dabei handelt es sich um gespeichertes Insulin. Die Leber sollte jetzt aufhören, Glukose auszuschütten.
Danach kommt die zweite Welle, Insulin welches direkt produziert wird.
Diabetes kann sehr viele verschiedene Ursachen haben! Bei mir funktioniert z.B. die erste Welle nicht. Das merke ich daran, dass der Messwert in der ersten Stunde hoch schießt und in der 2. Stunde kaum niedriger ist.
Seit ich meine Essgewohnheiten diesem Messergebnis angepasst habe, kann ich trotzdem sehr gute Werte fahren. Wie? Ich beginne alle Mahlzeiten mit niedrigen Kohlehydraten und erst nach ca. 20 Minuten esse ich dann kohlehydrathaltige Dinge.
Man sollte nicht sagen, der eine oder andere Stundenwert ist wichtiger - um auszuwerten braucht man beide oder besser drei. Direkt vor dem Essen, 1 und 2 Stunden danach. Just my humble opinion.
Mein Messgerät nehme ich alle 3 Monate mit zum Arzt, nehme aus dem selben Blut und vergleiche mit dem Praxis und Laborwert. Da gibt es auch keinen Grund zu rätseln, wie genau es wohl anzeigt.
Letzter Vergleich:
Ich 5,6mmol/l - Labor 5,6mmol/l - Praxis 6,4mmol/l
Was habe ich gelacht..................
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 02.10.2018 16:56:43 | IP (Hash): 1505651263
Hallo Skytower,
sehe das so wie du, daß man nicht unbedingt nach bestimmten Zeitvorgaben messen sollte, sondern je nach Essen angepasst - kann sogar wesentlich früher sein als 0,5 h oder auch wesentlich später nach 3 h … .
Sage dies allerdings aus 1er-INSULINER Sicht mit null-komma-nix eigenem Insulin.
Verdauung ist dennoch vergleichbar.
Flüssiges Zuckergetränk oder auch Gummibärchen sind in Minutenschnelle im Blutzuckeranstieg messbar.
Wird bei Unterzucker eingesetzt - körperliche Anzeichen verschwinden schon in den ersten Minuten - nach 10 min mache ich dann eine Kontrollmessung.
- deshalb sollen 2er auch diese 'schnellen' Kohlenhydrate meiden, da kommt die eigene Insulinproduktion ggfs. nicht hinterher
Der umgekehrte Fall sind ganz schwer verdauliche Mahlzeiten = mit viel Fett und viel Eiweiß, die die Aufnahme der Kohlenhydrate verzögern und über viele Stunden langsam ins Blut gehen lassen, da würde ein 2 h/3 h-Wert mehr Sinn machen.
Paradebeispiel ist da die Pizza, wo die Kohlenhydrate des Hefeteigbodens durch Belag abgebremst werden - bis zu 7 h kann das dauern (Herausforderung für Insuliner - nur nebenbei).
- für 2er eigentlich ideal, wenn man das langsame Einträufeln des Zuckers betrachtet,
wobei m.E. fett/eiweißhaltiges zu unrecht für 2er verteufelt wird, da richtige Ernährung für 2er mit dem Vorurteil 'Abnehmen' vermengt wird
Bei normal zusammengestellten Mahlzeiten (Mittelweg) erachte ich den 2 h als wichtiger.
Mein Mahlzeiteninsulin wirkt gut 3 h (dann auslaufend), denke, Entwicklung passt.
Skytower, die Aufteilung des Konsumieren - erst KH-frei und KH-haltig - kann klappen.
Schwierig eigentlich, wenn man normale Mahlzeiten betrachtet:
Fleisch, Gemüse/Salat, Sättigungsbeilage (Kartoffel, Nudeln, Reis …), belegtes Brot mit Wurst/Käse.
Da fängt man doch nicht herauszupicken, sondern isst das zusammen, im Magen mischt sich das sowieso.
Zum Lachen beim Vergleich zwischen Labor und Praxis gibt's eigentlich keinen Grund.
Besser: Beachtung der Messmethode - wie/womit wurde in der Praxis gemessen ?
Bei mir ist es eine HPLC (offen zu sehen, kein verkapseltes Gerät), mit der BZ und HbA1c-Wert aus einem Blutstropfen bestimmt wird, Abgleich mit eigenem Handgerät dann möglich (weiß dann Abweichung), zeitnah.
Ob ein Laborwert aus der Blutprobe mit Transport und unbekannter Methodik da besser ist ?!?
(Habe dazu keine Vergleichswerte, über Dienstleistungslabor wird dieses von der Praxis nicht in Auftrag gegeben).
Zusammenfassend zur Ursprungsfrage von Waterfall:
Kommt darauf an °~°
Mit Berücksichtigung der Ernährungstipps für Diabetiker (schnelles pur zu meiden) eher der 2 h-Wert
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 02.10.2018 17:02:47. Grund: Korrektur Text -
am 03.10.2018 02:48:52 | IP (Hash): 2140148875
Elfe schrieb:
Zum Lachen beim Vergleich zwischen Labor und Praxis gibt's eigentlich keinen Grund.
Besser: Beachtung der Messmethode - wie/womit wurde in der Praxis gemessen ?
Bei mir ist es eine HPLC (offen zu sehen, kein verkapseltes Gerät), mit der BZ und HbA1c-Wert aus einem Blutstropfen bestimmt wird, Abgleich mit eigenem Handgerät dann möglich (weiß dann Abweichung), zeitnah.
Ob ein Laborwert aus der Blutprobe mit Transport und unbekannter Methodik da besser ist ?!?
(Habe dazu keine Vergleichswerte, über Dienstleistungslabor wird dieses von der Praxis nicht in Auftrag gegeben).
Gruß Elfe
Hi, Elfe.
Auf welchen Wert kann ich mich dann verlassen?
Mein Messgerät deckt sich ziemlich genau mit dem HbA1c des Labors aus Deutschland UND mit dem Laborwert aus China.
Als nur Metforminer einen HbA1c von jetzt 5,5% finde ich schon beachtlich. Bzw. ich bin zufrieden. Da ich eh an der HMSN leide, brauche ich die Spätfolgen des Diabetes nun nicht wirklich auch noch. Drum dieser niedrige Wert und der Sport.
Als LADA Diabetiker wird der Tag kommen, da ich Insulin benötige. Bei meiner Mutter dauerte es 6 Jahre, ich hätte gerne 8-10 geschafft.
Ich weiß - bzw. ich glaube zu wissen - dass Du das Insulin sofort einsetzen würdest. Hoffentlich trete ich Dir jetzt nicht zu nahe. Diese Meinung akzeptiere ich auch. Nur, mich hat der Diabetes und das Metformin wahnsinnig, zu meinem Vorteil verändert. Ich esse gesünder, ich treibe Sport, lebe allgemein viel bewusster. Als Folge sind der Blutdruck gesunken, meine Blutfette haben sich weit unter die Grenzwerte begeben und meine körperliche Leistungsfähigkeit ist so hoch, wie die letzten 15 Jahre nicht mehr.
Du siehst, ich bin das Gegenteil von negativ denkenden Menschen :-) Mein Ziel ist es immer, die positive Seite zu finden und diese auch zu nutzen.
Edit sagt: D3 und B12 führe ich als Nahrungsergänzungsmittel zu und lasse es auch alle 3 Monate checken.
Sorry für Off Topic @Waterfall
Freundlich gegrüßt und schönen Feiertag gewünscht!
Bearbeitet von User am 03.10.2018 02:51:33. Grund: Ergänzung -
am 03.10.2018 12:26:04 | IP (Hash): 1815167532
hallo, und danke euch für die antworten, beiträge.
@elfe, du schreibst langsame KH lassen den BZ langsamer ansteigen, als Beispiel führtest du Pizza an.
Das ist bei ihm das totale Gegenteil der Fall. Bei einer 4 Jahreszeitenpizza zb die auch mit Antischocken etc belegt ist, hatte er nach einer Stunde einen Wert von knapp über 180. Wie das wenn ich koche ( keine allzu fetthaltige Sachen) selten der Fall ist bzw war. Ausser die letzten Tage, was noch unerklärlich für uns ist.
Und zb eine Blutwurst und eine Leberwurst im Ganzen. Ergebnis nach einer Stunde knapp an die 190. Daraus schliesse ich, dass man sehr fettreiche Sachen eher meiden soll. Dazu zähle ich auch Pizza.
Seit einiger Zeit ist sein BZ nun auch wieder etwas geringer nach den Mahlzeiten. Trotz das wir gestern zb Hähnchenschenkel gegessen habe, mit Kartoffelsalat , kalten Kartoffeln, Bohnen, Artischocken, Erbsen, viel Gemüse eben, da betrug der ein Stunden Wert an die 120.
Es ist alles sehr erstaunlich, und immer noch ein kleines Rätsel was genau enorme Anstiege bei ihm veranlasst.
Und bzgl der Messzeiten: wir messen seit juli nun mit dem 1h Wert, ich weiss nicht ob es dann noch sinnvoll bzw aussagekräftig oder vergleichbar wäre , wenn wir es nun erst nach 2 Stunden machen.
So gesehen, wäre es ja eher sinnvoll eine Stunde und zwei Stunden danach zu messen, aber das wäre eher etwas umständlich.
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am 03.10.2018 12:34:21 | IP (Hash): 1837757013
Noch gemeiner ist ja, dass ein Wert nach dem Essen ohne den vor dem Essen noch nicht besonders viel sagt. Ok, 180 nach dem Essen scheint hoch, aber wenn vor dem Essen schon 130 waren, hat das Essen nicht so viel erhöht, wie wenn vor dem Essen nur 90 waren.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 03.10.2018 13:09:26 | IP (Hash): 50152218
hjt_Jürgen schrieb:
Noch gemeiner ist ja, dass ein Wert nach dem Essen ohne den vor dem Essen noch nicht besonders viel sagt. Ok, 180 nach dem Essen scheint hoch, aber wenn vor dem Essen schon 130 waren, hat das Essen nicht so viel erhöht, wie wenn vor dem Essen nur 90 waren.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Und da Du mit dieser Aussage recht hast, messe ich oft 3 Mal. Zum Frühstück dann auch mal nicht, das läuft irgendwie fast immer gleich ab.
@Waterfall, wieso ist das umständlich? In 45-60s ist der Spuk doch erledigt.
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
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am 03.10.2018 13:24:25 | IP (Hash): 1815167532
hallo,
also vor dem Essen messen wir meist zu Abend. Da betrug der Wert von 106 plötzlich nach einer Stunde 181, nach der besagten Pizza, deshalb kann ich das so nicht bestätigen das dies einen langsamen Anstieg veranlasst.
bei den Würsten (auch fettreich), von 137 auf 185.
Erstaunlich aber auch, dass nach einem eher kostarmen Abendessen, das bei ihm die Werte kaum anstiegen lassen, vor ein paar Tagen von 91 auf 176 anstiegen liess.
Wie ich aber aus deinem Beitrag erkenne, ist wohl wirklich der Abstand vor und danach relevant, das wir aber wenn nur abends machen.
Ich hielt es im nachhinein für eine gute Idee, dass wenn wir höhere Werte feststellen, dies noch einmal nach einer halben bis einer Stunde nachkontrollieren. Wir gingen ja immer von den Richt bzw Nomrwerten nach dem Essen ( 140 normal) bis zu 160 noch akzeptabel, aus.
Berücksichtigen wir nun aber auch den Messabstand von vor dem und nach dem Essen, wäre vllt dann der Unterschied dessen manchmal nicht so gross, aber dann dennoch bedenkenswert. Wenn er zb an die 180 betrügen würde, man vorher an die 140 , 150 hatte , ist ja der Unterschied nicht allzu gross, aber dennoch nicht gut, da ja der Anfangswert nicht gerade gut war.
Bei ihm ist es meist aber so, das die Werte vor dem Essen, um die 110 bis 130 etwa schwanken. und dann eben manchmal so eine Spitze von bis zu 180 entstehen.
Ich glaube wir müssen uns in die Thematk noch mehr einlesen, bzw einfühlen...