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ist der ein stunden wert bedeutender als der zweistündige?
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am 04.10.2018 06:13:16 | IP (Hash): 1382502717
waterfall18 schrieb:
Achja, zu den Würsten gab es die Aufbackbrezen. [...]
Wunderbar, damit ist das Würstchen-Rätsel gelöst. Dann kam der größte Teil des BZ-Anstieges von der Brezen.
waterfall18 schrieb:
Aber bei der Pizza erkenne ich keinen Fehler?!
Okay, der Hauptbestandteil der Brezen ist Getreidemehl und das enthält nun mal viel Stärke und somit KH. Preisfrage: Woraus besteht der Pizzaboden? Eben! Mal abgesehen davon, dass heute gern vieles gezuckert und/oder mit Stärke gebunden wird, von dem man es eher nicht vermutet z. B. Tomatensaucen.
Mein Vorschlag: Investiert etwas Zeit und durchforstet mal ein paar Nährstofftabellen auf den KH-Anteil verschiedener Nahrungsmittel, die ihr gern verwendet. Da kann man schon nette Überraschungen erleben. Alle Welt schimpft z. B. auf Cola, weil die ja sooo unendlich viel Zucker enthält. Okay, stimmt, 100 ml Cola enthalten ca. 10 g Kohlenhydrate. Aber die gleiche Menge Fruchtjoghurt enthält meistens deutlich mehr, nämlich je nach Sorte und Hersteller etwa 12 - 15 g.
Bearbeitet von User am 04.10.2018 06:18:23. Grund: Korrektur -
am 04.10.2018 08:52:35 | IP (Hash): 623838521
Hier gehen T1 und T2 wieder munter durcheinander. T1 fehlt nur Insulin. T2 setzt davon im Stadium wie hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr viel mehr um, als der selbe Mensch bei gleichem Essen und gesundem BZ-Verlauf brauchen und umsetzen würde. Nur lässt die T2-gestörte Lebersteuerung sehr viel mehr Glukose raus als gebraucht wird. Und wieviel zuviel die jeweils ohne und dann mit welchem Futterinput rauslässt, ist nun mal häufig sehr variabel und mit exakter Gramm-Berechnung kaum zu zwingen. Da hilft nur systematische Beobachtung und Buchführung, also einfaches Beispiel:
Morgen zum Frühstück die gewohnten 3 Scheiben vom gewohnten Brot und ne Stunde danach schauen, wie hoch der BZ geklettert ist. Wenn sehr viel höher als gewollt, übermorgen halt nur 2 Scheiben vom selben Brot, und wenn damit der BZ auch noch sehr viel höher als gewollt ansteigt, halt am Sonntag der Versuch mit nur einer Scheibe vom selben Brot.
Dabei muss nicht unbedingt gehungert werden, denn wenn die Spitze mit 1 Scheibe passt und mit 2 zu hoch ist, kann man auch erst 1 Scheibe essen und ne Stunde weiter die 2. und in aller Regel beobachten, dass dann ne Stunde nach der 2. die Spitze kaum höher ansteigt, als wenn nur 1 Scheibe gegessen worden wäre.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 04.10.2018 18:41:57 | IP (Hash): 1505651263
TypEinser schrieb:
Elfe schrieb:
Hallo Waterfall,
für BZ-Anstieg sind alleine die Kohlenhydrate verantwortlich - nicht Eiweiß, nicht Fett. ...
Dann beschäftige dich mal mit FPE-Berechnung.
Der eine mehr, der andere weniger - selbst die handelsübliche BE ist eine "belegte BE". Mit Fett und Eiweiß!
Mit FPE-Berechnung habe ich mich beschäftigt, keine Sorge.
Und ist eine Bestätigung, für das, was ich oben geschrieben habe.
Vom Arzt habe ich ein Arbeitsblatt (Typ 1 für Fortgeschrittene) bekommen.
Der Grund, warum INSULINER FPEs beachten sollen, ist
"wegen der 4-8 Stunden dauerenden Verdauung von fettem Essen sind langsamere Strategien notwendig"
- um die Wirkung des schnellen Mahlzeiteninsulins zu verlängern !
1 FPE braucht kein extra Insulin, 2 FPE brauchen Extrainsulin und der Bolus muss 4 h wirken, 3 FPE … 5 h, über 4 FPE … 8 h.
Besprochen wurde bei mir: Extrazuschlag 1 FPE ~ 1 BE, aber wg. Hypos erst ab 4 FPEs berücksichtigten zur Hälfte - bei 6 FPEs nur 1 Zusatzeinheit.
FPE = 11 g Fett oder 25 g Eiweiß
Angegeben ist hier ein Wert von 4,5 FPEs für 1 Pizza (24 cm).
hjt_Jürgen schrieb:
Hier gehen T1 und T2 wieder munter durcheinander. T1 fehlt nur Insulin. T2 setzt davon im Stadium wie hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr viel mehr um, als der selbe Mensch bei gleichem Essen und gesundem BZ-Verlauf brauchen und umsetzen würde. Nur lässt die T2-gestörte Lebersteuerung sehr viel mehr Glukose raus als gebraucht wird. Und wieviel zuviel die jeweils ohne und dann mit welchem Futterinput rauslässt, ist nun mal häufig sehr variabel und mit exakter Gramm-Berechnung kaum zu zwingen. Da hilft nur systematische Beobachtung und Buchführung, also einfaches Beispiel:
Morgen zum Frühstück die gewohnten 3 Scheiben vom gewohnten Brot und ne Stunde danach schauen, wie hoch der BZ geklettert ist. Wenn sehr viel höher als gewollt, übermorgen halt nur 2 Scheiben vom selben Brot, …
Teile diese 2er-These nicht zur Glukoseausschüttung, schon gar nicht bei Essen.
Gründe sind: Das eigene Insulin wirkt nicht ausreichend, oder bereits wird zuwenig Insulin produziert
https://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2/ursachen
Auf jeden Fall sollte der Blutzuckerverlauf möglichst gleichmäßig verlaufen mit gut abgestimmten Mahlzeiten, Kohlenhydrate nicht pur, sondern flankiert durch andere Bestandteile wie Eiweiß und/oder Fett, Belaststoffe nicht zu vergessen.
Diese vorgeschlagene 'systematische' Beobachtung hat ihre Tücken.
Mit dem Hormonhaushalt finden nach andere Vorgänge im biologischen Organismus statt, die den BZ beeinflussen können.
Mein Werkstagsmüsli zeigt jedenfalls Ausschläge von 100 (Zielwert) bis zu 180 (2 Korrektureinheiten).
So eine Faustregel vom Arzt ist, drei Tage beobachten und dann anpassen.
Nix für Ungeduldige ;-) -
am 04.10.2018 19:12:34 | IP (Hash): 1136329760
Liebe Elfe,
lass Deine Thesen Mal keinen hören, der FPE genau berechnen muss...
Dein LADA hilft Dir offensichtlich noch so gut - und hoffe auch noch lange. -
Elfe
Rang: Gastam 04.10.2018 19:39:26 | IP (Hash): 1505651263
Irrtum, nicht 'meine These', habe aus Diabetologen-Arbeitsblatt zitiert.
Kann ja auch jeder selbst feststellen, daß FPE-Mahlzeiten nicht unbedingt zum Bolus passen.
Mein sehr unrühmliches Beispiel: Steak und Pommes.
Pommes entsprechend gespitzt ~ gerade noch so nach Hause geschafft per Hypo.
Halbe Nacht mit Traubenzuckergaben verbracht, um später die hohen Blutzuckerwerte wieder runterspritzen zu müssen.
Grund: Mahlzeiteninsulin wirkt - Kohlenhydrate noch nicht als BZ da. Zucker im Blutkreislauf, Menge Insulin schon weg, ZusatzKHs wegspritzen.
Im übrigen habe ich geschrieben, daß ich persönlich mit besonderer Insulinempfindlichkeit erst ab 4 FPEs vorsichtig handeln soll.
Mag bei dir ganz anders sein, zumal ich bei dir von einer anderen Konstitution ausgehe:
Männlich, paar 10te Kilos mehr an Gewicht u.a.m.
Bin schon längst kein LADA mehr, hättest du lesen können, sondern 3c = Komplettausfall der Bauchspeicheldrüse, da sind die paar Antikörper echt nicht relevant.
Zusätzlich zum Insulin muss ich noch für je 10 g Fett eine Fettverdauungsenzymkapsel einnehmen.
Muss also Ernährung besonders abstimmen.
Bearbeitet von User am 04.10.2018 19:42:58. Grund: Ergänzung -
am 04.10.2018 20:15:11 | IP (Hash): 1136329760
Elfe,
Du bleibst also dabei:
"Nur Kohlenhydrate erhöhen den BZ"?
Na dann. -
am 04.10.2018 22:02:53 | IP (Hash): 623838521
Elfe schrieb:
Teile diese 2er-These nicht zur Glukoseausschüttung, schon gar nicht bei Essen.
Gründe sind: Das eigene Insulin wirkt nicht ausreichend, oder bereits wird zuwenig Insulin produziert
https://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2/ursachen
In Deinem Link steht völlig schwacher Sinn, denn darin fehlt das zentrale Stoffwechselorgan Leber völlig. Denn
NICHTS aus dem Darm gelangt direkt in den Körperumlauf, sondern
ALLES daraus gelangt via Pfortader ZUERST in die Leber, auch
ALLES Insulin aus der eigenen Produktion.
Es stimmt zwar, dass die peripheren Zellen insgesamt eine ganze Menge Glukose gespeichert halten, aber im Tagesverlauf sind die in aller Regel gut gefüllt und nicht für zusätzliche Portionen vom Essen aufnahmefähig.
Der einzige Speicher im Körper, der innerhalb weniger Minuten große Mengen an Glukose aufnehmen und dann bedarfsabhängig wieder abgeben kann, steckt in der Leber.
Und das Insulin gelangt alles zuerst in die Leber in mehrzehnerfacher Konzentration, als anschließend daraus in den Ganzkörper-Umlauf, ebenso wie die Glukose. Nur im Gegensatz zur Glukose hat Insulin im Blut nur eine Halbwertzeit von weniger als 5 Minuten. Und das bedeutet, dass ein sehr großer Teil der Wirkung des eigenen Insulins überhaupt nicht über die Leber hinaus gelangt, sondern darin für die Glukose-/Glykogen-Speicherung und für die Umwandlung von Glukose zu Fett/Triglyzeriden verbraucht wird.
Und von beiden gibt die Leber mit gesunder Steuerung nur fortlaufend so viel aus, wie für die Versorgung des Organismus bei gesundem Blutzucker gebraucht wird.
Mit T1 geht das nicht, weil dem das Insulin fehlt.
Mit T2 geht das nicht, weil die Steuerung defekt ist und die Leber damit sehr viel mehr Glukose und Insulin ausgibt, als gebraucht wird. Und dabei passen halt die Mengen nicht mehr für den gesunden Ausgleich zusammen.
Wie unzutreffend die Geschichte mit der verminderten Insulinwirkung ist, kannst Du innerhalb einer Woche nach der weit überwiegenden Zahl der bariatrischen OPs bei adipösen T2 sehen oder auch ohne OP mit entsprechend wenig Essen, wenn dann noch völlig ohne jede Veränderung an den peripheren Zellen Glukose und Insulin und BZ ohne Medikamente in den gesunden Rahmen schalten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 05.10.2018 01:04:51 | IP (Hash): 982484924
hjt_Jürgen schrieb:
Elfe schrieb:
NICHTS aus dem Darm gelangt direkt in den Körperumlauf, sondern
ALLES daraus gelangt via Pfortader ZUERST in die Leber, auch
Hallo Jürgen,
als ich meinen Diabetologen in D nach der exakten Wirkung des Metformin fragte, da kam als 1 Wirkung:
es vermindert die Glukoseaufnahme durch den Dünndarm ins Blut.
Als weitere Wirkungen wurde genannt:
Verminderung der Glukoseausschüttung durch die Leber
Verbesserung der Insulinsensitivität
Ich weiß, dass im Internet viel Mist steht, aber diese 3 Wirkungen werden überall genannt, wenigstens da wo ich es gefunden habe.
Aufgrund welcher Berichte / Untersuchungen widersprichst Du der Aussage bzgl. der direkten Glukoseaufnahme durch den Dünndarm ins Blut?
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
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Elfe
Rang: Gastam 05.10.2018 02:05:25 | IP (Hash): 1505651263
@TypEinser
bleibe dabei, nur Kohlenhydrate erhöhen den BZ, Eiweiß und Fett nicht.
Per Molekularstruktur im Abbau gar nicht möglich.
@Jürgen
Dein Lieblingsthema Leber stimmt so nicht.
Insulin wird übrigens in der Bauchspeicheldrüse gebildet.
Klar, mein Link ist Schwachsinn,
genauso wie die Medikamentenentwickler, die Insulinwirkung/Insulinausschüttung unterstützen.
Wie willst du aktuelle Anfrage erklären, daß trotz Magenbypass-OP weitere Medikamente nötig sind ?
Wie willst du erklären, daß du als 2er mittlerweile zwei Insuline brauchst ?
Finde dieses Ausufern einzelner Forumsteilnehmer in Grundsatzüberzeugungen zur Fragestellerin nicht zielführend.
Erfahrungen bitte zur eigenen Diabetesbehandlung
Meint Elfe -
am 05.10.2018 05:21:38 | IP (Hash): 1136329760
Liebe Elfe!
Etliche Leute berichten über das Phänomen Kaffee = BZ-Anstieg. Kenne ich auch, ist das Zeug stark genug kletter ich 40 mg rauf.
Dann gibt es die gluconeogenese. Eine nette Nummer, hast Du nicht auf dem Schirm...
Arbeitsblätter vom Doc sind toll, Erfahrungen rund ums Insulin sind besser.
Hab selbst bei einem 5jährigen einen BZ-Anstieg nach einer roten Paprika per CGM sehen können...
Bearbeitet von User am 05.10.2018 05:22:47. Grund: .