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ist der ein stunden wert bedeutender als der zweistündige?

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    am 05.10.2018 09:05:47 | IP (Hash): 674957599
    skytower schrieb:
    Aufgrund welcher Berichte / Untersuchungen widersprichst Du der Aussage bzgl. der direkten Glukoseaufnahme durch den Dünndarm ins Blut?


    Aufgrund der Tatsache, das alle Blutwege aus allen Verdauungsorganen in der Pfortader gesammelt werden und in die Leber münden. Es gibt auch kein großes Blutgefäß, das durch die Leber hindurch führt, sondern alles, was da rein geht, wird zuerst da drin verarbeitet und erst nach dem Durchgang durch die feinen Strukturen des Organs wieder in größeren Pipelines in den Organismus geleitet.

    Ist aber kein Widerspruch zum möglichen verzögerten Übergang vom Dünndarm ins Blut, denn ohne ins Blut käme da ja auch nix in die Leber ;)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 05.10.2018 09:07:11. Grund: Ergänzung
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    am 05.10.2018 09:22:33 | IP (Hash): 1921456990
    Auch wenn wir hier gerade einen fremden Thread schreddern, ist eh zu spät...

    Wenn ich alles glauben würde, was ich jemals in Schulungen gelernt habe...

    Mal das Beispiel Gemüse (ohne Hülsenfrüchte, Mais - sonst wird`s zu unübersichtlich):
    1980: Gemüse ist grammgenau abzuwiegen und zu berechnen
    1990: Gemüse bis 150/200g(weiß ich nicht mehr so genau) muss nicht berechnet
    werden. Alles darüber schon...
    1995: Gemüse muss (mit Ausnahmen) überhaupt nicht berechnet werden

    Realität: Gemüse enthält verwertbare Kohlenhydrate, die den Blutzucker beeinflussen. (Eine ganze rote Paprika ist ungefähr eine BE und wirkt auch genau so.)

    Esse ich Gemüse immer zusammen mit Reis, Nudel, Kartoffeln, ... fällt der Anstieg durch das Gemüse aber gar nicht so auf bzw. ist einfach mit im Faktor drin. Esse ich eine Mahlzeit nur aus dem angeblich kohlenhydratfreien Gemüse - lasse also den Bolus weg -, ist plötzlich ein deutlicher Anstieg messbar....

    Ähnlich verhält es sich mit Eiweiß/Fett. Bei einer gemischten Mahlzeit aus Kohlehydraten, Eiweiß und Fett, ist das Insulin für Eiweiß und Fett über den Faktor weitestgehend mit abgedeckt. Den Rest erledigt das Basalinsulin. Bei einer reinen Fleischmahlzeit (igitt) - wieder ohne Bolus - wäre ein Anstieg über mehrere Stunden sichtbar.

    Diese Dinge sieht man aber nicht mit den 6 Messungen, die die Krankenkassen den meisten von uns maximal zugestehen...
    Ich bin mir sicher, durch die zunehmende Verbreitung von FGM/CGM wird es in der Zukunft wieder neue "Regeln" geben, was wie zu berechnen und zu insulinieren ist.
    Und wisst ihr was: Ist mir total egal, weil ich verlasse mit schon seit sehr vielen Jahren nur noch auf mein eigenes durch meine eigenen Erfahrungen untermauertes Wissen. Schulungen, zu denen man mich alle paar Jahre mal nötigt, lassen ich mit einen leicht bösartigen Grinsen über mich ergehen...
    Diese Schulungen sind ALLE mehr oder weniger für Anfänger, die noch nicht ausreichend eigene Erfahrungen sammeln konnten, oder Menschen, die geistig nicht in der Lage sind, aus ihren Erfahrungen eine gute Therapie zu entwickeln. Und für diese Gruppen sind sie auch gut und sinnvoll und vermeiden böse Pannen...

    Das Beispiel mit Steak mit Pommes hinkt übrigens:
    Die KH der Pommes wurde durch Fett ausgebremst, richtig. Das hat `ne Hypo verursacht, weil das Insulin schneller war, evtl. richtig. Aber ab diesem Punkt kann man doch keine Rückschlüsse vom Verlauf auf die ursprüngliche Mahlzeit mehr treffen. Was von dem folgenden Anstieg der Traubenzucker, eine Gegenregulation, die später wirksamen KH der Pommes und was das Eiweiß des Steaks war, ist doch völlig unklar.
    Bearbeitet von User am 05.10.2018 09:28:54. Grund: .
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    am 05.10.2018 10:04:32 | IP (Hash): 674957599
    Dann man weiter Schreddern:

    Seit ich vor 10 oder so Jahren in eigener Regie meinen BZ-Verlauf von ärztlich eingestellten HBA1c 7und auf 5und und damit meinen Insulinbedarf um etwa 30% gesenkt hab, bei unverändertem Essen, hat mir niemand mehr eine Schulung angeboten.

    Klar gabs da ärztliches Dummquatsch von Erkaufen mit vielen Hypos - hatte mit niedrigerem 1c sehr viel weniger als vorher - und von höherer Insulinempfindlichkeit - hab aber da noch munter das eine oder andere Kilo zugenommen und die damit nach der ärztlichen Schulmeinung doch deutlich verringert???


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    am 05.10.2018 11:10:55 | IP (Hash): 1361018897
    Guten Morgen @ all,

    irgendwie sind wir an dem Thema vorbeigerutscht, lach. Und wir können auch nicht wirklich mitreden, was das Berechnungen von Mahlzeiten angeht usw. Wir haben lediglich an der Ernährung geschraubt, und fahren im Grossen und Ganzen ganz gut damit. Aber ich finde das Thema immer noch ein kleines Rätsel in sich, wenn wir zb feststellen, das die gleiche Mahlzeit von Mittag zu Abend enorm grossen Unterschied machte von der Messung. Sowas ist zb für uns nicht erklärbar.

    Auch wenn das Thema Fett/Blutzucker umstritten ist, so achten wir trotzdem etwas darauf, nicht zuletzt wegen seinem Gewicht.

    Und das mit dem "Fastfood" sprich Pizza, lag dann wirklich an dem Bodenbelag. Wobei: da er ab und an mal etwas nascht, habe ich ihm Müsliriegel gekauft, ohne Zuckerzusatz, schmecken trotzdem süss aufgrund Naturzucker. Und diese bestanden zb aus Getreide, Vollkorn, etc. Aber ich las auch Weizenmehl, in Form von Vollkorn Weizenflocken. Der knapp ein Stunden Wert danach belief sich aber nur auf 133.

    Es ist erstmal wieder beruhigend, dass die Werte sich wieder normalisiert haben. Bisher seit Juli konnten wir so hohe Werte von 170 bis 200 insgesamt 5 mal feststellen. Ich hoffe der LZ Wert sieht gut/besser aus, trotz manchmal dieser Spitzen.

    Und ja das kann ich auch so bestätigen mit den Gemüsebeigaben zum Ausbalancieren, so wie ich das immer nenne. Wir achten zwar auf Gemüse, insbesondere auf Paprika nicht darauf, und schneiden die in vielen Gerichten auch rein. Aber ich gehe zb auch an die Sache so ran, dass wenn ich zb mal Fleisch koche, wo ich etwas Bedenken habe, weil vllt Schwein statt Rind, oder auch einfach allgemein, mache ich reichlich Gemüse dazu, quer durch den Garten am besten. Aber ich habe da jetzt noch nie darauf geachtet auf diesen Index.

    Nur der Nüchternwert ist immer noch bedenklich, schwankt zw 135 bis 145. Der ging nie weiter hoch aber auch nie unter 130.

    ist es schlimm, wenn die Werte ansich gut sind, aber der Nüchternwert nicht? Das wird den LZ Wert später auch beeinflussen oder ? Dann muss er wohl doch Medis nehmen, auch wenn es nur den Nüchternwert betrifft?

    wünsche euch allen noch ein schönes WE, LG


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    am 05.10.2018 11:32:30 | IP (Hash): 1176515172
    waterfall18 schrieb:
    Dann muss er wohl doch Medis nehmen, auch wenn es nur den Nüchternwert betrifft?

    Sehr wahrscheinlich: ja.

    Wenn die Nüchternwerte noch nicht weiter runter gegangen sind, obwohl ihr schon eine ganze Weile gut auf die Ernährung achtet, (gelegentliche Ausreißer machen fast nichts aus,) dann ist nicht mehr mit einer weiteren Normalisierung ohne medikamentöse Unterstützung zu rechnen. Darauf sollte sich dein Mann jetzt einstellen und lieber auch nicht mehr allzu lange mit der Hinzunahme eines Medikaments warten.

    Entscheiden wird das natürlich sein Arzt, aber er sollte auf diese Variante vorbereitet sein.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
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    am 05.10.2018 12:16:41 | IP (Hash): 674957599
    Wenn es nur darum geht, möglichst lange mögliche Folgen von zu hohem Blutzucker zu vermeiden, seid Ihr voll in der richtigen Spur. Die reicht je nach Alter bis HBA1c 7-8. Dafür reicht nüchtern/vor dem Essen unter 140mg/dl. Und ja, je nach dem, was man dann zusammen mit dem Arzt entscheidet, kann man nach und nach mit Medis dafür sorgen, dass der Blutzucker in dem Rahmen bleibt.

    Beim Prädiabetes und Typ2 haben wir aber darüber hinaus in den ersten Jahren die gute Möglichkeit, den Defekt ohne Medikamente wieder so weit zurück zu drehen, dass auch der Nüchternzucker wieder im völlig gesunden Rahmen gemessen werden kann. Zusätzlich dazu kann dann häufig auch eine Normalisierung der Blutfette und des Blutdrucks beobachtet werden. Wenn Euch das interessiert, wäre hier ein guter Informations-/Lese-Anfang https://www.leberfasten.com/leberfasten-konzept/leber/

    Persönlich habe ich das vor 5 Jahren in eigener Regie und mit ganz normalem Essen - halt in den entsprechend geringen Mengen - gemacht und meinen Insulinbedarf halbiert. Und ich bin der festen überzeugung, dass ich heute noch kein Medikament für meinen gesunden Blutzucker bräuchte, wenn ich das schon zu meiner Diagnose in 1991 oder in den folgenden Jahren gekannt und gemacht hätte.

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    am 05.10.2018 12:27:07 | IP (Hash): 1361018897
    jetzt bin ich etwas irritiert: sein Nüchternwert ist noch akzeptabel wenn er sich von 130 bis 140 bewegt ( laut Messgerät), oder er sollte bald anfangen Medikamente zu nehmen? ich lese gerade zwei verschiedene Meinungen?

    Einen Termin hat er erst ab dem 20.10. denn da lässt sich der LZ Wert der letzten Monate ermitteln.

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    am 05.10.2018 12:56:49 | IP (Hash): 674957599
    Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.

    Gesund sind nüchtern max 90-100mg/dl. Die meisten gesunden Menschen in meinen Umfeldern haben weniger.

    Als diabetisch gesund behandelt gilt ein junger Mensch mit Diabetes, wenn er so eingestellt ist, dass er nüchtern und vor den Mahlzeiten 80-120 misst und in der Spitze nach dem Essen unter 200.
    Allgemein und besonders bei älteren gilt statt der 80-100 halt 100-140 und in der Spitze nach dem Essen keine Begrenzung und da auch häufig schon mal an 300.

    Aus der Erfahrung mit Typ2 sehe ich, dass der Zucker in weniger Jahren immer höher ansteigt und immer mehr Medikation braucht, je höhere Werte man in den ersten Jahren zulässt. Mit etwas Medikation also näher an oder vielleicht sogar unter 100 kann also dafür gesorgt werden, dass längere Zeit nur dieses bisschen Medikation ausreicht

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    am 05.10.2018 18:19:08 | IP (Hash): 1361018897
    ok, also mein mann ist 47 Jahre alt, gilt dann die Regel nüchtern 100 bis 140, in der er sich immer befindet? Nach dem Essen hatte er nie wieder über 200, bzw vllt am Anfang der Protokolle.

    das man als Diabetiker sich nicht (mehr) an die gesunden Werten messen kann, wissen wir. Doch wir glauben nicht das er schon Diabetiker ist, bzw erst diese Vorstufe hat. Aber trotzdem werden dann wohl die Diabetikermessrichtlinien gelten, oder ?

    Danke nochmal für die vielen aufschlussreichen Antworten und Beiträge, schönes Wochenende

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    am 05.10.2018 19:32:26 | IP (Hash): 674957599
    Naja, einer der Diagnose Grenzwerte ist der morgendliche Nüchternwert, für Prädiabetes über 100 und für Diabetes über 125mg/dl. Natürlich mit dem Gerät beim Arzt, aber auch da reicht für die Diagnose, wenn einer der Grenzwerte öfter überschritten wird.

    Und jedem Prädiabetes- und Typ2-Anfänger mit 47 würde ich immer den Versuch zur Remission empfehlen, zu dem ich Dir oben schon mal den Link rausgesucht hatte.
    Remission bedeutet gesunden Blutzucker ohne Medikamente mit dem entsprechenden Verhalten. Also keine Heilung, auch wenn davon gerne und häufig geschrieben wird, denn für den gesunden Blutzucker muss man sich passend verhalten, und wenn man Pech hat, kann der Blutzucker trotzdem nach einigen Jahren wieder ungesund ansteigen und Zuckermedis erfordern. Aber die Jahre bis dahin sind ein deutlicher Gewinn, und von bis zu 10 mit so gesunder Remission wird immer häufiger berichtet.

    Die Schulmedizin steht der systematischen Behandlung zur Remission noch mehr oder weniger reserviert gegenüber. Lästermäuler sagen, weil sich mit weniger Medikamenten weniger Geld verdienen lässt. Aber trotz der vielen positiven Beispiele fehlt bislang noch der Beweis einer großen Studie. Der wird gerade über 5 Jahre mit mehreren tausend TeilnehmerInnen in GB erarbeitet, und erste Zwischenergebnisse sprechen recht deutlich für die Remission.
    Trotzdem wartet die Fachärzteschaft erst einmal das Gesamtergebnis ab. Und wenn da der Abschlussbericht einige Jahre nach Studienende für die Remission spricht, muss dann erst einmal ein Programm erarbeitet und die Ärzte darin geschult werden. Und dann ist Dein Mann 57 oder 60, und der Doktor sagt: Wenn sie heute neu zu mir kämen, würde ich...

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    Bearbeitet von User am 05.10.2018 19:33:49. Grund: Ergänzung