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Blutzuckerabfall schon bei geringer Bewegung
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am 30.09.2018 00:49:32 | IP (Hash): 1080785387
Hallo alle miteinander.
Danke im Voraus an diejenigen, die sich die Zeit nehmen meinen Beitrag zu lesen und evtl. zu kommentieren.
Ich bin seit ca. 4 Jahren diagnostizierter Typ 1 Diabetiker und 29 Jahre alt. Für die Insulintherapie benutze ich einen normalen Pen und zum Messen FreeStyle Libre. Meine Langzeitwerte sind mit 5,9 - 6,1 im Schnitt ok denke ich.
Aber leider ist da ein riesen Problem, was meinen Alltag zur Hölle macht.
Mein Blutzucker rast bei physischer Bewegung schnell runter. Auch wenn ich nur mal 15 Minuten spazieren gehe sinkt der Wert zum Beispiel von 6,0 mmol auf 4,0 ab. Und das wenn gerade kein kurzzeitiges Insulin am Wirken ist. Im Falle, dass ich spazieren gehe und ich mich in dem Zeitraum befinde, in dem das Kurzzeitinsulin wirkt (0-4 Stunden) dann ist es schon fast lebensgefährlich für mich mal kurz in den Supermarkt zu gehen, ohne vorher ca. 30 gramm KH als "Puffer" aufgenommen zu haben oder eben bei der Mahlzeit 3 BE nicht ab zu decken.
Es ist, als ob meine Muskeln extrem viel "Sprit" schlucken, also extrem viel Glucose für wenig Bewegung verbrauchen. Das ständige Saft trinken oder Dextro essen ist auch sehr nervig.
Zum Glück bin ich freiberuflich tätig und kann von zu Hause aus arbeiten. Deswegen habe ich meine Werte ganz gut unter Kontrolle, aber dass jeder Schritt vor die Tür sich so gefährlich anfühlt vermiest mir schon sehr oft die Laune und die Lust überhaupt noch raus zu gehen. Ich sitze wirklich viel drinnen nebenbei gesagt.
Hat jemand von euch ein ähnliches Problem? Wie kann ich den Energieverbrauch meines Körpers bei Bewegung reduzieren? Angenommen ich gehe jeden Tag 15 Minuten joggen, würde das etwas ändern?
Ich würde mich über Hilfe freuen!
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am 30.09.2018 01:30:15 | IP (Hash): 183638859
Hallo erst mal,
ich habe das FreeStyle Libre in die Tonne gekloppt. Es gab Situationen, in denen ich eigentlich nicht mehr lebensfähig gewesen wäre (aufgrund von Unterzucker).
Nach dem Duschen und nachts.
Nach dem Sport hat es auch zu wenig angezeigt, aber eben nicht extrem zu wenig.
Machst Du Kontrollmessungen oder verlässt Du Dich auf die Werte des Libre Systems?
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.09.2018 01:48:42 | IP (Hash): 1080785387
Hallo und danke für die Antwort!
Also ich finde das Libre System hat meine Lebensqualität schon enorm erhöht, da ich, wie gesagt, wenn ich unterwegs bin extrem schnell abrutsche und mit dem Sensor kann ich einfach und oft messen. Als ich noch keinen Libre Sensor hatte war das mit dem raus gehen noch viel gruseliger als jetzt.
Ich verlasse mich schon fast 100% auf den Sensor. Nur am ersten Tag nach dem Anbringen eines neuen Sensors, wenn der er sich noch kalibrieren muss, messe ich ein paar Mal blutig.
Grundsätzlich hätte ich aber nichts dagegen ein paar mehr Teststreifen zur Verfügung zu haben. Als ich das FreeStyle Libre zum ersten Mal dran hatte wollte ich auch noch mehr Messtreifen verschrieben bekommen, um auf Nummer sicher zu gehen, aber meine Diabetologin hat mir (halb wütend) klar gemacht, dass ich entweder nur die eine ODER die andere Methode benutzen kann, weil die Krankenkasse nur eine Art der Messung auf einmal übernehmen würde. Seitdem bekomme ich trotzdem 50 Teststreifen pro Quartal für die ungenauen "Kalibrierungs-Tage".
Allgemein finde ich, dass die Sensoren schon genau genug messen, nur leider immer ca. 10 Minuten dem realen Wert hinterherhinken. Aber wie gesagt, für meine Situation sind die Teile viel Besser als jedes Mal blutig messen zu müssen. Meine Unterzuckerungen haben sich extrem verringert, da ich sie fast immer abfangen kann, bevor der Blutzuckerwert zu niedrig wird.
Bei mir zeigt das FreeStyle Libre übrigens keinerlei Veränderungen nach dem Duschen oder nachts.
Grüße zurück! -
Elfe
Rang: Gastam 02.10.2018 18:40:21 | IP (Hash): 1505651263
Hallo,
höchst unwahrscheinlich, daß ein 15 min-Spaziergang solch eine Auswirkung hat.
Da ist im Vorfeld schon was bei der Insulingabe schief gelaufen - Zuviel.
Bei Mahlzeiteninsulin (meins auch mit Wirkungsmaximum bei 3 h) unbedingt beachten.
Mit Joggen würdest du den Insulinbedarf weiter senken - und müsstest du berücksichtigen (was insgesamt durchaus positiv zu betrachten ist).
Kein Messgerät nimmt uns das Denken ab, was die Zusammenhänge angeht.
Aktueller Wert - aber was ich gegessen, an Insulin gespritzt, an Tätigkeit vor, habe - ist dem Dings nicht bekannt.
Dem Libre seitens des Arztes empfohlen, habe ich bisher widerstanden.
Insgesamt ist mir dieses Dings unsympathisch - Vertrieb, Kostenübernahme KK u.a.m.
Erfahrungsberichte hier im Forum sind auch alles andere als positiv.
Wenn überhaupt würde ich den Trendpfeil zum Anlass nehmen, mal genauer mit dem bekannten Handgerät nachzumessen.
Bei dir würden ev. beide Messmethoden hilfreich sein.
Ob deine Krankenkasse Libre Sensor und Handgerät-Sensoren erstattet, kannst du selbst erfragen.
Nicht unbedingt der Pauschalaussage deiner Ärztin folgen.
Gruß Elfe
P.S.: Hast du auch Basalinsulin ? Wichtig in Bezug auf Gesamtwirkung des BZs. -
am 03.10.2018 11:27:47 | IP (Hash): 1837757013
Wenn das Libre bei Dir einigermaßen akkurat funzt, hast Du ja ne super Beobachter-Position. Wenn Du ein Handy mit NFC hast, würde ich dazu noch die Glimp oder die Liapp App empfehlen, ganz einfach, weil damit der Kurvenverlauf noch sehr viel deutlicher angezeigt wird und so sehr viel deutlichere Info sichtbar wird als mit den Trendpfeilen.
Und mit Deinem vergleichsweise gesund niedrigen HBA1c lässt Du Deinem BZ eh schon nicht ganz so viel Leine, wie wohl normal üblich ist.
Meine Idee zur konstruktiven Bewältigung Deiner Herausforderung:
Hol ihn für ein paar Wochen noch näher bei Fuß, denn je kleiner die Werte, desto kleiner und in Bezug auf Hypos ungefährlicher die möglichen Schwankungen. Also etwa generell zwischen 4 für die normale postabsorptive Talsohle etwa 3 Stunden und 8mmol/l für den normalen postprandialen Berggipfel etwa 1 Stunde nach dem Essen.
Und dann geht’s um die möglichst systematische Beobachtung: Was macht Dein BZ, wenn Du im postabsorptiven Bereich losmarschierst, und wie anders verhält er sich womöglich wieviel weniger lange nach jeder Mahlzeit mit dem entsprechenden Bolus?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.10.2018 17:22:21 | IP (Hash): 1885107402
Als ich noch keinen Libre Sensor hatte war das mit dem raus gehen noch viel gruseliger als jetzt. -
am 09.10.2018 18:56:56 | IP (Hash): 1567036446
@ Elfe
Danke für deine Antwort.
Vielleicht hast du Recht und ich spritze immer zu viel, aber ich kann es kaum glauben, da ich das Problem von plötzlichen Blutzuckertiefs bei Bewegung schon von Anfang an habe. Die BE-Faktoren und Langzeitinsulin habe ich schon oft verringert, um letztendlich fest zu stellen, dass ich doch mehr benötige.
Heute schon wieder passiert: 3,5 Stunden nach Essen: 7,5 mmol, ging Einkaufen mit dem Fahrrad, in der Kaufhalle plötzlich 5,2 mmol mit stark sinkender Tendenz. Habe 1 BE Traubenzucker gegessen und bin zurück nach Hause nach dem Einkauf. Zu Hause angekommen war mein Wert 4,2 mit stark sinkender Tendenz. So ist das fast jedes Mal.
Ich werde es wieder mit geringeren Faktoren testen, da ich wirklich nicht wahr haben will, dass das nur bei mir so sein kann.
Danke für den Tipp mit der Krankenkasse, werde mal nachfragen.
Ja, habe Basalinsulin. Es ist Toujeo, 24 Einheiten am Tag.
Bearbeitet von User am 09.10.2018 18:57:32. Grund: @elfe -
am 09.10.2018 19:18:02 | IP (Hash): 1567036446
@Jürgen
Danke auch an dich für die Antwort!
8mmol nach dem Essen ist schon ziemlich schwer für mich. Zum Beispiel nach dem Aufstehen erhöht sich mein Zucker immer standardmäßig um ca. 6mmol, also wird mein 1-Stunde Werte immer so 12-16 mmol nach dem Frühstück.
Aber generell, das mit den kleineren Werten und geringeren Schwankungen klingt nach einem guten Tip! Vielleicht passiert es wirklich wegen den hohen nach Essen-Werten. Neben dem Anstieg nach dem Aufwachen habe ich außerdem noch das Problem, dass Fett und Eiweiß meinen Blutzucker auch enorm erhöhen (4-6 Stunden nasch dem Essen). Das heißt, wenn ich normale Sachen esse habe ich ständig irgendwelche schwer kontrollierbaren Blutzucker Anstiege (meistens gegen Abend hin, je nach dem, was ich zum Mittag gegessen habe)
Klingt für mich jetzt so, als ob ich nur mit einer strikten Fett und Eiweiß -armen Ernährung stabile Werte hinbekommen würde. Das wäre dann ein tristes Leben :/
Habe immer gedacht als Typ1er kann man sich schon normal ernähren, ohne jetzt einen strikten Ernährungsplan zu haben.
"Und dann geht’s um die möglichst systematische Beobachtung: Was macht Dein BZ, wenn Du im postabsorptiven Bereich losmarschierst, und wie anders verhält er sich womöglich wieviel weniger lange nach jeder Mahlzeit mit dem entsprechenden Bolus?"
Die Beobachtungen habe ich schon oft gemacht. Meistens ist es so, dass die Unterzuckerung erst nach 2 Stunden oder später passiert. Wenn ich direkt nach dem Essen losgehe hält der Zucker sich meistens ganz gut an, da er sowieso immer erstmal ziemlich hoch schießt, aber meistens ist er dann trotzdem nicht ganz so hoch wie als wenn ich mich nicht bewege. -
Elfe
Rang: Gastam 11.10.2018 01:41:40 | IP (Hash): 1505651263
Hallo Antabaka,
da hast du mich missverstanden, 'immer zuviel'.
Bin selber von Hypo-Problematik betroffen und musste in Hypo-Schulung.
Da wird so grundsätzliches wiederholt, aber eben auch, körperliche Symptome wahrnehmen zu können - verlasse mich persönlich eher darauf als auf Dings.
Zum Zeitpunkt einer Hypo ist zuviel Insulin zur Regulierung des Blutzuckers vorhanden.
Wir können nur annähernd mit Insulinspritzen den normalen Stoffwechsel nachbilden:
Nahrungs-BEs und gespritztes Insulin müssen sich im Organismus treffen - ausgleichen!
Fett und Eiweiß verzögern die Wirkung der Nahrungs-BEs und passen dann nicht unbedingt zum kurzwirkenden Mahlzeiteninsulin - Insulindosis teilen, ev. FPE-Einheiten notwendig - bei Anstieg nach 4-6 h.
Neben der BE-Einschätzung ist bei Insulindosierung wichtig, wie ist die Verdauungszeit der eingenommenen Mahlzeit im Vergleich zur Wirkungszeit des Mahlzeiteninsulins.
Meins wirkt in der Spitze bei 3 h, und dann messe ich auch - zum ggfs. korrigieren.
Einen gewissen Puffer gibt auch der Spritzzeitraum des Insulins: Vor/Nach/Geteilt.
Beispiel: Mein Werktags-Haferflockenmüsli spritze ich vor, Sonntagsfrühstück mit Brötchen/Ei/Bacon nach.
Ganz wichtig, ev. unterschätzt, ist die Wirkung des Basalinsulins:
Deine 24 Toujeo-Einheiten sind m. E. schon echt viel.
Wurde als neues und angeblich gleichmäßig Wirkendes auch bei mir angesprochen.
Komme besser mit Levemir (mo 5 + ab 4 z. Zt) zurecht, brauche nachts weniger als über für Tag, Dosisüberprüfung auch einfacher, schon am Nüchternwert zu sehen. (Tagesdosisüberprüfung mit auslassen Mahlzeit/Mahlzeitinsulin).
Gruß Elfe -
am 11.10.2018 09:20:20 | IP (Hash): 1027123048
Antabaka schrieb:
8mmol nach dem Essen ist schon ziemlich schwer für mich. Zum Beispiel nach dem Aufstehen erhöht sich mein Zucker immer standardmäßig um ca. 6mmol, also wird mein 1-Stunde Werte immer so 12-16 mmol nach dem Frühstück.
Vielleicht fängst Du dann einfach mit dem Aufstehen an? So ein Aufsteh-Anstieg lässt sich mit passend (muss natürlich systematisch ausgetestet werden) Bolus noch auf der Bettkante ausgleichen, so dass anschließend das Frühstück nicht schon auf einen BZ-Berg aufsetzt.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 12.10.2018 19:07:51 | IP (Hash): 1426550990
Hallo zusammen,
bei mir (Typ I seit 33 Jahren und seit 7 Jahren mit Insulinpumpe) ist es fast genauso. Bei bei gerinster körperlicher Belastung fällt mein Blutzucker bis auf 2,3 mmol/l ab.
Um das z. B. bei Arbeiten in Haus und Garten oder Holz spalten zu vermeiden habe ich mir 3 abgesenkte Basalraten gespeichert. Beim Holz hacken oder Garten graben stelle ich die Basalrate auf 0% und beginne erst 2 h nach der Absenkung mit der Arbeit. Dann aber ist der BZ schon bei 12 oder 14. Nach 45 min höre ich freiwillig auf mit den Arbeiten da der BZ jetzt nur noch 3 mmol/l beträgt. Das ständige aufnehmen von Nahrung, an Tagen mit Arbeit manchmal das doppelte des BE-Plans hinterlässt auch Spuren beim Körpergewicht.
1h vor einem leichten Spaziergang senke ich auf 30 % ab und wenn der Pfeil von Libre senkrecht nach unten zeigt dann esse ich sofort 2 BE. Der BZ Anstieg tritt ohne weitere Bewegung erst nach ca. 30 - 45 min ein.
Das ist auch so wenn die BR auf 0% steht und 3,0 mmol/l erreicht sind, dann esse ich 3 oder 4 BE und warte min 45 Minuten bevor ich weiter machen kann.
Ich war deshalb schon in der Diabetesklink Bad Lauterberg aber man konnte sich das dort auch nicht erklären und tippte auf eine defekte Insulinpumpe. Mit der neuen Pumpe ist es genauso.
Reiner -
am 13.10.2018 08:50:28 | IP (Hash): 157955789
hat man in der Klinik denn auch mal getestet, wie zutreffend Dein Libre Sensor funzt? Bin nach meinem Libre nämlich z.B. heute morgen mit 2,4 aufgestanden, für die mein Standardfingerpieks 5 gesagt hat.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 13.10.2018 11:32:00 | IP (Hash): 592355492
Als ich in der Klink war hatte ich noch kein Libre, die Werte wurden damals mit Teststreifen festgestellt.
Das Libre wurde mir erst danch verordnet, wegen des hohen Teststreifenverbrauchs und Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen. Letzteres hat sich jetzt etwas gebessert.
Reiner
Bearbeitet von User am 13.10.2018 11:32:56. Grund: Text hinzugefügt -
Elfe
Rang: Gastam 13.10.2018 19:33:36 | IP (Hash): 1505651263
Hallo Reiner,
aus meiner Erfahrung könntest du eher versuchen, den Bolus zu senken (Basal lassen).
Bin auf Pens mit zwei Insulinen eingestellt und LADA, also wohl später als du betroffen.
Habe verhältnismäßig nur wenige Einheiten Basal - eben nur für den Grundstoffwechsel.
Sobald man irgendetwas tut, denkt, fühlt (z.B. Stress) oder arbeitet/sportelt, ändert sich das und wird eher mit Bolus abgefangen.
Wenn du mittlerweile weißt, um wieviel dein Blutzucker durch Holzhacken o.ä. gesenkt wird, dann berücksichtige dieses beim Weglassen der entsprechenden Einheiten beim Bolus - ev. kannst du die 3/4 BEs essen und statt per Insulin sozusagen abarbeiten.
Besser, als Achterbahn mit 14 bis 3 mmol/l zu fahren und nur kurzfristig zu reagieren, besser vorausschauend handeln.
Ist ja nicht nur der messbare Blutzucker, sondern auch das Befinden - diese unfassbare Schwäche bei niedrigem UZ.
Bei Werten um die 3 mmol/l brauche ich für BZ-Anstieg nur 1 KE (5 Gummibärchen), bei kleiner 2 mmol/l (kommt leider vor) erstmal 200 ml Saftgetränk (2 KE), nach messen ev. noch eine KE dazu (macht sich per Körpergewicht wirklich nicht bemerkbar).
Ist auch so ungefähr vergleichbar mit meinem Korrekturfaktor vom Insulin:
1 Einheit Insulin senkt den BZ um 40 mg/dl; eine KE erhöht den Blutzucker um 50 mg/dl.
Dieses Libre ist mir persönlich sehr suspekt - obwohl mein Arzt mich dazu überreden will, eben auch wg. Hypoproblematik.
War in ambulanter Hyposchulung, wo eben diese Einrechnung von körperlicher Betätigung besprochen wurde, auch auf körperliche Hyposymptome zu achten, wenn die so typischen ev. verloren gegangen sind.
Gruß Elfe -
am 14.10.2018 22:31:20 | IP (Hash): 599703578
Elfe schrieb:
Wenn du mittlerweile weißt, um wieviel dein Blutzucker durch Holzhacken o.ä. gesenkt wird, dann berücksichtige dieses beim Weglassen der entsprechenden Einheiten beim Bolus - ev. kannst du die 3/4 BEs essen und statt per Insulin sozusagen abarbeiten.
Hallo Reiner,
Frau Elfe hat wahrscheinlich noch nie etwas von Insulinpumpen und deren Möglichkeit, die aktuelle Basalmenge damit fein abzustimmen, gehört - deshalb dieser "kluge" Rat.
@Elfe,
warum sollte Reiner denn seine Insulinreduzierung von irgend einer kurz oder lange davor stattfindenden Mahlzeit abhängig machen, wenn er das zeitgenau und mit der ihm bekannten Reduzierung ganz einfach mit einer Verminderung der Basaldosis an seine Pumpe erreichen kann. Schließlich kommt bei der Pumpe ja für Basis und Bolus das gleiche Insulin aus genau dem gleichen Behälter zum Einsatz. -
Elfe
Rang: Gastam 15.10.2018 17:24:54 | IP (Hash): 65590865
Ach Rainer °~°
Lesen und verstehen !
Die Basalrate auf Null setzen hat eben NICHT gereicht - absinken auf 3 mmol/l durch körperliche Arbeit, obwohl mit 14 mmol/l (wodurch wohl ?) begonnen wurde.
Grundprinzip bei ICT bleibt gleich - ob Basal per Pen oder Basalrate per Pumpe.
Und auch Bolusinsulin wird per Knopfdruck - zusätzlich - abgegeben.
Abgleich zwischen Mahlzeit/Mahlzeiteninsulin und Einrechnung Senkung muss stimmen.
Bei sehr anstrengendem Sport muss man sogar ggfs. bis in nächsten Tag beobachten - Muskelauffülleffekt.
Hektisches Reagieren auf u.a. so einen sinkenden Libre Pfeil mit Zusatz-BEs zu handeln, ist nicht zielführend.
Grundwissen zur Dosierung von Mahlzeiteninsulin wird in Schulung vermittelt, ausführlicher noch in Hyposchulung. Einstellung der Insulinpumpe noch zusätzlich obendrauf.
Feinabstimmung findet zwischen 1er-Patient und behandelndem Arzt statt.
Da kannst du als stolzer 2er und LCHF-/Butter-Verkäufer, der mit paar Einheiten Lantus auskommt, gar nicht mitreden. Persönliche Erfahrung zum Mahlzeiteninsulin hast du nicht.
Googeln macht dich nicht zum wunschgemäßen Diabetes-Experten. -
am 15.10.2018 19:13:15 | IP (Hash): 1815675981
Reiner15 schrieb:
und Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen. Letzteres hat sich jetzt etwas gebessert.
Auch wenn ich mich selbst mal sehr intensiv darum gekümmert und meine Hypowahrnehmung erheblich verbessert habe, nützt die mir gar nichts für meine alltägliche BZ-Steuerung :(
Denn wenn ich im Stress bin, bekomme ich meine ersten Anzeichen um 3,4-3,3 nicht mit, sondern erst deutliche und meine Leistungsfähigkeit beeinterächtigende Symptome bei BZ zwischen 1,5 und 2,5 mmol/l. Bis dann mein BZ wieder bei für mich ordentlichen 3-4 mmol/l angestiegen ist, ist schon ne halbe Stunde Leistungsloch rum, und das bleibt dann auch noch ne gute halbe Stunde, auch wenn mein BZ bis dahin schon bei 8 oder 10 spielt, weil ich halt mit dem Hypoauffressen nicht nach der halben oder einen BE aufgehört hab, die dafür eigentlich ausgereicht hätte. Aber in solchen Fällen sind Fühlen und Wissen halt nicht so recht kompatibel :(
Deswegen beobachte ich meinen BZ auch zwischen den Mahlzeiten und kann eigentlich abhängig von der Höhe des letzten Bolus und Futters und der Zeit und dem, was ich seitdem gemacht hab, sehr gut einschätzen, ob das Unterschreiten von 6mmol/l jetzt normal ist und wie beabsichtigt zwischen 4 und 5 ausläuft, oder ob das Sinken Richtung 3 bis 2 geht. Und wenn zu tief droht, macht passendes Sinkbremsessen natürlich zwischen 6 und 5mmol/l mehr Sinn, als wenn man erst auf das Hypogefühl wartet.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 15.10.2018 19:15:21. Grund: ERgänzung -
am 16.10.2018 20:03:26 | IP (Hash): 296194964
Hallo zusammen,
dass die "Achterbahnfahrt" nicht optimal ist das weiß ich selbst. Wenn ich die BR 2 h vor Leistungsabgabe, nach Mahlzeit ohne Bolus, abgesenkt habe kommen die 14 mmol/l zu stande. An manchen Tagen arrbeite ich die Nahrung so schnell ab und komme innerhalb einer Stunde runter auf 3 mmol/l.
Weil ich das weiß messe ich zwischendurch (Libre hat dann den Pfeil senkrecht nach unten) und nehme BEs zu mir meist 3 - 4. Die Wirkung der BEs ist langsamer als der Blutzuckerabfall, selbst wenn ich Cola trinke. Der BZ sinkt dann ohne weiteres zu tun noch ca. 15 - 20 min weiter ab bevor in gleicher Linie der Anstieg erfolgt. Die Wartezeit liegt dann bei 30 - 45 min (hatte auch schon öfter 1h) bevor ich weiter arbeiten kann.
Das Ganze hat dann nichts mehr mit Arbeit zu tun, wenn man die Hälfte der Zeit damit beschäftigt ist Nahrung aufzunehmen und warten bis der BZ wieder auf 6 oder 7 mmol/l angestiegen ist. Wenn ich mit 7 mmol/l die gleiche Tätigkeit weiter ausführe ist nach 30 min schon wieder Schluss (3 mmol/l). Beim 3. Arbeitsanlauf beim Start mit 7 mmol/l dauert es meist keine 30 min eher nur 20 bis ich dann wieder Nahrung aufnehmen muss.
Wohl gemerkt das ganze ohne Insulin nur abgearbeitet.
Meine Tagesration BE ist mit 16 festgelegt, an solchen Tagen wie oben brauche ich etwas mehr als das doppelte (32 - 35 BE).
Die Basalrate ist so eingestellt, dass ich wenn ich mich im Haus aufhalte und nichts tue Werte zwischen 6 und 7,5 mmol habe. Der Bolus ist aus den Werten der Basalrate berechnet und wird wie diese ständig an Hand des postbrandialen Anstiegs geprüft. 4 mmol/l sind nach der Mahlzeit bei mir vorgesehen.
Reiner -
am 16.10.2018 20:21:33 | IP (Hash): 355381920
Hast du Humaninsulin in der Pumpe, dass du nach 3, 4, 5 Stunden ohne Insulinzufuhr noch Insulinwirkung hast?
Ich bemerke (mit Humalog) nach ca. 3 Stunden "Pumpe aus" die ersten Ketoazidose-Symptome und habe dann auch erhöhte Ketonwerte. -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 00:58:28 | IP (Hash): 65590865
Reiner15 schrieb:
Hallo zusammen,
dass die "Achterbahnfahrt" nicht optimal ist das weiß ich selbst. …
Meine Tagesration BE ist mit 16 festgelegt, an solchen Tagen wie oben brauche ich etwas mehr als das doppelte (32 - 35 BE).
Die Basalrate ist so eingestellt, dass ich wenn ich mich im Haus aufhalte und nichts tue Werte zwischen 6 und 7,5 mmol habe. Der Bolus ist aus den Werten der Basalrate berechnet und wird wie diese ständig an Hand des postbrandialen Anstiegs geprüft. 4 mmol/l sind nach der Mahlzeit bei mir vorgesehen.
Hallo Reiner,
will dir mit dem Begriff 'Achterbahn' nicht zu Nahe treten, bitte entschuldige.
Mich verwundert deine ärztliche Diabeteseinstellung:
Tagesration BEs ~ bei mir nur Mahlzeitenbezogen ~ bis zu 6 ganz gut zu händeln ~ zwei Hauptmahlzeiten sind dann max. 12 + ev. mal was zwischendurch
4 mmol/l nach Mahlzeit entsprechend 70 mg/dl sind zu niedrig - knapp vor Unterzucker
hjt_Jürgen schrieb:
Reiner15 schrieb:
und Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen. Letzteres hat sich jetzt etwas gebessert.
Auch wenn ich mich selbst mal sehr intensiv darum gekümmert und meine Hypowahrnehmung erheblich verbessert habe, nützt die mir gar nichts für meine alltägliche BZ-Steuerung :(
Denn wenn ich im Stress bin, bekomme ich meine ersten Anzeichen um 3,4-3,3 nicht mit, sondern erst deutliche und meine Leistungsfähigkeit beeinterächtigende Symptome bei BZ zwischen 1,5 und 2,5 mmol/l. ...
Hallo Jürgen,
wenn du den Hypokurs auch hattest, weißt du, daß körperliche Symptome schon vor 60 mg/dl wahrzunehmen sein können.
Einig waren wir uns als Teilnehmer zu Sehveränderungen - bei mir u.a. Blendwirkung bei normalen Tageslicht von hellen Flächen.
So Dinge wie Rückwärtszählen oder Rechnen als Denküberprüfung fa(i)nd ich eher albern.
So offensichtliche UZ-Symptome wie Zittern (hatte ich nur zu Anfang) oder starkes Schwitzen (im Sommer sowieso) gehen verloren.
Besonders, wenn man Blutzuckerwerte verhältnismäßig niedrig hält - mit 160 mg/dl (Nierenschwelle mit 180 mg/dl ist so meine persönliche Grenze).
Per körperlicher Symptome nehmen wir jedoch mehr den Unterschied des BZ wahr, nicht absolute Werte.
Als Hausaufgabe vom Arzt habe ich bekommen, morgens mit größer 100 mg/dl zu beginnen, da man erfahrungsgemäß den Morgen-BZ mitschleppt, stimmt. (Und natürlich nicht zu streng Korrektureinheiten zu spritzen).
HeikeOV schrieb:
Hast du Humaninsulin in der Pumpe, dass du nach 3, 4, 5 Stunden ohne Insulinzufuhr noch Insulinwirkung hast? ...
Die Frage nach verwendetem Insulin ist wichtig!
Auch bei weitaus schneller wirkendem Insulin ist zu beachten, daß wir vorausschauend handeln müssen.
Abgleich mit Verdauungsgeschwindigkeit der Mahlzeit ist auch zu bedenken - Aufschluss von Stärke zu Zucker, mit begleitenden Inhaltsstoffen wie Ballaststoffe/Eiweiß/Fett.
Bei körperlicher Betätigung ist Verbrauch durch Muskelaktivität durchaus zu beachten und einzurechnen - vorher Insulineinheiten senken/Zusatz-BEs ggfs.
Das System der BZ-Einstellung reagiert relativiert träge - anders, als uns die elektronischen Messsysteme per Pfeil/Wert suggerieren.
Gruß Elfe
P.S.: Maßeinheit mg/dl ist mir persönlich geläufiger mit 60/100/180.
Bei mmol/l-Anfragen schaue ich hier
www.diabetiker-hannover.de/diab_hannover/mgdlmmol.htm#Umrechnungstabelle
Bearbeitet von User am 17.10.2018 01:03:03. Grund: Format -
am 17.10.2018 13:24:22 | IP (Hash): 1988546667
Finde ne gute Übung in Achtung und Respekt, auf nen Forenbeitrag in der darin verwendeten Einheit zu Antworten.
Und genau so visuelle Auffälligkeiten nehme ich auch als Ankündigung für Hypo. Hat sich bei mir in der Höhe allerdings noch nie verändert, obwohl ich die Grenze für um 2 Jahre Mal systematisch für meine morgendliche Grundeinstellung genutzt hab, als ich weniger Teststreifen bekam.
Unabhängig davon, wie viele BEs am Tag man für normal hält, empfiehlt sich eigentlich bei allen Schwierigkeiten mit der BZ-Steuerung, auf ganz kleine KH- und Insulinmengen runter zu gehen und erst wenn die dann voll gut passen, vorsichtig zu erhöhen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 17:33:43 | IP (Hash): 1182650930
hjt_Jürgen schrieb:
Unabhängig davon, wie viele BEs am Tag man für normal hält, empfiehlt sich eigentlich bei allen Schwierigkeiten mit der BZ-Steuerung, auf ganz kleine KH- und Insulinmengen runter zu gehen und erst wenn die dann voll gut passen, vorsichtig zu erhöhen.
Nicht unbedingt - zu kleine Mengen, sondern BE-Menge ausreichend, um entsprechenden IE/BE-Faktor anwenden zu können.
Verwendet man den Faktor bei größeren BE-Mengen, wird der Fehler relativ größer mit ggfs. mehreren Einheiten zuviel an Insulin.
So genau lässt sich mit Pen das Insulin nicht dosieren - habe vom Arzt allerdings wg. der Hypos zwei Halbschritt-Pens bekommen, d.h. ich kann per Auf-/Abrunden auf x,5 dosieren.
Selbst bei Basal muss ich aktuell eine halbe Einheit wegnehmen, da morgens zu tief.
Beim Bolus verändere ich den Faktor auch nur vorsichtig in 0,25-Schritten, was bei 4 BE eben auch einen Unterschied bis zu 1 Einheit ausmachen kann.
Da ich bei 50 mg/dl nur eine BE zum Anheben brauche oder auch nur ca. 1 Einheit Insulin zum Senken, halten sich die Schwankungen im Normalfall in Grenzen.
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am 17.10.2018 18:47:31 | IP (Hash): 1063663197
Hallo zusammen,
oben steht 4 mmol/l sind der postbrandiale Anstieg nach der Nahrungsaufnahme. Bsp: 6 mmol/l vor dem Essen und 10 mmol/l sollten es max nach dem Essen sein. Kann also niemals etwas im Hypo-Bereich sein.
Ich wurde 1986 mit der Einheit mmol/l eingestellt und benutze diese bis heute ohne Probleme.
Mein Insulin ist NovoRapid und auf dem Bolusrechner ist eine Wirkdauer von 4 h eingestellt.
Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.
Reiner -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 20:17:16 | IP (Hash): 1182650930
Hallo Reiner,
NovoRapid ist auch mein Insulin, seit 2001, per Pen allerdings.
Ich habe eine Zielvorgabe von 100 mg/dl entsprechend 5,6 mmol/l.
Kann bei Vor-Mahlzeitmessung bedeuten - Zusatz BEs zum Anheben (paar Gummibärchen) oder Korrektureinheit(en) Insulin.
Die Wirkungskurve des Insulins zeigt (auch dosisabhängig) einen Anstieg, Wirkungsgipfel, auslaufend.
'Darf' eigentlich auch erst nach 4 h per Korrektur reagieren, habe jedoch festgestellt, daß nach 3 h nicht mehr viel passiert.
So weit nur Insulinwirkung zur Mahlzeit.
Aber eigentlich ist ja mehr Dein Problem, was bei körperlicher Anstrengung passiert.
Da werden Kohlenhydrate verbraucht, wie bei jedem anderen Menschen auch.
Bei Sportveranstaltungen gibt es deswegen die Versorgungsstationen mit Bananen und Getränken, im Profibereich nuckeln die heutzutage an irgendwelchen Isogetränken, nicht mehr so offensichtlich.
Diese KH-'Verbrennung' müssen wir INSULINER im Vorfeld berücksichtigen.
Schon Bolus-Anpassung vorher und unbedingt schnelle Zusatz-BEs dabei haben.
Ob so ein programmiertes Dingsbums diese Gedankengänge wirklich leisten kann ?
Mir fehlt der Glaube. Eben auch per persönlichem Austausch mit IT-lern - Auftrag, Module, Darstellung.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 17.10.2018 20:34:29. Grund: Eränzung -
am 17.10.2018 20:33:46 | IP (Hash): 758656419
Elfe schrieb:
Da werden Kohlenhydrate verbraucht, wie bei jedem anderen Menschen auch.
Ähhhm, ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Ohne Insulin werden keine Kohlenhydrate verbraucht.
In `ner Keto - also dem Zustand bei absolutem längere Zeit andauerndem Insulinmangel - steigt der BZ bei Bewegung...
Elfe schrieb:
Ob so ein programmiertes Dingsbums diese Gedankengänge wirklich leisten kann ?
Mir fehlt der Glaube. Eben auch per persönlichem Austausch mit IT-lern - Auftrag, Module, Darstellung.
Du solltest dich mal mit Insulinpumpen allgemein und Close-Loop-Systemen im besonderen beschäftigen... der ICT um Welten überlegen, sagt die ITlerin.
Und übrigens, die Gedankengänge kommen von der Person, die das "Dingsbums" parametriert hat...
Bearbeitet von User am 17.10.2018 20:44:49. Grund: . -
am 17.10.2018 20:58:26 | IP (Hash): 758656419
Reiner15 schrieb:
Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.
Reiner
Das ist wirklich krass... und die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt ist, dass du zum einen sehr insulinempfindlich sein musst - holst wirklich das letzte raus ;) - und es bei dir sehr lange dauert, bis das Insulin wirklich vollständig weg ist...
Nach 7 Stunden ohne Insulin würde ich mich in einer innigen Umarmung mit der Toilettenschüssel befinden...
Nachdem du ja Novorapid ohne Problem verträgst, schon mal Fiasp probiert? -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 21:07:41 | IP (Hash): 1182650930
Hallo Heike,
erklärt so einiges an deinen Beiträgen, als ITlerin.
Meine Grundlagen liegen in Biologie und Chemie, wie funktioniert eigentlich der Organismus ?
Selbstverständlich werden Kohlenhydrate verbraucht (verbrannt) per Muskeltätigkeit, ohne Umweg über Insulin-'Schlüssel' in Körperzelle.
Hatte wirklich sehr viel Bewunderung zu Programmierern.
Bis zu Kollegin, die mit Biologiestudium keinen Job bekam und umgeschult wurde auf programmieren.
Lt. ihrer Aussage werden da nur einzelne Module zusammengeknotet, wie ich sie als Textbausteine in der Textverarbeitung kenne.
Habe mich bereits mit Pumpe etc. beschäftigt und halte dies nicht für so überaus überlegen zur ICT.
Gruß Elfe
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Bearbeitet von User am 17.10.2018 21:14:56. Grund: P.S. -
am 17.10.2018 21:30:24 | IP (Hash): 758656419
Ich bin ITlerin (Dipl. Inf) und entwickele und warte Software, kein Programmiersklave für Banalitäten... dass machen bei uns Werkstudenten...;)
Glaube mir, da ist nicht viel mit Modulen, die zusammengeklickert werden...
Auch die Muskeln brauchen für die Kohlenhydrataufnahme Insulin. Ohne geht das nur in geringem Maß... Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
-
am 17.10.2018 21:36:33 | IP (Hash): 758656419
Elfe schrieb:
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Bei mir beginnen nach ca. 3-4 Stunden die Ketoazidose-Symptome.
Nach 7 Stunden hätte ich richtig hohe Ketonwerte (größer 2 mmol/l) und 'nen Blutzucker jenseits der 500mg/dl...
Elfe schrieb:
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Ich vermute einfach, dass das Novorapid bei Reiner sehr lange wirkt. Fiasp wird schneller resorbiert...
Bei mir ist das Humalog nach 2 Stunden so gut wie durch, andere haben eine Wirkung bis zu 5 Stunden. Und ich brauch eher viel Insulin...
Bearbeitet von User am 17.10.2018 21:40:01. Grund: . -
am 17.10.2018 22:09:09 | IP (Hash): 1988546667
HeikeOV schrieb:
Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
"Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf." zitiert aus https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin
Rote Blutkörperchen brauchen übrigens auch kein Insulin zu ihrer Versorgung mit Glukose. Deswegen verhalfen lange Wege vom nüchtern gezapften roten Saft bis zum Mittag im Labor zu ner Menge mg/dl - mmol/l weniger als bei der direkten Messung - früher. Heute funktioniert der Kühltransport auf schnellsten Wegen.
In der Leber wird das meiste Insulin verarbeitet, gesund eh, weil's da in sehr viel höherer Konzentration drin ankommt, als es danach in den Körperumlauf entlassen wird. Aber auch die meiste Wirkung vom gespritzten findet in der Leber statt, denn da drin ist der einzige Glukosespeicher, der - eben mit Insulin - unbegrenzt Glukose aufnehmen und was den Speicher überfüllen würde in Fett umwandeln kann zum Speichern im Schwimmgürtel.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 17.10.2018 22:16:46 | IP (Hash): 758656419
Gleicher Artikel:
"In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2"
Übrigens: Erythrozyten=rote Blutkörperchen
Aber ich bleibe dabei: Muskeln brauchen für die Glucose-Aufnahme Insulin - nicht für die Verbrennung. Aber, was nicht aufgenommen werden kann, kann auch nicht verbrannt werden...
Einen hohen Blutzucker kann ich mit Bewegung nur senken, wenn ausreichend Insulin da ist....
Bearbeitet von User am 17.10.2018 22:27:18. Grund: . -
am 17.10.2018 23:30:00 | IP (Hash): 1988546667
Ok, aber es gibt außerhalb des Pankreas und der Pipeline zur Leber, der Aorta, keine Stelle im Organismus mit auch nur annähernd so konzentriertem Insulin wie in der Leber.
Interpretiere ich als
a) für das Leben des Organs Leber - seiner Zellen - ist kein Insulin erforderlich, aber für
b) das Speichern von Glukose als Glykogen und für die Umwandlung von zu viel Glukose/Glykogen zu Fett ist auch in der Leber ne Menge - die größte Menge im Organismus - an Insulin erforderlich.
Klar können die Muskeln ohne Insulin keine Glukose aufnehmen, aber wo bleibt die Glukose, wenn ich ne Woche im Bett zubringen muss und meine Muskeln nicht mehr als den Grundumsatz verbrauchen können?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 18.10.2018 19:03:12 | IP (Hash): 1182650930
HeikeOV schrieb:
Ich bin ITlerin (Dipl. Inf) und entwickele und warte Software, kein Programmiersklave für Banalitäten... dass machen bei uns Werkstudenten...;)
Glaube mir, da ist nicht viel mit Modulen, die zusammengeklickert werden...
Auch die Muskeln brauchen für die Kohlenhydrataufnahme Insulin. Ohne geht das nur in geringem Maß... Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
Hallo Heike,
na supi Aussage zum IT-Job - … und das Testen übernehmen dann die Anwendersklaven, war so einer.
Wobei es unglaublich schwierig war, dem IT-Consultant, zu erklären, was wir wirklich von dem System erwarten. (Das Wort 'Entitäten' werde ich nie vergessen, für mich eigentlich 'Feld' in Eingabemaske.)
'Ohne Insulin Kohlenhydrate aufnehmen' ist für mich Streit um des Kaisers Bart.
Die Muskeln verbrauchen! die Energie, die verbrauchte Energie wird dann langsam wieder aufgefüllt.
Geht doch eigentlich bei Reiners Frage um Insulindosierung und Vermeidung von Hypos - wie geht man praktisch! damit um: Eben mit Reduzierung von Bolus-Insulin - 10 bis 50 % wird hier genannt, Basal ev. zusätzlich u.a.m.
https://www.diabetes-ratgeber.net/Sport/Blutzucker-beim-Sport-richtig-einstellen-217997.html
Bei mir persönlich wirkt sich Ausdauersport eher in BZ-Erhöhung aus. Da wird wohl mehr Zucker ausgeschüttet - in Erwartung, die ich dann nicht zu leisten vermag :-;
Starte jedenfalls mit normalem Zielwert und habe nur zur Sicherheit (wie eingebläut) Traubenzucker dabei.
Gruß Elfe
P.S.: Tut mir leid wegen deiner Ketoazidose-Problemen.
Kenne ich persönlich nur theoretisch aus der 1er-Grundschulung und mittleidigem Blick der Apothekerin, als ich brav die Ketonstreifen gekauft habe. Für ein paar wenige Ausreißer um die 300 mg/dl, aber nie per Symptome, hatte ich bisher keine Veranlassung für Test. -
am 18.10.2018 19:46:17 | IP (Hash): 1929088202
Elfe schrieb:
P.S.: Tut mir leid wegen deiner Ketoazidose-Problemen.
So ein Blödsinn, Heike hat doch keine Ketoazidoseprobleme.
Sie könnte welche bekommen, wenn sie nicht aufpasst und nicht rechtzeitig Insulin nachgibt - was sie mit ihrer Erfahrung aber ganz bestimmt nicht verpasst. -
am 18.10.2018 20:13:22 | IP (Hash): 485213131
Elfe schrieb:
na supi Aussage zum IT-Job - … und das Testen übernehmen dann die Anwendersklaven, war so einer.
Wobei es unglaublich schwierig war, dem IT-Consultant, zu erklären, was wir wirklich von dem System erwarten. (Das Wort 'Entitäten' werde ich nie vergessen, für mich eigentlich 'Feld' in Eingabemaske.)
Ne, fürs Testen gibt es interne Tester, die nach Spezifikation und Testbuch testen...
Und danach kommen Abnahmetests gemeinsam mit Kunden und Entwicklern...
ISO9001; ISO 12001!?
Wenn die Beschreibung natürlich nicht zu den Anforderungen passt...
Aber Consultants sind ein echtes Übel- die treiben die Seite, die sie nicht bezahlt oft an den Rand der Wahnsinns.... Ich kläre Unklarheiten meist direkt mit den Anwendern...
PS: Du hast übrigens 5-6 Jahre Mathematik-/Informatikstudium mit eine gescheiterten Biologin nach Umschulung gleich gesetzt...
Bearbeitet von User am 18.10.2018 21:23:49. Grund: PS -
am 18.10.2018 20:21:46 | IP (Hash): 485213131
Rainer schrieb:
So ein Blödsinn, Heike hat doch keine Ketoazidoseprobleme.
Sie könnte welche bekommen, wenn sie nicht aufpasst und nicht rechtzeitig Insulin nachgibt - was sie mit ihrer Erfahrung aber ganz bestimmt nicht verpasst.
Natürlich prüfe ich meine BZ blutig bei den ersten Keto-Symtomen, gerade wenn das GCMS vielleicht mal was anderes sagt - kann ja was defekt sein...
Und da bin ich von echten Problemen weit entfernt.... -
am 18.10.2018 20:23:55 | IP (Hash): 485213131
Elfe schrieb:
Geht doch eigentlich bei Reiners Frage um Insulindosierung und Vermeidung von Hypos - wie geht man praktisch! damit um: Eben mit Reduzierung von Bolus-Insulin - 10 bis 50 % wird hier genannt, Basal ev. zusätzlich u.a.m.
https://www.diabetes-ratgeber.net/Sport/Blutzucker-beim-Sport-richtig-einstellen-217997.html
Bei Reiner ist aber schon seit Stunden theoretisch keine Insulin mehr wirksam! Kein Basal, kein Bolus! Pumpe aus! Und das ist extremst seltsam!
Bearbeitet von User am 18.10.2018 20:25:19. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 21.10.2018 02:02:50 | IP (Hash): 1943184736
HeikeOV schrieb:
Elfe schrieb:
Geht doch eigentlich bei Reiners Frage um Insulindosierung und Vermeidung von Hypos - wie geht man praktisch! damit um: Eben mit Reduzierung von Bolus-Insulin - 10 bis 50 % wird hier genannt, Basal ev. zusätzlich u.a.m.
https://www.diabetes-ratgeber.net/Sport/Blutzucker-beim-Sport-richtig-einstellen-217997.html
Bei Reiner ist aber schon seit Stunden theoretisch keine Insulin mehr wirksam! Kein Basal, kein Bolus! Pumpe aus! Und das ist extremst seltsam!
Basal nein, Bolus können wir nicht wissen, da Reiner nicht angegeben hat, was er wann mit wieviel Einheiten Novorapid gespritzt hat.
Diese deiner Äußerungen sind auch recht merkwürdig:
HeikeOV schrieb:
Elfe schrieb:
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Bei mir beginnen nach ca. 3-4 Stunden die Ketoazidose-Symptome.
Nach 7 Stunden hätte ich richtig hohe Ketonwerte (größer 2 mmol/l) und 'nen Blutzucker jenseits der 500mg/dl...
Elfe schrieb:
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Ich vermute einfach, dass das Novorapid bei Reiner sehr lange wirkt. Fiasp wird schneller resorbiert...
Bei mir ist das Humalog nach 2 Stunden so gut wie durch, andere haben eine Wirkung bis zu 5 Stunden. Und ich brauch eher viel Insulin...
Irgendwoher wirst du ja wissen, woher die Ketoazidose-Symptome herkommen, mit spezieller Zeitangabe. Was ja so voll verkabelt gar nicht vorkommen dürfte.
Deine Deutung zu Insulinwirkung 'Humalog nach 2 h bei mir durch' ist falsch.
Da ist ca. gerade das Wirkungsmaximum erreicht - eine Stoffeigenschaft und die eigentliche bestimmte Konstante
s. S. 6 in
https://www.ema.europa.eu/documents/product-information/humalog-epar-product-information_en.pdf
Variable sind
1.) Spritzzeitpunkt
2.) Mahlzeit-Zusammensetzung
3.) Dicke des Unterhautfettgewebes
Bei normalen Mahlzeitzusammensetzungen ist das Wirkprofil durchaus sinnvoll, Fiasp da eher nicht - da wir schnelle KHs doch allgemein sowieso, bes. isoliert, meiden sollen.
Hinzu kommt, daß bei körperlicher Anstrengung die Senkung des BZs eingeschätzt werden muss - auch dieses ist eine Variable (Konstitution).
Pumpe oder Pen macht da keinen Unterschied. -
am 21.10.2018 09:18:48 | IP (Hash): 512379430
Elfe schrieb:
Deine Deutung zu Insulinwirkung 'Humalog nach 2 h bei mir durch' ist falsch.
Da ist ca. gerade das Wirkungsmaximum erreicht - eine Stoffeigenschaft und die eigentliche bestimmte Konstante
s. S. 6 in
https://www.ema.europa.eu/documents/product-information/humalog-epar-product-information_en.pdf
5.2
"The pharmacokinetics of insulin lispro reflect a compound that is rapidly absorbed, and achieves peak blood levels 30 to 70 minutes following subcutaneous injection."
Da geht es nur um das Erreichen der Wirkspitze, das doch offensichtlich seeehr verschieden sein kann, übrigens nicht nur von einer Person zur anderen, sondern auch bei einer Person zu den verschiedenen Tageszeiten und dann bei der selben Person noch mal verschieden in Abhängigkeit von der körperlichen Aktivität in der Stunde nach dem Spritzen.
Und so verschieden kann dann auch die Spitze der Wirkkurve aussehen von ner zackigen Spitze bis zu ner breiten runden Platte, und ebenso dann das Absinken von steil bis flach auslaufend.
Vor dem Hintergrund ist völlig sinnbefreit, irgendeine allgemeine Wirkverlaufskurve über eine persönlich gemessene stellen zu wollen. Selbstverständlich ebenso, wenn jemand seinen BZ unbedingt in den Rahmen einer allgemeinen Kurve zwingen und nicht akzeptieren will, dass seine persönliche sehr viel anders verläuft und dass er gut dran tut, die systematisch auszutesten und sich danach zu richten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 21.10.2018 09:30:08. Grund: Korrektur -
am 21.10.2018 09:19:42 | IP (Hash): 677586290
Reiner15 schrieb:
Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.
Reiner
Kein Bolus! Wer lesen kann...
Thema Keto:
ohne CGMS: Ein etwas erhöhter Wert wird erstmal mit der Pumpe korrigiert. War die Ursache aber ein Defekt am Katheter , es kommt also kein Insulin mehr an, steigt der BZ weiter und die Übelkeit ist das erste Symptom der Keto...
2-3 mal in 18 Jahren passiert.
mit CGMS: hatte vor 2-3 Wochen eine echten Murks-Sensor: Der war morgens noch ok und hat dann nur noch Werte zwischen 70 und 90 mg/dl angezeigt. Das schaltet dann die Pumpe ab (für max. 2 Stunden) um eine Hypo zu vermeiden. Dann geht die Pumpe zwar für eine halbe Stunde wieder an. Aber bei der nächsten Abschaltung war dann der Insulinmangel schon so groß, dass die Keto anfing...
Zum Thema Wirkprofil Humalog:
Dieses Profil zeigt nur wann und wie lange das Insulin durchschnittlich nachweisbar ist.
Ich verwende Humalog jetzt seit 18 Jahren. Nach 15 Minuten beginnt bei mir die Wirkung, nach 2 Stunden tut sie da nix mehr. Was da vielleicht noch im Blut nachweisbar ist, ist irrelevant.
Und sowas testet man nicht nach einer Mahlzeit oder vor/nach/während Bewegung... aus, sondern mit eine Korrektur eines maßvoll erhöhten Wertes bei korrekter Basalrate. Auch die Langzeitinsuline, die ich vor langer Zeit mal gespritzt habe, haben bei mir nie die versprochene Wirkdauer von 14 -26 Stunden erreicht.
Und zu dem Blödsinn mit dem Meiden schneller KHs schreibe ich nichts mehr...
Ich denke, es wird langsam Zeit, es Cracktos und Dirk nachzutun...
Bearbeitet von User am 21.10.2018 09:21:56. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.10.2018 10:16:57 | IP (Hash): 512379430
@Reiner
Klar denken wir INSULINER und unsere Ärzte bei Hypos immer zuerst an zu große gespritzte oder gepumpte Dosen. Aber es gibt auch Abweichungen vom Nomalen, mit denen Nichtdiabetiker unterzuckern können. So hab ich z.B. schon mehrere Nichtdiabetiker mit einer extrem niedrigen Nierenschwelle kennen gelernt, die damit z.T. mit etwas Bewegung und ohne Essen deutlich unter 50mg/dl kommen konnten.
Wll schreiben: Wie der Hund zu Flöhen auch noch Läuse haben kann, können wir zu unserem Diabetes auch noch weitere Glukose-Verwertungsstörungen haben. Und wenn der BZ sooo weit wie bei Dir aus dem erwartbaren Rahmen läuft, würde ich die Doks nach weiteren Ursachen nerven, die's wenigstens erklären und sich vielleicht sogar verkleinern bis beseitigen lassen. Daumendrück
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 21.10.2018 11:50:35 | IP (Hash): 1136329760
Antabaka schrieb:
Hallo alle miteinander.
Danke im Voraus an diejenigen, die sich die Zeit nehmen meinen Beitrag zu lesen und evtl. zu kommentieren.
Ich bin seit ca. 4 Jahren diagnostizierter Typ 1 Diabetiker und 29 Jahre alt. Für die Insulintherapie benutze ich einen normalen Pen und zum Messen FreeStyle Libre. Meine Langzeitwerte sind mit 5,9 - 6,1 im Schnitt ok denke ich.
Aber leider ist da ein riesen Problem, was meinen Alltag zur Hölle macht.
Mein Blutzucker rast bei physischer Bewegung schnell runter. Auch wenn ich nur mal 15 Minuten spazieren gehe sinkt der Wert zum Beispiel von 6,0 mmol auf 4,0 ab. Und das wenn gerade kein kurzzeitiges Insulin am Wirken ist. Im Falle, dass ich spazieren gehe und ich mich in dem Zeitraum befinde, in dem das Kurzzeitinsulin wirkt (0-4 Stunden) dann ist es schon fast lebensgefährlich für mich mal kurz in den Supermarkt zu gehen, ohne vorher ca. 30 gramm KH als "Puffer" aufgenommen zu haben oder eben bei der Mahlzeit 3 BE nicht ab zu decken.
Es ist, als ob meine Muskeln extrem viel "Sprit" schlucken, also extrem viel Glucose für wenig Bewegung verbrauchen. Das ständige Saft trinken oder Dextro essen ist auch sehr nervig.
Zum Glück bin ich freiberuflich tätig und kann von zu Hause aus arbeiten. Deswegen habe ich meine Werte ganz gut unter Kontrolle, aber dass jeder Schritt vor die Tür sich so gefährlich anfühlt vermiest mir schon sehr oft die Laune und die Lust überhaupt noch raus zu gehen. Ich sitze wirklich viel drinnen nebenbei gesagt.
Hat jemand von euch ein ähnliches Problem? Wie kann ich den Energieverbrauch meines Körpers bei Bewegung reduzieren? Angenommen ich gehe jeden Tag 15 Minuten joggen, würde das etwas ändern?
Ich würde mich über Hilfe freuen!
Hi!
Ich tippe da auf Restleistung der Betas, und die Menge reicht bei Bewegung für niedrige Werte.
Ich hab bis 4 Jahre nach der Diagnose auf 10 km Radfahren ne halbe Tüte Gummibärchen "verbraucht". Heutzutage ist das komplett anders....
Und bevor Elfe wieder ein Arbeitsblatt vom Diadoc herbeizaubert:
Humalog ist vormittags nach 2 Stunden definitiv raus, Abends wirkt der Bolus je nach "faul auf der Couch" und "Party" zwischen 3 und 5 Stunden.
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.10.2018 11:51:07 | IP (Hash): 677586290
Elfe schrieb:
Bei normalen Mahlzeitzusammensetzungen ist das Wirkprofil durchaus sinnvoll, Fiasp da eher nicht - da wir schnelle KHs doch allgemein sowieso, bes. isoliert, meiden sollen.
Hinzu kommt, daß bei körperlicher Anstrengung die Senkung des BZs eingeschätzt werden muss - auch dieses ist eine Variable (Konstitution).
Pumpe oder Pen macht da keinen Unterschied.
Dir ist aber schon klar, dass ich mit der Pumpe eine Boluswirkung problemlos verlängern kann. Nur verkürzen geht nicht...
Geht mit dem Pen auch, ist aber lästig... -
am 21.10.2018 12:24:14 | IP (Hash): 677586290
TypEinser schrieb:
Humalog ist vormittags nach 2 Stunden definitiv raus, Abends wirkt der Bolus je nach "faul auf der Couch" und "Party" zwischen 3 und 5 Stunden.
Und da ich Abends eher im Zustand "kurz vor Koma" bin... bei mir auch Abends ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 22.10.2018 23:27:36 | IP (Hash): 550942137
TypEinser schrieb:
Ich tippe da auf Restleistung der Betas, und die Menge reicht bei Bewegung für niedrige Werte.
Ich hab bis 4 Jahre nach der Diagnose auf 10 km Radfahren ne halbe Tüte Gummibärchen "verbraucht". Heutzutage ist das komplett anders....
Und bevor Elfe wieder ein Arbeitsblatt vom Diadoc herbeizaubert:
Humalog ist vormittags nach 2 Stunden definitiv raus, Abends wirkt der Bolus je nach "faul auf der Couch" und "Party" zwischen 3 und 5 Stunden.
Soso, jedenfalls weißt du mit Heike als 1er früh diagnostiziert, daß ihr ja so allwissend seid.
Gemessene Werte werden dann so interpretiert, daß eigentlich ganz klare biochemischen Vorgänge verleugnet oder bis zur Unmöglichkeit verbogen werden - 'Restleistung' als 1er, Wirkungskurve Insulin
Solche 'Besserwisser' habe ich real als Schulungsteilnehmer getroffen, die sich die ganzen Grundlagen genauso vergegenwärtigen mussten, wie ich als LADA.
Warum ? - Weil das eben nicht so stimmt und schlimm gegangen ist, trotz Jahrzehnte.
Man kann es drehen oder wenden, wie man will, bei Hypos passen wirkendes Insulin zum Blutzucker nicht zusammen - zuviel äußerlich gegebenes Insulin, reduzieren.
Das gegebene Insulin entspricht der ermittelten Wirkungskurve, wenn es denn im Blutkreislauf angekommen ist.
Kann durchaus unterschiedlich sein - bei mir sofort essen nach Spritze, mit mehr Bauchfett durchaus länger warten (Austausch mit realen Schulungskollegen).
KH-haltiges wird per Insulin berücksichtigt, einrechnen von Bewegung in Reduzierung von Insulin eben auch.
Wenn so eingebildet der Blutzucker steigt durch kein oder wenig KH-haltiges (Heikes Paprika) stimmt anderes nicht in weiteren Parametern, die im Organismus stattfinden - nicht so unmittelbar offensichtlich sind.
Zahlenmesswerte sind das eine, die zugrunde liegenden biochemischen Mechanismen das andere.
Gar nicht so schwer:
Durch Verdauung werden KHs aufgeschlossen und landen im Blut,
gespritztes Insulin muss über Unterhautgewebe auch im Blut landen.
Und sich treffen, irgendwie. Nicht wie gesund im Dünndarm.
An 'Arbeitsblatt' per Arzt glaubt die doofe Elfe.
Wissen tut die 'Elfe' noch mehr - was wirklich naturwissenschaftliche Studien betrifft (unter GLP - anders als ISO).
Bearbeitet von User am 23.10.2018 01:24:13. Grund: Ergänzung -
am 23.10.2018 09:31:49 | IP (Hash): 1244773395
Elfe schrieb:
Und sich treffen, irgendwie. Nicht wie gesund im Dünndarm..
Und wie käme Insulin bei gesunden Menschen in den Dünndarm? - Oder absolut verrückt, diese dooofen Insulinpillendreher, die's bislang zuverlässig nur bis in den Dünndarm geschafft haben. Wieso meinen die, dass das aus dem Dünndarm dann noch ins Blut muss, wo Dr. Elfe doch längst weiß, dass der Dünndarm das gesunde Insulinziel ist?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 23.10.2018 09:54:18. Grund: Ergänzung3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.10.2018 11:55:01 | IP (Hash): 766288795
Hallo Jürgen,
neben der Dünndarm-Story gibt es in Elfes Wutausbruch noch ein paar andere schöne Stellen zum lachen. Mir gefällt besonders die Behauptung, dass "das gegebene Insulin der ermittelten Wirkungskurve entspricht, wenn es denn im Blutkreislauf angekommen ist." Dumm nur, dass dann alle Insuline von Lantus bis Fiasp die gleiche Wirkkurve wie Humalog hätten. Der Unterschied zwischen den einzelnen Insulinen besteht ja gerade darin, dass sie unterschiedlich schnell aus der Spritzstelle freigegeben und in den Blutkreislauf abgegeben werden. :lol:
@TypEinser,
das Dokument, das Elfe das rausgesucht hat, ist schon seriös. Lediglich Elfes Interpretation lässt stark zu wünschen übrig. Über der Wirkkurve auf der Seite 6 ist nämlich ausdrücklich vermerkt:
"As with all insulin preparations, the time course of insulin lispro action may vary in different individuals or at different times in the same individual ... The typical activity profile following subcutaneous injection is illustrated below."*)
Neben dem 'may vary in ...' sollte sich Elfe sich auch mal den Beginn der Wirkkurve mit 'following subcutaneous injection' ansehen.
*) Quelle: https://www.ema.europa.eu/documents/product-information/humalog-epar-product-information_en.pdf Seite6, was man sich durch ersetzen von _en durch _de übrigens auch auf Deutsch ansehen kann.
Bearbeitet von User am 23.10.2018 11:59:13. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.10.2018 12:26:46 | IP (Hash): 1136329760
Liebe Elfe,
Restleistung der verbliebenen oder regenerierten Betas bei Typ 1 gibt es zu Hauf. Auch auf Jahre!
Dafür spricht beim Fragesteller der duchgängig gute HbA1c und die Hyponeigung bei körperlicher Aktivität. Ob das in Deinen Mikrokosmos passt ist mir echt egal...
Wie erklärst Du mir denn meinen Anstieg um 40 mg/dl nach 2 Tassen starkem Kaffee?
Mein Doc sagt: Hormone, Adrenalin oder die Alphazellen meinen was morsen zu müssen...
Was auch egal ist, Kaffee morgens braucht für mich einen Bolus. Glaub es oder nicht.
@Rainer
Ich kann mir vorstellen warum der Diadoc Arbeitsblätter ausgiebt... Ein Gespräch dürfte zu Anstrengend sein.
@Elfe
Bist Du jetzt Lada oder Pankreas-operiert?
Und: m
Mein Basal passt perfekt. Irgendwelche Einbildungen bestimmen meinen BZ nicht, dafür Kohlenhydrate und Hormone. So wird der BZ für uns berechenbar... mit variablen.
Da kommst Du auch noch hin.
PS. Im Kino gibt's bei mir Haribo Frösche. 200-g-Tüte. BZ-Spitze mit Insulin-Splitting räumlich und SEA bei 160. Mehrmals mit Libre überprüft... Läuft!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 23.10.2018 20:14:57 | IP (Hash): 550942137
Lieber TypEinser,
bzgl. Kaffee (ohne Kohlenhydrate) hat dein Doc recht:
"Koffein stimuliert die Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin."
https://www.brandeins.de/corporate-publishing/kaffee-in-zahlen/kaffee-in-zahlen-2015/wie-wirkt-kaffee-im-koerper
Und wie wir Diabetiker wissen, sind Cortisol und Adrenalin Gegenspieler zum Insulin.
Dann reagierst du besonders sensibel auf Kaffee.
Kann durchaus unterschiedlich sein - für mich nur Muntermacher, ohne Effekt auf Blutzucker.
LADA war nur meine Anfangsdiagnose.
Statt Pankreas-Operation hat mein Organismus es selbst geschafft, die Bauchspeicheldrüse außer Funktion gesamt zu setzen.
Laut MRT-Bilder liegt eine ungünstige Lage der Ausgänge für den Verdauungssaft der Bauchspeicheldrüse vor.
Per Rückstau hat sich das Organ sozusagen selbst verdaut.
Mein Internist = Diadoc hat mir prophezeit, im Laufe des Niedergangs werde ich mehr Insulin und mehr Verdauungsenzyme benötigen (besonders zur Fettverdauung - per Kapsel auf Fettmenge dosiert, weniger fein zu dosieren als bei Insulin). Genau so ist das nun auch gekommen.
Wenn du den Genuss von deinen Haribos BZ-mäßig so gut hinbekommst, ist doch super :-)
Egal sind mir meine Mitmenschen keineswegs.
Sonst wäre ich nicht in diesem Forum engagiert.
Habe durchaus viele Kenntnisse in eigener 2er Familie - und wie man damit umgeht: Locker oder heulend 'ich darf nix mehr essen'.
Berufliche Kenntnisse bzgl. Analytik/Datenauswertung zusätzlich.
Nutzt es oder lasst es.
Bearbeitet von User am 23.10.2018 20:27:22. Grund: Format -
am 23.10.2018 20:41:39 | IP (Hash): 480868577
@hjt-Jürgen
Ich war wegen des o. g. Problems oder des etwas seltsamen Verhalten meines Körpers, welches seit 10 Jahren immer stärker wird, bereits 2 x im Krankenhaus/Diabetesklinik und zu 2 stationären Rehas zur Neueinstellung, einmal mit Verlängerung. Das Krankenhaus entlässt heute nach Regelzeit (10 Tage Neueinstellung bei Insulinwechsel), wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist muss man sich am Tag nach der Entlassung neu einweisen lassen. Dann kann man länger als die Regelzeit im Krankenhaus bleiben. Der DiaDoc kann aus seiner Sicht ambulant nichts mehr dazu beitragen, ausser mich im Extremfall mit dem Notarztwagen abholen zu lassen. Da wird man aber nicht in eine Diabetesklinik eingeliefert und wenn der Allgemeinzustand wieder hergestellt ist, zeitnah entlassen.
Die LVA hat schon vor Jahren weitere Rehas abgelehnt. Ich stelle jedes Jahr einen neuen Antrag.
Was den Insulinwechsel angeht - für AkkuChek Insight gibt es bisher nur vorgefüllte Ampullen mit NovoRapid.
Reiner -
am 23.10.2018 21:21:13 | IP (Hash): 1244773395
Reiner15 schrieb:
@hjt-Jürgen
Ich war wegen des o. g. Problems oder des etwas seltsamen Verhalten meines Körpers, welches seit 10 Jahren immer stärker wird, bereits 2 x im Krankenhaus/Diabetesklinik und zu 2 stationären Rehas zur Neueinstellung....
Genau das hab ich gemeint: Für Diabetologen dreht sich alles um den Diabetes, also um alle Störungen, mit denen der BZ über gesund ansteigt. Und unter gesund sinken kann er im diabetologischen Zusammenhang nur mit zu viel gespritztem oder gepumptem Insulin.
Deswegen denke ich, dass Du einen nichtdiabetologischen Endo bräuchtest, der sich vorstellen kann, dass für Deine Auffälligkeiten was völlig anderes als Dein Diabetes und Deine Diabetesbehandlung verantwortlich sein könnte. Daumendrück
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 24.10.2018 00:34:05 | IP (Hash): 550942137
Hallo Reiner,
seltsam ist gar nichts mit deinem Körper, lässt sich erklären.
Wenn dann so wirklich gesamt gesehen.
Bei mir ambulant durchaus erfolgreich, unter Alltagbedingungen.
Mit verständigem Diabetologen vor Ort - Schwerpunktpraxis mit u.a. auch Schulungsangebot.
Google entsprechend mal zu deinem Wohnort/Umkreis.
Novorapid ist auch mein Insulin per Pen (Basalinsulin erst später dazu).
Gruß Elfe -
am 24.10.2018 00:53:56 | IP (Hash): 1244773395
Elfe schrieb:
Das gegebene Insulin entspricht der ermittelten Wirkungskurve, wenn es denn im Blutkreislauf angekommen ist.
Wenn'es im Blut angekommen ist, hat alles Insulin die selbe Wirkkurve mit ner Halbwertzeit von etwas weniger als 5 Minuten, Fiasp genauso wie Humalog oder Alt. 2 Einheiten davon wirken nach 5 Minuten nur noch wie etwas weniger als 1 usw. Die verschiedenen Wirkzeiten kommen wesentlich durch die verschiedenen Geschwindigkeiten für den Übergang von der Spritzstelle ins Blut zustande.
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Elfe
Rang: Gastam 24.10.2018 02:03:00 | IP (Hash): 550942137
Nö!
Wirkkurve von Substanzen ist durchaus unterschiedlich.
Halbwertszeiten bedeutet Halbe/halbe/halbe - unendlich. -
am 24.10.2018 10:18:15 | IP (Hash): 487841817
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/insulin/34244
"Die Plasmahalbwertszeit von Insulin beträgt weniger als 10 Minuten, jedoch ist die Wirkungsdauer länger, da die Halbwertszeit des an den Insulinrezeptor gebundenen Anteils bei etwa 40 Minuten liegt. Der Hauptabbauort des Insulins ist die Leber."
Die Wirkkurven von Insulinen, die sich so schön als mehr oder weniger hohe und lange Berge grafisch darstellen lassen, beziehen sich ALLE auf die messbare BZ-Wirksamkeit der jeweils gesamt gespritzten Dosis. Die ist völlig unabhängig von der immer gleichen Halbwertzeit/Wirkdauer des einzelnen Moleküls im Blut. Intravenös gespritzt wirken Fiasp und Alt gleich blitzartig.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 24.10.2018 19:31:45 | IP (Hash): 550942137
Bitte mal hier lesen:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20aspart
https://www.blood-sugar-lounge.de/2017/06/wie-schnell-ist-das-turboinsulin-fiasp-wirklich/
Beim Novorapid liest du genau die Wirkung von 3 - 5 h.
Fiasp mit selbem Molekül wirkt schneller durch eine andere Formulierung: Mit Zusatz von zwei Hilfsstoffen
Vergleich Wirkprofile in einer Grafik dargestellt.
Zu Fiasp wird ein deutlicher Unterschied zwischen Anwendung per Pen zur Anwendung per Pumpe berichtet.
Längere Wirkung Basalinsuline durch unterschiedliche Moleküle:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20detemir
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20glargin -
Elfe
Rang: Gastam 25.10.2018 00:30:49 | IP (Hash): 550942137
hjt_Jürgen schrieb:
Elfe schrieb:
Und sich treffen, irgendwie. Nicht wie gesund im Dünndarm..
Und wie käme Insulin bei gesunden Menschen in den Dünndarm? - Oder absolut verrückt, diese dooofen Insulinpillendreher, die's bislang zuverlässig nur bis in den Dünndarm geschafft haben. Wieso meinen die, dass das aus dem Dünndarm dann noch ins Blut muss, wo Dr. Elfe doch längst weiß, dass der Dünndarm das gesunde Insulinziel ist?
Habe dieses Zitat noch mal ausgegraben - betreffend was sich die Wissenschaftler, hier eine Ärztin - so ausdenken: "Insulin aus der Dose"
Gerade gelesen im Print Diabetes Ratgeber - den TypEinser so 'liebevoll' Rentner-Bravo nennt - so lustig :-)
Online für euch zur Einschätzung nur per Leseprobe verfügbar - Seite 26
https://www.diabetes-ratgeber.net/Gesundheit/Blick-in-den-Diabetes-Ratgeber-72717.html
Erwähnung auch hier
https://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes/So-laeuft-eine-Inselzelltransplantation-ab-518055.html
Ob das wirklich zur Anwendung beim Menschen entwickelt werden kann ?
Bearbeitet von User am 25.10.2018 00:36:01. Grund: x -
am 25.10.2018 08:49:31 | IP (Hash): 2002996626
Und verrätst Du uns jetzt auch noch, wie das Insulin bei gesunden Menschen in den Dünndarm kommt, was Du mit Deinem Zitat von mir da doch eigentlich praktisch zugesagt hast?
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Elfe
Rang: Gastam 26.10.2018 18:51:34 | IP (Hash): 550942137
Da du mich praktisch angeschubst hast, näher zu recherchieren -
Nein ! - Insulin wird direkt ins Blut abgegeben,
(nur) die Verdauungsenzyme landen im Dünndarm.
https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-bauchspeicheldruese.2147.de.html -
am 26.10.2018 19:08:35 | IP (Hash): 316849185
Du hast ja auch zum Schubsen mehr als gereizt ;) Danke für die Richtigstellung :)
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Elfe
Rang: Gastam 27.10.2018 23:59:42 | IP (Hash): 550942137
Na Danke dafür :-)
Und was hilft diese Grundsatz-Diskussion ? Zu diesem Thema - Nix !
Einschätzen müssen wir, was wann wirkt.
Elfe schrieb:
Bitte mal hier lesen:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20aspart
https://www.blood-sugar-lounge.de/2017/06/wie-schnell-ist-das-turboinsulin-fiasp-wirklich/
Beim Novorapid liest du genau die Wirkung von 3 - 5 h.
Fiasp mit selbem Molekül wirkt schneller durch eine andere Formulierung: Mit Zusatz von zwei Hilfsstoffen
Vergleich Wirkprofile in einer Grafik dargestellt.
Zu Fiasp wird ein deutlicher Unterschied zwischen Anwendung per Pen zur Anwendung per Pumpe berichtet.
Längere Wirkung Basalinsuline durch unterschiedliche Moleküle:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20detemir
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20glargin
Keine Antwort/Beitrag
- auch nicht von Heike, die Fiasp dem Reiner vorgeschlagen hat.
Bearbeitet von User am 28.10.2018 00:01:19. Grund: x -
am 28.10.2018 07:45:34 | IP (Hash): 1970224632
Keine Antwort von mir, weil:
1) Reiner verwendet die Insight( wie er geschrieben hat), deshalb kein Insulinwechsel möglich
2) der Artikel von "blood-sugar-lounge" sich mit meiner Erfahrung deckt, dass Fiasp in der Pumpe sehr schnell wirkt und sehr schnell wieder draußen ist...
Ansonsten bleibe ich dabei, dass Insulinwirkung und Wirkzeiten bei jeden individuell
unterschiedlich sind, und jeder da seine eigenen Erfahrungen machen muss.
Bearbeitet von User am 28.10.2018 08:00:02. Grund: . -
am 28.10.2018 10:38:56 | IP (Hash): 1970224632
Hallo Elfe,
eigentlich hat sich unsere Meinungsverschiedenheit doch daran entzündet, dass wir unterschiedlicher Meinung waren, bezüglich des Insulins, was bei Reiner gerade unterwegs ist.
Wenn ich davon ausgehe, dass da seit rund 7 Stunden kein neues Insulin abgegeben wurde und du davon ausgegangen bist, dass er zwischendrin einen Bolus abgeben hat, kann man nur zu unterschiedlichen Interpretationen kommen.
Mit meinen Hinweis darauf, dass Humalog BEI MIR nach 2 Stunden keine an BZ messbare Wirkung mehr hat gegenüber der mir durchaus bekannten Wirkkurve, wollte ich eigentlich nur meine Vermutung unterstreichen, dass bei Reiner das Novorapid durchaus länger wirken kann, als es uns die Wirkkurve zeigt...
Mein erster Angriff dir gegenüber (Glucoseverbrauch in den Muskeln) war vor diesem Hintergrund nicht berechtigt. Dafür entschuldige ich mich gerne.
Und besonders sollten wir uns mal wieder bei `nem TE entschuldigen. Wir haben mal wieder heftig geschreddert... Was ich hiermit mache.
Bearbeitet von User am 28.10.2018 13:15:21. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 29.10.2018 18:23:57 | IP (Hash): 550942137
Liebe Heike,
danke für deine Antwort.
Meinungsverschiedenheiten beruhen ja auf unterschiedlichen Erfahrungen im Umgang :-).
Du kannst ja (verkabelt) wirklich sehen, wie der Wirkverlauf ist, im Gegensatz zu mir*.
Bei mir ist bzgl. Novorapid-Wirkung natürlich die ärztliche Anweisung im Ohr, erst nach 4 h korrigieren zu dürfen.
Das klappt aber nicht immer, abhängig vom gegessen Lebensmittel: Pures Obst oder Süßes zum Nachmittagskaffee geht gar nicht - Hypo, dann eben auch beim nicht anstrengenden Spaziergang.
IE/BE ist nur eine Bedingung unter anderen, die es zu beachten gibt.
War/bin sehr interessiert an deiner Meinung zum vorgeschlagenen Fiasp.
Lt. diesem Link ist Augenmerk ja eher, den SEA zu verkürzen, um Blutzuckerspitzen (hoch) zu vermeiden = Gegenteil von Hypovermeidung (tief) bei Reiners Frage
https://www.blood-sugar-lounge.de/2017/06/wie-schnell-ist-das-turboinsulin-fiasp-wirklich/
:-) Gruß Elfe
*P.S.: Lehne für mich Pumpe und Sensor per Kleberei für mich ab, wegen heftiger Unverträglichkeits-Reaktion auf jegliches Pflaster. Anderes Problem, was man nicht so 'einfach' messen kann.
Bearbeitet von User am 29.10.2018 18:25:13. Grund: x -
am 29.10.2018 18:47:21 | IP (Hash): 1912277101
Hallo Elfe,
ich habe Fiasp für einige Wochen getestet.
Die erste Woche war super, was die Werte angeht... Den Härtetest mit großem Glas O-Saft und kein SEA. Spitze bei 120mg/dl. Und die Wirkung auch schnell wieder weg, was in der Pumpe einfach genial ist, weil ich dadurch viel präziser steuern kann.
Blöd war, dass sich schon nach 2 Tagen ein juckender roter Knubbel an der Infusionsstelle gebildet hat...habe ich erst mal nicht so ernst genommen und auf "blöde Stelle" geschoben. Ab der zweiten Woche ging dann der Insulinbedarf immer weiter hoch, so dass ich das Experiment Fiasp beendet habe und zu Humalog zurückgekehrt bin. Und sofort war der Insulinbedarf wieder ok.
Habe es dann nochmal probiert mir dem gleichen Ergebnis.
Ich warte jetzt auf das schnellere Lispro - wird auch irgendwann kommen...
Da bei Reiner ja scheinbar das Insulin ewig lange wirkt, würde da vielleicht die Hoffnung bestehen, dass sich sein Problem zumindest etwas verringert. Aber geht ja eh in seiner Pumpe nicht...
Bearbeitet von User am 29.10.2018 18:57:24. Grund: . -
am 18.03.2019 20:16:22 | IP (Hash): 1990054794
Hallo zusammen,
bei mir ist kein SEA-Abstand vorgesehen, sondern Bolus geben und essen. Die geplanten 4 mmol/l postbrandialer Anstieg nach dem essen werden meist um 1 überschritten wenn ich nichts tue.
Wie o. g. reduziere ich den Bolus bei Belastung oder geplanter Belastung (kann man in % vorprogrammieren, muss man nur das Häkchen richtig setzen).
Seit November bin ich erkältet und habe halt immer so Schübe mit mehr oder weniger Husten und Schnupfen. Der Dia-Doc sagt Allergie und ich habe einen Termin zu Test bekommen, allerdings lagen da 6 Wochen dazwischen.
Momentan liegt mein Hba1 bei 8,0 und die Abstürze bei leichten Tätigkeiten im Haus sind immer noch die gleichen.
Dia-Doc rät zum erneuten Basalratentest um den Hba1 weiter zu senken.
So hatte ich letztens einen Tag an dem die Werte fast durchgehend zwischen 12 und 14 mmol/l lagen. Die Korrekturen haben nicht gewirkt und die Pumpe hat keinen verstopften Katheter angezeigt. Während dieser Zeit hatte ich kein Hungergefühl und habe nichts gegessen.
Wie kann man hier eine Excel einfügen oder anhängen?
Reiner -
am 18.03.2019 21:45:15 | IP (Hash): 512378371
Wie ich's lese, liegt Dein BZ mit dem 1c-Ergebnis von 8 weit über dem dem, den Du eigentlich haben willst. Warum? Warum hast Du Deine Dosen nicht für Dein Ziel passend erhöht?
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 19.03.2019 18:50:24 | IP (Hash): 1230539916
Dass der BZ korrigiert wird wenn er zu hoch ist das sollte ja wohl klar sein. Da wegen der Erkältung oder Allergie (ich weiß es nicht) die sinnvolle Änderung der Basalrate nicht wirklich möglich ist, läuft die BR seit ca. 6 Wochen mit 120 %.
Eingestellt wurde ich in der Diabetesklinik auf 7,0-7,5 mmol/l wegen der Hypowahrnehmungsstörung. Wenn ich mich auf 6,0 mmol/l runter drücke (habe ich nach der Klinik versucht) oder einfach mit einem Wert von 6,0 mmol/l zum Bäcker losmarschiere, das sind 500 m leicht ansteigend, dann komme ich dort mit 4,0mml/l an und wenn ich mich dort hin stelle und einen Kaffee trinke, dann fällt der BZ in den nächsten 20 min weiter bis auf etwa 3,5 mmol/l ab.
Da kann ich eine Vorführung zu geben, es ist exakt immer die gleiche Reaktion.
Ich war wegen der Arbeitsfähigkeit schon beim Gutachter. Dort wurde dokumentiert dass ich mit 7,9 mmol/l auf das Ergometer zum Belastungstest gestiegen bin und nach 12 min mit der vom Arzt eingestellten Belastung mit 4,5 mmol/l abgestiegen bin.
Reiner -
am 19.03.2019 21:45:42 | IP (Hash): 1731205630
Einen Teil Deiner Herausforderung kann ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen: So lange ich meinen BZ nur einstellungsmäßig so geführt habe, dass ich mit dem standardmäßigen Messen+Spritzen+Essen einen möglichst guten HBA1c hatte, hatte ich bei HBA1c 7 alle Wochen sehr unschöne Hypos, auch wenn ich meine BEs auf 12 pro Tag begrenzte. Und mit mehr BEs kam ich nicht unter HBA1c 8, wenn ich nicht mehr als 3-4 Hypos pro Woche haben wollte.
Und HBA1c 8 bedeutet bei mir das mehrfach tägliche Schwanken meines BZ zwischen etwa 350-400 und öfter auch mal n Tick drüber und 100-50 und halt öfter auch mal n Tick darunter.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 20.03.2019 20:37:12 | IP (Hash): 1853499897
Hallo Reiner,
SEA ist mir persönlich auch eher unbekannt, erst ab BZ größer 250 mg/dl 15 min warten (Novorapid per Pen).
Wegen UZ bei 'leichten Tätigkeiten' oder auch nicht, ist die Bolus-Gabe zu hoch !
Hba1c-Wert um die 8 ist zu hoch und zeigt, daß da insgesamt was nicht stimmt im Abgleich.
Bolus und Basis sind per Grunddenke zu beachten.
Bolus angepasst auf Faktor IE/BE tageszeitlich unter Berücksichtigung von anderen Beeinflussgrößen (die man selber herausfinden muss) und Basal, was eben nur den Grundstoffwechsel abfangen muss (ohne Senkung)
Sind so Dinge, die ich per Pen mit zwei Insulinen ganz gut hinbekomme.
Kann ich selbst dosieren und anpassen.
Basal habe ich gesplittet in morgens 8 und abends 3,5 Einheiten.
So was einem programmierten Dings zusätzlich noch 'beibringen' zu sollen !?
Kann flexibel per Pen Bolus zur Korrektur anwenden, egal was so ist ~ auch per anderen Krankheitssymptomen.
So ein technisches Helferlein ersetzt nicht die Grundlagen, wie externes Insulin abzustimmen ist.
Einstelloptionen als oben drauf sind da noch zusätzlich zu beachten.
Habe schon genug mit Insulindosierung zum Leben zu tun, ohne vermeintlich hilfreiche Technik.
Nervt mich schon beruflich per neuer Version … , wo ist bitte per Pflichtfeld zumindest ein Bemerkungsfeld !?
Privat kann ich in mein Papier-Tagebuch alle möglichen Einflussgrößen handschriftlich eintragen: IE/BE, Uhrzeit, was gegessen vor/nach/geteilt per Bolus, dies und jenes an Tätigkeiten, Umgebungstemperatur wie Sommer-Hitze … .
Wir müssen ja nun selbst klarkommen und anhand der eigenen Aufzeichnungen lernen.
Als Zusammenfassung lege ich im Kalenderblatt eingetragen die wichtigsten Werte vor.
Um Vorzugreifen auf ärztliche Frage: Warum war am Tag X Wert soundso und angebliches Muster zu erkennen.
Gruß Elfe -
am 26.03.2019 17:52:06 | IP (Hash): 416805977
Hallo Elfe,
Der Hba1 ist zu hoch das weiß ich selbst, aber ich bin ja auf 7,5 mmmol/l eingestellt wegen der Hypo-Wahrnehmungsstörung, (s.o.), welche sich damit verbessern sollte.
Kommt der hohe Hba1 nicht auch durch die Spitzen also die Postbrandialen Werte zu stande? Denn Libre hat 7,9 mmol/l Hba1 für den gleichen Zeitraum ausgerechnet.
Wenn ich mir den BZ auf ca. 6,5 mmol/l drücke dann bekomme ich bei leichtester Bewegung schon eine Hypo (s. o.).
Soll heißen ohne große Bewegung ausser Haus, kann ich mir den ganzen Tag lang, bei leichten Tätigkeiten im Haushalt, eine Hypo nach der anderen einfahren sozusagen Dauer-Hypo. Das kann aber nicht der Sinn eines niedrigen Hba1 sein.
Der Dia-Doc hat nur einen Patienten mit Pumpe und mit diesem Problem und keine Lösung.
Wenn ich die Basalrate anpasse, dann muss ich auch die Faktoren für Bolus und Korrektur neu berechnen. So jedes mal geschehen (s. o.).
Meine Boli und Korrekturfaktoren liegen weit über dem Faktor den R. Herrmann in seinen Ausführungen nennt. Nur so kann ich den postbrandialen Anstieg von 4 mmol/l in etwa halten, wenn ich nichts tue. Wenn ich die Boli so errechne wie R. Herrmann anführt dann habe ich Anstiege um 6-8 mmol/l, d. h. nach dem Essen 13-15 mmol/l.
Sobald Bewegung im Spiel ist werden logischer Weise die Basalrate und die Boli reduziert. Man kann in der Pumpe 8 Reduzierungen speichern, die ich auch nutze.
Der Anstieg ist mit Redzierung dann steiler aber nicht höher und wird dann ja abgearbeitet.
Sobald die Bewegung oder Arbeit ausfällt oder verschoben wird, aus welchen Gründen auch immer, schnellt der BZ innerhalb von ca. 30 min aus dem normalen Bereich (5,5-7,0 mmol/l) mindestens auf 12 mmol/l hoch.
Bei einer Hypo passiert das nicht, da ist die Reaktion des Körpers, (aus einem Bereich von etwa 3,0-3,5 mmol/l) nach errechneter Nahrung, viel träger und es dauert manchmal über eine Stunde bis ich wieder bei 5,5 mmol/l bin.
Reiner
Bearbeitet von User am 26.03.2019 18:11:58. Grund: Text hinzugefügt -
Elfe
Rang: Gastam 26.03.2019 18:38:43 | IP (Hash): 824047619
Hallo Reiner,
ja, so ist das. Abgleich Basis und Bolus ist wichtig.
Tue mich selber schwer mit dem Basis/Basal-Insulin, kam erst später dazu.
Per Pen-Dosierung muss ich wirklich ohne Essen abwarten, ob die Basalinsulindosis den Blutzucker am späten Nachmittag senkt, was nicht sein soll.
BZ-Erhöhung auf über 200 mg/dl habe ich auch manchmal, manchmal aber auch Senkung in UZ-Bereich, trotz gleicher Mahlzeit bes. Frühstück.
Überlege dann, was an biochemischem Einflüssen Ursache sein könnte ~ Abendmahlzeit + Naschen noch Einfluss oder Stressfaktoren an/für Tagesbewältigung ?
Schon sehr komplex insgesamt und vertraue eben nicht, daß dieses per Technik mit allen Details so berücksichtigt werden kann - meine persönliche Meinung.
In örtlicher Schwerpunktpraxis in Schulung und auch Hypo-Schulung wurde neben Grundlagen auch angeboten, bei Verwendung der Pumpe Einzeltermine bei der Diabetesassistentin zu vereinbaren, wie Software und Einstellung zu verwenden ist.
Wäre also mein Ratschlag, dir eine Schwerpunktpraxis in deinem Wohnumfeld zu suchen für andauernde Betreuung (statt einmalig Klinik).
Gruß Elfe -
am 04.04.2019 19:40:48 | IP (Hash): 604482420
Hallo,
dass ich nur einmal wegen der Einstellung des Diabetes in einer Klinik lag habe ich nicht geschrieben (s. o.). Sorry die wiederholten Hinweise auf eine Diabetespraxis sind übrig, ich bin seit 1986 dort in Behandlung (s. o.). Und dass die Diabetesberaterin bessere Kenntnisse über Software und Einstellungen hat das kann ich verneinen. Hier bin ich m. E. etwas weiter als die Dame, weil ich sie an einer Stelle korrigieren (an Hand der Bedienungsanleitung 340 Seiten) musste.
Mein Problem besteht nach wie vor und ist durch die medizinischen Fachkräfte nicht zu erklären.
Mit s. o. meine ich (siehe oben) meine Beiträge in diesem Thema vom:
12.10.2018
16.10.2018
17.10.2018
23.10.2018
19.03.2019
26.03.2019
Wenn mit den biochemischen Einflüssen unkontrolliertes naschen gemeint ist, dann muss ich das verneinen. Ich esse seit ich Diabetes habe keine Bonbons und keine Schokolade mehr. Und wenn dann nur abgezählt/gewogen und mit Bolus. Meine Mahlzeiten Frühstück und Abendessen sind immer gleich, das Brot vom gleichen Bäcker und abgewogen. Dabei kann man sehen dass die Boli passen, wenn ich mich im Haus ohne Belastung, aufhalte.
Da ich meine Faktoren für Bolus und Korrektur (8 verschiedene) kenne, kann ich den Bolus vom Bolusrechner vor der Bolusgabe zur Kontrolle überschlagen. Was am Bolusrechner etwas eigenartig ist, das ist die Anzeige des noch wirkenden restlichen Insulins, das passt trotz gleicher Berechnungsgrundlagen (Einstellung) nicht immer. Deshalb verlasse ich mich nicht blind auf die Technik.
Ein anderes Bsp. des schnellen oder steilen Blutzuckerabfalls bei Freizeitbetätigung ohne Pumpe. D. h. konkret, es wurde der Katheter entfernt und die Pumpe abgelegt.
Sonntags schwimmen im Badesee. Frühstück zu Hause 08:30 Uhr und um ca. 10:30 Uhr am See, Katheter raus und Pumpe ablegen zum schwimmen.
Ich habe hier aus meinen Unterlagen mal einen Sonntag (12.08.2018) aus dem August letzten Jahres genommen.
08:30 Frühstück BZ 8,2 mmol/l vor dem Essen, Bolus mit Korrektur auf Ziel 7,5 mmol/l, postbrandialer Anstieg um 10:30, 12,3 mmol/l. Also ca. 4 mmol/l wie vorgesehen.
Dann ca. 10:40 Uhr einmal ruhig durch den See geschwommen (ca. 600 m) mit 30 min Pause auf der anderen Seite und zurück, bei Ankunft BZ 3,9 mmol/l – 2 BE gegessen ohne Bolus. Ruhephase bis 12:15 Uhr.
Um 12:15 BZ 10,7 mmol/l, 2 BE ohne Bolus gegessen, danach wieder 600 m durch den See mit Pause auf der anderen Seite und zurück, (ja ich weiß nach dem Essen soll man nicht gleich ins Wasser) BZ 3,4 mmol/l und 3 BE ohne Bolus. Jetzt sehr langsamer BZ-Anstieg denn 14:00 Uhr war der BZ erst 4,9 mmol/l. Ruhephase bis 15:30 BZ jetzt 8,6 mmol/l.
Neuen Katheter setzen und Pumpe anlegen – Heimreise.
D. h. ich hatte in der Zeit von 10:30 bis 15:30 keine Insulinzufuhr da kein Katheter gesetzt und die Pumpe nicht angelegt war.
Noch ein anderes Beispiel - im Selbstversuch (mehrfach) festgestellt.
Setze ich mich zu Hause z. B. Sonntags vormittags vor den Fernseher oder lese ein Buch, ohne Bewegung oder Nahrungsaufnahme (wie Basalratentest zwischen 06:00-12:00 Uhr) und lege um 07:00 Uhr die Pumpe bei einem Wert von 7,1 mmol/l ab. Dann kann ich den Anstieg der Werte beobachten denn 5 h später also um 12:00 Uhr habe ich dann Werte von 19,8 – 20,5 mmol/l je nach Eingangswert.
Bei jedem Klink oder Reha-Aufenthalt wurde ein solcher Test mit Eingangswerten um 6,5 mmol/l gemacht allerdings mit niedrigeren Ausgangwerten 15,5 – 16,5 mmol/l.
O. g persönliche Beispiele kennt die Diabetespraxis kann aber keine Erklärung dazu geben und sieht keine Möglichkeit aus medizinischer Sicht das zu behandeln.
Reiner -
am 04.04.2019 21:56:18 | IP (Hash): 512390318
Du hast bei Dir eine Sorte von BZ-Verlauf und -Steuerung entdeckt, die die Fachliteratur nicht kennt. Dass die Fachologen nach einigen vergeblichen Versuchen noch in einen bekannten Einstellungs- und Erklärungsrahmen gezwungen kriegen, halte ich für unwahrscheinlich.
Wie Du’s darstellst, bist Du für Deinen Fall wenigstens so gut wie Dein Diabetologe und musst n icht gleich los und nen Strick kaufen und dich erschießen. Kommst also schon ganz gut zurecht, und nerven tut Dich nur, das Dein BZ sich unter Bewegung nicht nur wie beim Gesunden verhält, sondern beim ich der Tat mehr als gesunden Gesunden. Also bei wem der BZ ohne Medis mit Bewegung nicht nur bis Gesund absinkt, sondern darunter hinaus :(
Wenn ich Du wäre, würde ich einfach "zum Spaß" mal nen Monat LCHF machen mit Fett statt KHs als Hauptenergieträger, also ketogen (NIX Ketoazidose!). Du wirst weniger Insulin gebrauchen, gar keine Frage. Aber was dabei VIELLEICHT rauskommen könnte, wäre weniger BZ-Sinken mit Bewegen. Aber Du bist nicht ich ;)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 05.04.2019 20:02:06 | IP (Hash): 419473483
Hallo Reiner,
ja, so manches, was du beschreibst, kenne ich auch.
Z.B. daß gleiches Müsli-Frühstück mit 1,3 KE eine Schwankungsbreite von 50 - 130 mg/dl anzeigt, nur sitzen und Tageszeit lesend ~ warum auch immer.
Herausfinden muss man selbst, wie sich körperliche Anstrengung/Sport als Blutzuckerverbrauch/Senkung bemerkbar macht.
Schwimmen im Badesee - wie schön - kann durchaus sehr anstrengend sein wg. Wasserwiderstand überwinden.
Lang her bei mir mit Schwimmen im Chlorwasser/Schwimmbad - per Hauteffekte damals schon schwierig, jetzt erst recht. 1000 m war die Aufgabe - puh, anstrengend.
Du beschreibst einen Sonntag.
Bei mir erkannte Der Diabetologe einen sogenannten 'Sonntagseffekt'.
Stimmt schon, weil Verhalten da anders ist als im Alltag.
Anderes Frühstück (Brötchen, Ei ...), zusätzlich was Süßes zum Nachmittagskaffee, unterschiedliche Aktivitäten/Unternehmungen. Muss dann genauer/öfter hinsehen.
Zeigt sich bis in den Abend - wenn der UZ zu spüren ist.
Stört - je nach Gefühl dann paar Gummibärchen - nach Ende der Sendung erst messen, ob noch mehr notwendig ist.
Im übrigen musste ich per Arzt in spezielle Hypo-Schulung.
Da wird w.o. so etwas erklärt -
eben auch nicht mehr so klare Hypo-Anzeichen körperlich zu bemerken - einigen als Teilnehmer konnten wir uns auf Sehstörungen.
Per Pen-Insuline (Basal und Bolus getrennt), kann ich m. E. besser reagieren
als noch zusätzlich eine Programmierung berücksichtigen zu müssen.
Gruß Elfe
@Jürgen: Fachliteratur und Patienten/Arztgespräche lassen sich online per Fakten/Daten/Urheber-Schutz eben nicht lesen.
Deshalb tauschen wir uns per persönlicher Erfahrung in Foren aus als zusätzliche Informationsquelle.
Bearbeitet von User am 05.04.2019 20:03:11. Grund: -